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Netzwoche 16/2016

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14 DOSSIER

14 DOSSIER Digitalisierung In Kooperation mit Opacc Bild: iStock Dauerhafte Herausforderung Die Digitalisierung ist nicht eine einmalige Transformation. Sie lässt sich auch nicht steuern. Vielmehr haben wir es mit einem anhaltenden Prozess mit einer hohen Eigendynamik zu tun. Vor welche Herausforderungen die Gesellschaft und die einzelnen Unternehmen gestellt werden, lässt sich höchstens erahnen. Anpassungsfähig bleiben Der digitale Wandel fordert zunächst die Führungsetage der Unternehmen. Denn betroffen sind primär die Geschäftsmodelle und erst später die Geschäftsprozesse. Es ist also erst in zweiter Linie ein Thema für die IT-Experten. Auch sind die Herausforderungen der Digitalisierung in jedem Unternehmen unterschiedlich. Entsprechend spezifisch sind die Chancen und Gefahren. Und es gilt, dies im laufenden Anpassungsprozess zu integrieren. Zumindest behält etwas seine Gültigkeit: Die Erhaltung der Anpassungsfähigkeit ist das wohl wichtigste unternehmerische Gut. Schweizer KMUs sind bestens positioniert Im gerade veröffentlichten Global-Competitivness-Index des World Economic Forum (WEF) belegt die Schweiz wie in den sieben letzten Jahren Platz 1. Gefolgt von Singapur, den USA, Niederlanden und Deutschland. Die Schweiz verfüge über eines der fruchtbarsten «Innovations-Ökosysteme» der Welt. Dazu gehört eine grosse Zahl innovationsfreudiger Firmen kleiner und mittlerer Grösse. Mich überrascht dieser Befund nicht. Ganz im Gegenteil: Es freut mich, dass meine persönliche Einschätzung mit derjenigen der Experten übereinstimmt. Tipp vom Praktiker: schlanke Prozesse und Systeme Einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Anpassungsfähigkeit leistet die interne Prozess- und Systemlandschaft. Hier rate ich zu sauberen und klaren Architekturen. Denn nur wenn ein Unternehmen intern funktioniert, kann es extern agieren. Es nützt nämlich nichts, wenn Chancen erkannt werden, aber die Umsetzung der dazu notwendigen Massnahmen kläglich an den komplizierten internen Prozessen oder IT-Systemen scheitert. Es versteht sich von selbst, dass der Autor in seiner Rolle als CEO von Opacc sich dafür engagiert, dass Unternehmen Enterprise- Anwendungen mit sauberen Architekturen und Betriebskonzepten erhalten. Damit sollen keine isolierten Silos für Prozessinseln entstehen, keine Techniker-Lösungen für Selbstzwecke gebaut und keine Update-Orgien veranstaltet werden. Die Digitalisierung ist nicht eine einmalige Transformation. Sie lässt sich auch nicht steuern. Vielmehr haben wir es mit einem anhaltenden Prozess mit einer hohen Eigendynamik zu tun. 16 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit xxxxxxx Opacc Digitalisierung Thema DOSSIER15 «KMUs haben klar längere Spiesse und reagieren schneller als ‹grosse Dinosaurier›» Das Thema Digitalisierung ist allgegenwärtig. Ob nun Grossunternehmen oder auch KMUs, alle sollen in Zukunft von der Digitalisierung betroffen sein. Im Interview erklärt Beat Bussmann, CEO von Opacc, warum das Thema für ihn nicht nur ein Hype ist und warum die Reise erst gerade losgeht. Interview: George Sarpong Für manche CIOs ist die Digitalisierung nur ein Hype. Was entgegnen Sie denen? Beat Bussmann: Die Digitalisierung muss – wie jedes Zauberwort – auch für zwielichtige Angelegenheiten Pate stehen. Ebenfalls bearbeitet die IT-Industrie unsere CIOs seit Jahren mit Schlagwörtern, die sich regelmässig als Hype entpuppen. Die Gemütslage der CIOs ist so gesehen nachvollziehbar. Die Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft jedoch ist Tatsache. Und CIOs sollten sie sehr ernst nehmen. Sie glauben, dass wir erst die «Spitze der Digitalisierung» gesehen haben. Welche Entwicklung erwarten Sie in den nächsten Jahren? Das Spannende ist die unglaubliche Dynamik, welche die Veränderungen der Technologien und des Kaufverhaltens erzeugen. Das ist ein ideales Umfeld für kleine und grosse Innovationen. Ich bin der Auffassung, dass uns das Grösste noch bevorsteht. Dies nicht nur in der IT, sondern auch in ganz anderen Bereichen wie Produktion, Gesundheitswesen und Energieversorgung. Was wird bei der Digitalisierungsdebatte aus Ihrer Sicht oft übersehen? Die Verantwortung für die Digitalisierung wird häufig der IT übertragen. Doch die Digitalisierung eröffnet den Unternehmen grosse Chancen, die meist das Geschäftsmodell betreffen. Es ist deshalb in erster Linie ganz klar Chefsache und betrifft die einzelnen Abteilungen erst in zweiter Linie. Auch das IT-Team ist erst betroffen, wenn es darum geht, die Systeme an veränderte Geschäftsmodelle zu adaptieren. Das ist zwar wichtig, steht aber dennoch nicht am Anfang des Prozesses. KMUs haben oft nur eine kleine oder keine IT-Abteilung. Wie können sie sich an die permanenten Veränderungen anpassen? KMUs sind ja Meister der Anpassung. Sie haben doch klar längere Spiesse und reagieren schneller als «grosse Dinosaurier». Sie raten KMUs zu sauberen und klaren IT-Architekturen. Können Sie das näher beschreiben? Im Zentrum stehen die Geschäfts- und Privatkunden. Sie wollen alle ihre aktuellen und künftigen Bedürfnisse homogen abgedeckt haben. Dabei interessieren sie sich nicht für die Systemgrenzen der verschiedenen IT-Anwendungen ihres Lieferanten. Meiner Ansicht nach wird in den Unternehmen noch zu oft mit Insellösungen gearbeitet. Die Inseln werden schnell zu Silos, die nicht mehr oder nur mit teurem Aufwand miteinander gekoppelt werden können. Sie offenbaren dadurch die entstandenen Systemgrenzen in der Kunden-Interaktion. Besonders schwer wiegt dies bei der Digitalisierung. Denn Anwendungs- und Datensilos setzen der gerade hier so notwendigen unternehmerischen Flexibilität klare Grenzen. Wie unterstützt Opacc seine Kunden bei der Digitalisierung? Wir sehen uns als Lieferanten und Partner für homogene Enterprise-Lösungen. All unsere Lösungen basieren auf «OpaccOXAS». Dieses beherrscht alle Unternehmensprozesse und stellt die entsprechenden Ressourcen, wie etwa Daten, Dokumente oder Funktionen, zentral zur Verfügung. So müssen gleiche Daten nicht mehrfach gehalten werden. Alle Anwendungen verwenden stets die gleichen zentralen Daten. Schnittstellen entfallen. Silos entstehen erst gar nicht oder werden eliminiert. Aus Sicht von Opacc ist dies eine perfekte Architektur. Sie verschafft den Handlungsspielraum, den Unternehmen heute und in Zukunft benötigen, um sich bietende Chancen der Digitalisierung nutzen zu können. « Ich bin der Auffassung, dass uns das Grösste noch bevorsteht. » Beat Bussmann, CEO, Opacc www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2016

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