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Netzwoche 13/2017

08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Trivadis und CEO gehen getrennte Wege jor. Christoph Höinghaus, CEO von Trivadis, verlässt das Unternehmen. Er lege das Amt auf eigenen Wunsch nieder. Der Entscheid fiel nach Gesprächen über die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens, wie Trivadis mitteilt. Über die Details zu seinem Ausscheiden hätten beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Verwaltungsratspräsident und Mitgründer, Urban Lankes, übernimmt das Amt des CEO interimistisch. ▸ Webcode DPF8_51481 Swisscom: weniger Umsatz, mehr Gewinn cgr. Der grösste Schweizer Telko Swisscom ist planmässig in das Geschäftsjahr 2017 gestartet. Wie dem Halbjahresbericht zu entnehmen ist, sieht sich das Unternehmen auf Kurs. Swisscom-CEO Urs Schaeppi spricht von einer «soliden Leistung am Markt», der durch einen starken Wettbewerb geprägt sei. In den ersten sechs Monaten sank der Umsatz um 1,4 Prozent auf 5,77 Milliarden Franken. Der Reingewinn stieg im gleichen Zeitraum um 6,5 Prozent auf nunmehr 839 Millionen Franken. ▸ Webcode DPF8_52731 UPC Schweiz gewinnt Kunden und verliert Umsatz mur. Liberty Global hat Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2017 publiziert. Das Mutterhaus von UPC Schweiz misst seinen Erfolg mit umsatzbringenden Einheiten, die es «Revenue Generating Units» (RGU) nennt. In Europa konnte Liberty Global in den ersten 6 Monaten 406 200 RGUs gewinnen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 6,3 Prozent. In der Schweiz und Österreich sieht es besser aus: UPC gewann in der Region im ersten Halbjahr 8200 RGUs im Vergleich zum Vorjahr. ▸ Webcode PF8_51329 Amag übernimmt Mehrheit von Sharoo cgr. Der Schweizer Autoimporteur Amag ist in das Carsharing eingestiegen. Wie SRF berichtet, übernahm Amag die Mehrheit an der Carsharing-Plattform Sharoo. Amag erhöhte den Aktienanteil von 11,2 auf 50,4 Prozent. Über die Höhe der Investition machten die Firmen keine Angaben. Migros hielt bisher die Mehrheit der Anteile und wird in der Mitteilung als Gründerin der Firma bezeichnet. Migros behält einen Anteil von 19,9 Prozent. Weitere Anteilseigener sind Mobiliar (22,6 Prozent) und Mobility Car Sharing (7,1 Prozent). Laut Mitteilung ging Sharoo als Spin-off aus der Firma M-Way hervor. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in Zürich und ist seit rund vier Jahren im Carsharing tätig, wie dem Handelsregisterauszug zu entnehmen ist. «Die Übernahme durch die Amag war ein länger geplanter, strategischer Entscheid. Wir freuen uns sehr, dass wir in Zukunft noch näher mit der Amag arbeiten und Synergien nutzen dürfen», lässt sich Carmen Spielmann, osc. Lenovo Schweiz hat bei einem Medienfrühstück seine neue Firmenstrategie vorgestellt. Die Firma nahm auch Stellung zu den Meldungen, die in den vergangenen Tagen die Runde gemacht hatten. Das «Handelsblatt» hatte Aussagen des Lenovo-Konzernchefs als Abschied vom PC- Geschäft interpretiert. Patrick Roettger, Managing Director von Lenovo Schweiz, wies die «Handelsblatt»-Meldung schon zu Beginn der Veranstaltung zurück. Es könne keineswegs davon gesprochen werden, dass Lenovo sein Geschäft mit Clients, PCs und Laptops aufgebe. Der Eindruck sei entstanden, weil Lenovo vor Kurzem an einem Event in New York über das Wachstum in den Bereichen Datacenter und mobiles Internet gesprochen habe. Laut Roettger