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Netzwoche 16/2016

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26 Best of Swiss Apps

26 Best of Swiss Apps Aktuell Welche Schweizer App ist die beste? Am 16. November wird die beste Schweizer App prämiert. Die Jury hat dafür in den Räumen von Digicomp die Shortlist für den Best of Swiss Apps Award 2016 erarbeitet. Die Redaktion war vor Ort. Autor: Marcel Urech überraschend schnitten diese Projekte weniger gut ab und schafften es oft auch nicht auf die Shortlist. Immer wieder entbrannte unter den Juroren zudem eine Diskussion über die Gerätewahl für die Apps. Einige funktionierten auf dem Tablet besser als auf dem Smartphone, andere wären in Kombination mit einer Augmented-Reality-Brille wie Hololens wohl sinnvoller. Und noch eine Frage stellten sich die Juroren öfters: Hat die App wirklich einen Mehrwert für den Nutzer? Und welchen? Und warum ist sie nicht stärker personalisiert? Oft wären dafür genug Daten vorhanden gewesen. Diese auch richtig zu nutzen, scheint aber eine grosse Herausforderung zu sein. Jury für die Kategorie Innovation. « Diese App kommt mir so vor, als ob sie von Technikern für Kunden gemacht worden wäre. » Jurymitglied Bei Best of Swiss Apps dreht sich alles um die Schweizer App-Economy. Hinter der Veranstaltung stehen der Verlag Netzmedien und der Branchenverband Simsa. Sie zeichnen analog zu Best of Swiss Web mit einer Werkschau die besten Schweizer Apps aus. Dieses Jahr gab es einen neuen Rekord: 219 Einschreibungen werden um den Sieg kämpfen. 2015 waren es 203 - gegenüber den 103 von 2014 fast eine Verdoppelung. Die Veranstalter akzeptierten Apps, die in den letzten zwölf Monaten neu erstellt wurden. Der Sieger wird am 16. November gekürt. Dann findet im Aura in Zürich die Preisverleihung statt. Bevor es aber so weit ist, wurde jede App auf Bits und Bytes geprüft. Die Jury stand vor der schwierigen Aufgabe, eine Vorselektion zu machen. Die Favoriten landeten auf der sogenannten Shortlist. Unternehmen und Entwickler, die es auf diese Liste schaffen, haben die erste Hürde überwunden. Sie haben die Chance, die Konkurrenz hinter sich zu lassen und als alleiniger Sieger aus dem Wettbewerb hervorzugehen. Darüber stritten die Juroren Die Redaktion besuchte die Jurys der Kategorien Enterprise, Business, Innovation, Gaming und der Spezialkategorie Internet of Things. Etwas fiel dabei auf: Ausser beim Gaming diskutierten die Juroren mehrmals darüber, ob Apps in der richtigen Kategorie eingereicht worden waren. Einige Eingaben erfüllten die Kriterien nur knapp. Nicht Chaotische UIs und LoraWAN In der Kategorie Enterprise ging es überraschend ruhig zu und her − bis es um die Vergabe der ersten drei Plätze ging. Die Juroren fanden es schwierig, Apps mit den unterschiedlichsten Use Cases miteinander vergleichen zu müssen. Das führte zu regen Diskussionen. Schliesslich gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen − zwei Gold-Auszeichnungen zu vergeben, war nämlich nicht möglich. Ebenfalls ein Thema war das Lora-Netz, das Swisscom gerade baut. Einige Projekte nutzen es bereits. Sie fanden sich etwa in den Kategorien Innovation und Internet of Things. «Diese App kommt mir so vor, als ob sie von Technikern für Kunden gemacht worden wäre», sagte einer der Juroren in der Kategorie Innovation. Hinter einigen Apps standen zwar tolle Ideen, aber die Umsetzung war mangelhaft, oder das User Interface chaotisch. Und auch hier tauchte die Frage auf: Wie bewerten wir eine App, die zwar innovativ ist, aber keinen Use Case hat? Und was ist mit Apps, die guten Content bieten, aber nicht innovativ sind? Apps ohne Mehrwert und Businessmodell In der Kategorie Business wurde bemängelt, dass Onboarding-Prozesse mangelhaft seien. Anstatt den Kunden an die Hand zu nehmen, gebe es für ihn oft wenig Unterstützung. Und auch hier zeigte sich: Jede App braucht einen klaren Use Case und muss für den Nutzer einen Mehrwert generieren. Das war nicht bei allen der Fall. Auch wenig nachhaltige Marketing-Aktionen, die nur kurzfristig neue Nutzer bringen, fanden kaum Anklang. Das Gleiche galt für Apps ohne gutes Businessmodell. Die Jury ärgerte sich zudem über Apps, die bereits bekannte Ideen auffrischen wollten, aber nur eine schlechte Kopie des Originals seien. 