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Netzwoche 13/2019

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Lass ihn dir nicht

Lass ihn dir nicht entgehen! Jetzt einreichen bis 9.9.19: bestofswissapps.ch BEST OF SWISS APPS 2019 VERANSTALTER PARTNER MEDIENPARTNER WERBEWOCHE SACHSPONSOR

Best of Swiss Apps Nachgefragt 31 « Wir zählen über 3000 Firmenkunden » Threema – ein Messenger mit durchgängiger Verschlüsselung made in Switzerland. Roman Flepp, Head of Marketing & Sales beim Entwickler, gibt Auskunft über die Technik hinter der App und den Umgang mit politischem Druck. Interview: Oliver Schneider Roman Flepp Head of Marketing & Sales Threema Wann haben Sie das letzte Mal Whatsapp benutzt? Ich nutze Whatsapp seit Jahren nicht mehr. Mich kann man über Threema und geschäftlich über Threema Work erreichen. Was hat Sie beim Start 2012 bewogen, einen Messenger mit durchgängiger Verschlüsselung auf den Markt zu bringen? Die Instant Messenger waren zu dieser Zeit komplett unsicher. Man konnte in einem öffentlichen WLAN problemlos die Chats von Dritten mitlesen. Das wollten wir ändern und haben den ersten plattformübergreifenden durchgängig verschlüsselten und metadatensparsamen Messenger entwickelt. Der Anklang war gross. Es gibt Versuche, Messenger zur Offenlegung von Inhalten zu zwingen. Wo sehen Sie sich in diesem Spannungsfeld? Derzeit sind das eher Nebelpetarden einzelner Politiker. Ähnliche Vorstösse in anderen Ländern, wie England oder Australien, sind allesamt gescheitert. Eine Aufweichung der Verschlüsselung kommt für uns unter keinen Umständen infrage und wäre mit dem Prinzip der durchgängigen Verschlüsselung, wo nur die Teilnehmer über die Schlüssel verfügen, technisch gar nicht möglich. Wie würden Sie reagieren, wenn ein Staat Messenger zur Entschlüsselung zwingt? Bei Threema wird die Verschlüsselung vom Nutzer und nicht von uns angebracht. Wir haben also gar keine Möglichkeit, die Inhalte für den Staat zu entschlüsseln. Wie wichtig ist das Geschäft mit Firmenkunden für Threema? Threema Work hat sich für uns zu einem riesigen Erfolg entwickelt. Aktuell zählen wir über 3000 Firmenkunden, darunter namhafte Organisationen wie die Bundesverwaltung, Daimler oder Bosch. Immer mehr Unternehmen und Organisationen suchen nach einer Messaging-Lösung, um die geschäftliche von der privaten Kommunikation zu trennen und die Privatsphäre der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Anders als direkte Konkurrenten ist Threemas App nicht kostenlos. Warum? Nichts ist kostenlos – entweder bezahlt man mit Geld oder mit seinen Daten. Threema setzt auf ein traditionelles, transparentes Geschäftsmodell: Der Nutzer zahlt einmalig für die App – knapp drei Franken – und kann sie anschliessend für immer uneingeschränkt nutzen; ein fairer Deal, wie wir finden. Wie entwickeln sich die Nutzerzahlen? Die Threema-Community wächst stetig. Aktuell zählen wir über 5 Millionen private Nutzer weltweit, wobei der deutschsprachige Raum unser wichtigster Markt ist. Jeden Tag kommen knapp 2000 Privatanwender hinzu und, wie erwähnt, auch bei Threema Work läuft es erfreulich gut. Wie möchten Sie Threema weiterentwickeln? Die Entwicklung einer guten Messaging-App ist nie abgeschlossen. Einerseits erwarten die Nutzer immer mehr Funktionen, und für uns gilt es, die wichtigsten zu identifizieren und in Privatsphäre-freundlicher Weise umzusetzen. Andererseits haben wir viele eigene Ideen. Uns wird also die Arbeit nicht ausgehen und es bleibt auch für unsere Kunden spannend. i BEST OF SWISS APPS 2019 Am 6. November ist es wieder soweit. Die besten Schweizer Apps des Jahres werden gekürt. Wer gewinnen will, muss sich sputen. Noch bis zum 9. September können Projekte in den folgenden Kategorien eingereicht werden: ▪▪ Business Impact ▪▪ Innovation ▪▪ Campaigns ▪▪ Mixed-, Augmented- & ▪▪ Design Virtual Reality ▪▪ Enterprise ▪▪ User Experience & ▪▪ Functionality Usability ▪▪ Games ▪▪ Neu: Mobile Web Weitere Informationen unter: www.bestofswissapps.ch Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch

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