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Netzwoche 14/2017

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Axept übernimmt Softwarefirma Provis jsc. Axept, Anbieter von betriebswirtschaftlichen Lösungen, hat die Projekt­ management-Software- Firma Provis übernommen. Provis verkauft selbstentwickelte Softwaremodule für Entwicklung, Kalkulation, Realisation und Management von Bauprojekten sowie Beratungen. Axept liefert betriebswirtschaftliche Lösungen für die Bauausführung und Bewirtschaftung. Ihre Softwarelösungen basieren auf der Business-Software von Abacus und der Business­ Intelligence- Software Qlik. ▸ Webcode DPF8_54537 VRSG-Aktionäre stimmen Fusion mit Abraxas für cgr. Die VRSG-Aktionäre haben die Fusion mit Abraxas gutgeheissen, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Kantone Zürich und St. Gallen als Hauptaktionäre von Abraxas sowie auch die Stadt St. Gallen als Haupteigner von VRSG hatten sich zuvor schon für den Zusammenschluss aus gesprochen. Am 1. September begann der Integrationsprozess. Dazu wurde ein Projektteam ins Leben gerufen. Die neue Firma wird rund 830 Beschäftigte haben. ▸ Webcode DPF8_54998 Sunrise verdoppelt Ertrag und gewinnt Kunden cgr. Sunrise weist für das erste Halbjahr 2017 einen Umsatz von 884 Millionen Franken aus. Dies sind 3,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig verdoppelte sich der Gewinn von 17 auf 40 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilt. Trotz geringerer Umsätze gewann Sunrise Kunden hinzu. Bei der mobilen Telefonie mit Abos stieg die Kundenzahl auf rund 1,5 Millionen. ▸ Webcode DPF8_53667 Zug stellt neue Informatikstrategie vor osc. Der Zuger Regierungsrat hat die kantonale Informatikstrategie für die Jahre 2018 bis 2022 verabschiedet. Wie der Kanton mitteilt, soll die IT in den nächsten fünf Jahren eine Reihe von Veränderungen erfahren, um sie an «die aktuellen Kundenbedürfnisse und die wirtschaftliche Leistungserbringung» anzupassen. Die «Informatikstrategie Kanton Zug 2018 – 2022» sieht laut Mitteilung insgesamt 27 Massnahmen vor. Konkret will Zug in den nächsten fünf Jahren: Zug hat eine neue Informatikstrategie. ·· die Informatik der kantonalen Verwaltung, Schulen und Gerichte zentralisieren und, wo möglich, automatisieren, um so die Wirtschaftlichkeit der Dienste zu erhöhen ·· die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden verbessern ·· den Themen E-Government, Datenschutz und Datensicherheit mehr Aufmerksamkeit widmen ·· ein Kompetenzzentrum zur Beschaffung und Verrechnung von Informatikleistungen aufbauen ·· eine Rechenzentrumsstrategie ausarbeiten ·· bestehende Telefon- und Computersysteme ersetzen. Voraussetzung und deshalb Kernstück der neuen Zuger IT-Strategie sei die Umstrukturierung des Amtes für Informatik und Organisation (AIO), schreibt der Kanton. Diese sei bereits im Gang und soll bis 2018 abgeschlossen werden. Zudem stünden verschiedene Vorstösse im Kantonsrat an, die der Regierungsrat auf Grundlage des Fünf-Jahres- Plans beantworten will. Eine IT-Governance sowie eine neue Informatikverordnung sollen im kommenden Jahr spruchreif sein. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_54279 iPhones behaupten Spitzenplatz in der Schweiz mur. Das Marktforschungsinstitut Innofact hat für Comparis eine repräsentative Umfrage zu Smartphones in der Schweiz durchgeführt. Apples iPhone sei «ziemlich sicher» noch immer die beliebteste Smartphone-Modellreihe in der Schweiz, sagt Telekomexperte Jean-Claude Frick von Comparis auf Anfrage der Redaktion. Genaue Angaben seien zwar nicht möglich, sagt Frick. Comparis habe nicht erfasst, welche Versionen der Smartphones die befragten Personen mit Wohnsitz in der Schweiz genau nutzten. Trotzdem dürfte sich hierzulande noch immer keine andere Smartphone-Linie besser verkaufen als das iPhone. 