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Netzwoche 15/2016

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22 « Wir haben zirka 50

22 « Wir haben zirka 50 bis 100 IT-Projekte pro Jahr. » Lukas Wirth, IT-Leiter, Swiss Welche Rolle spielt Social Media für die IT-Abteilung von Swiss? Nach aussen ist Social Media beim Marketing angesiedelt. Wir haben rund 800 000 Follower und täglich 1000 Dialoge. Bei Swiss sind zwei Marketingmitarbeiter für die Orchestrierung zuständig. Ausser für den Kundenservice nutzen wir Social Media auch für den Verkauf. Und nach innen? Intern bieten wir unseren Mitarbeitern seit eineinhalb Jahren die «My Swiss Platform». Es handelt sich um eine unternehmensweite Informations- und Interaktionsplattform mit App-Funktion. Sie ermöglicht es den Mitarbeitern, unternehmensweite Informationen zu jedem Zeitpunkt und überall zu erhalten, beziehungsweise abzurufen. Hat Social Media für eine Firma wie Swiss einen höheren Stellenwert als für andere Unternehmen? Ja. Man muss sich als Unternehmen fragen, was der Verwendungszweck hinter einer Social-Media-Plattform ist. Soll es ein Unterhaltungs-, ein Verkaufs- oder ein Servicekanal sein? Die Luftfahrtindustrie wird anders wahrgenommen als andere Industrien, da fast jeder fliegt. Deshalb müssen wir Social Media entsprechend gewichten. Airlines wie KLM und Icelandair haben seit diesem Jahr einen in Facebook Messenger eingebundenen Chatbot. Sind Bots auch bei Swiss ein Thema? Bei der Lufthansa-Gruppe setzt sich einerseits ein Innovation Lab mit neuen Trends auseinander, andererseits machen wir auch innerhalb der Swiss-IT entsprechende applikatorische Prototypen. Welche Richtungen wir als Airline final verfolgen, entscheiden wir zusammen mit dem Marketing anhand der Produkt-Roadmap. Was bereitet Ihnen als IT-Leiter einer Airline Sorgen? Swiss hat in den letzten Jahren sehr gute Geschäftsergebnisse erzielt. Das Kapazitätswachstum nimmt aber nicht ab. Dies führt zu Überkapazitäten und somit auch zum Preiszerfall, der in den letzten zwei Jahren besonders ausgeprägt war. Für uns bedeutet das weniger Spielraum. Auch, um etwa Innovationen voranzutreiben. Deswegen ist es unabdingbar, dass wir im Konzern, wo immer möglich, Synergien schaffen. Inwieweit hilft die IT hier, um kosteneffizienter zu werden? Gegenfrage: Wie viel Kontakt haben Sie noch mit einem Swiss-Mitarbeiter von der Buchung bis zur Landung an der Zieldestination? Die meisten Passagiere beantworten diese Frage mit «wenig bis gar keinen». Automatisierung war in der Luftfahrtindustrie immer der Schlüssel zur Kosteneffizienz. Welche Projekte stehen bei Ihnen in den nächsten Monaten auf der Agenda? Wir haben zirka 50 bis 100 IT-Projekte pro Jahr. Ein Hauptfokus liegt auf der Abstimmung über die digitalen Innovationsprojekte innerhalb von Swiss, gemeinsam mit der Lufthansa-Gruppe. i ZUR PERSON Lukas Wirth übernahm 2013 die Funktion des IT-Leiters bei Swiss. Insgesamt bringt er eine Berufserfahrung von rund 17 Jahren im Airline-Umfeld mit. Wirth arbeitete über zehn Jahre im Informatikbereich von Swissair und Atraxis, IT- Dienst leister der SAir Group. Anschliessend war er sieben Jahre bei der EDS tätig. Bevor er als IT-Leiter zu Swiss kam war Wirth seit 2009 Solution Unit Manager für die Applikationsentwicklung des IT- Dienstleisters Trivadis. Wirth ist Vater zweier Kinder und schloss 2005 einen Executive MBA an der Fachhochschule St. Gallen ab. Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode NW151625 15 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Aktuell 23 Zweiter Redner für Best of Swiss Apps mur. Best of Swiss Apps hat einen zweiten Keynote-Speaker gewonnen: Ralf Günthner, Head of Industrial Internet of Things & Industry 4.0 bei Swisscom. Er wird am Award eine Präsentation über die unternehmerischen Dimensionen des Internets der Dinge (IoT) halten. Günthner ist Maschinenbau-Ingenieur mit langjähriger Erfahrung. Seine Industrie- Expertise im globalen Markt reicht von Maschinen- und Anlagenbau über Life Science, Aerospace & Defense bis zu Medizintechnik. Günthner wird aufzeigen, wo IoT-Konzepte sinnvoll