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Netzwoche 16/2016

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18 Business

18 Business Titelgeschichte «Die Digitalisierung sollte jetzt auf die Agenda der Geschäftsleitungen» Digitalswitzerland will 2017 die Digitalisierung in Schweizer KMUs pushen. Patrick Warnking, Country Director von Google Schweiz, ist Gründer und Vorstandsmitglied der Initiative. Die Redaktion hat nachgefragt. Interview: Marcel Urech « Da Digitalisierung Chef sache ist, muss jede Führungsperson auch selbst digitales Know-how haben. » Patrick Warnking, Country Director, Google Schweiz Digitalswitzerland will sich mehr mit KMUs befassen. Was ist geplant? Patrick Warnking: Die digitale Transformation ist für KMUs eine Herausforderung. Sie müssen interne Prozesse, die Gewinnung von Neukunden und den Service für Bestandskunden überdenken. Unternehmen sollten Mehrwert für Kunden heute auch über digitale Kanäle schaffen. Oft fehlt dafür aber das Know-how. Hier setzen wir an. Wie genau? Wir lancierten im September eine Suchplattform für digitale Angebote, educationdigital.ch, für die Fortbildung zu Digitalthemen. Firmen und Privatpersonen können sich kostenlos über mehr als 20 Partner mit über 250 Kursen informieren. Helfen können wir auch bei Themen rund um Innovation, Start-ups, Technologien, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen. Ich denke da etwa an Smarthomes, Smart Mobility, Smart Energy, das Internet der Dinge und mobile Websites mit Bewegtbildinhalten. Schweizer KMUs sind oft nicht digitalisiert. Warum? Die Digitalisierung wird in Geschäftsleitungen oft unterschätzt. Wir nutzen alle Smartphones – darauf müssen Firmen reagieren. Rufen Sie mal die Website Ihres Lieblings-KMU auf, versuchen Sie einen Termin zu vereinbaren oder in einem Video mehr über Produkte zu erfahren. Wie gut klappt es? Ist die Ladezeit unter 3 Sekunden? Sind die Inhalte aktuell und relevant? Kundenorientierung ist aufwändig – es gibt aber keine Alternative. Welche Rolle spielt die Geschäftsleitung bei der Digitalisierung? Die Leidenschaft für die Kundenorientierung über digitale Kanäle muss von der Geschäftsleitung ausgehen. Die Digitalisierung muss 2017 und 2018 Chefsache sein. Wie müssen Schweizer KMUs ihre Geschäftsmodelle anpassen, um von der Digitalisierung zu profitieren? Lassen Sie mich diese Frage aus der Sicht der Konsumenten betrachten. Wie können Unternehmen dem potenziellen Kunden das beste Erlebnis bieten? Im Mittelpunkt der Digitalisierung stehen Geschäftsprozesse und Kundenerlebnisse. Firmen können mit digitalen Initiativen neue Kunden gewinnen, Bestandskunden besseren Service bieten, und die Wünsche der Kunden besser verstehen. Hier muss die Innovation ansetzen. Sie sagen, Digitalisierung ist Chefsache. Wie können Geschäftsführer in Schweizer KMUs die Digitalisierung vorantreiben? Setzen Sie es auf die Agenda für 2017! Setzen Sie klare Ziele und beziehen Sie Mitarbeiter in die Konzeption digitaler Kundenerlebnisse und Inhalte mit ein! Da Digitalisierung Chefsache ist, muss jede Führungsperson auch selbst digitales Know-how haben. In vielen Geschäftsfeldern wird das Digitale den persönlichen Kontakt zu Kunden nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Heisse Themen sind Reichweite, kundenfreundliche und mobile Websites, die Vermittlung relevanter Inhalte via Video, der Umgang mit grossen Datenmengen und der Schutz der Privatsphäre. Geschäftsführer von Schweizer KMUs sollten 2017 handeln und in die Fortbildung der Mitarbeiter im Digitalbereich investieren. Dieses Thema sollte Teil der Planung für 2017 werden. So kann die digitale Transformation erfolgreich angegangen werden. 16 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