2016 lag der Marktanteil der Geräte in der Schweiz bei 54 Prozent. Jetzt sind es laut Comparis noch 41 Prozent. Android überflügelt iOS Schaut man sich die Betriebssysteme an, hat sich das Blatt gewendet. Apples iOS hält in der Schweiz – analog zu den iPhones – einen Marktanteil von 41 Prozent. Der Anteil der Android-Smartphones nahm hingegen von 42 Prozent im Vorjahr auf 55 Prozent zu und überholt damit erstmals das Apple-Betriebssystem. «Ich gehe davon aus, dass der Stillstand beim Geräte-Design nicht unwesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen hat», kommentiert Jean-Claude Frick, Digitalexperte von Comparis.ch, die Zahlen. «Während im Android-Bereich randlose Displays sehr populär wurden, hat sich am Design des iPhones über Jahre kaum etwas verändert.» Laut Comparis besitzen 93 Prozent der Personen mit Wohnsitz in der Schweiz ein Smartphone. Das sei im internationalen Vergleich ein Spitzenwert. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_54317 14 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 «Bilanz» präsentiert die besten Telkos der Schweiz osc. Das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» und das Beratungsunternehmen Ocha haben eine Meinungsumfrage unter rund 10 500 Privat- und Geschäftskunden der Schweizer Telekommunikationsanbieter durchgeführt. Im Gegensatz zur letztjährigen Umfrage, die einige Veränderungen zu 2015 zeigte, blieb das Rating 2017 im Jahresvergleich relativ konstant, wie «Bilanz» berichtet. Dennoch gab es einige Rochaden, Auf- und Neueinsteiger. Bei den Universalanbietern steht Sunrise bei Privatkunden und KMUs am höchsten in der Gunst. Grosskunden wählten dagegen UPC auf den ersten Platz. Allgemein schlechte Noten gab es in der Kategorie Innovation. Zudem sei die Zufriedenheit der Privatkunden im Schnitt höher als jene der Geschäftskunden, schreibt «Bilanz». Geschäftskunden bevorzugen die Angebote der kleineren Anbieter – sofern es diese gibt Bei der Business-Mobiltelefonie ist das Angebot der Telkos am kleinsten. Kunden können hier nur zwischen den drei Platzhirschen Sunrise, Swisscom und Salt auswählen. In dieser Reihenfolge zeigt sich auch das im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Ranking – mit eher schlechten Noten. Salt kann nur beim Preis überzeugen. Bei den Festnetzanschlüssen gibt es mehr Wahlfreiheit und auch Bewegung. Hier sind Peoplefone, Netstream und Green.ch auf die Plätze 1 bis 3 aufgestiegen. UPC machte gleich dahinter fünf Plätze gut. Kräftig an Zuspruch verloren haben dagegen Iway und Sipcall. Sunrise und Swisscom belegen die Plätze 9 und 10. Neu auf Platz 8 stieg Quickline ein. Business-ISPs, Corporate Networks und Rechenzentren Quickline aus Nidau ist Spitzenreiter bei den Business- ISPs und den Corporate Networks, die «Bilanz» in diesem Jahr zusammenfasste. Dahinter folgen Cyberlink, Init7 und Iway. Schlechtere Noten gab es für die grossen Anbieter Sunrise, UPC und Swisscom, die auf den Plätzen 8 bis 10 landen. Bei den erstmals ins Rating aufgenommenen Rechenzentren wählten die Kunden den Zürcher Anbieter Everyware auf Platz 1. Swisscom schaffte es ins Mittelfeld. In diesem Rating sind internationale Anbieter stärker vertreten, allerdings auf den hinteren Plätzen, dazu zählen Amazon, Microsoft Azure, Google Drive und Dropbox. Rang 1 2 3 UNIVERSALANBIETER Anbieter | Anzahl Punkte Private KMUs Grosskunden Sunrise 83,2 Swisscom 82,2 UPC 80,5 Sunrise 61,6 UPC 60,8 Swisscom 58,3 UPC 63,5 Swisscom 62,1 Sunrise 61,9 Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_53875 Quelle: Bilanz