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Netzwoche 14/2020

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28 XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX « Daten sind nicht mehr das Nebenprodukt von einzelnen Geschäftsprozessen, sondern Erfolgsfaktor und zentraler Vermögenswert des vernetzten Unternehmens. » Marianne Janik, Country Managerin, Microsoft Schweiz Microsoft hat per Juli einen neuen Bereich auf GL-Stufe geschaffen, der sich auf die Schweizer KMUs fokussiert. Wieso hat man die Bereiche Partner und KMU jetzt getrennt? Die Mehrheit der Grossunternehmen in der Schweiz nutzt mittlerweile die Cloud. Die Schweizer KMUs haben das Potenzial der Cloud erkannt – insbesondere auch durch ihre Erfahrungen während der Coronakrise –, sind aber noch zurückhaltend in der Nutzung von Cloud-Lösungen. Dieser Markt hat für uns deshalb ein grosses Potenzial, dem wir jetzt mehr Aufmerksamkeit schenken wollen. Unsere 4600 Schweizer Partner spielen dabei aber eine sehr zentrale Rolle, denn wir bearbeiten den KMU-Markt nach wie vor über unser Partner-Ökosystem. Für Aussenstehende scheint das Microsoft-Ökosystem mitunter etwas kompliziert. So ist etwa häufig von drei verschiedenen Microsoft-Clouds die Rede. Worum handelt es sich hierbei genau? Wir betreiben drei Cloud-Plattformen: Microsoft Azure, Microsoft 365 und Dynamics 365. Alle drei Clouds bieten eine gewisse Funktionalität, die entweder individuell oder noch besser kombiniert genutzt werden kann. Etwas technischer ausgedrückt stellen wir Infrastrukturen (IaaS), Plattformen (PaaS) und Anwendungen (SaaS) zur Verfügung. Die zentralen Elemente unseres Ökosystems sind aber die 4600 Schweizer Partnerunternehmen, die basierend auf unseren drei Cloud-Plattformen eigene Produkte und Dienstleistungen entwickeln und anbieten, unsere Kunden, mit denen wir Co-Creation betreiben und neue Businessmodelle erarbeiten sowie die Start-ups, die wir in einem speziellen Programm begleiten. In einem Interview mit der «Netzwoche» wünschte sich Marc Holitscher, National Technology Officer von Microsoft Schweiz, etwas mehr Cloud-Nutzung durch die öffentliche Hand. Konnten Sie inzwischen mehr Verwaltungen zum Wechsel in die Public Cloud bewegen? Die letzten Monate haben deutlich gezeigt, was digitale Technologien zur Krisenbewältigung leisten können. Viele Gemeinden und Behörden haben die Chance gepackt und Cloud-Services wie Microsoft 365 mit Teams eingeführt, um ihre tragenden Geschäftsabläufe aufrechtzuerhalten. Dieser Erneuerungsprozess darf jetzt nicht abgewürgt werden. Die Gefahr besteht leider, denn viele Gesetze und regulatorische Anforderungen der Schweiz stammen aus der Zeit vor dem Internet und wurden bisher eher restriktiv ausgelegt. Die öffentliche Hand benötigt jetzt Handlungsspielraum, die technologischen Möglichkeiten zur Optimierung von Prozessen und für zukunftsgerichtete Innovationen zu nutzen. Dies soll verantwortungsvoll und keinesfalls auf Kosten von nicht verhandelbaren Werten wie Transparenz, Sicherheit oder dem Schutz der Privatsphäre geschehen. Eher neu ist Ihr Dynamics-365-Angebot. Wie gross ist das Interesse für Dynamics seitens Schweizer Kunden? Das Interesse ist sehr gross, denn die vergangenen Monate haben das Bewusstsein für die Relevanz der Datenwirtschaft deutlich geschärft. Daten sind nicht mehr das Nebenprodukt von einzelnen Geschäftsprozessen, sondern Erfolgsfaktor und zentraler Vermögenswert des vernetzten Unternehmens. Die Erhebung, Verknüpfung, Analyse und Visualisierung von Daten schafft Transparenz und steigert die Handlungsfähigkeit, macht Effizienzsteigerungspotenziale sichtbar und ermöglicht ganz neue datenbasierte Geschäftsmodelle. Seit Juni bieten wir mit Power BI Datenauswertung und -visualisierung in Echtzeit aus den Schweizer Rechenzentren an. Die weiteren Module der Power Platform sowie erste Dynamics- 365-Services werden voraussichtlich Ende des Jahres aus der Schweiz verfügbar sein. Gibt es Unternehmenskunden, denen Sie gezielt von der Cloud abraten würden? Natürlich gibt es Kunden, die zum Beispiel gerade ein eigenes Datacenter gebaut haben. Da ergibt ein unmittelbarer Wechsel in die Cloud wenig Sinn. Ein anderes Beispiel sind Unternehmen aus dem Trading-Geschäft, die sicherstellen müssen, dass ihre Daten in den eigenen vier Wänden bleiben. Das vollständige Interview finden Sie online www.netzwoche.ch 14 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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