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Netzwoche 13/2019

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28 Web Event Die beiden

28 Web Event Die beiden Konferenzen Microsoft Inspire und Microsoft Microsoft Inspire: Strategie und Ziele des Techgiganten Unter dem Motto «together, we achieve more» sind die Microsoft-Konferenzen «Inspire» und «Ready» in Las Vegas über die Bühne gegangen. Es trafen sich auch in diesem Jahr tausende Partner aus der ganzen Welt, um mehr über die Ideen und Zukunftspläne von Microsoft zu erfahren. DER AUTOR David Mehr Leiter Collaboration, IOZ Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Ready haben 25 000 Besucher nach Las Vegas gelockt. Ausser den beiden Corenotes, bei denen es um die Vision und die strategische Ausrichtung von Microsoft ging, gab es zusätzlich eine Vielzahl an Sessions zu den neuen Themengebieten sowie die Expo, um mit Anbietern ins Gespräch zu kommen. Gavriella Schuster, Corporate Vice President One Commercial Partner bei Microsoft, thematisierte am 15. Juli die kurz vor der Inspire publizierten Informationen bezüglich Internal Use Rights (IUR). Darin kündigte Microsoft an, dass man im Rahmen der IUR in Zukunft den Microsoft-Partnern keine kostenlosen Lizenzen mehr zur Verfügung stellen und stattdessen andere Partner-Pakete schnüren will. «Die Resonanz bei unserem Partnernetzwerk war überwältigend negativ. Wir haben den Mehrwert dieser Unterstützungen sowie die Auswirkungen, welche die geplanten Änderungen auf die Partner haben, deutlich unterschätzt», so Schuster. Weiter führte sie aus, dass die Beziehungen zu den Partnern und deren Vertrauen für Microsoft von immenser Wichtigkeit seien und man die Feedbacks ernst nehme. Dies war der Grund für Microsoft, die Ankündigungen zurückzunehmen und die IUR neu zu überdenken. Citizen Developers und KI fördern Digitalisierung Mit auf der Bühne war auch Speaker und Autor Simon Sinek. Er zeigte auf, wie wichtig der Faktor Mensch in den Projekten ist und wie man als gutes Vorbild Menschen führen sollte. Er forderte die Teilnehmenden auf, die Leader zu sein, die man selbst immer gerne gehabt hätte. Schuster hatte im Anschluss das enorme Wachstum der Kollaborationsplattform Teams im letzten Jahr präsentiert. In verschiedenen Case Studies wurde aufgezeigt, wie Teams bereits heute in vielen verschiedenen Unternehmen und Industrien genutzt wird. Azure wird als Plattform weiter ausgebaut und stellt neue Services wie die zentrale Steuerungsebene «Azure Lighthouse» für Dienstanbieter zur Verfügung. Das Ziel von Microsoft ist, bestehende SQL-Server-2008-Instanzen nach Azure zu migrieren, den Kunden so den bestmöglichen Support zu gewährleisten und diesen die neuste Technologie mit all den Chancen und Möglichkeiten bieten zu können. Jeder Mensch soll von der Digitalisierung profitieren: Diese Meinung vertritt Judson Althoff, Executive Vice President bei Microsoft. Dies soll durch die Ausbildung der Mitarbeiter in Bezug auf die moderne Arbeitsweise, Citizen Developers, den Einsatz von KI und der Einbindung von Mitarbeitenden an der Front erreicht werden. Althoff sprach über den Unternehmenserfolg 2019 und erklärte, auf welcher Grundlage dieser entstanden ist. Microsoft definierte fünf neue Grundpfeiler: Industry Leadership, Technology Solutions, Customer Success, Digital Engagement und One Commercial Partner. Am Mittwoch, dem 17. Juli 2019, sprach Microsoft-CEO Satya Nadella in seiner Corenote über die Innovation, die Microsoft vorantreibt. Er verdeutlichte anhand zahlreicher Beispiele, wie dem Anstieg der IT-Fachkräfte im Non-Tech-Sector, wie wichtig Technologie in allen Bereichen der Wirtschaft bereits ist. Und die Bedeutung wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Ob in Autos, in Kaffeemaschinen oder in Ärztekoffern, IT und die Cloud können neue Möglichkeiten schaffen, um Arbeit effizienter, sicherer und kundenfreundlicher zu gestalten. Ein Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft ist laut Nadella die Förderung der Citizen Developers. «The Future is here» Julia White, CVP Azure Marketing bei Microsoft, demonstrierte die Fortschritte und Entwicklungen in den Bereichen Mixed Reality, KI und Neural Text-to-Speech (Neural TTS). Sie zeigte, wie ihr Hologram in Lebensgrösse ortsunabhängig und japanisch sprechend projiziert wurde. Mit dem Satz «The future is here» schloss sie ihre eindrückliche Demonstration ab. Die Hololens 2 ist nun aus der Entwicklungsphase herausgetreten und bereit für den Einsatz im heutigen