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Netzwoche 15/2020

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52 Service Event Plus

52 Service Event Plus KOMBINIEREN SIE JETZT IHREN EVENTEINTRAG (ONLINE UND PRINT) FÜR NUR CHF 860.– UNTER WWW.NETZWOCHE.CH/EVENTS Swiss Payment Forum Datum: 09. / 10.11.2020 Zeit: 08.00 – 18.00 Uhr Ort: Zürich Kontakt: Nicole von Mulert, info@vereon.ch Veranstalter: Vereon AG Anmeldung: www.swisspaymentforum.ch Highlights 2020 – Future of Identities and Payments – Bedeutung von Digital Wallets – Real-Time-Payments – Smartphone am Puls des Bezahlens – Geschäftsmodell: Mastercard Send – Entwicklung von Samsung Pay – Digitale Finanzierung als Umsatzchance für den Handel – Trend: Digitale Rechnung – Digital Interactions with Smooth User Experience and the Highest Level of Security – NFC Tags – QR Codes im Praxisvergleich SIX on Cyber Security Datum: 10.11.2020 Zeit: 14.45 – 17.00 Uhr Ort: online Kontakt: CyberSecurity@six-group.com Cyber Security Report 2020: Die Bedrohungslage für die Schweizer Finanzindustrie Cyberkriminalität gilt als eines der wichtigsten operationellen Risiken der Finanzbranche. Um dieses Risiko in den Griff zu bekommen, müssen wir gemeinsam handeln. Wir als SIX sind bereit, die Finanzplatzakteure in ihren Anstrengungen zu unterstützen. SIX hat mit dem Cyber Security Hub eine Information-Sharing-Community aufgebaut. Der Cyber Security Report ist ein zentrales Element davon. Der Report informiert über aktuelle Gefahren und Entwicklungen für den Finanzplatz. Veranstalter: Anmeldung: SIX www.six-group.com/cybersecurityevent Am Event wird der Cyber Security Report der Öffentlichkeit präsentiert. Prof. Markus Gross, Dr. Ueli Maurer und Prof. Dr. med. Thierry Carrel diskutieren unter der Leitung von Reto Lipp über den mensch lichen Einfluss auf die Cybersicherheit. Die detaillierte Interpretation des Cyber Security Reports, Digital Risk Monitoring und weitere spannende Inhalte runden den Event ab. Am Vormittag organisiert SIX das Jahrestreffen der Mitglieder des Cyber Security Hub. Eingeladen sind alle Schweizer Banken und Versicherungen, die FINMA reguliert sind. Bei Interesse können Sie sich gerne bei uns melden. SIX on Cyber Security findet in deutscher Sprache mit Simultanübersetzung auf Englisch statt. Enterprise Content Management / Document Management Solutions Datum: 22.10.2020 Zeit: Ort: Kontakt: Veranstalter: Anmeldung: 08.45 – 12.00 Uhr Radisson BLU, Zürich-Flughafen Corinne Jost, c.jost@msmag.ch MSM Research AG www.msmag.ch/briefing-ecm Die Forderung nach rationellen und schnelleren Abläufen im Bereich der Geschäftsprozesse, der Umgang mit der anfallenden Flut an Informationen und die Sicherstellung eines jederzeit gewährleisteten Zugriffs auf Daten und Dokumente stellt heute grosse Anforderungen an die Verantwortlichen eines Unternehmens. Die Herausforderungen greifen aber noch weiter: die steigende Mobilisierung, Automatisierung und Digitalisierung der Geschäftsabläufe muss hohen gesetzlichen Vorgaben (Compliance) entsprechen, Doppelspurigkeiten sollen vermieden und optimaler, sicherer Zugriff auf Daten und letztlich das Unternehmenswissen (Knowledge Management) gewährleistet werden. – Wie können mit einer ECM-/DMS-Lösung Geschäftsprozesse effizienter gemacht werden? – Wie kann eine ECM-/DMS-Lösung die Digitalisierung vorantreiben und wie können Wettbewerbsvorteile generiert werden? – Welche Betriebsmodelle bieten die optimale Basis dazu: On Premise (Eigenbetrieb) oder cloudbasiert, Komplettlösung oder Teillösungen? – Lohnt sich eine ECM-/DMS-Lösung auch für kleinere Unternehmen? Über diese und andere Fragen und Themen informieren Sie unsere Experten kurz und komprimiert an unserem Frühstücks-Briefing. In diesem Jahr haben wir zusätzlich Experten aus Österreich zu Gast. Zielgruppe des Briefings: Geschäftsführer, ICT- und Geschäftsprozess-Verantwortliche, Fachbereichsleiter aus HR, Finanzen, Marketing, Vertrieb. 