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Netzwoche 16/2019

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Referendum gegen E-ID-Gesetz startet mur. Der Nationalrat hat im März ein Gesetz beschlossen, dass es privaten Firmen erlaubt, die digitale Identität (E-ID) herauszugeben. Eine Allianz von Organisationen kündigte ein Referendum gegen das E-ID-Gesetz an. Mit dabei sind die Digitale Gesellschaft und Grundrechte.ch. SP und Grüne unterstützen das Vorhaben. «Es sollen keine Ausweise durch Private ausgestellt werden», wird SP- Generalsekretär Michael Sorg zitiert. Die Grünen twitterten: «Wir Grüne fordern, dass jeder in der Schweiz das Recht hat auf eine vertrauenswürdige staatliche E-ID.» Microsoft und Novartis: Gemeinsame KI-Projekte lha. Microsoft und Novartis haben sich zusammengetan und zu mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit verpflichtet. Wie Micro soft mitteilt, soll im neu gegründeten AI Innovation Lab an Methoden geforscht werden, die die Art und Weise, wie Medikamente entdeckt, entwickelt und kommerzialisiert werden, mithilfe von KI verändern. Konkret will Novartis «KI auf den Desktop jedes Mitarbeiters» bringen und sie dazu nutzen, neue KI-Anwendungen zu entwickeln. Weiter soll KI im Labor eingesetzt werden, um intelligente und personalisierte Therapien zu entwickeln. HP und HPE ziehen in den Glatt Tower lha. Sowohl HP Inc. wie auch Hewlett Packard Enterprise (HPE) verlassen ihren Sitz in Dübendorf und ziehen nach Wallisellen. In der ersten Hälfte 2020 werden die beiden Unternehmen neue Büros im Glatt Tower beziehen, wie sie mitteilen. Als Grund für den Umzug nennt HP, dass der bisherige Mietvertrag auslaufe und nicht mehr verlängert werden könne. DXC Technology ziehe ebenfalls in den Glatt Tower um. Totalrevision des Datenschutzgesetzes jor. Die Revision der Regeln zum Datenschutz hat eine erste Hürde genommen. Der Nationalrat stimmte mit 98 zu 68 Stimmen bei 27 Enthaltungen für die Totalrevision des Datenschutzgesetzes. Nein sagte die SVP, die Enthaltungen kamen von links-grüner Seite, wie die Parlamentsdienste mitteilen. Die Vorlage bleibt allerdings umstritten. Als Nächstes beugt sich die ständerätliche Kommission über das Gesetzesprojekt. Vorerst keine unheilige Allianz Ein Schulterschluss zwischen links und rechts kam vorerst nicht zustande. Die Vorlage bleibt jedoch absturzgefährdet. Für die SP und die Grünen geht der nun verabschiedete Entwurf noch Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Cloud-IT-Infrastruktur: Umsatzeinbruch Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch nicht weit genug. Sie fordern mindestens die Erhaltung des heutigen Standards. Das neue Gesetz sma. Die International Data Corporation (IDC) hat ihren Quartalsbericht zur weltweiten Cloud-IT-Infrastruktur veröffentlicht. Gemäss IDC gingen die Umsätze bei IT- Infrastrukturprodukten für Cloud-Umgebungen im Vergleich zum Vorjahr im zweiten Quartal um 10,2 Prozent zurück. Dazu gehören Server, Enterprise Storage und Switches für Public und Private Clouds. Aufgrund des gefallenen Umsatzes auf 14,1 Milliarden US-Dollar im vergangenen Quartal schraubt IDC die Jahresprognose auf 63,6 Milliarden Dollar zurück. Während die Ausgaben für die Public Cloud um 6,7 Prozent zurückgingen, wuchsen die Private-Cloud-Ausgaben um 1,5 Prozent. Was immer noch weit unter der IDC-Prognose von 8,4 Prozent liegt. IDC sieht die Branche immer noch im Wandel. Nachdem die Umsätze aus Cloud-Umgebungen in Konkurrenz zu herkömmlichen IT-Umgebungen 2018 erstmals die 50-Prozentmarke überschritten, befanden sie sich im zweiten Quartal 2019 wieder bei 48,4 Prozent. Laut Schätzung sollen die Cloud-Umgebungen ab 2020 langfristig die Oberhand gewinnen. Der Vormarsch der Cloud-Umgebungen ist dabei in allen Regionen identisch. Das grösste Wachstum in der Branche gibt es im Nahen Osten und in Afrika (29,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), gefolgt von Kanada mit 15,6 Prozent. müsse auch die Europaratskonvention zum Datenschutz erfüllen. Thema Profiling vertagt In fast allen Punkten lehnte der Nationalrat die Forderungen der Ratslinken für mehr Datenschutz ab. Angaben zu gewerkschaftlichen Tätigkeiten sollen beispielsweise nicht mehr als «besonders schützenswert» gelten. Die SP und die Grünen scheiterten auch beim Thema Profiling. Dabei geht es um eine automatisierte Datenbearbeitung, die bestimmte Merkmale einer Person bewertet, um eine Person zu analysieren oder um Vorhersagen zu einer Person zu treffen. Eine Mitte-rechts-Mehrheit lehnte das Vorhaben ab. Die Begründung: Das Problem des Profilings werde vom Ständerat sicher noch einmal detailliert geprüft. Allfällige Anpassungen könnten dann in der Differenzbereinigung diskutiert werden, hiess es bereits in der Eröffnungsdebatte. Bild: buchachon / Fotolia.com In den drei Technologiebereichen erwartet IDC nur bei den Ethernet-Switches Wachstum (13,1 Prozent). Die Umsätze für Storage Platforms und Compute Platforms sollen um 6,8 beziehungsweise 2,4 Prozent zurückgehen. Mit 33,8 Milliarden Dollar sind Compute Platforms immer noch der grösste Ausgabenpunkt. 