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Netzwoche 16/2016

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12 DOSSIER Thema In

12 DOSSIER Thema In Kooperation mit xxxxxxx Bild: Fotolia Dossier Digitalisierung In Kooperation mit Opacc Transformation überall cgr. Es gibt kaum noch eine ICT-Veranstaltung, an der die Digitalisierung nicht in irgendeiner Form Thema ist. Ob nun Digitalisierung im Einzelhandel, der fertigenden Industrie, der Landwirtschaft oder der Medienbranche. Es scheint kein Wirtschaftszweig ausgenommen zu sein. Beat Bussmann, CEO von Opacc, erklärt aus seiner Sicht, wie die Digitalisierung vor allem die Schweizer Unternehmen vor Herausforderungen stellt. Ausser der Einführung von neuen Technologien sieht er vor allem auch das veränderte Kaufverhalten der Konsumenten wie auch einen gestiegenen Wettbewerbsdruck durch neue Marktteilnehmer als Treiber der Entwicklung. Die Schweizer KMUs sind seiner Meinung nach diesbezüglich gut vorbereitet, auch was die Innovationskraft betrifft. Noch sind sie laut Bussmann aus dem Gröbsten aber noch nicht heraus, denn die Digitalisierung wird seiner Ansicht nach in den nächsten Jahren erst so richtig Fahrt aufnehmen. Auf dem Weg der Digitalisierung ist aber nicht nur die IT gefragt, sondern das gesamte Unternehmen, wie Bussmann im Interview ausführt. Dabei hätten die KMUs durch ihre Innovationskraft und Flexibilität auch Vorteile gegenüber den Grossunternehmen, die Bussmann eher als Dinosaurier sieht. 16 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Opacc Digitalisierung DOSSIER13 Die Digitalisierung ist eine Chance für unsere KMUs Der digitale Wandel fordert zunächst die Führungsetage der Unternehmen. Denn betroffen sind primär die Geschäftsmodelle und erst später die Geschäftsprozesse. Es ist also erst in zweiter Linie ein Thema für die IT-Experten. DER AUTOR Beat Bussmann CEO, Opacc Die Digitalisierung ist in aller Munde. Aktuell führt sie vor allem bei der Zahl der Experten und Publikationen zu anhaltendem Wachstum. Das Wachstum der KMUs hinkt hier noch etwas hinterher. Das muss nicht so sein. Denn die Digitalisierung revolutioniert vieles. Und bisher haben alle industriellen Revolutionen mehr erfolgreiche Unternehmen und mehr Wohlstand hervorgebracht. Tsunami-Dynamik Mehrere Faktoren beeinflussen sich gegenseitig und sorgen für eine Dynamik, die sich jeder Kontrolle entzieht. Und dennoch haben wir erst die Spitze des digitalen Eisbergs gesehen. Hinter der eigentlichen Tsunami-Dynamik stehen laufend neue Technologien, verändertes Kaufverhalten von Konsumenten und Unternehmen sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck. Was kommt, lässt sich höchstens erahnen. 2. Verändertes Kaufverhalten Konsumenten und Unternehmen verändern ihr Kaufverhalten laufend. Vor zehn Jahren hätte kaum jemand online im Ausland eingekauft. Heute ist es normal. Zuhause verwenden wir dazu unsere Smartphones und Tablets – beides gab es vor zehn Jahren noch gar nicht. Virtual und Augmented Reality Shopping ist im Anflug. Intelligente Endgeräte werden schon bald den Bedarf an Verbrauchsgütern selbst ermitteln und die Beschaffung gleich übernehmen. Denn alles muss schnell gehen, warten war gestern! Was hier noch auf uns zukommt, ist wohl am allerwenigsten abzuschätzen. 3. Grosser Wettbewerbsdruck Ich kenne kaum ein Unternehmen, das nicht direkt oder indirekt den grösseren Anpassungs- und Wettbewerbsdruck spürt. 55 Prozent der deutschen Unternehmen glauben, dass die Digitalisierung ihr Geschäftsmodell verändern wird, 48 Prozent rechnen mit Mitbewerbern aus ganz anderen Brachen. Mein Lieblingsbeispiel ist Swissquote, bereits für über 300 000 Kunden die bevorzugte Plattform für Börsentransaktionen. Swissquote ist eigentlich ein IT-Unternehmen. Der erfolgreiche Antrag für eine Bankenlizenz genügte, um die Schweizer Bankenszene anhaltend aufzuschrecken. 1. Neue Technologien Hier fällt uns meist die IT selbst ein. Tatsächlich ist es unglaublich, welche dramatische Entwicklung wir bei Speichermedien, Kommunikationsinfrastruktur, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Betriebsmodellen und Endgeräten gesehen haben. Schon bald erwarten wir mehr als 50 Milliarden Endgeräte (Server, Clients, Smartphones, IoT-fähige Geräte etc.). Sie decken unterschiedliche Bedürfnisse ab und können doch jederzeit miteinander kommunizieren. Etwas weniger sichtbar, aber nicht minder spektakulär ist die Entwicklung der Produktionsmethoden. Digitale Arbeitsvorbereitung und digitale Produktionstechniken lassen ganze Produktionsschritte verschwinden und führen zu völlig neuen Lieferketten. Wo früher die Produktion am Anfang stand, steht heute der Verkauf. Produziert wird später und kundenspezifisch. Im Gesundheitswesen ermöglichen Genomics und IoT eine optimale und automatische Abgabe von Medikamenten. Die Umkrempelung des Energiemarktes durch die Möglichkeit der lokalen Stromspeicherung steht erst ganz am Anfang. Kaufverhalten Kunden, Unternehmen Wettbewerb Unternehmen Dynamik Technologien IT, Produktion etc. Immer neuere Technologien verändern das Kaufverhalten und erhöhen den Wettbewerbsdruck. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2016

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