WWW.NETZWOCHE.CH Com-Ex will sich 2018 breiter aufstellen osc. Die nächste Com-Ex findet vom 25. bis 27. September 2018 in der Bernexpo statt, wie die Veranstalter mitteilen. Als Hauptsponsor und Aussteller der Fachmesse für Kommunikationsinfrastruktur ist der Kabelnetzbetreiber UPC mit dabei. Für die Com- Ex sei die Teilnahme von UPC ein Zeichen für die Bedeutung und Vielseitigkeit der Messe, sagte Bettina Oberhänsli von Com-Ex auf Anfrage. ▸ Webcode DPF8_54005 Basler Kantonalbank eröffnet digitale Filiale osc. Mit «MyBKB» hat die Basler Kantonalbank (BKB) eine digitale Filiale eröffnet. Wie die Bank mitteilt, können Kunden nun online «in wenigen Minuten» Konten eröffnen, Kreditkarten bestellen, Zahlungen tätigen, ihr Anlegerprofil ermitteln und Guthaben investieren. Neukunden identifiziert die BKB durch einen Videochat mit ihrem Beratungscenter, wie das Unternehmen auf Anfrage sagte. ▸ Webcode DPF8_53750 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die Erbringung von IT-Leistungen basiert seit jeher auf den Grundsätzen der durch den Taylorismus geprägten Arbeitsteilung. Was der Nutzer an seinem Arbeitsplatz an «Services» erhält, ist eine Kombination aus unterschiedlichen Beiträgen aus vor- und nachgelagerten Arbeiten, die in der Summe seinen Erwartungen entsprechen soll. Das Management hat mit entsprechenden Steuerungsleistungen für die Qualität des Produktionsprozesses zu sorgen. Aber dieses Konzept hat in der IT nie wirklich gut funktioniert. Während Henry Ford durch das Fliessband die Trennung von Kopf- und Handarbeit erfolgreich umsetzte, wird in der IT erwartet, dass alle am Produktionsprozess Beteiligten mitdenken. Am Ende des Fliessbands stand bei Ford ein funktionierendes Auto. Was aber am Ende der IT- Produktion stehen soll, ist nicht allen Beteiligten klar. Manchmal wird auch dem Kunden vorgeworfen, er wisse nicht immer so genau, was er wirklich will. Das Resultat aus Sicht des Business: Es dauert in der Regel zu lange, es kostet zu viel und es entspricht nicht (mehr) den Erwartungen. Nicht, dass die beteiligten Teams sich nicht bereits auf Effizienz getrimmt hätten. Das haben IT-Organisationen in den letzten Jahren zur Genüge getan und wurden permanent neuen Sparmassnahmen unterzogen. Aber jedes Team auf seine Weise. Mit eigenen Prozessen, Werkzeugen und verbindlichen Anforderungen an die vor- und nachgelagerten Arbeitsprozesse und Teams werden jeweils die Bedingungen klargemacht, unter denen man in der Lage ist, zu liefern. Die Komplexität wurde nicht kleiner, sondern grösser. Und das Ergebnis wurde dadurch nicht klarer. Dafür günstiger. Jetzt steht die Digitalisierung an. Alles soll nun noch schneller, noch besser und noch stabiler werden. Und die IT soll nicht bloss das Business unterstützen, sondern Teil des Geschäftsprodukts werden. Die erwarteten Ergebnisse werden nun sichtbarer und nachvollziehbarer. Plötzlich tritt der Entstehungsprozess zum Mehrwert in den Fokus: die Wertekette respektive die Value Chain und die einzelnen Schritte, die ihren Beitrag dazu leisten. Jetzt gilt es, diese abzulaufen, jeden Widerstand zum Durchlauf zu hinterfragen. Jeden Stau aufzulösen und die Produktionsketten zu verlinken und zu automatisieren. Wenn sich die Teams mit den Ergebnissen identifizieren können, braucht es kein Management zur Kontrolle mehr. Dafür aber ein Management, das die Kultur des Zusammenarbeitens fördert und das Umfeld dafür schafft, dass die Teams die erwarteten Höchstleistungen erbringen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_55480 Value Chain – der Weg des geringsten Widerstands Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2017

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