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Netzwoche 14/2020

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10 Business Studie

10 Business Studie Swiss-VR hat im Rahmen der Umfrage Swiss-VR-Monitor Gute Aussichten für die ICT-Branche trotz Corona Verwaltungsräte der ICT-Branche schätzen die Geschäftsaussichten mehrheitlich positiv ein. Damit sind sie laut einer Studie allein auf weiter Flur. Die Zuversicht der VRs beruht auf dem Digitalisierungsschub durch Corona. Autorin: Milena Kälin Laut Swiss-VR sind Gross unternehmen optimistischer als KMUs. im Juli insgesamt 457 Verwaltungsratsmitglieder aus allen relevanten Branchen befragt. Insgesamt sind die Verwaltungsräte der ICT-Branche die einzigen, die die Geschäftsaussichten mit 53 Prozent trotz Pandemie mehrheitlich positiv einschätzen. Der Digitalisierungsschub vieler Unternehmen sei einer der Gründe für die positiven Einschätzungen. Auch die Gesundheitsbranche inklusive Pharma, Life Sciences und Medtech habe mit 38 Prozent einen optimistischeren Ausblick für die nächsten Monate als andere Branchen. «Die Schweizer Verwaltungsratsmitglieder beurteilen die eigenen Geschäftsaussichten deutlich positiver als die Branchenaussichten und die für die Gesamtwirtschaft. Wir interpretieren dies als grundsätzlich positives Signal, sind doch die eigenen Geschäftsaussichten für Verwaltungsratsmitglieder besser einschätzbar – und bilden in der Regel exakter die Wirklichkeit ab», sagt Cornelia Ritz Bossicard, Präsidentin von Swiss-VR. Grossunternehmen sind besser auf die Krise vorbereitet Laut Swiss-VR sind Grossunternehmen weniger pessimistisch als KMUs. Dies hänge auch mit dem Krisenmanagement zusammen: Während 90 Prozent der Grossunternehmen zumindest auf dem Papier bereits vor der Pandemie ein Krisenmanagement hatten, waren es bei den mittelgrossen Unternehmen nur 76 Prozent und bei Kleinunternehmen nur 59 Prozent, wie es im Bericht heisst. In der Praxis sehe es anders aus: Übungen mit dem Krisenstab oder eine Pandemieplanung hätten vor Corona nur 32 Prozent der Unternehmen durchgeführt. Der Swiss-VR-Monitor ist eine halbjährlich durchgeführte Umfrage von Swiss-VR, die Einschätzungen von Verwaltungsratsmitgliedern erfasst. Die sechste Umfrage vom Juli 2020 erfolgte in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und Deloitte Schweiz. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch WELCHE WIRTSCHAFTLICHEN FOLGEN HAT DIE CORONA-KRISE FÜR IHR UNTERNEHMEN? deutlich positiv eher positiv neutral eher negativ deutlich negativ 3% 11% 3% 3% 13% 30% 25% 44% 34% 50% 34% 27% 14% 6% 3% Kurzfristige Folgen Mittelfristige Folgen Langfristige Folgen Quelle: Deloitte 14 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 11 Berner Beschaffungswesen bereitet Bauchschmerzen Im Kanton Bern laufen viele Beschaffungen nicht über die zentralen Stellen. Was und wie viel der Kanton insgesamt beschafft, lässt sich zudem erst 2025 sagen. Die Geschäftsprüfungskommission kritisiert die kantonalen Behörden. Autor: René Jaun Das Beschaffungswesen des Kantons Bern läuft nicht so, wie es sich die Geschäftsprüfungskommission des grossen Rates wünscht. Zur Professionalisierung des Einkaufs und um Geld zu sparen, hatte der Kanton Anfang 2015 fünf zentrale Beschaffungsstellen geschaffen, wie die «Berner Zeitung» schreibt. Nun wollte die Ratskommission den Erfolg dieser Massnahme überprüfen und hatte einiges zu kritisieren. Einerseits konnte der Kanton der GPK keine «gesamtstaatliche Übersicht über alle Beschaffungen ab einem Wert von 50 000 Franken» überreichen, schreibt die «Berner Zeitung». Eine solche Aussage sei erst im Jahr 2025 möglich, wenn laut der Kantonsregierung «die zweite Phase der Einführung des neuen ERP-Systems abgeschlossen sei». Es sei bedenklich, dass bis zu diesem Zeitpunkt nicht gesagt werden könne, was und wie viel der Kanton beschaffe und wie viel dank der zentralen Beschaffungsstellen gespart werde. Nicht immer wird zentral beschafft Zudem stellte die GPK fest, dass durchaus nicht alle Beschaffungen über die zentralen Stellen laufen. Sie prüfte dazu die Fahrzeugbeschaffungen der letzten 18 Monate anhand einer von den Direktionen zusammengetragenen Liste. Es seien trotz der zentralen Beschaffungsstelle Mobilität nicht alle Fahrzeuge über diese Stelle eingekauft worden. Die Kommission habe den Eindruck, dass von oben her nicht kontrolliert werde, ob Beschaffungen nach vorgegebenen Standards ablaufen und ob Beschaffungen gleicher Elemente möglichst gebündelt würden. Dementsprechend plädiert die GPK für eine Standardisierung der Beschaffungsprozesse und für einen Ausbau der Kontrollen. Kanton: Professionalisierung ist nicht gratis Gegenüber der «Berner Zeitung» verweist der Vorsitzende der Kantonalen Beschaffungskonferenz, Thomas Fischer, auf veraltete Software. Diese sei der Grund, warum dem Kanton heute die Daten fehlten, um festzustellen, ob Ämter wild einkauften. In der Kantonsverwaltung werde bis 2025 die Unternehmensmanagementsoftware SAP eingeführt, die mehr Überblick über Finanzen und Beschaffungen geben solle. Diese müsse in einem grossen Kanton wie dem Kanton Bern aber «umsichtig und schrittweise» erfolgen. Bereits vor 2025 werde das SAP-Logistikmodul im Informatikamt KAIO und der Kantonspolizei eingeführt. Die zentrale Beschaffungsstelle Mobilität habe zudem eine Flottenmanagement-Software beschafft, die ihr zu einem besseren Überblick über Fahrzeugbeschaffungen verhelfen werde. Mehr Professionalisierung und Zentralisierung gebe es nicht gratis, erklärte Fischer gegenüber der «Berner Zeitung». Dafür müsste der Kanton ausgebildete Beschaffungsfachleute anstellen und zu diesem Thema gebe es aber aus der Politik «bisher noch eher ambivalente Signale». Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Bild: csr_ch/ Pixabay www.netzwoche.ch © netzmedien ag 14 / 2020

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