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Netzwoche 13/2018

12 Business Nachgefragt

12 Business Nachgefragt « Praktisch alle Kunden sind begeistert » Der Schweizer Kaffeevollautomaten-Hersteller Jura leistet seit 2015 Pionierarbeit mit einem Online-Beratungsdienst mit Video-Chat-Funktion. Kunden können sich damit im Laden oder zuhause per Livestream mit einem der Mitarbeiter in den drei Verkaufsstudios am Firmensitz in Niederbuchsiten verbinden lassen. Jura-Mediensprecher Meinrad Kofmel erzählt im Interview, wie das Konzept «Jura Live» am Verkaufspunkt ankommt. Interview: Fabian Pöschl « Die Hemmschwelle, auf den Verbindungsknopf zu drücken und sich live mit Jura in Verbindung zu setzen, ist für viele immer noch hoch. » Meinrad Kofmel, Head of Communications & PR, Jura Was würden Sie heute anders machen? Die Einführung von «Jura Live» am POS sind wir zunächst etwas zurückhaltend angegangen, weil wir unsere Fachhandelspartner nicht überrumpeln wollten. Mit etwas mehr Mut wäre die Implementierung wohl rascher gelungen. Denn gerade heutzutage, wo sich die Kunden fast alle zuerst online vorinformieren, ist beste Fachkompetenz am Verkaufspunkt essenziell. Genau in diesem Punkt können wir das Verkaufspersonal dank «Jura Live» unterstützen. Wie sind Ihre Erfahrungen nach drei Jahren «Jura Live»? Meinrad Kofmel: Die Erfahrungen seit der Einführung in der Schweiz im Jahr 2015 bestätigen, dass mit der Dienstleistung «Jura Live» zusätzlich Kundennähe geschaffen werden kann. Die professionelle Beratung zu Jura-Kaffeevollautomaten per Videotelefonie oder Chat konnte erfolgreich eingeführt werden. Mittlerweile ist «Jura Live» nicht mehr nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland, Österreich, seit letztem Jahr in den USA und neu auch in Australien und den Niederlanden erlebbar. Neue Standorte werden schon bald dazukommen. In unseren Studios hat das Fachberater-Team die Möglichkeit, jeden Kunden individuell und auf seine Bedürfnisse zugeschnitten zu beraten, sei dies mit Live-Demonstrationen am Kaffeevollautomaten, mithilfe von Videos oder beim gemeinsamen Surfen auf der Jura-Website. Der Kunde kann sich hierzu ganz einfach und bequem per Internet mit uns in Verbindung setzen. Auch die Einführung von «Jura Live» am Verkaufspunkt ist gelungen. Die zusätzliche Unterstützung des Fachhandels wird sehr geschätzt. Wir haben eine gute Basis geschaffen, um Jura im Zeitalter des «Internet of Things» auch digital erlebbar zu machen, denn «Jura Live» bringt die Beratungskompetenz des Herstellers sowohl an den virtuellen als auch an den physischen Verkaufspunkt. An der Bilanzpressekonferenz sagte CEO Emanuel Probst, Jura Live werde noch nicht so gut gebraucht, wie gewünscht. Woran harzt es? Die Hemmschwelle, auf den Verbindungsknopf zu drücken und sich live mit Jura in Verbindung zu setzen, ist für viele immer noch hoch. Wir wollen dem Kunden vorab noch besser vermitteln, was ihn bei «Jura Live» erwartet. Dank einer optimierten Hinführung und weiteren Entwicklungen wollen wir diese Hemmschwelle bei der Mensch-Maschinen-Interaktion weiter abbauen. Sie dürfen gespannt sein! Wie viele Kunden haben Jura Live bereits ausprobiert? Wir veröffentlichen keine konkreten Zahlen. Wie hoch ist der Anteil von Audio- und Videoübertragungen? Eine Videoberatung findet bei jedem Anruf statt. Dies geschieht aber nur einseitig: Das heisst, der Kunde sieht uns, wir den Kunden jedoch nicht. Dies tun wir natürlich ganz bewusst, um die Privatsphäre unserer Kunden zu schützen. Gut drei Viertel unserer Anrufer sprechen mit uns übers Mikrofon, der Rest wählt den Dialog via Chat. Wie ist das Kundenfeedback? Das freut uns besonders: Praktisch alle Kunden, die wir beraten, sind begeistert von «Jura Live» und bedanken sich für die kompetente Unterstützung auf der Suche nach einem Neugerät. Wie bewahren Sie die Daten auf und wie wird die Privatsphäre des Kunden geschützt? Wir sammeln bei «Jura Live» keine personenbezogenen Daten und haben deshalb bewusst von einer Registrierung abgesehen. 