Aufrufe
vor 3 Wochen

Netzwoche 15/2020

  • Text
  • Bundesamt
  • Digitalisierung
  • Digital
  • Mitarbeitenden
  • Digitale
  • Schweizer
  • Netzmedien
  • Swiss
  • Schweiz
  • Unternehmen

08 Business Aktuell kfi.

08 Business Aktuell kfi. Die Schweiz hat in den WWW.NETZWOCHE.CH Giesecke + Devrient steigt bei Netcetera ein mla. Der Konzern für Sicherheitstechnologien, Giesecke + Devrient, investiert in die Zürcher Softwarefirma Netcetera. Die Technologieunternehmen wollen mit dieser Partnerschaft Synergien in ihrem Portfolio nutzen, ihre Innovationskraft weiter stärken und internationale Wachstumspotenziale erschliessen, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Postfinance plant eigene Neobank ych/jor. Die Postfinance lanciert schon bald eine eigene Neobank. Zu diesem Zweck gründete die Bank eine neue Geschäftseinheit. Deren Leitung übernimmt Markus Schwab, Head of Program Digital Transformation bei der Postfinance, wie «Finews» berichtet. Ein Unternehmenssprecher bestätigt die Pläne auf Anfrage und präszisiert, das Angebot werde im Laufe des kommenden Jahres an den Start gehen. Peoplefone feiert 15-jähriges Bestehen kfi. Der Schweizer VoIP-Anbieter Peoplefone feiert 15-Jahre- Jubiläum. Das Unternehmen begann als Telekom anbieter in Zürich. Gemäss Mitteilung hatte es damals ein USB- Telefon im Angebot, mit dem über das Internet telefoniert werden konnte. Ein Jahr später expandierte die Firma nach Österreich. 2011 verlagerte Peoplefone seinen Fokus vom Privataufs Geschäftskundensegment. Digitalswitzerland wird Träger von Parldigi jor. Digitalswitzerland zählt nun zu den Trägern von Parldigi. Der Verein, der von Ringier- CEO Marc Walder gegründet wurde, unterstützt die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit finanziell und inhaltlich, wie es in einer Mitteilung heisst. Dadurch sollen Synergien und Vernetzung ermöglicht werden. Digitale Wettbewerbsfähigkeit: Der Schweiz mangelt es am richtigen Mindset Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch letzten drei Jahren an digitaler Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst. Das geht aus dem «Digital Riser Report 2020» des European Center for Digital Competitiveness hervor. Auch wenn die wirtschaftlichen Voraussetzungen überdurchschnittlich sind, scheint es den Schweizern und Schweizerinnen vor allem am richtigen Mindset zu mangeln. Für den Report analysierten die Autoren Daten des World Economic Forums aus dem «Global Competitiveness Report». Um die digitale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu bestimmen, teilten sie die Daten in die zwei Dimensionen «Wirtschaft» und «Mindset» ein. Die Daten stammen aus dem Zeitraum von 2017 bis 2019. Im Ergebnis halten die Autoren folgende zwei Resultate fest: Wie viel Fortschritt Länder in der digitalen Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu anderen Ländern machten und was die «Best Practices» der top drei Digital Risers 2020 in zehn Ländergruppen waren. Schweiz: gute wirtschaftliche Voraussetzungen, falsches Mindset In der Ländergruppe «Europa und Nordamerika» positioniert sich die Schweiz genau in der Mitte der 36 Länder: Sie belegt den 18. Platz. In allen 10 Items hat sie von 2017 bis 2019 insgesamt 19 Ränge eingebüsst. Geht es nur um die wirtschaftliche Dimension, hat die Schweiz in diesem rja. Zum neunten Mal hat Unternehmensberater Carpathia die Digital Commerce Awards verliehen. Für die 22-köpfige Jury sei es keine leichte Aufgabe gewesen, die Sieger zu bestimmen, heisst es im Firmenblog. Die Hauptauszeichnung als «Digital Commerce Champion» ging dieses Jahr schliesslich an Grossverteiler Coop für seine Omni-Channel-Plattform auf www.coop.ch. Diese