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Netzwoche 13/2019

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12 DOSSIER SPECIAL

12 DOSSIER SPECIAL E-Commerce In Kooperation mit Opacc Software Case: Eine E-Commerce-Plattform für hybrides Einkaufen Im B2B-Sektor ist die digitale Transformation unentbehrlich geworden, denn es sind längst nicht mehr nur die Enduser, die es schätzen, per Internet einzukaufen. Kein Wunder: Schnelligkeit, Effizienzgewinn und die grosse Auswahl, sind überzeugende Business-Argumente. Ein Beispiel für die gelungene Implementation einer digitalen Grosshandelsplattform, die nicht nur die Händler, sondern auch deren Endkunden bedient, bietet die Bremgartner Puag AG mit dem Einsatz des «OpaccEnterpriseShops». Das Sortiment von Puag umfasst rund 15 000 Artikel, wovon 10 000 am Zentrallager in Bremgarten gehalten werden. Der B2B-E-Commerce, also der Handel zwischen Unternehmen über das Internet, gewinnt stark an Bedeutung für Grosshändler, Dienstleister oder Softwareanbieter. Ein wichtiger Grund für diese positive Entwicklung des B2B-E-Commerce ist nach Meinung von Experten, dass sich das private Online-Verhalten der Mitarbeiter verstärkt im geschäftlichen Alltag spiegelt. Ausserdem bietet B2B- E- Commerce andere enorme Vorteile für die beteiligten Unternehmen – wie Transparenz, Schnelligkeit und Effizienzsteigerungen. Die Puag AG setzt schon seit 1999 bei der Abwicklung ihrer Prozesse auf «OpaccERP». Nun ging es um die Weiterführung der digitalen Transformation, und der nächste logische Schritt war die Onlinebedienung der Kunden. Geschäftsführer Peter Good erläutert die Entscheidung: «E-Commerce bewegt unsere Branche und verändert die bekannten Handelsstrukturen. Mit dem Einstieg ins E- Business wollten wir auf die veränderten Marktbedürfnisse reagieren, aber weiterhin flexibel bleiben – damit wir auch auf künftige Veränderung jederzeit reagieren und Chancen wahrnehmen können. Der Entscheid zugunsten des ‹EnterpriseShops› war dabei die logische Folge unserer konsequent verfolgten IT-Strategie.» Der Onlineshop von Opacc ist ein Opacc-Modul, das ohne Schnittstellen perfekt ans ERP anknüpft. Peter Good: «Wir kennen Opacc und wissen, was wir von diesem Team erwarten können. Zudem wird der ‹OpaccEnterpriseShop› bereits mehrfach von Opacc-Kunden in der Schweiz eingesetzt; wir konnten das Produkt daher sehr gut einschätzen.» Digitale Handelsplattform verbessert die Dienstleistungen Die Handelsplattform der Puag sollte natürlich dem allgemeinen Erscheinungsbild des Unternehmens entsprechen, deshalb wurde das Front-End entsprechend optisch angepasst. Ausserdem richtete Opacc zusätzliche gewünschte Features ein. So werden alle Lagerbestände und Planlieferzeiten für die Händlerkunden angezeigt – das Sortiment von Puag umfasst rund 15 000 Artikel, wovon 10 000 am Zentrallager in Bremgarten gehalten werden. Links zu Händler- Onlineshops wurden eingebunden und die Suche nach stationären Händlern mittels Postleitzahlen und Google Maps möglich gemacht. Ebenfalls eingerichtet wurde ein automatischer Artikel- und Bestandsabgleich zwischen der Puag AG und ihren Händlern. Mit der Einrichtung des «EnterpriseShops» bezweckte die Puag AG vor allem verbesserte Dienstleistungen für ihre Kunden. Aber auch verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten und andere geschäftsfördernde Funktionen wurden angestrebt. Diese Ziele wurden erreicht. Die Händlerkunden können nun rund um die Uhr bestellen und werden dabei mit Informationen über Lagerbestände und Lieferzeiten versorgt. Einmalig in der Branche: Endverbraucher können ebenfalls auf den Shop zugreifen und dort über den Wiederverkäufer einkaufen. Auch die Puag-Vertriebsmitarbeiter lieben die neue