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Netzwoche 14/2016

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26 Technology Aktuell

26 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH UBS findet Blockchain- Partner mur. Fünf Grossbanken entwickeln gemeinsam eine neue Cyberwährung: Laut Financial Times arbeitet UBS mit der Deutschen Bank, der Bank of New York Mellon und Icap aus den USA sowie der spanischen Bank Santander zusammen. Die Kooperation soll eine interne, digitale Verrech nungs einheit ermöglichen. Sie würde Transaktionen stark vergünstigen und vereinfachen. Die Partner wollen die von der UBS erschaffene Cryptowährung «Utility Settlement Coin» weiterentwickeln. Sie basiert wie Bitcoin auf der Blockchain. Die Verschlüsselungstechnologie erlaubt es etwa, Finanzgeschäfte direkt zwischen Käufer und Verkäufer abzuwickeln. ▸ Webcode NW141627 Google begräbt Projekt Ara mur. Google hat gegenüber Venturebeat bestätigt, dass das modulare Smartphone- Konzept Ara nicht auf den Markt kommen werde. Ara sollte die Grundkomponenten von Smartphones austauschbar machen, etwa Prozessor, Grafikeinheit, Akku, Sensoren, Antennen und Display. Das Steckplatz-Konzept orientierte sich an der PC-Welt, in der Hardware fast beliebig auswechselbar ist. ▸ Webcode NW141628 Post testet Päckliroboter gsa. Ab September will die Schweizerische Post selbstfahrende Lieferroboter auf Schweizer Gehwege schicken. Die Fahrzeuge sollen im Schritttempo Pakete über eine Distanz von bis zu sechs Kilometern befördern, wie es in einer Mitteilung heisst. Zum Einsatz kommen sogenannte Lieferroboter des estnischen Herstellers Starship. Im Prinzip Plastikboxen auf Rädern. Kameras, GPS und weitere Sensoren halten das an einen Mars-Rover erinnernde Gefährt auf Kurs und versuchen Unfälle mit Passanten zu vermeiden. An heiklen Stellen und bei Unsicherheiten könne der Roboter ferngesteuert werden. Mit jeder Fahrt lerne der Paketroboter dazu und gewinne an Autonomie. Auf den Testfahrten würden die Lieferroboter durchgehend von einer Person begleitet und überwacht, damit möglichst viele Informationen zum Betrieb gesammelt werden könnten, schreibt die Post weiter. Roboter für Expresszustellungen Die Lieferroboter könnten in Zukunft die Zustelllogistik ergänzen und eine Marktlücke schliessen, welche die Post bisher nicht bediente. Konkrete Einsatzgebiete sieht die Post bei Spezialsendungen, die flexibel und schnell in einer lokalen Umgebung ausgeliefert werden müssen, wie etwa Expresszustellungen die innerhalb weniger Stunden beim Kunden eintreffen sollen. Dies könnten medizinische Produkte sein, aber auch Essenszustellungen. Solche Textilindustrie diskutiert über Digitalisierung Der Päckliroboter soll Sendungen dereinst bis zur Haustür bringen. Lieferungen würden bisher nicht durch den Pöstler abgedeckt. Bis ein Postroboter allerdings die Pizza ausliefert, dürften noch einige Jahre vergehen. Das Management rechnet, abhängig von den Ergebnissen der Tests, in frühestens drei Jahren mit ersten kommerziellen Einsätzen. Wer die kleinen Container auf Rädern schon heute sehen will, sollte in Bern, Köniz und Biberist Ausschau halten. Dort sollen die ersten Testfahrten durchgeführt werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW141629 Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! cgr. Am 25. August hat die Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie ihren alljährlichen «Textiles Innovation Day» abgehalten. Dieser fand in der Akademie der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in Dübendorf statt. Laut den Veranstaltern kamen rund 200 Teilnehmer aus der Branche zum Event, der von der Empa, der Hochschule Luzern, der Hochschule für Technik Rapperswil, der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Schweizerischen Textilfachschule unterstützt wird. Der Fokus des Events lag auf dem Thema «Industrie 4.0» und welche Auswirkungen diese für die Textilbranche haben könnte. Dazu sprach Thomas Friedli, er ist Direktor des Instituts für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen. Er zeigte die Potenziale und Schwierigkeiten für die Industrie auf. Roman Hänggi, Professor der Hochschule Rapperswil, sah vor allem Potenziale: «Das Zusammenspiel von physischem Produkt, Software, Daten und auch Prozessen wird für die Textilindustrie in Bezug auf Produktivitätsfortschritt und neuen Möglichkeiten für Produktinnovationen zentral sein», lässt er sich in einer Mitteilung zitieren. Ausser den strategischen Aspekten zeigten die Hochschule und Forschungseinrichtungen auch ihre Innovationen. Besondere Aufmerksamkeit erfuhr ein textiles Exoskelett der ETH Zürich. Dieses soll Menschen mit körperlichen Einschränkungen unterstützen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW141634 www.graphax.ch 14 / 2016 www.graphax.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.graphax.ch

