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Netzwoche 13/2017

30 Web App-Projects Ihr

30 Web App-Projects Ihr App-Projekt in der Netzwoche Haben Sie eine App umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr App-Projekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autorin: Tamara Schüle NEUE APPS Tell Tax Mit der Tell-Tax-App von Abraxas lassen sich Steuern mobil erfassen. Nutzer dieser Applikation können die Steuerdokumente fotografieren und auf dem Mobiltelefon abspeichern. Da das Ausdrucken entfalle, helfe die App, Zeit, Geld und Nerven zu sparen. Die Daten seien dank der Verschlüsselung geschützt und würden erst nach Einreichung vom Steueramt eingesehen. Abraxas hinterlegt die Steuerbelege in eigenen Rechenzentren in der Schweiz. Die Daten verlassen die Schweiz zu keinem Zeitpunkt, wie der Hersteller verspricht. Smide #12 Das internationale, stationslose E-Bike-Verleih-System Smide kommt nach Zürich. Smide stehe für «pick and ride», bewirbt der Auftraggeber die App. Das bedeute so viel wie sich ein E-Bike zu schnappen und zu fahren, wann und wo man will. Mittels Registrierung und Prepaid-Funktion können Nutzer eine Station aufsuchen, dort ein E-Bike buchen und dann entsperren. Die Verwendung der E-Bikes ist innerhalb des definierten Geschäftsgebiets möglich und momentan auf den Raum Stadt Zürich beschränkt. Die App steht Nutzern kostenlos für iOS und Android zur Verfügung. Die App #12 ist ein journalistisches Projekt des Verlagshauses Tamedia. Leser erhalten um Punkt 12 Uhr zwölf handverlesene Artikel aus verschiedenen Redaktionen des Verlags. Ausser den Storys bietet die Applikation auch Analysen, Meinungen, Reportagen, Interviews und Porträts aus diversen Tageszeitungen und Zeitschriften der Schweiz: unter anderem aus dem «Tages-Anzeiger», dem «Bund», der «BZ Berner Zeitung», «Annabelle», der «Sonntagszeitung» oder aus «Finanz & Wirtschaft». Seit Juli 2017 steht eine Tablet-Version zur Verfügung. Auftraggeber: Steuerverwaltung des Kantons Wallis Auftragnehmer und Partner: Abraxas Informatik, Apps With Love, Bern (UI-Design) Technologie: Xamarin Online seit: Juni 2017 Auftraggeber: Mobiliar Versicherung, Innoq Schweiz Auftragnehmer: Colognetworx Cnx Technologie: Flottenmanagmentsystem und Stromer E-Bikes (2t2) Online seit: Oktober 2016 Auftraggeber: Tamedia Auftragnehmer und Partner: Tamedia, iAgentur, Sanerstudio Technologien: Swift, Java, MongoDB, Javascript-Framework, JSON-API Online seit: Oktober 2015 13 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Hands-on 31 So kommt ein Kunde bei der Credit Suisse online zu einem Konto Die Credit Suisse hat Anfang Juli ein System lanciert, durch das Neukunden ein Privatkonto über das Internet eröffnen können. Die Redaktion hat das sogenannte Digital Onboarding vor Ort ausprobiert und mit Sebastian Kistner, Mediensprecher der Credit Suisse, über die Entwicklung gesprochen. Autor: Oliver Schneider Wer bei der Credit Suisse ein Konto online eröffnen will, wird per Video Call mit Swisscom identifiziert. Kunden könnten innerhalb einer Viertelstunde ein neues Konto eröffnen, verspricht die Credit Suisse. Wenn der Interessent die zur Anmeldung benötigten Informationen und Geräte bereit hat, ist diese Einschätzung durchaus realistisch. Benötigt werden ein Internetzugang, eine Webcam mit Mikrofon, ein Mobiltelefon sowie eine Identitätskarte oder ein Reisepass. Als ersten Schritt verlangt das System vom Kunden eine Registrierung und die Wahl eines Passworts. Nach der Bestätigung der E-Mail-Adresse folgt die Auswahl eines Kontos. Das Angebot umfasst momentan das Basis- Banking und die Bonviva-Pakete Silber bis Platinum mit Kreditkarten. Kenne deinen Kunden Nach Eingabe der persönlichen Daten benötigt die Credit Suisse verschiedene Angaben zur Berufstätigkeit des Neukunden, zum Zweck des Kontos, zur Quelle der darauf deponierten Gelder sowie zur Höhe des Einkommens. Laut Kistner habe sich mancher Tester während der Testphase von Online Relationship Onboarding gefragt, warum die Bank so viele Fragen stelle. Die Credit Suisse müsse sich dabei an die Vorgaben der Schweizer und internationalen Gesetze halten. FAQs sollen zudem offene Fragen klären, sagt Kistner. Swisscom identifiziert den Kunden und unterzeichnet den Antrag Nun klinkt sich eine andere Schweizer Firma in den Prozess ein. Nach Eingabe aller Informationen beginnt ein Video Call mit einem Mitarbeiter von Swisscom. Dieser führt die Identifikation des Kunden durch und unterzeichnet in seinem Namen anschliessend die Formulare zur Kontoeröffnung. Nach Eingabe eines per SMS zugeschickten Kennworts bittet der Swisscom-Mitarbeiter den Kunden, seinen Ausweis, in diesem Fall eine Identitätskarte, in die Webcam zu halten und leicht zu schwenken. Anschliessend muss der Kunde mit dem Fingernagel über das geriffelte Feld auf der Rückseite der Karte kratzen. Das Mikrofon der Webcam soll das Kratzgeräusch erfassen. Dieses Vorgehen ergänzt als weitere Sicherheitsprüfung die optische Erfassung des Ausweises. Das Gesicht des Kunden speichert Swisscom laut Credit Suisse nicht. Den Vergleich mit dem Bild auf dem Ausweis führe der Swisscom-Mitarbeiter durch. Verläuft die Identifikation erfolgreich, unterzeichnet Swisscom den Kontoantrag im Namen des Kunden elektronisch und leitet alle Daten mitsamt der aufgenommenen Tonspur des Video Calls an die Bank weiter. Swisscom selbst speichere keine personenbezogenen Daten, versichert Kistner. Die Credit Suisse will Filialen ergänzen, nicht ersetzen Nachdem das System Geburtsdatum und Heimatort noch einmal bestätigt hat, leitet es den Kunden zum letzten Schritt weiter. Noch einmal muss er einen SMS-Code eingeben. Anschliessend kann er die drei unterschriebenen Antragsformulare überprüfen. Mit einem letzten Klick ist das Konto erstellt. Der Neukunde erhält direkt eine IBAN- sowie eine BIC- Nummer. Bis die Credit Suisse die Angaben vollständig geprüft habe, dauere es gemäss bisheriger Erfahrung ein bis drei Tage. Bei der Mitbestellung von Kreditkarten könne sich diese Frist unter Umständen etwas verlängern, sagt Kistner. Die Log-in-Daten für das Onlinebanking erhält der Kunde aus Sicherheitsgründen wie bisher per Post. Die Credit Suisse sieht im Digital Onboarding eine Ergänzung der klassischen Kontoeröffnung in der Filiale. Es richtet sich an Kunden, die bereits wissen, welches Konto sie wollen. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2017

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