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Netzwoche 15/2016

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28 Technology Messe Die

28 Technology Messe Die erste Com-Ex punktet bei den Ausstellern Die erste Com-Ex hat für positives Echo gesorgt. An der Fachmesse für Kommunikationsinfrastruktur präsentierten Ausrüster Lösungen für die Netzwerke von morgen. Die Aussteller zeigten sich zufrieden mit Besucherzahl und Organisation. Autorin: Gianna Crivelli Am Abend trafen sich Aussteller, Besucher und Messeleitung zur Com-Ex-Party. Die Com-Ex hat ihre Feuertaufe bestanden. Die Fachmesse für Kommunikations-Infrastruktur fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. Nachdem einige der grossen Aussteller der Telenetfair mit dem Konzept der Messe unzufrieden waren, hatten sie beschlossen, eine eigene Messe auf die Beine zu stellen. Die Zwischenbilanz der Com-Ex fiel durchwegs positiv aus. Im Zentrum des Messegeländes der Com-Ex fand die Sonderschau «Switzerland goes smart» statt. Hier präsentieren Schweizer Städte und Unternehmen ihre «smarten» Technologien und Lösungen. Angenehme Besucherzahl Die meisten Besucher tummelten sich jedoch nicht an der Sonderschau, sondern an den Ständen. Dies freute die Aussteller wie Ronald van der Meer, Geschäftsleiter Verkauf Schweiz von Reichle & De-Massari, oder Fredy Bader, Head of Marketing und Sales bei Swizzconnexx. Sie empfanden den Besucherzustrom als sehr angenehm, da die Messe nicht überlaufen war, und sie sich Zeit für alle Besucher nehmen konnten. Daniel Hilpert von Nexans begrüsste die Standortwahl Bern, da es für das Unternehmen mit Sitz in Neuchâtel näher ist als Luzern. Nexans entschied sich laut Hilpert bewusst für die Com-Ex. Neben dem Standort auch deshalb, weil die Kommunikation besser geführt wurde. Für Nexans sei nach der Spaltung von « Für eine erste Messe ist es ein voller Erfolg. » Christian Scharpf, Vertriebsleiter Schweiz, Dätwyler der Telenetfair klar gewesen, dass die Com-Ex die wichtigere Messe sein würde. «Für mich war die Telenetfair tot, als bekannt war, dass sich die grössten Aussteller von der Messe trennen», sagte Hilpert. Einer der grossen Hersteller, die sich von der Telenetfair abgewandt hatten, war Dätwyler. Mit der ersten Com- Ex war Christian Scharpf, Vertriebsleiter Schweiz, sehr zufrieden. «Für eine erste Messe ist es ein voller Erfolg», sagte er. Ihm gefalle der Standort Bern, die Anzahl und auch die Qualität der Besucher. Dies ist laut Scharpf auf jeden Fall der Organisation und der Kommunikation im Vorfeld zu verdanken. Scharpf bedauerte jedoch, dass es zur Spaltung von der Telenetfair kommen musste. Organisation leistete gute Arbeit Reto Zumoberhaus, Leiter Strategie und Inhaltemanagement von Suissedigital, bezeichnete die Organisation als tadellos. Er sei von der Besucherzahl an diesem zweiten Tag positiv überrascht. Für ihn sei es eine Freude zu sehen, dass sich auch einige Parlamentarier unter die Besucher gemischt hatten. Das sei für eine solche Messe ungewöhnlich. Am Ende des zweiten Tages fand in der Mitte des Messegeländes die Com-Ex-Party statt. Aussteller wie Besucher konnten den Abend zu den Klängen einer Live-Band ausklingen lassen. Ob in Zukunft beide Messen, die Com-Ex und die Telenetfair, existieren werden, wird sich zeigen. Alle befragten Aussteller waren jedoch der Meinung, dass es keine zwei Fachmessen brauche. An eine Fusion mit der Telenetfair glaubt Dätwyler aber wenig überraschend nicht. «Ich vermute, es ist das letzte Mal, dass es zwei Messen geben wird», sagte Kommunikationsleiter Dieter Rieken. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW151635 15 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Event 29 Die Telenetfair bezeichnet sich nach wie vor als «grösste Datenübertragungsmesse der Schweiz». Telenetfair verliert über die Hälfte der Besucher Die Besucher sind der Telenetfair in diesem Jahr grösstenteils fern geblieben. Bei den Ausstellern herrschte Langeweile. Schuld daran war nicht nur das schöne Wetter. Der Veranstalter zeigte sich dennoch nach dem Neustart der Messe mit der Resonanz grösstenteils zufrieden. Autoren: Christoph Grau, Marcel Urech In der Halle 2 der Messe Luzern hat vom 6. bis 8. September zum achten Mal die Telenetfair stattgefunden. An der Veranstaltung nahmen dieses Jahr laut den Organisatoren 1480 Besucher teil. An der letzten Telenetfair, die 2014 stattfand, waren es noch 3300. Nach der Abspaltung von 12 Ausstellern aus dem Kabelbereich ist in einer Medienmitteilung von einem «positiven Neustart der Messe» die Rede. Aussteller und Besucher hätten sich erfreut über das angenehme Klima in der neuen Halle 2 und die professionelle Organisation gezeigt. «Wir alle hätten uns etwas mehr Besucher gewünscht», kommentiert Messeleiter Harald Fessler. «Generell jedoch zeigten sich die Aussteller mit der Qualität der Gespräche sehr zufrieden und konnten gute Geschäftsabschlüsse tätigen.» Negative Stimmen dominieren Ein Rundgang der Redaktion auf dem Messegelände ergab ein anderes Bild. In Gesprächen zeigten sich fast alle Aussteller enttäuscht. Einige fragten sich sogar, warum sie überhaupt auf der Messe vertreten seien. Sie hätten die Zeit auch für produktivere Tätigkeiten nutzen können, war von einigen Ausstellern zu vernehmen. In Gesprächen mit einigen Anbietern herrschte eine vorwiegend negative Stimmung. Yves Amschwand, CEO von Assmann IT-Solutions, fand aber auch positive Aspekte. Mit dem Vormittag des zweiten Tages zeigte er sich zufrieden. Er berichtete von zahlreichen interessanten Gesprächen. Auch habe Assmann die Chance der kleineren Messe genutzt, um den eigenen Stand weiter auszubauen und somit mehr Leute anzuziehen. Dies werde aber nur einmalig funktionieren, sagte Am schwand. Die aktuelle Spaltung der Messe sah er sehr kritisch. Die Situation «ist für niemanden wirklich gut». Er geht davon aus, dass beide Messen nicht genügend Zuschauer anziehen werden können. Für die Branche sei dies schlecht. Die aktuelle Situation mit der Com-Ex sei «sehr, sehr blöd», äusserte sich Amschwand. Die «Eitelkeiten von einigen wenigen Personen» würden allen schaden. Er entschied sich mit Assmann aber bewusst für die Telenetfair, be tonte er. Telenet-Forum hätte besser laufen können Erstmals veranstaltete der Distributor Datastore das «Forum Datacenter Live». Über den ganzen Tag verteilt gaben Referenten Einblick in Rechenzentrumsprobleme und zeigten Lösungsansätze auf. Eines der Highlights war eine Live-Demo eines Rechenzentrumsausfalls. Hierzu hatte Datastore zusammen mit Partnern ein vollständiges kleines Rechenzentrum in der Messehalle aufgebaut. Das Projekt erfüllte Thomas Ruppanner, CTO von Datastore, mit Stolz, wie er im Gespräch sagte. Eine enge Zusammenarbeit mit den Partnern sei für dieses Projekt wichtig gewesen. Für das «Forum Datacenter Live» zog Ruppanner zumindest bis zum zweiten Tag eine eher durchwachsene Bilanz. Der erste Tag sei eher schwach gewesen. Am zweiten Tag sei es etwas besser geworden. «Es hätte besser laufen können», sagte er. Einige Vorträge wurden gut besucht. Andere Veranstaltungen mussten aber auch wegen ausbleibender Besucher abgesagt werden. Die nächste Telenetfair findet voraussichtlich vom 4. bis 6. September 2018 statt. « Die aktuelle Situation ist für niemanden wirklich gut. » Yves Amschwand, CEO, Assmann IT-Solutions Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcodes NW151623, NW151624 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2016

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