vereint die bisher separaten Angebote von Coop, Coop@ Home sowie Mondovino. Die Zusammenführung sei gelungen, befand die Jury, und hob zudem die «einzigartige Verknüpfung zum Offlinegeschäft» hervor: Die Produktverfügbarkeit in den Filialen werde jeweils in Echtzeit angezeigt. Coop hatte die Omni-Channel-Plattform im Juni der Öffentlichkeit präsentiert. Vergangenes Jahr ergatterte Onlinehändler Brack.ch den Titel des Digital Commerce DAS RANKING DER G20-LÄNDER Saudi Arabien Frankreich Indonesien China Argentinien Japan Kanada Korea Australien Russland Grossbritannien Mexiko USA Südafrika Brasilien Deutschland Italien Indien Türkei EU Coop gewinnt Commerce-Award 149% 95% 56% 38% 30% 13% 1% -2% -4% -6% -28% -33% -40% -45% -52% -77% -173% k.A. k.A. Zeitraum 9 Ränge zugelegt und belegt Platz 14. Doch in der Dimension Mindset verlor sie 28 Punkte und belegt Platz 25. Gemäss Report belegen in dieser Ländergruppe Bulgarien (+130 Punkte), Montenegro (+111 Punkte) und Frankreich (+95 Punkte) die Topplätze. Champions, 2018 war es – nicht zum ersten Mal – Galaxus. Galaxus erhielt dieses Jahr immerhin zwei Awards in den Hauptkategorien. Hier wurden folgende Unternehmen gewürdigt: ·· B2B Design und User Experience: Jungheinrich Profishop: jungheinrich-profishop.ch ·· B2B Services und Prozess-Integration: Hogalog: hogashop.ch ·· Fashion & Accessoires: About You: aboutyou.ch ·· Lifestyle & Hobby: Digitec Galaxus: galaxus.ch ·· Home & Living: Hornbach Baumarkt (Schweiz): hornbach.ch ·· Electronics & Media: Digitec Galaxus: digitec.ch ·· Body & Taste: Coop Genossenschaft: coop.ch Quelle: Digital Riser Report 2020 Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch 15 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Das sind die Sieger der ICT Skills 2020 Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch mka. Vom 9. bis 12. September haben 91 junge Informatikerinnen und Informatiker EFZ sowie Mediamatikerinnen und Mediamatiker EFZ um den Sieg der Schweizer Meisterschaften der ICT-Berufe gekämpft. Die ICT Skills 2020 fanden in Bern statt, wie ICT-Berufsbildung mitteilt. Die Wettstreiter traten in vier Kategorien gegeneinander an: IT Software Solutions for Business, Mediamatics, IT Network Systems Administration und Web Technologies. Die jungen Talente programmierten Software, entwickelten Internetauftritte, konfigurierten Serverdienste und erstellten Marketingkonzepte. Die Gewinnerinnen und Gewinner der ICT Skills 2020 im Überblick: IT Software Solutions for Business (Applikationsentwicklung) ·· Platz 1: Thomas Gassmann, Swiss GRC, LU ·· Platz 2: Benjamin Raison, Credit Suisse, ZH ·· Platz 3: David Hodel, Leuchter IT Solutions, LU Mediamatics ·· Platz 1: Sylvain Muggli, Swisscom, VD ·· Platz 2: Gian Baeriswyl, Login, FR ·· Platz 3: Lea Bongni, Bundesamt für Verkehr, FR IT Network Systems Administration (Systemtechnik) ·· Platz 1: Timon Frey, Ivoclar Vivadent, SG Bild: Manu Friederich ·· Platz 2: Sven Gerber, Predata, BE ·· Platz 3: Lars Schönberg, Organisation und Informatik der Stadt Zürich, ZH Web Technologies ·· Platz 1: Tom Diggelmann, Novu, BE ·· Platz 2: Pascal Luginbühl, Siemens Schweiz, AG ·· Platz 3: Marcel Luchsinger, Universität Zürich, ZH Die ICT Skills 2020 wurden von ICT-Berufsbildung Schweiz mit der Unterstützung der Schweizerischen Post, Swisscom, Gateway.one, Cisco und HP in der Gibb Berufsfachschule durchgeführt. WWW.NETZWOCHE.CH Internetnutzung: 8 von 10 surfen täglich cka. 1999 haben etwa 14 Prozent der Schweizer Bevölkerung das Internet täglich genutzt. Heute liegt der Anteil bei 80 Prozent, wie eine Auswertung der vergangenen 20 Jahre von Net-Metrix-Base zeigt. Gemäss Mitteilung sind fast alle in der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen online. Bei den Senioren ab 70 Jahren liegt der Anteil bei 63 Prozent. Ein klarer Anstieg seit 1999, als gerade einmal 2 Prozent das Internet nutzten. 