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Netzwoche 15/2016

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30 SPECIAL Thema In

30 SPECIAL Thema In Kooperation mit xxxxxxx Bild: Fotolia Special Messenger In Kooperation mit Abraxas Whatsapp für die Polizei cgr. Chat-Anwendungen wie Whatsapp, Facebook-Messenger oder Viber sind für den Konsumenten schon alltäglich. Das Verschicken von Textnachrichten, aber auch Fotos und Videos geht mit diesen Anwendungen zumeist einfach, schnell und intuitiv. Auch im Unternehmensumfeld haben Messenger aus dem Konsumentenumfeld teilweise Einzug gehalten. Für die alltägliche Kommunikation im Geschäftsleben ist das Sicherheitsniveau zumeist ausreichend. Die Polizei kann für ihre Kommunikation jedoch nicht so einfach auf diese Lösungen zurückgreifen. Die Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz sind dafür zu hoch. Ein leicht zu bedienender und sicherer Messengerdienst kann aber die Polizeiarbeit erheblich erleichtern. Ein Bild eines Fluchtautos könnte so etwa gleich an alle Polizisten in unmittelbarer Nähe eines Vorfalls übermittelt werden, sodass diese nicht mehr nur auf mündliche Beschreibungen über Funk angewiesen sind. Für diese Anforderungen im Polizeialltag entwickelte Abraxas Informatik einen Instant Messenger, der schon von vielen Polizeicorps genutzt wird. Im Fachbeitrag gibt Zafer Lampir von Abraxas Informatik Einblick in die Möglichkeiten und die Entwicklungsarbeit der Anwendung. 15 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Abraxas Informatik Messenger SPECIAL31 Instant Messenger Police: Zwischen Sicherheit und Transparenz Neben Funk und Computer ist das Smartphone mittlerweile ein etabliertes Kommunikationsinstrument für Polizistinnen und Polizisten geworden. Dabei haben die Polizeikorps spezielle Ansprüche an Sicherheit und Transparenz, die sich mit den für den Consumer-Markt entwickelten Apps (noch) nicht erfüllen lassen. Der Instant Messenger Police von Abraxas schafft Abhilfe. DER AUTOR Zafer Lampir Produktmanager Customized Solutions, Abraxas Informatik AG. zafer.lampir@abraxas.ch Die Polizeiarbeit zeichnet sich aus durch ein hohes Mass an Mobilität sowie spezielle Ansprüche an die Sicherheit und Zuverlässigkeit der eingesetzten Arbeitsmittel. Bei der effizienten Planung und Durchführung von Einsätzen müssen sich die Beamten auf eine solide Kommunikationsinfrastruktur verlassen können. Dabei übernimmt das Smartphone eine immer wichtigere Funktion: Die Möglichkeit, Texte, Bilder, Audiofiles oder Videos schnell zu verschicken, erleichtert die Arbeit und ergänzt die Möglichkeiten von herkömmlichen Kanäle wie Funk und E-Mail hervorragend. Fast alle Schweizer Polizeikorps nutzen den Instant Messenger Police Wie eine Studie des Marktforschungsunternehmens TNS zeigt, nutzten 2015 weltweit bereits 55 Prozent der Menschen mit Internetzugang täglich eine Instant Messenger App. 76 Prozent nutzen die Apps mindestens einmal pro Woche. Marktführer ist dabei der Facebook Messenger, gefolgt von Whatsapp und dem chinesischen Pendant WeChat. Klar, dass Polizistinnen und Polizisten auch im beruflichen Umfeld nicht auf die Vorzüge von Instant Messengern verzichten wollen. Zwar haben mittlerweile fast alle Anbieter eine End-to-End-Verschlüsselung eingeführt, dennoch können die für den Consumer-Markt entwickelten Produkte nicht alle Bedürfnisse der Polizei erfüllen. Um den Schweizer Polizistinnen und Polizisten eine sichere Alternative anbieten zu können, haben die Korps im Rahmen von HPI (Harmonisierung Polizei Informatik) 2015 die Entwicklung und den Betrieb eines Instant Messenger Police (IMP) ausgeschrieben. Als Resultat dieser Ausschreibung wurde die Abraxas Informatik AG mit der Aufgabe betraut. Heute wird die App auf rund 15 000 Geräten und von fast allen Polizeikorps der Schweiz genutzt. Eine Ausweitung auf 30 000 Geräte ist vorgesehen. Auf die Bedürfnisse der Polizei zugeschnitten Die App IMP basiert auf dem TrustMessenger von Abraxas und wurde den speziellen Bedürfnisse der Polizei angepasst. Die App enthält Standardfunktionalitäten wie Einzel- und Gruppen-Chat, den Versand von Bild-, Audio- und Videodateien und – für die Polizei ebenfalls wichtig – der Position der jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Optional kann eine sichere Telefonfunktion implementiert werden. Bei der Entwicklung wurde ausserdem auf eine möglichst intui tive Bedienung geachtet. Die grafische Benutzeroberfläche von TrustMessenger soll ansprechen und den Vergleich mit bekannten Chat-Applikationen aus dem Privatkundenbereich nicht scheuen müssen. Gleichzeitig erfüllt TrustMessenger auch eine Vielzahl von Anforderungen, die für den Einsatz im Corporate- Umfeld (beziehungsweise noch spezieller: im Polizeiumfeld) nötig sind. Es handelt sich somit um einen Hybrid, der das Beste aus den beiden Welten zu einer idealen Lösung vereint. Eine zentrale Rolle spielt die Sicherheit. Die App IMP wird in der Schweiz gehostet, womit gewährleistet werden kann, dass die versendeten Daten das Land nicht verlassen. Wichtig ist auch die geschlossene Anwendergruppe, die verhindert, dass Dritte verse- Systemübersicht des TrustMessengers von Abraxas: Sowohl die Daten auf den Geräten als auch die Kommunikationskanäle sind verschlüsselt. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2016

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