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Netzwoche 12/2020

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80 Technology Aktuell

80 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Startschuss für das Trust Valley rko/jor. Die Kantone Waadt und Genf haben ihre Pläne für das Trust Valley vorgestellt – eine Standortinitiative mit dem Ziel, die Region im Bereich Cybersicherheit und digitales Vertrauen zu positionieren. Das Projekt versteht sich als Initiative zur Wirtschaftsförderung, als Ökosystem sowie als Netzwerkund Innovationsplattform. Unterstützt wird das Projekt durch Hochschulen und Forschungszentren der Region – darunter die ETH Lausanne – sowie Unternehmen wie Elca, Kudelski, SGS und SICPA. Zoom: Komplettverschlüsselung für alle (Nutzer) jor. Videodienstanbieter Zoom will seine End-to-End- Verschlüsselung nun doch allen Nutzern anbieten. Zuvor sollte die Komplettverschlüsselung zahlenden Kunden vorbehalten sein. Die Betaphase der Verschlüsselungsfunktion beginnt voraussichtlich im Juli, wie Zoom mitteilt. Apple-CEO Tim Cook beendet die Zusammenarbeit mit Intel und rüstet Macs mit eigenen Prozessoren auf Basis der ARM-Architektur aus. Apple baut Macs ohne Intel und fördert das Händewaschen In Mac-Computern stecken künftig keine Prozessoren von Intel mehr. Stattdessen setzt Apple auf eigene Chips. An der Eröffnung seiner jährlichen Entwicklerkonferenz stellte der Techkonzern zudem diverse Features seiner nächsten Betriebssysteme vor. Autor: René Jaun IT-SA 2020 findet nur virtuell statt cwa. Die IT-SA 2020 fällt Corona-bedingt aus und findet digital statt. Pünktlich zum ursprünglich geplanten Messestart am 6. Oktober geht auch die virtuelle Plattform online – die «IT-SA 365». Sie bringe geplante Messeinhalte virtuell in Form von Beiträgen, interaktiven Dialogformaten, News und soll als Ersatz für die Messe dienen und das Angebot ganzjährig erweitern. Quantencomputer intuitiv programmieren mla. Computerwissenschaftler der ETH Zürich haben mit Silq die erste Programmiersprache entworfen, mit der man Quantencomputer ähnlich einfach, zuverlässig und fehlerfrei programmieren kann wie klassische Computer, wie die ETH in ihrem Blog schreibt. An der Eröffnungsveranstaltung seiner jährlichen Entwicklerkonferenz (Worldwide Developer Conference, WWDC) hat Apple eine Bombe platzen lassen: Künftig will Apple in seinen Mac-Computern Prozessoren aus eigener Produktion herstellen. In den letzten 15 Jahren hatte das Unternehmen stets auf Intel-Prozessoren gesetzt, davor auf IBM und ganz am Anfang auf Motorola. Zwei Jahre Übergangsfrist Apple-Chef Tim Cook sprach anlässlich des Wechsels auf eigene Prozessoren vom «Beginn einer neuen Ära». Der Name des neuen Chips lautet Apple Silicon und basiert auf der ARM-Architektur. Weitere technische Angaben machte Apple keine. Erste Mac-Computer mit dem neuen Prozessor sollen aber noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Doch der Übergang zu den neuen Prozessoren erfolge schrittweise, sagte Cook. Apple werde auch noch neue Mac-Modelle mit Intel-Prozessoren auf den Markt bringen, und die Intel-basierten Geräte auch noch während mehrerer Jahre mit Software-Updates versorgen. Für Entwickler dürfte der Wechsel der Prozessorarchitektur zusätzlichen Aufwand bedeuten. Denn Programme, die für die Intel-Architektur geschrieben wurden, laufen nicht ohne Weiteres auf der neuen ARM-basierten Architektur. Um die Leistungsmerkmale des neuen Prozessors voll ausschöpfen zu können, werden die Entwickler nicht umhin kommen, ihre Software umzurüsten. Dies lasse sich üblicherweise binnen weniger Tage erledigen, liess Apple an der Keynote verlauten. « Der Übergang zu den neuen Prozessoren erfolgt schrittweise. » Neue Versionen für iPhone, iPad und Co. In einigen Monaten wird Apple die neuen Versionen der Betriebssysteme seiner diversen Hardwareprodukte offiziell veröffentlichen. Das neue MacOS erhält die Versionsnummer 11 und heisst «Big Sur». iOS, iPadOS und tvOS erhalten Versionsnummer 14, und WatchOS Nummer 7. Für