sind und welche Auswirkungen sie auf das Projektgeschäft haben. Die zweite Präsentation wird der Schweizer Unternehmer, IoT-Experte und Tüftler Thomas Amberg halten. Amberg organisiert diverse Technologie-Treffen in Zürich. Etwa das «Internet of Things Zurich Meet up» mit über 1000 Interessenten auf meetup.com. Oder die 3-D-Printing und Hardware Startup Meetups, an denen sich in Zürich diverse Experten zu aktuellen Themen austauschen. Best of Swiss Apps 2016 findet am 16. November im Aura in Zürich statt. Ralf Günthner, Swisscoms Head of Industrial IoT & Industry 4.0. WWW.NETZWOCHE.CH Treuhandportal von Bexio mur. Bexio aus Rapperswil- Jona bietet Treuhändern und externen Buchhaltern seit September ein neues Portal an. Es zeigt eine Übersicht aller Mandanten mit Kennzahlen. Das Start-up lancierte im Sommer 2015 bereits ein Treuhänderverzeichnis. Im ersten Jahr verzeichnete Bexio gut 350 Anmeldungen. ▸ Webcode NW151607 Webmarktplatz von Dodax gcr. Dodax hat einen Online- Marktplatz lanciert. Über dodax.ch können Händler ihre Waren anbieten und ihre Liefergebühren selbst bestimmen, wie das Unternehmen mitteilt. Dodax erlässt in den ersten drei Monaten Händlern die Gebühren, danach verlangt das Unternehmen 9 Prozent des Bruttowerts. ▸ Webcode NW151608 Digital Festival in Zürich zieht mehr als 1000 Besucher an cgr. Am 18. September ist das erste Digital Festival in Zürich zu Ende gegangen. Wie die Veranstalter mitteilen, kamen mehr als 1000 Besucher an das viertägige Festival, das grösstenteils im Kaufleuten Zürich stattfand. Ausserdem gab es zahlreiche Workshops, Labs genannt, die über das Stadtzentrum verteilt abgehalten wurden. Die Veranstalter zeigten sich in einer Mitteilung mit der Resonanz zufrieden. Einer der Höhepunkte war der Hackathon «HackZurich 2016» im Technopark Zürich. Dieser begann am Freitagabend, dem 16. September, und endete am Sonntag. Nach Angaben der Veranstalter war es der grösste Hackathon Europas. 550 Personen trafen sich, um in 40 Stunden ihre App-Prototypen zu entwickeln. Den Wettbewerb und die 5000 Franken Preisgeld gewann das Team Ivy. Es entwickelte eine Anwendung, mit der sich Design und Inhalt von Webseiten allein durch Sprachsteuerung erzeugen lassen. Voraussetzungen für Innovationen Am Freitagmorgen fand eine Paneldiskussion mit bekannten Persönlichkeiten statt. Darunter die US-Botschafterin in der Schweiz und Liechtenstein Suzan LeVine, der ehemalige deutsche Vizekanzler und WEF-Geschäftsführer Philipp Rösler, der Rektor der Universität Zürich Michael Hengartner sowie Daniel Gutenberg, General Partner der Investmentfirma VI Partners. Die Panelteilnehmer diskutierten darüber, was die Voraussetzungen für Innovationen sind. Ausser einer guten Bildung brauche es vor allem ein Ökosystem, das Fehler erlaube. Hierbei sahen die Teilnehmer des Panels in der Schweiz noch erhebliches Verbesserungspotenzial. Denn Fehler und Scheitern helfe beim Lernen. Es brauche mehr Möglichkeiten zum Scheitern, sagte Gutenberg. Die Schweiz solle aber nicht wie die USA werden, sagte LeVine. Vielmehr müsse die «Schweiz noch viel mehr Schweiz sein» und die eigenen Stärken noch mehr hervorheben. Man könne Einflüsse aus anderen Ländern aufnehmen, aber dabei sollten die eigenen Stärken nicht vergessen werden. In diesem Zusammenhang hob Rösler die Fähigkeiten der Schweizer Ingenieure hervor. Diese müssten sich keinesfalls vor den Experten aus dem Silicon Valley verstecken, betonte er. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW151628 ZHAW gibt Tipps gsa. Das ICT-Accessibility Lab der ZHAW School of Engineering und das Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich haben die Anforderungen der Generation 65 Plus an mobile Applikationen untersucht und die Ergebnisse in einer Broschüre zusammengefasst. Diese soll dazu beitragen, dass mobile Anwendungen barrierefrei gestaltet werden, wie die ZHAW mitteilt. ▸ Webcode NW151636 Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! www.graphax.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.graphax.ch 15 / 2016 www.graphax.ch

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