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Netzwoche 13/2018

38 Management & Career

38 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH IBM stellt im DACH-Raum 2200 Mitarbeiter ein aza. IBM will im Zuge einer Initiative bis zu 2200 neue Mitarbeiter in der DACH-Region einstellen. Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Investment in Wachstumsthemen wie künstliche Intelligenz (KI), Cloud, Industry Platforms und Blockchain. Der Schwerpunkt der geplanten Neueinstellungen liege auf Bewerbern mit Kernkompetenzen in den Bereichen KI, Data Science, Beratung, Architektur und IT-Design, schreibt der Konzern. ▸ Webcode DPF8_101560 Neue Arbeitswelten fordern Schweizer Chefs osc. Das Beratungsunternehmen Deloitte hat Schweizer Büroangestellte zu ihren Arbeitsplätzen befragt. Die Studie zeige auf, wie sich die Arbeitswelt verändere, schreibt Deloitte in einer Mitteilung. Arbeitsumgebung, technologische Hilfsmittel und die Unternehmenskultur seien allerdings noch nicht genügend aufeinander abgestimmt. Das grösste Hemmnis für mehr Flexibilität und digitale Technik am Arbeitsplatz ortet Deloitte in der Haltung der Unternehmensleitung. ▸ Webcode DPF8_100288 Weniger Arbeitslose in Informatik und Elektrotechnik mer. Das Bundesamt für Statistik hat die Arbeitslosenzahlen für Juli 2018 publiziert. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zählte Ende Juli 2018 landesweit 106 000 Arbeitslose, 20,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 2,4 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis 24 Jahre) fiel ebenfalls im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24,6 Prozent und lag zum Zeitpunkt der Erhebung bei 11 807 Personen. Auch die Anzahl Arbeitslose in einem Alter ab 50 Jahre verringerte sich um 14,9 Prozent auf 30 420 Personen. Die Zahl der offenen Arbeitsstellen stieg um 13 150 auf 30 004 Stellen. Starker Rückgang in der Informatik und Elektronik Im ersten Wirtschaftssektor, das heisst in der Land- und St. Gallen hilft Jugendlichen in die IT-Welt cgr. Am 13. August ist die Initiative Smartfeld in St. Gallen an den Start gegangen. Hinter dem Projekt steht der Startup-Inkubator und Verein Startfeld, wie es in einer Mitteilung heisst. Mitglieder von Startfeld sind die Empa, wie auch folgende Hochschulen: ·· Fachhochschule St. Gallen ·· NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs ·· Pädagogische Hochschule St. Gallen ·· Universität St. Gallen Forstwirtschaft, fiel die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Juli 2017 um 20,2 Prozent, im Industriesektor um 25,6 Prozent und im Dienstleistungssektor um 19,6 Prozent. Dabei nahmen die Arbeitslosen in der Elektrotechnik und Elektronik überdurchschnittlich stark ab. Die Zahl sank um 28,8 Prozent auf total 2839 Arbeitlose. In der Informatik und Kommunikation nahm die Quote unterdurchschnittlich um 18,4 Prozent ab. In beiden Berufsbereichen waren im Juni 2018 3898 Personen und allein in der Informatik 2028 Personen (-16,9 Prozent) arbeitslos gemeldet. Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode DPF8_101714 Das Crypto Valley sucht Frauen für den Vorstand osc. Die Zuger Crypto Valley Association (CVA) sucht nach zwei neuen Mitgliedern für ihren Vorstand. Der Verein, der sich die Unterstützung der Schweizer Blockchain-Branche auf die Fahnen geschrieben hat, will zwei Frauen aus der Krypto-Community berufen. Kandidatinnen könnten ihre Bewerbung bis spätestens 30. August per E-Mail einreichen. Die CVA will die neuen Vorstandsmitglieder am 20. September in einer speziellen Versammlung wählen. ▸ Webcode DPF8_101427 Hinzu kommen zahlreiche Stiftungen wie auch private Gönner. Kinder auf die Zukunft vorbereiten Ziel der Bildungsinitiative Smartfeld ist es, «Kindern und Jugendlichen bessere Startchancen ins digitale Zeitalter zu ermöglichen», wie es in der Mitteilung heisst. Dazu wird zu Beginn des Schuljahres eine Plattform eröffnet, die Kindern Fähigkeiten für Zukunftskompetenzen vermitteln soll. Zur Eröffnung sprach Bundeskanzler Walter Thurnherr das Grusswort. Er sprach dabei auch die grosse Bedeutung der MINT-Fächer an, wie es in der Mitteilung weiter heisst. «Die Einbettung ins Start-up-Ökosystem von Startfeld stellt sicher, dass junge Menschen auf spielerische Weise Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_102360 Teilnehmende Kinder an der Eröffnung der Initiative Smartfeld in St. Gallen am 13. August. mit Jungunternehmern in technologienahen Bereichen in Berührung kommen, hautnah einen Teil der neuen Wirtschaft und der Bedeutung von neuen Technologien erleben können», sagte er in seiner Ansprache. Das Angebot von Smartfeld richte sich an Schüler der Primarschule bis zur Sekundarstufe II sowie an deren Lehrer. Zu den Angeboten zählen etwa halbtägige Coding- Kurse für Schulklassen von der 5. bis zur 9. Klasse. 