hatten sich in der Folge einige Medien zur Vermutung hinreissen lassen, Lenovo gebe die PC- Sparte auf. Verunsicherte Kunden hätten sich bei Lenovo gemeldet. «Nein, wir steigen nicht aus dem PC-Geschäft aus», sagte Roettger nochmals mit Nachdruck. «Wir können Hardware und wir wollen Hardware.» Roettger sagte auf Nachfrage, dass Lenovo im Schweizer Markt für Clients und PCs einen Anteil von rund 18 Prozent halte. Consumer- und Commercial-Anteile hielten sich ungefähr die Wage. «Unbedeutend» sei die Position des Unternehmens im Schweizer Mobile-Markt. Dies trifft jedoch generell für den europäischen Markt zu, wie Roettger sagte. Europa sei für Lenovo im Mobile-Bereich uninteressant, da hier CEO von Sharoo, in der Mitteilung zitieren. Sie soll das Sharoo-Team auch weiterhin leiten. Amag positioniert sich im Carsharing Amag will sich vor allem vor einem Eintritt eines grösseren Technologiekonzerns in den Carsharing-Berich wappnen. «Man muss jetzt seine Position beziehen, um allfällige Markteintritte von Konkurrenten etwas zu erschweren», lässt sich Bernhard Soltermann in der Meldung vom SRF zitieren. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung von Amag und neuer Verwaltungsratspräsident von Sharoo. Laut Handelsregisterauszug ging Sharoo aus einer Tanzschule hervor und war zwischenzeitlich auch im Kaffee-Geschäft tätig. Damals jedoch noch unter den Namen Colombo Dance Factory und Cremesse. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_49187 Lenovo bleibt der PC-Hardware treu Am Medienfrühstück in Zürich stellte Lenovo seine neue Strategie vor. kaum noch Wachstumschancen bestünden. In anderen Regionen, namentlich in Asien und Südamerika, sehe die Situation aber ganz anders aus. Lenovo sei im Mobile- Sektor weltweit die Nummer 4, sagte Roettger. Die Firma versuche, eine Balance zwischen den drei Geschäftsbereichen Clients, Datacenter und Mobile zu schaffen. Lenovo verfolge das Ziel, in allen drei Bereichen zu wachsen und Marktführer zu werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_48902 13 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Onlinehandel soll weiter wachsen osc. Das Marktforschungsunternehmen Forrester wagt einen Blick in die Zukunft des Onlinehandels in Westeuropa. Laut einer Studie sollen die Verkäufe über das Internet jährlich um durchschnittlich 11,3 Prozent wachsen. 2022 sollen dann fast 14 Prozent aller Produkte über das Internet verkauft werden. Forrester schätzt, dass Unterhaltungsmedien, Computer, Bücher und Spielzeug bis 2022 mehrheitlich online gehandelt werden. So soll etwa der Anteil der Musikverkäufe im Internet am Gesamtmarkt auf 93 Prozent steigen (2016: 63 Prozent). Gefolgt von Videos (76 Prozent), Computer-Hardware (65 Prozent) und Veranstaltungstickets (59 Prozent). Lebensmittel bleiben den Läden vorbehalten Insgesamt sollen in fünf Jahren rund 20 Prozent aller Non- Food-Verkäufe über das Internet stattfinden, schreibt Forrester. Demgegenüber bleiben Online-Lebensmittelkäufe laut Prognose die Ausnahme. Zwar dürften sich diese bis 2022 fast verdoppeln, mit 4,4 Prozent bleibe deren Anteil aber sehr klein. Forrester begründet dies damit, dass der Transport verderblicher Lebensmittel zum Kunden generell schwieriger sei. Händler, die Lebensmittel über das Internet anböten, stünden vor besonderen Herausforderungen. Nach Ländern betrachtet, stellt Forrester Spanien und Italien das stärkste Wachstum in Aussicht. Die Verschiebung des Handels in das Internet dürfte den Druck auf das traditionelle Ladengeschäft weiter erhöhen, schreibt Forrester weiter. