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Netzwoche 15/2016

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24 Web Nachgefragt Ein

24 Web Nachgefragt Ein Jahr .swiss Vor rund einem Jahr hat das Bundesamt für Kommunikation die .swiss-Domain vorgestellt. Bundesrätin Doris Leuthard verkündete damals, sie wolle ein Schaufenster der Schweizer Wirtschaft im Web schaffen. Doch kaum ein Unternehmen präsentiert sich heute darin. Autor: George Sarpong «Die .swiss-Adressen werden zwar häufig registriert, aber kaum ein Unternehmen beziehungsweise eine Marke nutzt und bewirbt sie aktiv.» Stefan Vogler, Markenexperte Nach einem Jahr .swiss bewerben nur wenige Firmen ihre neuen Web-Adressen aktiv. Im September 2015 hat Bundesrätin Doris Leuthard in Bern persönlich die Zukunft präsentiert: Die neue generische Top-Level- Domain .swiss. 185 000 Franken kostete den Steuerzahler das Geschenk des Bundes an die Wirtschaft. Der Adressraum .swiss sollte als Schaufenster die Schweizer Wirtschaft im Web präsentieren. So weit der Plan. Am 7. September dieses Jahres feierte das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) den ersten Geburtstag von .swiss und 15 755 zugeteilte .swiss-Adressen, wie das Bakom mitteilt. Der überwiegende Teil der Adressen sei an Unternehmen aus allen Branchen gegangen. Die Mehrzahl der börsenkotierten Unternehmen der Schweiz besässen inzwischen eine .swiss-Adresse, ebenso viele KMUs und Organisationen der öffentlichen Hand. Angaben beantragt und erhalten. Seither traf der Kanton laut Kantonssprecher Pierre-Alain Berret aber keine weiteren Massnahmen und setzte auch keine Websites mit .swiss-Endung um. Auch sonst weist Leuthards Schaufenster im Web freie Flächen auf. Verschiedene .swiss-Adressen führen ins Leere oder auf .ch-Adressen. Wie etwa beim wohl schweizerischsten Erfrischungsgetränk Rivella. Zur Begründung, weshalb man auf der Suche nach Rivella.swiss auf rivella.ch landet, teilte das Unternehmen mit, dass es die Adresse Rivella.swiss noch nicht für die Kommunikation nutze. Umgeleitet wird man auch beim Webauftritt des Velo-Herstellers BMC oder beim Anbieter von Mundhygiene Trisa. Wer Feldschloesschen.swiss in das Browserfenster eintippt, landet auf Feldschloesschen.ch. Bakom wirbt auf seiner .swiss-Promo-Seite mit einigen dieser Unternehmen als stolze Nutzer von .swiss. Für Stefan Vogler ist diese Entwicklung keine Überraschung. Der Markenexperte sieht sich bestätigt: «Meine Prognose bei der Lancierung hat sich bewahrheitet: Die .swiss-Adressen werden zwar häufig registriert, aber kaum ein Unternehmen beziehungsweise eine Marke nutzt und bewirbt sie aktiv.» Die neuen Endungen würden von den bekannten Marken nur registriert, damit sie niemand anders belegen könne. Unnötig, lautet daher seine Bewertung der .swiss-Domain. Dennoch sieht Vogler einen Sinn darin, auf .swiss zu setzen. «Da sie nun existieren, sollten alle Schweizer Unternehmen auch eine .swiss-Adresse registrieren. «Ob sich diese Kosten im Sinne einer Investition jemals rechnen, ist schwierig vorherzusagen», sagt Vogler. Viele .swiss-Adressen werden nicht aktiv genutzt Es hätten weit mehr Adressen sein können. Etwa die Hälfte der eingereichten Gesuche lehnte das Bakom ab, wie Bakom-Sprecherin Silvia Canova auf Anfrage mitteilte.Trotz tausender Anträge hätte das Bakom nie schlichten müssen, teilte Canova mit. Ein Konflikt war um die Adresse jura. swiss entbrannt. Der Kaffeemaschinenspezialist hatte letztes Jahr für sich und seine Ausstellung Juraworld jeweils eine .swiss-Adresse beantragt, als Ergänzung zu seiner .com-Adresse. In internationalen Märkten sei die Schweizer Herkunft der Marke Jura ein wichtiges Argument im Entscheidungsfindungsprozess für den Kauf einer Maschine, begründete vor einem Jahr Unternehmenssprecher Meinrad Kofmel den Schritt. Doch dann kam der gleichnamige Kanton. Gleich 10 Stück hatte der Kanton Jura nach eigenen Ist .swiss ein Flop? So richtig scheint .swiss noch nicht abzuheben. Ist .swiss gar ein Flop? Beim Hosting-Anbieter Hostpoint zieht man eine positive Bilanz. Bei dem Unternehmen wurden nach eigenen Angaben fast ein Drittel aller swiss-Websites registriert. Das Bedürfnis sei klar vorhanden, sagt Thomas Brühwiler, Mediensprecher bei Hostpoint auf Anfrage und verweist auf die fast 16 000 registrierten .swiss-Adressen. Brühwiler ergänzt, dass für Website-Besucher aus dem Ausland .swiss als Domain-Endung viel aussagekräftiger als die Endung .ch sei, die Internetnutzer nicht unbedingt mit der Schweiz in Verbindung brächten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW151637 15 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web App-Projects 25 Ihr App-Projekt in der Netzwoche Haben Sie eine App umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr App-Projekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autorin: Gianna Crivelli NEUE APPS Sasera gcr. Das Start-up Sasera will mit seiner App die ganze über das Smartphone laufende Kommunikation verschlüsseln. Ausserhalb der vom User definierten Benutzergruppe soll es niemandem möglich sein, die Kommunikation zu entschlüsseln. Die App richtet sich laut Sasera vor allem an international tätige Unternehmen, deren Wettbewerbsvorteil auf geistigem Eigentum beruht. Die Server sind im Rechenzentrum Swiss Fort Knox in den Schweizer Alpen stationiert. Die für die App benötigte Serverinfrastruktur könne aber auch in der IT-Umgebung von Unternehmenskunden installiert werden. Scantastic gcr. Die Winterthurer Firma Smoca hat eine App zum Scannen von Dokumenten entwickelt. Mit der App «Scantastic» können User mit dem iPhone Dokumente einscannen und diese als PDF speichern oder verschicken. Momentan gibt es die kostenlose App nur für iPhones. Eine Version für Android soll laut Unternehmen folgen. Smoca hatte bereits die App «Smoohscan» zum Scannen von Einzahlungsscheinen entwickelt. «Wir konnten viel vom vorhandenen Know-how profitieren. Mit Scantastic bieten wir Firmen eine einfache Möglichkeit, die Vision des papierlosen Büros zu verfolgen», sagt CEO Adrian Oggenfuss. Fahrcoach gcr. Die Agentur Webwave hat eine App für Fahrlehrer entwickelt. Mit «Fahrcoach» können Fahrlehrer zahlreiche Funktionen rund um ihre Dossiers nutzen. Sie können etwa die persönlichen Daten der Fahrschüler verwalten oder Rechnungen erstellen und Spesen erfassen. Über die Funktion «Fahrdossier» können Fahrlehrer ihre Lektionen planen, Übungen erfassen und bewerten, Prüfungen koordinieren sowie individuelle Dokumente oder Notizen hinzufügen. Im Kalender der App können die geplanten Fahrlektionen gespeichert werden. User können die Software auf dem Computer, Tablet oder Smartphone verwenden. Auftraggeber: Sasera, Zug Auftragnehmer: Sasera, Zug Technologien: Java, C/C++, Objective-C Verfügbar seit: Mai 2016 Auftraggeber: Webwave, Heerbrugg Auftragnehmer: Webwave, Heerbrugg Technologien: Swift (iOS), Java (Android) Verfügbar seit: Juli 2016 Auftraggeber: Smoca, Winterthur Auftragnehmer: Smoca, Winterthur Technologien: Swift, C++ Verfügbar seit: September 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2016

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