Business. Brad Smith, President Chief Legal Officer bei Microsoft, erläuterte in seiner Corenote, wie die Technologie weltweit Chancen aber auch Herausforderungen schafft. Weiter wurden an der Konferenz die strategischen Eckpunkte für die nächsten Monate bekannt gegeben. Folgende Themen werden weiter vorangetrieben: Modern Workplace mit Microsoft 365 Security und Microsoft-Teams-Erweiterungen, Business Applications mit Dynamics 365 und Power apps, Application & Infrastructure mit Azure Cloud Migration sowie Data & AI. Die Services werden immer mehr ineinander integriert, so erhält beispielsweise auch Powerapps entsprechend eine KI- Komponente und die Office-Applikationen werden um verschiedene intelligente Funktionen erweitert. 13 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Fachbeitrag 29 Der rasante Wandel fordert rasche und dynamische Prozessanpassungen Prozessmanagement vereint die Modellierung, die Analyse, die Optimierung sowie auch die Automatisierung von Geschäftsprozessen. Im Umfeld des heutigen starken Wandels dürfen diese Themen nicht als Einzelaspekte, sondern müssen zwingend aus den Perspektiven der Unternehmensführung, des Business Improvements sowie der Mitarbeitenden bei der täglichen Arbeit betrachtet werden. Oft wirft der Begriff Prozessmanagement bei vielen Mitarbeitenden Fragen auf, da mit diesem Wort nichts Fassbares assoziiert werden kann. Dies, obwohl die Prozesse die eigentliche Tätigkeit im Alltag widerspiegeln. Jeder führt täglich unterschiedlichste Tätigkeiten aus und steckt somit mitten in den Prozessen. Das Management von Prozessen bedeutet vereinfacht ausgedrückt «Arbeit an den täglichen Tätigkeiten». Diese Arbeit beinhaltet die stetige Berücksichtigung der Dynamik der heutigen Zeit. Nur durch eine konsequente Pflege und eine verankerte Feedback-Kultur kann das Prozessmanagement die aktuellen Tätigkeiten stetig an neue Anforderungen anpassen. Verschiedene Perspektiven von Prozessmanagement Die Unternehmensführung benötigt die Sicherheit, dass die Prozesse verstanden und konsistent im Sinne der Strategie ausgeführt werden. An den Prozessen soll aktiv gearbeitet und Risiken proaktiv angegangen werden. Weiter soll man neues Personal effizient einführen, um möglichst schnell produktiv arbeiten zu können. Aus Sicht des Business Improvements ist besonders relevant, dass die Feedbacks aus der Dienstleistungserbringung oder der Produktion direkt zurückfliessen. Informationen über die Durchlauf- und Wartezeit sowie über die jeweiligen Kosten müssen transparent und schnell verfügbar sein. Varianten von Prozessen sollen ermöglicht und durch einen übergeordneten Standard kontrolliert werden. Mitarbeitende sollen in ihrer täglichen Arbeit schnell mit hilfreichen Informationen versorgt werden. Schwierigkeiten oder neue Ideen aus ihrer Sicht müssen rasch in das Prozessmanagement zurückfliessen. Den Prozesseignern oder Experten muss die Erfassung, Anpassung und Verbesserung ihrer Prozesse möglichst einfach von der Hand gehen. Wenn diese Perspektiven verstanden und deren Ansprüche berücksichtigt sind, wird das Prozessmanagement zu einem Instrument, das dem gesamten Unternehmen die Möglichkeit bietet, sich dynamisch dem rasanten Wandel im Business anzupassen. Wann hilft Prozessmanagement wirklich? Um Prozesse aktuell zu halten sowie Anpassungen und Verbesserungen zeitgerecht einfliessen zu lassen, benötigt es im Prozessmanagement ein hohes Mass an Commitment aller Beteiligten. Prozessverantwortliche müssen in einem übersichtlichen und transparenten System zu effektiven Eignern gemacht werden. Jeder einzelne im Unternehmen soll Verbesserungsvorschläge einfach und unkompliziert erfassen können. Nur wenn alle Mitarbeitenden am Prozessmanagement einfach partizipieren können, werden Prozesse aktuell gehalten. Verschiedene Tools unterstützen Unternehmen dabei, die Partizipation am Prozessmanagement von allen Mitarbeitenden zu fördern. Ein gutes Tool zeichnet aus, dass die Erstellung, die Veränderung und die Optimierung von Prozessen unkompliziert möglich ist und auch Feedbacks direkt an die Eigner zurückfliessen. Die Prozess informationen sollten für jedermann rasch verfügbar sein und in der täglichen Arbeit von überall aus zu dem Zeitpunkt genutzt werden können, wenn sie benötigt werden. Das bringt Unternehmen weiter. DER AUTOR Samuel Alessandri Mitglied der Geschäftsleitung bei IOZ Grafik: bloomicon / Fotolia.com www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2019

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