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_52322 ANTEIL DES ONLINEHANDELS AM GESAMTHANDEL Sektoren, in denen der Onlinehandel bereits heute stark ist, dürften ihre Position in den kommenden Jahren weiter ausbauen. 2016 2022 (Prognose) Quelle: Forrester Data: Online Retail Forecast, 2017 to 2022 (Western Europe) Schweizer Technologiemarkt schwächelt tsc. Das US-amerikanische Marktforschungsinstitut Forrester hat eine Studie zu den Aussichten des europäischen Technologiemarktes für die Jahre 2017 und 2018 publiziert. Die grösste Herausforderung für europäische CIOs ist das schwache Geschäftswachstum im Technologiemarkt, wie es in der Studie heisst. Dies hänge mit ökonomischen sowie politischen Faktoren wie etwa dem Brexit zu sammen. Investitionen in Cloud-Lösungen sind laut Forrester empfehlenswert, weil dieser junge Markt ein grosses Wachstumspotenzial aufweise. Die Ausgaben für Technologien sollen um 6 bis 7 Prozent bis Ende 2018 steigen, und zwar insbesondere in den nordeuropäischen Ländern. Musik Videos & DVDs Computer Event-Tickets Bücher Schmuck & Uhren Körperpflege & Kosmetik Gesundheit Lebensmittel Alkohol 5 % 5 % 4 % 5 % 2 % 4 % 2 % 4 % 13 % 10 % 33 % 46 % 43 % 55 % 63 % 59 % 58 % 65 % 76 % Hingegen soll die Schweiz ein geringeres Wachstum verzeichnen. Schweizer IT-Markt wächst kaum Technologiekäufe in Euro sollen 2017 in der Schweiz um rund 1 Prozent steigen, wie es in der Studie heisst. Demnach liegt die Schweiz hinter dem europäischen Durchschnitt von 2,65 Prozent. Die Marktforscher begründen ihre Prognose mit dem starken Franken und der schwachen Nachfrage der benachbarten Länder. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_51761 93 % WWW.NETZWOCHE.CH Samsung und Swisscard spannen zusammen osc. Swisscard ist eine Partnerschaft mit Samsung eingegangen. Kunden mit Kredit- und Chargekarten von Swisscard können nun das mobile Bezahlsystem Samsung Pay nutzen, wie die beiden Unternehmen mitteilen. Samsung Pay steht für Smartphones und -watches des koreanischen Unternehmens zur Verfügung. Mit der Integration reagiere Swisscard auf das Bedürfnis seiner Kunden nach komfortablen und sicheren Bezahllösungen, sagt Swisscard-CEO Marcel Bührer. ▸ Webcode DPF8_51391 Ericsson will bis zu 25 000 Stellen streichen tsc. Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson hat Sparpläne angekündigt. Das Unternehmen will den Umsatz im operativen Geschäft bis 2018 verdoppeln. Dazu plane Ericsson einen massiven Abbau von rund 25 000 Stellen, berichtet die Tageszeitung «Svenska Dagbladet». Nach eigenen Angaben beschäftigte das Unternehmen Ende 2016 rund 111 500 Mitarbeiter. ▸ Webcode DPF8_52945 Xing wächst global und in der Schweiz jor. Der Hamburger Betreiber des sozialen Netzwerks Xing hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2017 um 22 Prozent auf 86 Millionen Euro gesteigert. Die Zahl der Xing­ Mitglieder in der Schweiz stieg per Ende Juni 2017 auf 920 000, wie das Unternehmen mitteilt. Im vergangenen Jahr seien hierzulande 120 000 neue Mitglieder hinzugekommen. Wie es weiter heisst, stieg die Anzahl neuer Mitglieder in der Schweiz um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. ▸ Webcode DPF8_51033 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2017

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