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Netzwoche 14/2017

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26 People Live Der

26 People Live Der Lieferant teilte uns mit, dass diese Fehlerkombination weltweit erstmals aufgetaucht sei. Das System stieg nicht ganz aus, sondern hat – bildlich gesprochen – noch ein bisschen geatmet. Das hatte dazu geführt, dass das Backup-System in unserem zweiten Rechenzentrum nur zum Teil eingesprungen war. « Bereits ein Drittel der Umzüge werden digital abgewickelt. » Andreas Nèmeth, Direktor, OIZ Wie haben Sie auf diese Herausforderungen reagiert? Die Störungen begannen in der Nacht. Unsere Pikettdienste reagierten sofort und begannen zusammen mit dem Hersteller mit der Analyse. In der Folge berief unser Manager on Duty unseren Krisenstab ein, da das Ausmass der Störung nicht ersichtlich war. Diese Prozesse haben sehr gut funktioniert, das jahrelange Training für den möglichen Ernstfall hat sich gelohnt. Der Krisenstab und die Fachspezialisten der OIZ begannen gemäss Wiederanlaufplan, die ausgefallenen Systeme manuell ins andere Rechenzentrum umzustellen und gleichzeitig dem Hersteller bei der Problemlösung zu helfen. Bisher hatten wir noch nie so einen Ausfall in einer ähnlichen Grössenordnung. Welche Lehren haben Sie aus dem Unfall gezogen? Der Aufarbeitungsprozess ist schon sehr weit, aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Es zeigt sich aber, dass wir bei der Infrastruktur noch einige Optimierungen vornehmen werden. Leistungserbringern helfen können, herauszufinden, wo in ihrem Bereich E-Government-Angebote sinnvoll sind. Ideen gibt es zahlreiche. Sie waren von Beginn an im Bereich E-Government aktiv. Wie schätzen Sie die Situation in der Schweiz ein? Die Grundproblematik von E-Government in der Schweiz ist, dass die bisherigen analogen Prozesse sehr gut funktionieren. Etwa bei Abstimmungen. Sie können dies schriftlich tun. Sie erhalten die Unterlagen automatisch nach Hause zugestellt, füllen sie aus und schicken sie wieder zurück. Dies ist ein sehr angenehmer Prozess. Solche gut funktionierenden Prozesse gibt es viele. Daher ist die Substituierung eines digitalen Prozesses durch einen analogen Prozess viel schwieriger. Oft wird Estland als Beispiel für E-Government angeführt. Dieses ist aber nicht mit der Schweiz zu vergleichen, denn in Estland gab es viel weniger etablierte Prozesse und sie konnten sozusagen auf der grünen Wiese starten. Wie sieht die Situation in Zürich aus? Wir bieten bereits zahlreiche Services digital an. Aktuell arbeiten wir daran, unsere digitalen Dienstleistungen für den Endkunden im Portal «Mein Konto» zusammenzustellen. Dies soll der zentrale Einstiegspunkt für E-Governement-Dienste der Stadt Zürich werden. Nutzer werden künftig nur noch ein Log-in brauchen. Wir wollen die nötigen und auch von der Bevölkerung gefragten Services dort sukzessive integrieren und erweitern. Dies hängt aber nicht nur von der OIZ ab, sondern vor allem von den Leistungserbringern, den städtischen Dienstabteilungen, die Services anbieten. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir den Ich zügle demnächst innerhalb der Stadt Zürich und werde dann schauen, was ich alles schon online erledigen kann. Den innerstädtischen Umzug als digitalen Service gibt es seit ein paar Jahren. Neu wird der Service auch in den meisten Gemeinden des Kantons angeboten. Dieser basiert auf dem städtischen Modell. Der innerstädtische Umzug ist übrigens ein grosser Erfolg. Bereits ein Drittel der Umzügen werden digital abgewickelt. Dies zeigt auch, dass solche Dienstleistungen gewollt sind. Ist Zürich für Sie ein E-Government-Vorreiter in der Schweiz? Die ganze Schweiz schaut sehr genau, was die Stadt Zürich macht. Ein Beispiel ist Open Government Data (OGD). Schon bei der Erarbeitung des Legislaturschwerpunkts «eZürich» 2010 kam das Thema OGD auf. Damals waren wir die ersten in der Schweiz, die ein OGD-Portal aufbauten. Das habe ich seinerzeit noch selbst vorangetrieben. Wir veranstalteten auch den ersten OGD-Hackathon. Zudem arbeiteten wir gemeinsam mit der Open-Data-Organisation aktiv an der Ausarbeitung der rechtlichen Bestimmungen. Die ganze Schweiz war eigentlich froh, dass es endlich einmal einer gemacht hat. Bei OGD zogen später auch noch andere nach. Wir gaben das Thema dann von der OIZ an Statistik Stadt Zürich weiter, da diese an der Datenquelle sind. Ausser Zürich gibt es aber auch andere Gemeinden oder Kantone, die man zu den Vorreitern im Schweizer E-Government zählen muss. Zürich ist nicht allein. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_56288 14 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 27 Best of Swiss Apps verlängert Anmeldefrist cgr. Die Veranstalter der Best of Swiss Apps Awards haben die Einreichungsfrist um eine Woche verlängert. Der neue Einsendeschluss ist der 18. September. Noch ein paar Tage mehr, um besonders gelungene Projekte zu profilieren und in der Schweizer App-Landschaft zu verorten. Für den diesjährigen Wettbewerb können in der Schweiz produzierte Apps, die in den letzten zwölf Monaten neu erstellt oder überarbeitet wurden oder in den nächsten Wochen noch werden, in insgesamt neun Kategorien eingereicht werden. Der Fokus der Jury liegt dabei auf den Agentur-Skills und nicht auf Marktthemen, wie die Veranstalter betonen. cgr. Alljährlich veröffentlicht das E-Commerce-Beratungsunternehmen von Carpathia ein Ranking der grössten Onlineshops der Schweiz nach Umsätzen. Die Zahlen beruhen dabei auf den Angaben der Unternehmen selbst sowie auf Schätzungen, wie es in einer Mitteilung heisst. Wie schon in den Vorjahren verteidigte Digitec.ch den Spitzenplatz im Ranking. Der Onlinehändler erwirtschaftete einen Umsatz von rund 600 Millionen Franken. Dies sind rund 40 Millionen weniger als im Vorjahreszeitraum. «Digitec hat per se nicht weniger Umsatz gemacht, da es sich ja bei Digitec-Galaxus um dasselbe Unternehmen handelt», sagt Carpathia-CEO Thomas Lang. Digitec-Galaxus kommen zusammen auf einen Umsatz von 704 Millionen Franken, wobei ein Teil des Umsatzes von Digitec zu Galaxus abwanderte, wie Lang weiter erklärt. Deutliche Zuwächse verbuchten die Nummer zwei und drei im Ranking: Zalando.ch und Amazon.de. Zalando steigerte den Umsatz um rund 110 Millionen auf nunmehr 534 Millionen Franken. Der Zuwachs bei Amazon lag bei rund 75 Millionen auf neu 475 Millionen Franken Umsatz. Neu im Ranking ist der chinesische Onlinehändler Aliexpress.com. Rund 130 Millionen Franken Umsatz bedeuten Platz 8 in der Erhebung. B2B-Onlineshops Auch bei den B2B-Onlineshops gab es Bewegung. Elektromaterial.ch verteidigte seinen Spitzenplatz. Der Umsatz stieg von 259 auf 279 Millionen Franken. Auf Platz zwei In allen Kategorien stehen also Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vordergrund, die ein gelungenes Medienprodukt ausmachen – unabhängig vom Jahresthema. Dieses lautet 2017 «Virtual- und Augmented Reality». Mit dem Best of Swiss Apps Award werde die Mobile- und App-Szene in der Schweiz greifbar. Es werde eruiert, was im vergangenen Jahr von Auftraggebern und Auftragnehmern geleistet worden sei und wer sich in der Welt der mobilen App- und Softwarebranche besonders hervorgetan habe, heisst es vonseiten der Veranstalter weiter. BEST OF SWISS APPS 2017 Zalando.ch rückt Digitec.ch immer mehr auf die Pelle landete neu Alltron.ch mit 195 Millionen Franken Umsatz. Im Vorjahr war der Onlineshop noch nicht im Ranking vertreten. Lyreco.ch fiel mit 181 Millionen Franken Umsatz auf Platz 3 zurück. Der Onlineshop mit dem höchsten Umsatz in der Schweiz ist Swiss.com. Die Fluggesellschaft erwirtschaftete online rund 1,2 Milliarden Franken. Mit deutlichem Abstand folgen Booking.com (952 Millionen Franken) und Ricardo.ch (650 Millionen Franken). Carpathia fasst diese Onlineshops unter der Kategorie «Reisen, Tickets und horizontale Plattformen zusammen». i TOP 10 DER B2C-ONLINESHOPS NACH UMSATZ 1. digitec.ch, 602 Millionen Franken 2. zalando.ch, 534 Millionen Franken 3. amazon.de, 475 Millionen Franken 4. nespresso.com/ch, 325 Millionen Franken 5. brack.ch, 247 Millionen Franken 6. leshop.ch, 182 Millionen Franken 7. microspot.ch, 181 Millionen Franken 8. aliexpress.com, 130 Millionen Franken 9. coopathome.ch, 129 Millionen Franken 10. galaxus.ch, 102 Millionen Franken Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_54902 WWW.NETZWOCHE.CH Switch löscht 5000 Schweizer Webshops mur. Betrügerische Onlineangebote haben dieses Jahr laut Switch stark zugenommen. 2016 löschte die Stiftung rund 700 Webadressen von Onlineshops mit .ch-Endung, bis August 2017 waren es über 5000. Wenn im Internet etwa Markenartikel zu sensationell günstigen Preisen angeboten würden, sei Vorsicht geboten, so Switch. Switch habe Prozesse zur Unterstützung der Behörden intensiviert und arbeite eng mit dem Bundesamt für Polizei zusammen. ▸ Webcode DPF8_54131 Resolution fordert mehr Breitband in Berggebieten mur. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) hat an ihrer Generalversammlung eine Resolution verabschiedet, die einen raschen Ausbau der Breitbandinfrastruktur in Berggebieten fordert. Der Ausbau der Hochbreitbandinfrastruktur erfolge in der Schweiz rein marktgetrieben, kritisiert die SAB. Es gebe einen ausgeprägten digitalen Graben zwischen gut erschlossenen urbanen und schlecht erschlossenen ländlichen Gebieten. ▸ Webcode DPF8_53956 Digitec und Galaxus verlängern Rückgabefrist tsc. Die beiden Schweizer Onlinehändler Digitec und Galaxus haben die Rückgabefrist verlängert. Kunden können gekaufte Produkte nun innerhalb von 30 Tagen anstelle nur 14 Tagen retournieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Rückgabe soll sowohl über den Postversand wie auch über den Abholservice möglich sein. Das neue Rückgaberecht gelte für die meisten Artikel. Von der Rückgabe ausgeschlossen sind laut den Onlinehändlern etwa Nahrungsmittel und geöffnete Hygieneartikel. ▸ Webcode DPF8_53524 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2017

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