Plattform; für sie sind die dort zugänglichen präzisen und umfassenden Produktinformationen im Tagesgeschäft unabdingbar geworden. INFO Nutzen Der «OpaccEnterpriseShop» bei Puag dient den Wiederverkäufern als Einkaufsplattform für die Puag-Sortimente. Er bietet ausserdem den Endverbrauchern die Möglichkeit, Puag-Produkte zu kaufen, mit direkten Verlinkungen auf die Onlineshops der Puag-Wiederverkäufer und deren stationäre Ladengeschäfte. Das ist eine in der Branche einmalige Lösung. Kundenporträt Die Bremgartner Puag AG beschäftigt 60 Mitarbeitende und ist ein führendes Schweizer Grosshandelsunternehmen seit 1978. Zu ihren Kunden zählen alle in der Schweiz tätigen Baumarktketten, eine Grosszahl von Fachhändlern im Bereich Eisenwaren-, Haushalt- und Gartenfachhandel und alle namhaften Elektro-Grosshandelsfirmen. 13 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Opacc Software E-Commerce SPECIAL13 « KMUs sind traditionell agil und innovativ » Schweizer Onlinehändler sitzen in der Zwickmühle: Zwar kaufen mehr und mehr Menschen im Internet ein. Doch die Umsätze fliessen vor allem an ausländische Anbieter. Wie Schweizer E-Tailer damit umgehen können und was sie in Sachen Datenschutz beachten sollten, erklärt Chris Iten, Produktmanager E-Commerce bei Opacc. Interview: Joël Orizet Wie steht es heute um den E-Commerce in der Schweiz? Chris Iten: Der digitale Anteil am B2C-Umsatz steigt nach wie vor. Allerdings kommt das Wachstum fast ausschliesslich von ausländischen Anbietern, was auch eine Verschiebung der Detailhandelsumsätze ins Ausland bedeutet. Die Schweizer Anbieter stehen also unter einem grossen Veränderungsdruck. Dies bei den Geschäftsmodellen und den Prozessen gleichzeitig. Wer vom Wachstum profitieren will, muss klug investieren. Chris Iten, Produktmanager E-Commerce, Opacc. « Wer vom Wachstum profitieren will, muss klug investieren. » Chris Iten, Produktmanager E-Commerce, Opacc Welche Trends kommen auf den hiesigen Onlinehandel zu? Der Onlinehandel ist sehr innovativ. Die Rolle des Kunden steht mehr und mehr im Zentrum, Stichworte Customer Journey, Kundendialog mit Voice oder Chatbot, Kundenbindung, Personalisierung von Angeboten etc. Auf der technischen Seite zeigen immer wieder neue Ansätze, dass das Ei des Kolumbus noch nicht gefunden wurde – API-First, Framework statt Software, Headless Architecture etc. Hier dürfte die Suche noch eine Weile weitergehen. Spannend sind sicher auch die Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz beziehungsweise des Machine Learnings. « Das Wachstum kommt fast ausschliesslich von ausländischen Anbietern. » Chris Iten, Produktmanager E-Commerce, Opacc Welche Chancen und Risiken bietet der Onlinehandel für KMUs? KMUs sind traditionell agil und innovativ. Und genau das ist im Onlinehandel und der Digitalisierung generell die Grundlage des Erfolgs. Kontinuierlich kleine und grosse Schritte führen hier zum Ziel. Grundlage bleibt natürlich der Fleiss, insbesondere bei der Content-Pflege und beim digitalen Marketing. Wie können sich Schweizer E-Tailer gegen internationale Anbieter wie Amazon und Alibaba behaupten? Sie müssen ganz spezifisch ihren Standortvorteil nutzen. Dies bei der Logistik, bei der Verbindung des stationären und des digitalen Kanals. Was sollten Webshop-Betreiber hierzulande in puncto Datenschutz beachten? Mit der Inkraftsetzung der DSGVO in der EU ist das Thema Datenschutz auch in der Schweiz nochmals wichtiger geworden. Anbieter haben eine Reihe neuer Pflichten erhalten, deren Einhaltung elementar ist. Heute sprechen wir von «Privacy by design» beziehungsweise «Privacy by default». www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2019

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