2013 surften User primär mit einem Desktop-PC. Heute ist das Handy das meistgenutzte Gerät zum Surfen. Ricoh übernimmt Datavision fki. Ricoh übernimmt Datavision, ein deutsches Unternehmen für Arbeitsplatzlösungen. Datavision wird unter dem bestehenden Firmennamen als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Ricoh fortgeführt. Gemäss Mitteilung soll durch die Übernahme das Angebot an Produkten für Ricoh- Kunden ausgebaut werden. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die IT-Branche hat Zukunft. «Software is eating the world» hat schon der Netscape-Gründer Marc Andreessen vorhergesagt. Ein jedes Unternehmen wird zum Softwareunternehmen, und jedes Problem in der Organisation ist letztlich ein Softwareproblem: entweder noch nicht genügend automatisiert oder fehlerhaft umgesetzt. Es geschieht heute nichts Nennenswertes, wo nicht Software einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Heute müsste man wohl eher sagen, «Software has eaten the world». Wenn jemand heute eine berufliche Laufbahn mit reellen Zukunftschancen sucht, dann ist er in der Informatik sicherlich gut aufgehoben. Es braucht in Zukunft aber ganz andere Talente als die, die in den letzten 20 Jahren ausgebildet wurden. Es braucht keine Administratoren mehr und auch keine Verwalter, sprich Manager von Projekten und Teams. Es braucht nun völlig neue Talente, die Mut haben, gegen die festgefahrenen Bastionen in den IT-Organisationen anzukämpfen. Während in der Vergangenheit Personen beschäftigt wurden, die achtsam die gläserne IT-Manufaktur in den Unternehmen mit Samthandschuhen bewirtschafteten, um möglichst keine Risiken bei Änderungen einzugehen, sind nun Talente gesucht, die diesen IT-Glaskasten einschlagen, um permanent die Software und Infrastrukturen ins Wanken zu bringen. Die IT-Talente der Zukunft müssen Chaos-Monkeys sein. Die Zukunft von Unternehmen wird vermehrt von permanenten Veränderungen in hochdynamischen Märkten, von disruptiven Umbrüchen im Bereich der digitalen Technologien, von immer anspruchsvolleren Kunden und auch steigendem Wettbewerbs- und Kostendruck geprägt sein. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung von Service- Ökosystemen müssen Unternehmen viel resilienter werden. Sie müssen nach innen und nach aussen viel widerstandsfähiger gegenüber jeglicher Störung werden. Und Störungen sind dabei nicht die Ausnahme – diese werden in Zukunft mehr und mehr zur Regel werden. Je stärker die Digitalisierung und Automatisierung mit allen beteiligten Parteien voranschreitet, desto stärker steigt auch die Verletzbarkeit der automatisierten Wertschöpfungsketten. Die Softwarelösungen der Zukunft müssen also Ausfälle erdulden können und trotzdem eine hohe Zuverlässigkeit bezüglich der Verfügbarkeit der Services und Produkte aufweisen. Diesen scheinbaren Widerspruch aufzulösen, ist die Herausforderung der Chaos-Engineers – um sie etwas netter zu umschreiben. Sie müssen die Infrastrukturen der Produktion belasten und stören, um jegliche Schwachstelle zu isolieren. Jedes auftretende Problem wird zu einem Softwareproblem und sorgt nach der Behebung für noch mehr Stabilität. Jede auftretende Störung ist eine Chance zur Verbesserung. Damit sind wir wieder beim Thema Kultur: Den Feind in meinem Bett muss ich mögen lernen. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Neue IT-Talente gesucht: Chaos- Monkeys Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis www.netzwoche.ch © netzmedien ag 15 / 2020

Archiv