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Netzwoche 14/2018

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44 DOSSIER Thema In

44 DOSSIER Thema In Kooperation mit xxxxxxx Illustration: PrettyVectors / iStock.com Dossier ICT-Saläre In Kooperation mit SwissICT Die Löhne in der ICT-Branche stagnieren cgr. Die Löhne in der ICT-Branche stagnieren seit den letzten drei Jahren bei durchschnittlich rund 123 000 Franken. Dies ist eines der Hauptergebnisse der Salärstudie, die Swiss-ICT alljährlich durchführt. Für die Studie wurden die Löhne von rund 30 000 Informatikern und Fachkräften in der Telekommunikation von rund 200 Firmen analysiert. Die Löhne bewegen sich jedoch auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zu 2015 verdienen ICT-Fachkräfte 2018 fast 4000 Franken mehr. Als Hauptgrund nennen die Forscher den Mangel an ICT-Fachkräften. Besonders deutlich gestiegen ist der Durchschnittslohn bei Neueinstellungen. Er stieg auf 115 000 Franken, das sind 4400 Franken mehr als im Vorjahr. Des Weiteren bleibt die ICT-Branche ein Jobmotor. Die Zahl der Neueinstellung stieg im Jahresvergleich um 13 Prozent. Im Vergleich zu 2013 beträgt der Anstieg sogar 35 Prozent. Die Salärstudie zeigt auch auf, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den Löhnen in vergleichbaren Positionen gibt. Teilweise beträgt der Unterschied fast 50 000 Franken im Jahr. Deutliche Unterschiede zeigen sich auch in den Regionen. So sind die Löhne in den Räumen Zürich und Bern in der Regel am höchsten. In der Ost- und Zentralschweiz verdienen ICT-Fachkräfte oft weniger. Die Unterschiede nehmen mit der Berufserfahrung noch weiter zu. 14 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Swiss-ICT ICT-Saläre DOSSIER45 Salärstudie 2018: Auffälliger Saläranstieg bei Neueinstellungen Über 30 000 Nennungen von aktuellen Informatiker-Löhnen umfasst die unabhängige Studie «Saläre der ICT 2018». Besonders auffällig ist, dass die Zahl der Neueinstellungen bei den teilnehmenden Firmen im Vergleich zu den Vorjahren noch stärker gewachsen ist. DER AUTOR Stephan Schmid Projektleiter Swiss-ICT-Salärstudie Der anhaltende Fachkräftemangel, gerade in der ICT-Branche, lässt sich auch an der Swiss-ICT-Salärstudie 2018 ablesen. Wenn man den Verlauf der Datenerhebung über mehrere Jahre hinweg betrachtet, dann fällt auf, dass die Saläre tendenziell ansteigen. Besonders auffällig ist dies an den Zahlen der Neueinstellungen zu erkennen. Im Erhebungsjahr 2018 sind diese (statistisch bereinigt) um 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Seit 2013 sogar um 35 Prozent. In der ICT-Branche sind die Löhne bereits seit vielen Jahren im Vergleich zu anderen Branchen konstant höher. Kennzahlen wie das durchschnittliche Salär bei einer Neueinstellung (115 000 Franken) oder das Durchschnittssalär im Gesamtschnitt (123 000 Franken) geben einen Anhaltspunkt über die Gesamtentwicklung der Saläre in der ICT-Branche. Dabei hat sich das Niveau bei den Neueinstellungen in einem Zeitraum von fünf Jahren um 5,8 Prozent gesteigert. Deshalb kann man aus diesen Zahlen lesen, dass Unternehmen bei stetig wachsendem Bedarf an Fachkräften bereits bei der Akquise von neuen Mitarbeitern in dieser hochgradig innovativen und von ständigen Technologieveränderungen gezeichneten Branche mehr bezahlen müssen, um die richtigen Mitarbeiter für sich gewinnen zu können. Neuer Rekord bei Salärnennungen An der diesjährigen Salärstudie 2018 nahmen 201 Unternehmen teil. Diese gaben die Saläre von insgesamt 30 671 Informatikern und Fachkräften der Telekommunikation an, was einem neuen Höchststand entspricht. Bei der Anzahl Unternehmen nimmt die Zahl wieder deutlich zu. Stichtag der Datenerhebung war der 1. Mai 2018. Die Saläre wurden auf der Basis von «Berufe der ICT» ausgewertet, womit Saläre von insgesamt 46 Berufen abgedeckt sind. ENTWICKLUNG ÜBER DIE KOMPETENZSTUFEN Definition Durchschn. Salär (Medianwert) S1 – Junior S2 – Professional S3 – Senior S4 – Expert • abgeschlossene Ausbildung und erste Kenntnisse des Fachgebiets • keine oder erste Praxiserfahrung im Fachgebiet • benötigt fachliche Begleitung • gute Kenntnisse des Fachgebiets • drei oder mehr Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet • führt selbstständig Aufträge aus • erkennt, wann fachliche Unterstützung im eigenen oder in benachbarten Fachgebieten beigezogen werden muss • Mitarbeit in Projekten • vertiefte Kenntnisse im Fachgebiet sowie Kenntnisse in benachbarten Fachgebieten • fünf oder mehr Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet • führt selbstständig Aufträge aus und kann erfahrene Personen fachlich anleiten • Fähigkeit zu fachlicher Projektleitung • Fähigkeit zu konzeptioneller Tätigkeit, Beratung und Lösung von anspruchsvollen Problemen im Fachgebiet • kann innerhalb einer grösseren Firma als Kader eingestuft sein, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu haben • umfassende Kenntnisse im eigenen und in benachbarten Fachgebieten • Fähigkeit, Projektteams von Spezialisten fachlich zu leiten und zu coachen (ohne Personalführung) • Fähigkeit zu konzeptioneller Tätigkeit, Beratung und Lösung von komplexen Problemen • kann innerhalb einer grösseren Firma als Kader oder Direktionsmitglied eingestuft sein, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu haben CHF 81 000 CHF 105 000 CHF 125 061 CHF 140 545 S5 – Senior Expert wie Expert, aber mit folgenden zusätzlichen Kenntnissen und Fähigkeiten: • hat eine Fachreputation als Experte innerhalb einer grösseren Firma; oder gilt extern als ausgewiesener Experte in seinem Fachgebiet, z. B. landesweit oder in seiner Branche • Fähigkeit zur Beratung und Problemlösung in sehr komplexen Fragestellungen • Fähigkeit, Vorlesungen zu halten oder Fachartikel zu schreiben; sein Wissen entspricht demjenigen eines Dozenten für die Weiterbildung von Senior-Fachspezialisten, z. B. Fachhochschul- oder Hochschuldozent für ein Spezialgebiet • wird innerhalb einer grösseren Firma als Kader oder Direktionsmitglied eingestuft, ohne jedoch direkte Führungsverantwortung zu haben CHF 156 990 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2018

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