15 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Wild Card 53 Machen wir uns nichts vor! Alle machen es oder denken darüber nach: bestehende IT-Systeme in die Cloud zu verschieben. In erster Linie, um Kosten zu sparen. Die grossen Hersteller präsentieren einfache Rezepte, damit ein solches Vorhaben störungsfrei über die Bühne geht. Das tut es aber meist nicht! Das einfache Verschieben von bestehenden Anwendungen eines Unternehmens in die Cloud ist wohl eher der Ausnahmefall. Daniel Liebhart ist Dozent für Informatik an der ZHAW (Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften), Experte für Enterprise-Architekturen und CTO Ambassador bei Swisscom. Er ist Autor und Coautor verschiedener Fachbücher. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Es hört sich verlockend an. Die Betriebskosten werden halbiert und es braucht nur noch einen Bruchteil des Personals. Das verspricht auf jeden Fall die «Lift and Shift»-Anleitung von Amazon, die sich auf eine Studie des Analystenunternehmens IDC stützt. Dazu kommt noch, dass das Prinzip sehr einfach ist. «Lift and Shift» oder auch «Rehost» bedeutet nichts anders, als dass die bestehende Infrastruktur eins zu eins ohne grosse Veränderungen in die Cloud verfrachtet wird. Obwohl Rechenleistung, Speicherplatz und Netzwerkbestandteile ersetzt werden, bleiben Anwendungen unverändert. Die Experten des Forbes Council gehen davon aus, dass sich zirka 25 bis 30 Prozent der Anwendungen eines Unternehmens für eine solche Vorgehensweise eignen. Die Voraussetzungen für eine nahtlose Migration sind jedoch recht umfangreich. Im Idealfall sollte bereits vor dem Umzug modernste In frastruktur eingesetzt worden sein. Allen voran virtuelle Server. Alle Unternehmen, die bereits versucht haben, einen Grossrechner oder eine IBS-AS400-Maschine in die Cloud zu schieben, können davon ein Liedchen singen. Die Experten von Forbes raten sogar explizit davon ab. Es gibt jedoch drei Alternativen zu «Lift and Shift». Die naheliegendste nennt sich «Replatform». Die Anwendung bleibt auch in diesem Fall unverändert. Es wird jedoch ein Teil der Infrastruktur ersetzt. So wird etwa im einfachsten Fall die bestehende Datenbank eines Herstellers durch ein Open-Source-Produkt ersetzt, um Lizenzkosten zu sparen. Umfangreichere Ansätze sehen den Einsatz modernster Cloud-Services als Ersatz für bestehende Infrastrukturbestandteile wie etwa Software-defined Storage statt eines traditionellen SAN (Storage Area Network). Auch hier winken satte Kostenvorteile. Gemäss Gartner können so bis zu 75 Prozent eingespart werden. Die zweite Alternative zu «Lift-and-Shift» ist die Modernisierung einer bestehenden Anwendung. Dieses Vorgehen wird auch «Refactor» genannt. «Refactoring» – also die Umgestaltung der inneren Struktur einer Anwendung – ist in der modernen Softwareentwicklung ein übliches Vorgehen. Mit steigendem Alter einer Anwendung wird das jedoch zu einem schwierigen Geschäft, da der Umfang der notwendigen Re-Engineering-Arbeiten zunimmt. Zwar kennen wir heute mit «Chicken-Little» (einem schrittweisen Vorgehen) und «Butterfly» (einem zweigleisigem Vorgehen) zwei gut etablierte Modernisierungsstrategien für Anwendungen. Beide müssen jedoch sauber auf die Bestandteile und die Möglichkeiten der Ziel-Cloud abgestimmt werden. Bleibt zu guter Letzt mit «Build new» der vollständige Neubau der Anwendung als Möglichkeit. Der grosse Vorteil ist der optimale Einsatz der vielen und umfangreichen Bausteine einer Cloud. Allerdings setzt das voraus, dass die Architektur der Anwendung vollständig neu gedacht werden muss. Und es setzt voraus, dass genügend Zeit da ist, um die Anwendung neu zu bauen. Machen wir uns also nichts vor. Das einfache Verschieben von bestehenden Anwendungen eines Unternehmens in die Cloud ist wohl eher der Ausnahmefall. Meistens führt mit Sicht auf eine bestehende Anwendungslandschaft erst eine kluge Kombination der möglichen Vorgehensweisen dazu, signifikante Vorteile herauszuholen. Das ist vielleicht auch der Grund dafür, dass gemäss einer aktuellen Umfrage im Auftrag von Logic- Monitor knapp ein Viertel der Unternehmen glaubt, dass es noch länger als sechs Jahre dauern wird, bis der grösste Teil (95 Prozent) ihrer Workloads in der Cloud laufen wird. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2020

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