16 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 27 Die Ausgaben der KMUs legen 2017 wieder deutlicher zu Die kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs) bilden nicht nur das Rückgrat der Wirtschaft hierzulande, sie prägen auch wesentlich die Entwicklung des gesamten ICT-Marktes in der Schweiz. 63,6 Prozent der Ausgaben im Schweizer ICT-Markt (B2B) werden 2016 durch die KMUs getätigt, dies entspricht im laufenden Jahr einem Total von 10,8 Milliarden Franken. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Im Vergleich zu den grossen Unternehmen entscheiden KMUs (bis 499 Mitarbeiter) schneller und pragmatischer, reagieren aber auch mit Blick auf ihr Ausgabenverhalten rascher auf wirtschaftliche Veränderungen als die grösseren Unternehmen. So geschehen auch mit Blick auf die Entwicklung des Schweizer Frankens nach dem Entscheid der SNB Anfang des letzten Jahres. Die ersten Felderhebungen nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses liessen kaum Zweifel daran, dass die KMUs ihre ICT-Ausgaben drastisch zurückfahren werden. Mittlerweile hat sich die Lage mit Blick auf die Wechselkurse etwas entspannt, und auch wenn der Preis- und Margendruck geblieben ist, hat sich ein grosser Teil der Unternehmen auf die verschärfte Situation eingestellt. Der erste Schock und die deshalb vielleicht auch überhastet gefällten Entscheide mit Blick auf die anstehenden ICT-Vorhaben sind einer eher pragmatischen Handlungsweise gewichen. Die Kleinen investieren mehr als die Grossen Obwohl sich im laufenden Jahr die Wachstumsraten der ICT-Ausgaben die Waage halten, werden mit Blick auf 2017 PROGNOSE 2016: TOTAL DER ICT-AUSGABEN VON KMUS 10,833 Milliarden Franken – ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber 2015 Total Hardware Total Software Total Kommunikation Total Services 6375,2 Mrd. Fr. 1658,2 Mrd. Fr. 1519,3 Mrd. Fr. 1281,2 Mrd. Fr. die KMUs wieder deutlich mehr investieren. Ihre Budgets werden wieder aufgestockt, aus den letzten 18 Monaten verschobene oder gekürzte Projekte umgesetzt. So werden etwa im Bereich der ICT-Sicherheit, Cybersecurity und Katastrophenvorsorge die Projektbudgets deutlich erhöht. Zudem fordern neue Märkte und Themen wie die Digitalisierung rasche Entscheide und ein konkretes Angehen der sich eröffnenden Chancen und neuen Marktpotenziale. So rechnen wir insgesamt mit einem Anstieg der ICT-Ausgaben 2017 um 2,3 Prozent; deutlich mehr, als die grösseren Unternehmen. Diese planen ihre Spendings um durchschnittlich 1,2 Prozent aufzubessern. Frankenstärke tangiert Branchen unterschiedlich Der Blick auf die vertikalen Marktsegmente zeigt jedoch ein sehr differenziertes Bild. Die einzelnen Branchen sind von der Frankenstärke unterschiedlich tangiert, ausser den Unternehmen aus dem Handel und Tourismus stehen insbesondere auch die exportorientierten kleinen und mittleren Betriebe der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche (MEM) unter erheblichem Druck. Insgesamt sind bei den KMUs der MEM-Branche seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses einige tausend Stellen abgebaut oder allenfalls verlagert worden, und ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen. Wir rechnen in diesem Segment mit einem Negativ-Wachstum von 4,1 Prozent. Eine Rückkehr in den «Plusbereich» prognostizieren wir für das kommende Jahr. Auf der Basis unseres Herbst- Updates gehen wir von einem marginalen ICT-Ausgaben- Wachstum der industriellen KMUs von 0,2 Prozent aus. Wesentlich zum positiven Anstieg der ICT-Gesamtausgaben im KMU-Markt tragen die ICT-Services bei, diese werden 2017 um markante und für entsprechend positionierte Provider erfreuliche 4,3 Prozent zulegen. Und im Segment der Services wiederum sind es die externen Sourcing-Dienste, die für den eigentlichen Schub sorgen. Diese tragen zur Hauptsache zum Wachstum des gesamten KMU-Marktes bei. Ohne diese miteingerechnet schrumpfen die übrigen Ausgaben um minus 2,4 Prozent. Quelle: MSM Research AG Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode NW161616 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2016

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