Entwickler stehen erste Beta-Versionen schon zum Download bereit. Während der Keynote zeigte der Techkonzern eine Vielzahl neuer Features (siehe Kasten rechts). Tim Cook, CEO, Apple Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 12 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 81 i DIESE FEATURES PRÄSENTIERTE APPLE AN DER WWDC ▪▪ MacOS: Der Safari-Internetbrowser erhält eine neue Startseite mit selbst konfigurierbaren Lesezeichen und Hintergrundbild. Ausserdem kann man ihn mit zusätzlichen Erweiterungen aus dem App-Store noch mehr personalisieren. ▪▪ App-Kompatibilität: Das Tool Catalyst erlaubt das einfache Portieren von iPad- und iOS-Apps auf den Mac. In der neuen Version übernehmen Mac-Apps automatisch das Design der iPad-Version, und Entwickler erhalten Zugang zu neuen Programmierschnittstellen (APIs). ▪▪ iOS: Die neue App Library bündelt Apps in verschiedene Kategorien und zeigt sie in alphabetischer Reihenfolge. Ausserdem hebt das iPhone-System «auf intelligente Art Apps hervor, die im jeweiligen Moment hilfreich sein könnten». ▪▪ iOS: Wer eine App nicht installieren möchte, kann künftig eine Art Mini-Version erhalten. Die sogenannten App Clips «laden innerhalb von Sekunden einen kleinen Teil eines App-Erlebnisses, um eine bestimmte Aufgabe zu erledigen». So könne man Apps auch unkompliziert ausprobieren und danach entscheiden, ob man sie dauerhaft installieren wolle. ▪▪ iOS: Überholt wurde auch die App für Nachrichten (SMS, MMS und iMessages). Wichtige Konversationen lassen sich nun an der Liste anpinnen. In Gruppenchats können einzelne Benutzer «erwähnt» werden, und Antworten auf Nachrichten werden nun entsprechend (inline) dargestellt. ▪▪ iOS: Die Navigations-App wurde nun für die Bedürfnisse von Fahrradfahrern optimiert. Sie «zieht Höhenunterschiede, das Verkehrsaufkommen auf einer Strasse und das Vorhandensein von Treppen entlang der Strecke mit ins Kalkül». ▪▪ iPadOS und Apple Pencil: Künftig übersetzt das Tablet handschriftliche Eingaben automatisch in getippten Text. Dies funktioniere in allen Eingabefeldern und mache das Antworten auf Nachrichten oder die Suche in Safari schneller und einfacher. ▪▪ iPadOS: Eine neu gestaltete universelle Suche lässt sich überall aufrufen, ohne dass die aktuelle App geschlossen werden muss. ▪▪ WatchOS: Die Apple-Uhr merkt, wenn ihr Träger sich die Hände wäscht, und startet einen 20-Sekunden- Countdown. Nimmt sich der Benutzer weniger Zeit, «wird er dazu angespornt, sich weiter die Hände zu waschen». ▪▪ WatchOS: Für bessere Schlafhygiene sorgen etwa Erinnerungen, pünktlich ins Bett zu gehen und eine Schlafroutine zu entwickeln. Das Schlaftracking verfolge einen ganzheitlichen Ansatz. ▪▪ WatchOS: Nutzer der Uhr können ihre digitalen Zifferblätter künftig mit anderen teilen. Das geht über den App-Store, aber auch via Nachrichten, E-Mail oder in sozialen Netzwerken. ▪▪ tvOS: Das Bild Homekit-fähiger Videokameras lässt sich nun via Apple TV auf dem Fernseher anzeigen. Auch smarte Türklingeln schicken ihre Mitteilungen nun direkt auf den Fernseher und können – entsprechende Hardware vorausgesetzt – anzeigen, wer vor der Türe steht. ▪▪ tvOS: Der Gaming-Dienst Apple Arcade unterstützt nun mehrere Benutzer auf einem Apple TV. So könne jeder Bewohner im Haushalt sein Lieblingsspiel an der zuletzt beendeten Stelle fortsetzen. ▪▪ Viele weitere Funktionen zeigt Apple auf der Themenseite zur Präsentation. Anzeige Sicherheitslücken beheben – we know how. Die Digitalisierung bringt für Firmen nicht nur viele neue Chancen, sondern auch neue Sicherheitsrisken. Lassen Sie Ihre Software und Ihre Prozesse von unseren Application-Security-Spezialisten durchleuchten. Wir sind auf die Identifizierung und Behebung von Software-Sicherheitsrisiken spezialisiert. www.netzwoche.ch © netzmedien ag Weitere Informationen unter: noser.com/ application-security Wir machen Ihr Unternehmen fit für die Zukunft! 12 / 2020 NOSER ENGINEERING AG WINTERTHUR I LUZERN I BERN I RHEINTAL I MÜNCHEN

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