Aufrufe
vor 2 Jahren

Netzwoche 13/2017

32 Technology Aktuell

32 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Neues Feature von Threema osc. Threema hat ein neues Feature des gleichnamigen Messengers angekündigt. Dieser soll in Zukunft auch verschlüsselte Ende-zu-Ende- Sprachanrufe unterstützen, wie das Unternehmen auf seinem Blog schreibt. Die Verbindung zwischen den Gesprächspartnern soll nicht nur abhörsicher, sondern auch sparsam in der Datenübertragung sein. Interessierte können eine Beta-Version ausprobieren und Feedback zur Verbesserung geben. ▸ Webcode DPF8_51269 Watson ist da tsc. IBM hat nach 12 Monaten Betaphase Watson Machine Learning der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Insbesondere Data Scientists sowie Entwickler sollen beim Erstellen von Machine-Learning- Pipelines und -Anwendungen profitieren können, wie es in einer Mitteilung heisst. IBM ergänzte laut Mitteilung die Funktion Model Builder. Damit soll die Anwendungsoberfläche benutzerfreundlicher gestaltet werden. ▸ Webcode DPF8_50942 Bild: skeeze / Pixabay.com Airbus Ventures investiert in Schweizer Satelliten-Start-up osc. Das Schweizer Start-up Else hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen und insgesamt 3 Millionen US-Dollar eingenommen. Unter den Geldgebern befindet sich Airbus Ventures, der Investitionsfond des Luft- und Raumfahrtunternehmens Airbus, wie Startupticker berichtet. Mit den neuen Finanzmitteln will Else den Startschuss zum Aufbau eines Satellitensystems für das Internet der Dinge (IoT) geben. Laut Startupticker plant das in Ecublens beheimatete Unternehmen, im kommenden Jahr zwei Prototypen ins All zu schiessen. Anschliessend will Else ein Netzwerk namens Astrocast mit bis zu 64 Nanosatelliten installieren. Astrocast soll 2021 komplett und mit weniger als 50 Millionen Dollar besonders kostengünstig sein. Auch der Bund und die Europäische Weltraumorganisation ESA sind daran beteiligt. Satellitengestütztes IoT-Netzwerk Astrocast soll mit seinen Satelliten weltweite Machine-to- Machine-Kommunikation ermöglichen. Else habe bereits Partnerschaften mit drei europäischen Firmen aus den Bereichen Schifffahrt, Fischerei und mobile Industrie abgeschlossen, die das System mit den beiden Prototypen testen wollen, sagt Sandeep Thakur, Head of Business von Astrocast. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_52009 MÜLLERS KLEINES ABC J wie Jira, Jama und dergleichen Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Die Rede ist von Entwicklungsplattformen für agile Softwareoder Webprojekte. Sie helfen, Aufgaben zu strukturieren und Abläufe zu optimieren. Sie erleichtern das Bewirtschaften von Anforderungen, Fehlern und Änderungen, und sie liefern dem Team vielfältige Informations- und Kommunikationswerkzeuge. Sie gelten als eine Art Allzweckwaffe der modernen Entwicklung. Realität: Die Auftraggeber mögen sie, weil sie ein kürzeres Time to Market, tiefere Risiken und niedrigere Kosten versprechen. Die Projektleiter schätzen unter anderem ihre hübschen Cockpits mit all den bunten Reports und Fortschrittsgrafiken. Auch die Teams nutzen sie gern, weil sie so praktische Kommentarfunktionen haben und eine strukturierte, doch flexible Dokumentation zu allem und jedem im Projekt liefern. So weit, so gut. Nun scheint es aber, dass solche Plattformen vermehrt dazu missbraucht werden, Teambesprechungen in fahrlässigem Ausmass zu vermeiden. Das ist insofern riskant, als es die Verschriftlichung der Kommunikation forciert und den heilsamen direkten Austausch in der Gruppe behindert. Unter dem Strich – und vielleicht entgegen vieler Erwartungen – erschwert das die ohnehin heikle Verständigung über die Fachgebiete hinweg noch zusätzlich. So kommt es öfter mal vor, dass Anforderungen zwar dokumentiert, aber leider nicht von allen gleich verstanden werden. Weil aber jeder für sich vor seinem Bildschirm werkelt, wird das erst im nächsten Sprint Review entdeckt – und viel Arbeit war für die Katz. Mit anderen Worten: Die Halbwertszeit von Missverständnissen verlängert sich enorm, wenn die Kommunikation von der guten alten Besprechung (synchron) in Kommentare, Messaging, Wikis etc. (asynchron) verlagert wird. Fazit: Entwicklungsplattformen können den persönlichen Austausch im Team nicht ersetzen. Trommeln Sie Ihre Leute also trotz Jira, Jama und dergleichen regelmässig zusammen! Die Zeit für gut vorbereitete und geleitete Besprechungen ist in der Regel gut investiert. