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Netzwoche 13/2019

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38 Management & Career

38 Management & Career Aktuell it-sa.de/it-sicherheit4U WWW.NETZWOCHE.CH Schweizer IT-Nachwuchs holt Medaillen osc. Nicolas Camenisch hat an der internationalen Informatik-Olympiade in Aserbaidschan erneut Bronze geholt. Joël Huber errang das erste Mal eine Bronzemedaille, wie die schweizerische Wissenschafts-Olympiade mitteilt. Migros startet Plattform für junge Stellensuchende rja. Der Lehrstellen-Hub der Migros-Gruppe soll jugendliche Stellensuchende mit individueller Begleitung, Multimedia und Interaktion unterstützen, schreibt die Migros in einer Mitteilung. Viele Inhalte stammen von Lehrlingen selbst und sollen Einblicke geben in ihre Ausbildung, Schule und persönliche Entwicklung. Schweizern vergeht die Gründerlust jor. Die Förderung des Unternehmertums steht ganz oben auf der politischen Agenda der Schweiz. Doch die Vorstellung, die Schweiz sei eine Start-up-Nation, ist ein Mythos, teilt die Hochschule für Wirtschaft Freiburg (HSW-FR) mit. Dies geht aus dem Länderbericht Schweiz des Global Entrepreneurship Monitors 2018/2019 hervor. Den Ergebnissen zufolge wollen derzeit nur noch 6,9 Prozent der hiesigen Bevölkerung ein Start-up gründen. 2017 waren es noch 10,5 Prozent. Die Absichten zur Firmengründung nahmen also um 3,6 Prozentpunkte ab. Und sie liegen unter dem Durchschnitt anderer Volkswirtschaften mit hohen Einkommen (17,1 Prozent). Ferner hätten nur 7,4 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer ein unternehmerisches Abenteuer begonnen. In den Vergleichsländern liegt die durchschnittliche Gründungsrate bei 10,4 Prozent. Eine Angst geht um in der Schweiz Die Befragten zeigten sich zudem weniger zuversichtlich als im Vorjahr, was die Erfolgschancen einer Gründung angeht. Wie die HSW-FR schreibt, geht dieser Mangel an Zutrauen einher mit einer höheren Angst vor dem Scheitern. Was dieses unternehmerische Selbstvertrauen angeht, liegen die Schweizer unter dem europäischen Durchschnitt und weit hinter den US-Amerikanern. Junge Schweizer gründen weniger Nur 2,2 Prozent der Befragten zwischen 18 und 24 Jahren waren an der Gründung eines Unternehmens oder an der Leitung eines Start-ups beteiligt. Der länderübergreifende Durchschnitt liegt derzeit bei 9,5 Prozent. Von den hierzulande befragten 18- bis 24-Jährigen sehen nur 15,4 Prozent unternehmerische Chancen in ihrem Umfeld. Bei den 35- bis 54-Jährigen hingegen sind es 48,9 Prozent. «Daraus schliesse ich, dass unser Unterstützungsangebot […] in Tat und Wahrheit die falsche Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Altersgruppe anspricht», lässt sich Studienautor Rico Baldegger zitieren. Anzeige 13 / 2019 Lösungen haben eine Plattform Auf der international führenden Fachmesse für IT-Security erfahren Sie alles über die aktuellsten Sicherheitsstandards. Sichern Sie sich Ihr Gratis-Ticket zur it-sa 2019! Nürnberg, Germany 8.-10. Oktober 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 39 « Erholungspausen gehören zum Zeitmanagement » Wenn sich die Arbeit stapelt, fällt es oft schwer, regelmässig eine Pause einzulegen. Sylvia Manchen Spörri, Leiterin des Bachelorstudiengangs Business Psychology an der Hochschule Luzern, erklärt, warum Pausen auch an arbeitsintensiven Tagen wichtig sind und wie Vorgesetzte mit dem Thema Pausen umgehen sollten. Interview: Leslie Haeny Wie macht man idealerweise Pause(n) am Arbeitsplatz? Sylvia Manchen Spörri: Idealerweise macht man regelmässig und verteilt über den Tag Pausen. Nach ungefähr einer Stunde Arbeit sollte man eine kurze Pause von etwa fünf Minuten machen oder Mikropausen einlegen, indem man beispielsweise das Büro lüftet oder eine Entspannungsübung macht. Auch braucht es längere Pausen wie die Mittagspause, um sich zu verpflegen und zu erholen. Der Erholungswert ist zu Beginn der Pause am grössten und nimmt dann exponentiell ab. Zu lange oder rein fremdbestimmte Pausen bringen Mitarbeitende aus dem Arbeitsfluss. Was passiert mit dem Körper, wenn man den ganzen Tag ohne Pause durcharbeitet? Insgesamt nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Ermüdung nimmt nicht linear über den Tag hinweg, sondern exponentiell zu. Menschen nehmen Ermüdungszeichen subjektiv oftmals nicht wahr und legen deshalb keine oder zu spät eine Pause ein. Ermüdung zeigt sich physiologisch durch einen beschleunigten Puls und eine flacher werdende Atmung. Psychologische Zeichen sind eine Abnahme der Konzentration und ein Auftreten von Denkstörungen. Es kann zu physiologischen Stressreaktionen wie einem Anstieg des Blutdrucks kommen. Bei der Arbeit am Computer kann es weiter zu einer Beanspruchung der Augen, zu Verkrampfungen und zur Entwicklung muskuloskelettaler Beschwerden kommen. Was halten Sie vom Mittagessen am Schreibtisch? Eine Mittagpause am Schreibtisch ist nicht zu empfehlen. Die digitale Welt kann aber aus verschiedenen Gründen dazu verführen: Die Arbeit am Bildschirm hat eine Sogwirkung. Mitarbeiter bekommen durch das Aufpoppen von Nachrichten oder Blinken eines Cursors ein Gefühl des Zeitdrucks. Sie fühlen sich in Konkurrenz mit dem Computer und geraten in den Sog, immer weiterzuarbeiten. Oftmals kommen Mitarbeitende auch in einen Flow- Zustand. Sie arbeiten hochkonzentriert an einer herausfordernden Aufgabe und vergessen dabei alles andere. Durch die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol geraten sie in einen Zustand leichter Erregung, der die Aufmerksamkeit und Lernbereitschaft fördert. Gleichzeitig « Menschen nehmen Ermüdungszeichen subjektiv oftmals nicht wahr und legen deshalb keine oder zu spät eine Pause ein. » Sylvia Manchen Spörri, Leiterin des Bachelorstudiengangs Business Psychology an der Hochschule Luzern erhält man dadurch einen Tunnelblick. Die Wahrnehmung des eigenen körperlichen Befindens wird währenddessen ausgeblendet. Dadurch besteht die Gefahr, die eigenen körperlichen Grenzen zu überschreiten und Pausen zu vergessen. Wie schafft man es, auch an sehr arbeitsintensiven Tagen Pausen einzulegen? Erholungspausen gehören zum Zeitmanagement. Man sollte bewusst Arbeitsabschnitte planen, die kleine frei gewählte Pausen ermöglichen. Ausserdem kann man sich im Team vom Druck befreien, erst einen Berg an Aufgaben abarbeiten zu müssen und erst dann eine Pause zu machen und sich stattdessen gegenseitig daran erinnern, rechtzeitig eine kurze Entspannung einzuschalten. Wie sollten Arbeitgeber mit dem Thema Pausen umgehen? Abgesehen vom Einhalten der gesetzlichen Vorgaben ist es wichtig, den Mitarbeitenden Handlungs- und Gestaltungsspielräume zu geben, die ihnen frei wählbare Pausen ermöglichen. Führungskräfte können ausserdem eine Vorbildrolle einnehmen und ihre Mitarbeitenden auf Ermüdung hinweisen. Im Kontext der Digitalisierung können Mitarbeitende zu gesundheitlichen Themen zur Arbeit am Computer und im Homeoffice geschult werden. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 13 / 2019

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