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Netzwoche 14/2017

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18 DOSSIER Thema In

18 DOSSIER Thema In Kooperation mit xxxxxxx Bild: ojogabonitoo / iStock.com Dossier Cloud In Kooperation mit Aspectra Damit die Cloud nicht zur Kostenfalle wird cgr. Die Cloud-Anbieter werben für ihre Produkte mit einem Mehr an Flexibilität, einer höheren Skalierbarkeit, einer besseren Nutzung der Ressourcen und vor allem auch mit einer höheren Sicherheit. Diese Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen, wie auch Aspectra-Geschäftsführer Kaspar Geiser in einem Fachbeitrag schreibt. Bei einem kritischen Blick auf die Kosten können diese Vorteile aber auch zu einer Kostenfalle werden. Das grösste Risiko ist dabei nicht die Hardware. Besonders das Management der IT-Ressourcen kann schnell teurer werden als erwartet, denn die Kosten, die mit Cloud-Diensten verbunden sind, sind oft nicht so ersichtlich wie die eines physischen Rechenzentrums. Insbesondere betrifft dies den Aspekt der Sicherheit. Geiser rät daher zu einem engen Austausch mit den Anbietern der Cloud-Dienstleistungen. Die meisten von ihnen seien sich der Herausforderungen bewusst und stellten Lösungen dafür bereit. 14 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Aspectra Cloud DOSSIER19 Die Cloud: Kostenvorteil oder Kostenfalle? Die Cloud ist in der IT-Welt allgegenwärtig. Ihr Versprechen: Flexibilität und Verrechnung anhand des Verbrauchs bringen Kostenkontrolle und tiefere IT-Gesamtkosten. Doch das ist nur eine Seite der Medaille. DER AUTOR Kaspar Geiser Geschäftsführer Aspectra Die Grundidee der Cloud ist, Rechenleistung mit anderen zu teilen und so die Rechner rund um die Uhr einzusetzen. So können Rechner, die während Schweizer Bürozeiten für virtuelle Desktops eingesetzt werden, nachts denselben Dienst in einer anderen Zeitzone und für ein anderes Unternehmen leisten. Dasselbe gilt auch für Websites, die tagsüber viele Besucher und nachts fast keine haben. In diesem Fall kann etwa die Anzahl der Anwendungsserver halbiert werden. Hardware-Ressourcen und Kostenfrage oft im Zentrum Das zeigt, dass vor allem Netzwerk, CPU und RAM geteilt werden. Bei den Festplatten ist das Teilen nicht so einfach, da auch die Desktops und Anwendungsserver Diskplatz benötigen. Mit dem Abschalten des Rechners sollten die bearbeiteten Daten nicht verloren gehen. Diese müssen entsprechend auf Drittsystemen liegen oder von diesen beim Starten abgerufen werden. Trotzdem entstehen auch bei Disksystemen Synergien, denn auch hier werden Netzwerk sowie Kontroller geteilt. Gegenüber eigenen Rechnern bietet die Cloud vor allem für Systeme Vorteile, die nicht immer aktiv sind. Einschränkung bei 7x24-Systemen Nicht alle Systeme lassen sich beliebig ein- und ausschalten: Ein E-Mail-Server muss 7x24 Stunden verfügbar sein, IT-Sicherheitssysteme wie Firewall und Antivirus stehen auch ausserhalb der Bürozeiten im Einsatz. In diesen Fällen kann die Hardware nur bedingt mit anderen geteilt werden. Entsprechend fällt hier der Vorteil der tieferen Hardwarekosten in der Cloud gegenüber eigenen Rechnern weg. Die eigentlichen Kostentreiber in der IT sind das Management aller IT-Anwendungen. Versteckte Kosten der Cloud Die eigentlichen Kostentreiber in der IT sind aber nicht die erwähnten Hardware-Ressourcen, sondern das Management aller IT-Anwendungen. Insbesondere die Sicherheit – vom physischen Schutz bis zur Datensicherheit – hat einen substanziellen Anteil an den Gesamtkosten. Mit der Cloud schwindet die Sichtbarkeit dieser Aufwände. Wer an ein klassisches Rechenzentrum denkt, sieht schwere Türen, Schleusen, Brandmelde- und Löschanlagen sowie Klimageräte vor sich. Die Kosten dafür entstehen natürlich auch in der Cloud und sind in den Hardware- beziehungsweise Servicekosten jeweils inbegriffen. Da die Cloud typischerweise in grossen Rechenzentren betrieben wird, werden diese Anlagen effizienter genutzt. Mit der Auslagerung verliert man aber auch die Kontrollmöglichkeit über die Sicherheitsanlagen und muss sich auf Zertifizierungen und Audits stützen. Auch diese Papiere haben ihre Kosten, die sich auf die Cloud-Service-Kosten addieren. DDoS-Schutz: Vorteile mit der Cloud Ausser der physischen Sicherheit fallen bei eigenen Systemen vor allem die Aufwände für die Netzwerk- und Datensicherheit ins Gewicht. Hier kann die Cloud in der Bekämpfung von DDoS punkten. Ein adäquater DDoS-Schutz ist im eigenen Datacenter kaum möglich und mit sehr hohen Kosten verbunden. Was die Firewalls, WAFoder VPN-Terminierung betrifft, besteht kein Kosten-Vorteil oder -Nachteil. Die Hard- und Softwarehersteller dieser Dienste bieten sowohl in der Cloud wie auch für Rechenzentren Preismodelle an, die sich zum Beispiel an der Anzahl Verbindungen oder der Bandbreite orientieren. Kostenfaktor Datensicherheit Um in der Cloud Datensicherheit zu gewährleisten, ist ein höherer Aufwand nötig. Im eigenen Datacenter oder bei einem lokalen Serviceprovider ist meist bekannt, auf welchen Datenträger die eigenen Daten liegen. So lassen sich deren Lifecycle und Schutzmechanismus klar auf diese Datenträger einschränken. Die Cloud hingegen bietet die verschiedensten Arten von Datenspeicher an. Diese unterscheiden sich nicht bloss in der Performance, sondern auch in der Art und Weise der möglichen Verschlüsselungen und Trennung von anderen Cloud-Benutzern sowie in der Replikation in weitere Datacenter. Langfristig planen Daten müssen über mehrere Generationen gesichert werden. Bei bekannten Serviceprovidern oder im eigenen Datacenter geschieht dies typischerweise auf Disksystemen oder Tape, die vom primären Storage komplett getrennt und an einem anderen Ort gespeichert sind. In der Cloud stehen hierfür geeignete Speicher zur Verfügung. In beiden Fällen braucht es für Back-up und Restore aber fundierte Kenntnisse. Bekannt sein müssen Sicherungs- und Wiederherstellungsmöglichkeiten der eigenen Anwendung oder Datenbank und die eingesetzte Back-up- und Restore- Software. Access-Management Kompliziert gestaltet sich auch der Kostenvergleich beim Access- Management. Wenn bekannt ist, wo die Anwendungen betrieben werden, dann weiss man in der Regel auch, wer alles auf die Systeme www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2017

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