People Köpfe 19 AXA ERNENNT CHEF FÜR DIE DIGITALE TRANSFORMATION Philippe Blank cgr. Die Schweizer Versicherung Axa Winterthur hat Philippe Blank zum Head Corporate Development und Digital Business berufen. Wie das Unternehmen mitteilt, soll er vor allem die digitale Transformation im Unternehmen voranbringen. Zuvor arbeitete Blank bei der Zurich-Versicherung in der Funktion Head Customer Management. Blank wird erst bei der Axa Winterthur beginnen, wenn seine Nachfolge bei der Zurich geklärt ist, wie es weiter heisst. Seine Karriere begann Blank bei der Credit Suisse als Trainee. Danach war er unter anderem bei Ebay Schweiz, Roland Berger und der Boston Consulting Group tätig, wie seinem Linkedin-Profil zu entnehmen ist. Zur Zurich kam er Anfang 2014. RISING STAR: VOLKER HISCHE cgr. CSC hat Volker Hische zum neuen Geschäftsführer für die Schweiz ernannt. Er soll die lokalen Aktivitäten des IT-Dienstleisters hierzulande vorantreiben, wie es in einer Mitteilung heisst. Hische folgt auf Peter Ronchetti, der zum Chairman of the Board von CSC Schweiz aufstieg. Hische kam bereits im Jahr 1991 zu CSC. Im Unternehmen übernahm er mehrere Managementpositionen in verschiedenen Ländern Europas. Unter anderem war er als Director Human Resources Development and Chief Learning Officer für CSC EMEA in Grossbritannien tätig. Zuletzt leitete er die CSC Deutschland Akademie als Managing Director. Die in seinen bisherigen Tätigkeiten gewonnenen «Ideen, Konzepte und Lösungen» will er in seine Arbeit in der Schweiz einfliessen lassen, wie er auf Anfrage mitteilt. Den Weg seines Vorgängers Ronchetti will er im Wesentlichen fortsetzen. Als wichtigste Aufgabe sieht er, dass die «Customer Intimacy» – also die Kundennähe – in der Schweizer Ländergesellschaft vor Ort sichergestellt werde. Die Unternehmen sollen bei der digitalen Transformation enger begleitet werden mit dem Ziel, «CSC im Schweizer Markt als führender Anbieter von Next-Gen-IT- Services und -Lösungen zu positionieren», wie er weiter sagt. Persönlich wolle er die Rahmenbedingungen bei CSC Schweiz so gestalten, dass «alle mit Freude und hohem Engagement für unsere Kunden da sind», sagt er. Wichtig sei ihm daher auch, «das lokale CSC-Team als sehr attraktiven Arbeitgeber zu gestalten». BEYOND ICT THOMAS VETSCH, COUNTRY MANAGER SCHWEIZ, CITRIX Thomas Vetsch ist nach Positionen bei Microsoft und Cisco seit 2015 Country Manager Switzerland bei Citrix. Seine Ausbildung begann er in der Elektrobranche. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. In seiner Freizeit geht er gerne Skifahren oder Mountainbiken und spielt Badminton. (Quelle: Citrix) Interview: George Sarpong Wie würden Ihre Mitarbeiter Sie beschreiben? Für die Mitarbeiter ist er immer da – ob bei Kunden, Partnern oder internen Themen. Er agiert als Unternehmer, sucht den Konsens und geht immer mal wieder die Extrameile für das Team. Das erwartet er auch von jedem Einzelnen und freut sich über den gemeinsamen Erfolg. Worüber haben Sie kürzlich herzlich gelacht? Als die Atmosphäre mit den süssen Düften, der Musik und dem Lichtermeer auf dem grossen Jahrmarkt in Zürich mit meiner Familie auf mich einwirkten. Über die Wirkung musste ich selbst schmunzeln. Was war das bisher schönste Erlebnis Ihrer Karriere? Ein grosses Projekt in Zusammenarbeit mit einem Top-Team nach mehrmonatigem Engagement abzuschliessen – entgegen aller Voraussetzungen. Was würde der zehnjährige Thomas Vetsch zu seinem jetzigen Ich sagen? Na, da hast du dich aber recht gut entwickelt – aus dem Elektronik- Bastler wurde also ein sogenannter IT-Manager! Welchen persönlichen Herausforderungen möchten Sie sich noch stellen? Ich möchte noch eine mehrtätige Tour auf einem grossen Segelkatamaran quer durch die Karibik miterleben. Warum kommen Sie morgens gerne ins Büro? Es motiviert mich sehr, mit den Mitarbeitern, Kunden und Partnern verschiedene Themen jeden Tag aufs Neue zu adressieren und die Herausforderungen konstruktiv zu meistern. Was essen Sie gerne? Am liebsten sind mir Fleisch vom Grill und frischer Fisch mit verschiedenen Beilagen und dazu ein feiner Tropfen aus Spanien oder dem Napa Valley. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Gefestigt auf dem Boden unter dem Motto: Sei ein Unternehmer und be different! Auf welche Website würden Sie nicht verzichten wollen? Digitec.ch NEUER CHIEF MARKETING OFFICER FÜR RICARDO.CH Valérie Gryson gcr. Ricardo.ch hat die Funktion des Chief Marketing Officers neu besetzt. Valérie Gryson übernahm die Stelle per 3. Oktober, wie das Unternehmen mitteilt. Die 37-Jährige verantwortete zuvor die E-Commerce- Tätigkeiten beim Outsourcing- Unternehmen Arvato in Frankreich. Weitere Stationen von Gryson umfassten die Funktion des Online Marketing Managers bei der Deutschen Telekom und die Leitung des E-Commerce-Geschäfts bei der T-Online-Tochter Interactivemedia. Gryson absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Betriebswirtin an der ESB Business School der Reutlingen University. Im Anschluss absolvierte sie ein Masterstudium in Direct Marketing und E-Commerce an der SKEMA Business School. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2016

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