13 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Messe 13 Was die Com-Ex 2018 zu bieten hat Vom 25. bis 27. September 2018 öffnet die Com-Ex in der Bernexpo ihre Türen. An der Fachmesse für Kommunikationsinfrastruktur präsentieren Hersteller, Anbieter und Dienstleister Neuigkeiten und Trends. Warum sich ein Besuch lohnt, sagt Bettina Oberhänsli, Leiterin Projekte und Beratung bei TM Kommunikation und Messeleiterin der Com-Ex, im Interview. Interview: Barbara Camenzind Was erwartet die Besucher an der Com-Ex 2018? Bettina Oberhänsli: An der Com-Ex können sich die Besucher ein Bild von aktuellen Produkten, Dienstleistungen, Entwicklungen und Technologien machen und diesbezüglich auch einen Blick in die Zukunft werfen. Natürlich ist auf einer Fachmesse auch der persönliche Kontakt wichtig. Man trifft sich, tauscht sich aus und gleist Geschäfte auf. Für wen ist die Messe besonders interessant? Die Com-Ex richtet sich an den Interessen und Bedürfnissen verschiedener Zielgruppen aus. Dazu gehören unter anderem Betreiber von Telekommunikations-, UKV- und IT-Infrastrukturen, Betreiber und Versorger von Datacentern- und LAN-Infrastrukturen, Elektrizitätswerke, Städte sowie Nutzer von Software für die Planung, Verwaltung und Überwachung von Kommunikationsnetzwerken. Sie haben über 50 Aussteller für Ihre Messe gewinnen können. Mit wie vielen Fachbesuchern rechnen Sie dieses Jahr? Wir rechnen mit rund 2000 Besuchern. Die Messe richtet sich klar an ein Fachpublikum, Qualität ist wichtiger als Quantität. Was ist Ihr persönliches Ziel für die diesjährige Com-Ex? Die Com-Ex soll die Erwartungen der Aussteller nicht nur erfüllen, sondern übertreffen. Wir wollen eine organisatorisch einwandfreie, ästhetisch ansprechende und qualitativ hochstehende Messe, die den Ausstellern nachhaltigen Nutzen bringt. Was ist im Vergleich zur letzten Com-Ex bewusst gleich geblieben? Die Com-Ex soll ganz bewusst eine kleine Fachmesse bleiben mit dem gleichen fachlichen Fokus wie an der Ausgabe 2016. Ausserdem hatten wir an der letzten Com-Ex auffällig viele Gäste aus der Romandie. Bern scheint für sie günstig gelegen, und wir halten deswegen an diesem Standort fest. Was ist Ihre Strategie, damit die Com-Ex nicht das gleiche Schicksal ereilt wie die Telenetfair? Wir legen grossen Wert auf die Meinungen und Vorschläge der Aussteller. Mit dem Messebeirat, der sich aus Vertretern von elf Ausstellern zusammensetzt, findet ein reger Austausch statt. Strategische Entscheide und manchmal auch vermeintlich unwichtigere Dinge werden mit dem Messebeirat besprochen. Zudem holen wir die Meinung einzelner Aussteller ein. Ich bin überzeugt, dass dies die grösstmögliche Garantie dafür ist, dass die Com-Ex den Bedürfnissen der Branche langfristig gerecht wird und somit erfolgreich bleibt. « Wir rechnen mit rund 2000 Besuchern. Qualität ist wichtiger als Quantität. » Bettina Oberhänsli, Leiterin Projekte und Beratung, TM Kommunikation & Messeleiterin Com-Ex i COM-EX 2018 Datum: 25. – 27. 9.2018 Zeit: 09.00 – 17.00 Uhr Ort: Bernexpo, Bern Eintrittspreis: 25 Franken Website: www.com-ex.ch Die ersten 20 «Netzwoche»- Leser können mit dem Code «NET273» auf der Website der Com-Ex kostenlose Tagestickets beziehen. Messeleiterin Bettina Oberhänsli. Die Com-Ex soll laut Veranstalter bewusst eine kleine Messe bleiben. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2018

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