Technology Research 27 Wachstumssprung beim Outsourcing Geopolitische und wirtschaftliche Risikofaktoren schaffen derzeit neben Themen wie TTIP (Transatlantisches Freihandelsabkommen), Brexit, Frankenstärke, Bilaterale und MEI (Masseneinwanderungsinitiative) in vielen Unternehmen weiterhin Planungsunsicherheiten. Wie unsere aktuellen Erhebungen zum Herbst-Update zeigen, schlagen diese auch auf die Investitionsfreudigkeit im Bereich der ICT durch. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Auf der Basis unserer aktuellen Felderhebungen und Research-Projekte rechnen wir im laufenden Jahr unverändert mit 0,7 Prozent Wachstum bei den Ausgaben im Schweizer ICT-Markt (B2B). Konkret bedeutet dies, dass 2016 insgesamt rund 122 Millionen Franken mehr für die ICT ausgegeben werden als noch im Vorjahr. Damit überschreiten die Gesamtausgaben für ICT in der Schweiz die 17-Milliarden-Franken-Grenze und haben damit in den letzten zehn Jahren um über 2 Milliarden Franken zugelegt. 2006 beliefen sich die Ausgaben im B2B-Bereich noch auf rund 15 Milliarden Franken. Der Frankenschock hat sich gelegt Eine gute Nachricht: Auch wenn das ganze Ausmass der Auswirkungen der Frankenstärke auf die Entwicklung der ICT-Ausgaben noch nicht absehbar ist, wurden die in den letzten zwölf Monaten diskutierten möglichen Budgetkürzungen nur in abgeschwächter Form umgesetzt. Ein Anzeichen dafür, dass sich nach dem ersten emotional gefärbten Schock aus dem vergangenen Jahr eine rationale und realistischere Sichtweise durchgesetzt hat. Diesen positiven Trend belegen auch aktuelle Zahlen des Seco zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Schweizer Wirtschaft: So ist das BIP im zweiten Quartal 2016 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Der Frankenschock hat sich gelegt. Auf der Produktionsseite war das Wachstum breit abgestützt. Die stärksten Impulse kamen aus dem Energiesektor, den staatsnahen Sektoren sowie den wirtschaftlichen Dienstleistungen. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2015 wuchs das reale BIP sogar um 2 Prozent. Allerdings liessen die Ausrüstungsinvestitionen leicht nach. Zurück zum Wachstum des ICT-Marktes. Generiert wird dieses nicht mehr durch Ausgaben und Investitionen in eigene Infrastrukturen und Lösungsumgebungen, der Paradigmenwechsel oder auch «Big Shift» hinterlässt seine Spuren. Ein immer grösserer Teil der Ausgaben für den ICT-Betrieb verlagert sich nach aussen. Die Drift der Spendings von Assets zu Services, hin zu externen Providern und ICT-Dienstleistern nimmt weiter Fahrt auf. Dies bedeutet, dass die Ausgaben, die nach aussen fliessen, stärker zulegen als die Budgetanteile für den Eigenbetrieb. Auf der Basis unseres Herbst-Updates macht der Markt für Outsourcing und Cloud-Services einen Wachstumssprung ICT-SPENDINGS IN DER SCHWEIZ Prognose 2016: Total der ICT-Ausgaben in der Schweiz (B2B) 17 027,5 Millionen Franken, plus 0,7 Prozent gegenüber 2015 Total Hardware Total Software Total Kommunikation Total Services Quelle: MSM Research AG 9584,7 Mio. Fr. 2696,7 Mio. Fr. 2623,8 Mio. Fr. 2122,4 Mio. Fr. Cloud-Services, ICT-Security, das Internet der Dinge, die Mobility und Big Data bilden die Grundlage für das künftige Wachstum des ICT-Gesamtmarktes. von 8,6 Prozent. Ohne die Spendings für externe Dienstleistungen und Betriebsservices gibt der übrige Teil des ICT-Marktes um 1,7 Prozent nach. Weiter zählen wir zu unseren Top-Five-Wachstumsmärkten ausser den Cloud- und Sourcing-Services die ICT- Security, das Internet der Dinge, die Mobility und Big Data. Auf dem Weg in die digitale Welt tragen diese Themen und Marktsegmente wesentlich zur Transformation bei und bilden die Grundlage für das künftige Wachstum des ICT- Gesamtmarktes. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW141636 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2016

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