13 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Event 39 Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt umkrempelt Swiss-ICT hat dem Wandel in der Arbeitswelt eine Veranstaltung gewidmet. Besucher erfuhren, wo die Herausforderungen liegen, wie die Zukunft aussehen könnte und warum nicht alles so heiss gegessen wie es digital gekocht wird. Doch die Branche muss sich bewegen, darüber waren sich die Referenten einig. Autor: Oliver Schneider Swiss-ICT-Geschäftsführer Christian Hunziker begrüsste das Publikum. « Was man mit Deep Learning heute machen kann, ist faszinierend, aber nicht intelligent. » Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_98823 Michael Sternecker, Starmind Wie verändert sich unsere Arbeitswelt in den kommenden Jahren? Wie finden Unternehmen morgen Spezialisten für Tätigkeiten, die es heute noch gar nicht gibt? Diese Fragen standen im Zentrum einer Veranstaltung, zu der Swiss-ICT geladen hatte. Bereits heute stehen ICT-Firmen beim Thema Arbeit vor verschiedenen Herausforderungen, wie Christian Hunziker, Geschäftsführer von Swiss-ICT, in seiner Begrüssungsrede sagte. Der Verband stelle zu deren Bewältigung verschiedene Dienstleistungen zur Verfügung, etwa die Kompendien «Berufe der ICT» und «Saläre der ICT». Auf der Suche nach Fachkräften wolle man Unternehmen unterstützen. Es gehe aber auch darum, möglichst viele Menschen – Jung und Alt – für die Informatik zu mobilisieren. Projektleiter Stephan Schmid zeigte im Anschluss, wie die Berufe- und die Salärstudie 2018 in einem neuen, digitalen Gewand erscheinen. Die «Berufe der ICT» seien nun online frei zugänglich. Mit einem Schwerpunkt auf agile Rollen in Unternehmen würden sie dem Wandel der Arbeitswelt in der IT gerecht, sagte Schmid. Die Salärstudie habe mit mehr als 30 000 Nennungen den grössten Umfang seit ihrer Lancierung erreicht. KI als Netzwerker und Gaukler Wie ein Miteinander von Mensch und Maschine aussehen kann, zeigten Michael Sternecker von Starmind und Kaneswaran Thilakshan von Swisscom. Künstliche Intelligenz (KI) ist eigentlich ein altes Phänomen, wie Sternecker anhand des sogenannten «Schachtürken» demonstrierte. Dabei handelt es sich um einen vorgeblichen Roboter, der im 18. Jahrhundert für Furore sorgte und sogar gegen Napoleon im Schach gewann. Der Schachtürke war ein beeindruckendes Stück Technik, doch nichts weiter als eine Gaukelei. In seinem Innern verbarg sich nämlich ein menschlicher Spieler, der die Figuren mechanisch über das Brett bewegte. Sternecker nahm dies als Metapher für die Wahrnehmung moderner KI. Die Fortschritte der letzten Zeit seien vor allem auf mehr Leistung und Komplexität zurückzuführen, nicht auf mehr Intelligenz. Zudem funktioniere vieles noch nicht und sei in der Breite deshalb nicht anwendbar. «Was man mit Deep Learning heute machen kann, ist faszinierend, aber nicht intelligent», sagte Sternecker. Hinter den Schleier der Zukunft geschaut Einen Blick in die Zukunft der Arbeit gewährte Zukunftsforscher Georges Roos. Aus der Vogelperspektive seiner Zunft sei klar, dass Digitalisierung kein Selbstzweck sein dürfe, sagte er. Sie sei vielmehr ein Beitrag, um die aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft zu meistern. Wie diese Herausforderungen aussehen, illustrierte Roos anhand sogenannter «Megatrends». Im Zusammenhang von Arbeit und Technik sei besonders der Trend der Individualisierung bedeutsam, sagte Roos. Wir müssen uns laut dem Zukunftsforscher immer stärker mit uns selbst auseinandersetzen. Freiheiten und Freiräume, die wir uns erkämpft hätten, seien Gewinn und Herausforderung. Es gelte etwa, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten und attraktiv zu halten – für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber. Aber auch sonst sei die Arbeitswelt im fundamentalen Wandel. Die Alterung der Gesellschaft in den Industrieländern, die Entstehung neuer Berufe, die Automatisierung von menschlicher Arbeit oder die Ausschaltung von Intermediären mit der Blockchain – dies seien Entwicklungen, die wir beobachten und ernst nehmen müssten. Für IT-Firmen und Informatiker heisse das, nicht stehenzubleiben und mit dem Wandel mitzuhalten. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2018

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