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_51827 13 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 33 Stadt Zug bietet E-ID auf Blockchain-Basis gsa. Die Stadt Zug engagiert sich im Bereich Blockchain- Technik. Ab September will die Stadtverwaltung ihren Einwohnern E-IDs auf Basis der Blockchain anbieten. Die E-ID fusst nach Angaben der Stadt auf einer App, die persönliche Informationen mithilfe von Blockchain-Technologie sichert und mit einer Crypto-Adresse verknüpft. Die Einwohner registrieren ihre Identität eigenständig über die App. Anschliessend werde die Identität bei der Einwohnerkontrolle der Stadt Zug beglaubigt. Ethereum als Plattform für E-ID Für die E-ID setzt die Stadt auf die Ethereum-Blockchain, die aus dem Zuger «Crypto-Valley» stammt. An der Entwicklung beteiligt sich auch das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern. «Heute liegt unsere digitale Identität noch bei grossen Suchmaschinen und sozialen Netzwerken, die daraus Profit schlagen», sagt Mathias Bucher, Dozent am IFZ der Hochschule Luzern. Eine selbstverwaltete, sichere und beglaubigte Identität sei für das Funktionieren einer immer digitaleren Gesellschaft aber unabdingbar. Bucher fügt an: «Es spricht für das Crypto Valley Zug, dass wir in Zusammenarbeit von cgr. Die Stevie Awards zeichnen alljährlich Unternehmen für besondere Geschäftsleistungen aus. Mehr als 3900 Firmen aus über 60 Ländern bewarben sich um die Auszeichnungen. Die Veranstalter gaben nun die Gewinner bekannt. Unter den diesjährigen Siegern sind auch fünf Unternehmen in der Schweiz. Die Preise erhielten sie in folgenden Kategorien: Acronis Gold: Best New Product or Service of the Year – Software – Cloud Storage & Backup Solution Silber: Best New Product or Service of the Year – Consumer Products My Sky Gold: Startup of the Year – Business Services Industries Silber: Tech Startup of the Year- Services Yerra Solutions Gold: Company of the Year – Legal – Medium-size Silber: Einen Silver-Stevie erhielt die Geschäftsführerin Rajitha Boer in der Kategorie «Women of the Year» Forschung, Industrie und Behörden eine solche Identität pragmatisch realisieren können.» Ausser der Hochschule sind auch die Firmen Consensys-U-Port aus Zug sowie TI&M aus Zürich in das Projekt involviert. U-Port liefert die technische Lösung in Zusammenarbeit mit TI&M. E-Voting mit Blockchain-E-ID könnte folgen Die Anwendungen sollen sich nicht allein auf städtische Dienstleistungen wie Gebühreninkasso oder Raumvermietung beschränken. Derzeit diskutiert die Stadt über eine Konsultativabstimmung über E-Voting, die voraussichtlich im Frühling 2018 stattfinden wird. «Wir wollen eine einzige elektronische Identität – eine Art digitalen Pass – für alle möglichen Anwendungen. Und wir wollen diese digitale ID nicht zentralisiert bei der Stadt, sondern auf der Blockchain. Wir überprüfen und bestätigen lediglich die Identität einer Person», lässt sich Stadtpräsident Dolfi Müller in dem Communiqué zitieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_49426 Fünf Firmen in der Schweiz gewinnen Stevie Awards DHL Express Silber: Innovation of the Year – Consumer Services Industries Bronze: Customer Service Team of the Year Sherpany Silber: Mobile Site & App Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_52256 Der Stevie Award in Gold. WWW.NETZWOCHE.CH Google lanciert Android Oreo mur. Google hat Version 8 seines Android-Betriebssystems lanciert. Sie heisst Oreo und bringt Funktionen, die Google im Mai vorstellte. Etwa «Instant Apps», die der Nutzer ohne Installation verwenden kann. Oder neue Emoji, Benachrichtigungen und Bluetooth-Profile. «Picture- in-Picture» stellt zudem zwei Apps gleichzeitig dar. Für Entwickler gibt es viele neue Schnittstellen, etwa für Animationen, Schriftarten und Smartwatches. ▸ Webcode DPF8_53285 Intel bringt vier Kerne in flache Notebooks osc. Intel hat seine nächste Generation von Core-i-Prozessoren vorgestellt. Sie kommen ab September zunächst in leichten Notebooks und 2-in-1-Geräten zum Einsatz, wie es in einer Mitteilung des Herstellers heisst. Weitere Modelle für Desktops, Workstations und Gaming-PCs kündigte Intel für den kommenden Herbst an. Intel verspricht für seine achte CPU- Generation einen Performance-Gewinn von 40 Prozent gegenüber der vergangenen Modellreihe mit Skylake-Prozessoren. ▸ Webcode DPF8_53131 Neue Kryptowährung Bitcoin Cash startet osc. Bitcoin Cash hat die angekündigte Abspaltung von der Bitcoin-Blockchain vollzogen und ist als eigenständige Kryptowährung gestartet. Die Berechnung des ersten Datenblocks von Bitcoin Cash dauerte rund sechs Stunden, wie Heise Online berichtet. Die Spaltung von Bitcoin geht laut Heise auf einen Richtungsstreit in der Nutzergemeinde zurück. Eine Minderheit der Community habe eine Modernisierung der dahinter stehenden Software gefordert. ▸ Webcode DPF8_50806 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2017

Archiv