16 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 WWW.NETZWOCHE.CH Bestechung beim Seco rja. In Zusammenhang mit widerrechtlich erteilten IT- Aufträgen im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) reicht die Bundesanwaltschaft Anklage ein. Beim Seco wurden über einen Zeitraum von zehn Jahren hunderte IT- Aufträge widerrechtlich vergeben. Der damalige beschaffungsverantwortliche Ressortleiter soll sich bestechen lassen haben. Im Gegenzug vergab er Aufträge mehrheitlich freihändig an die von ihm bevorzugten Firmen. Im Trafo Baden warteten AWS und seine Partner auf Interessenten. Yvonne Bettkober, General Manager Switzerland von AWS, eröffnete den Event. Amazon umgarnt die Schweiz osc. Amazon Web Services (AWS) beeindruckt gern mit Zahlen. Im vergangenen Jahr habe der Cloud-Provider fast 2000 neue Features und Services eingeführt, er wachse jährlich mit fast 40 Prozent und habe in der Schweiz mittlerweile mehr als 10 000 Kunden. Das sagte Yvonne Bettkober am 2. Oktober zur Eröffnung des AWS Cloud Summits. Die frisch gebackene Chefin von AWS Switzerland gab damit den Startschuss für den ersten grösseren Event des US-Unternehmens in der Schweiz. Rund 1500 Partner und potenzielle Kunden fanden sich dazu im Trafo Baden ein, wie sie sagte. Niederlassungen sollen ausgebaut werden Bettkober, vormals Director Enterprise Solutions bei Microsoft Schweiz, gab sich ambitioniert. AWS wolle weitere Unternehmen zum Wechsel in seine Cloud bewegen. Gegenüber den Konkurrenten Google Cloud und Micro soft Azure habe die Tochter des Handelsriesen Amazon verschiedene Trümpfe in der Hand, sagte Bettkober. AWS habe das grösste Angebot, sei am längsten im Geschäft, eigne sich für Kunden jeder Grösse, höre auf seine Nutzer, entwickle sich stetig weiter und setze Sicherheit an erster Stelle. «Was AWS anders macht, ist, wie und warum wir die Dinge machen», sagte Bettkober und meinte damit einen besonderen Pioniergeist, den die Firma lebe. Mit diesen Argumenten will das Unternehmen in der Schweiz zulegen, etwa in der Finanzbranche. Die beiden Niederlassungen in Genf und Zürich sollen ausgebaut werden. AWS wird aber im Unterschied zu Google und Microsoft keine Cloud-Region mit eigenen Rechenzentren in der Schweiz eröffnen. Zumindest gab Bettkober keine Hinweise in diese Richtung. Es fehlt also noch ein Puzzlestück in der Cloud-Strategie von AWS für die Schweiz. Ein bunter Strauss von Diensten und Kunden Eine Cloud-Region Schweiz sei aktuell auch nicht notwendig, ging aus dem Vortrag von Ian Massingham, Technical Evangelist bei AWS, hervor. Jede der heute 22 Regionen (drei weitere sind geplant) verfüge nämlich über mehrere isolierte Standorte, sogenannte «Availability Zones». Darauf liefen heute rund 170 Cloud-Services. Aus diesem Aufgebot stellte Massingham Datenbank-, Storage-, Sicherheits-, Container-, Analytics- und Machine-Learning- Dienste vor. Besonders strich Massingham die Blockchain-Applikationen heraus. Mit ihnen wolle AWS zeigen, dass die Hype-Technologie konkrete Use Cases habe. AWS gab sich Mühe, seine Schweizer Kunden ins Rampenlicht zu rücken. Auf den Slides von Bettkober und Massingham waren unter anderen die Post, Novartis, die SBB und die NZZ zu sehen. Auf der Bühne demonstrierte Ivan Verbesselt, Senior Vice President Marketing von Kudelski, wie die Waadtländer Firma TV-Inhalte auf AWS verschlüsselt. Ava-Mitgründer Pascal Koenig pries die Fähigkeiten der Public Cloud beim Handling grosser Datenmengen eines Start-ups. Und Zhao Wang, Head of Data Technology beim Verlagshaus Ringier, stellte «Sherlock» vor, eine Den vollständigen Artikel finden Sie online Mediennutzung mittels Plattform zur Analyse der www.netzwoche.ch künstlicher Intelligenz. Cyber-Peace-Institut in Genf rja. Eine neue NGO mit Sitz in Genf will auf die Auswirkungen grosser Cyberangriffe reagieren. Die schwersten Angriffe haben demnach Unternehmen ruiniert, die Wirtschaft zum Erliegen gebracht und Krankenhäuser stillgelegt. Das «Cyber Peace Institute» will sich auf drei Kernfunktionen konzentrieren: Hilfe für Opfer von Cyberangriffen koordinieren, geschehene Cyberangriffe analysieren und auswerten und positives, verantwortungsvolles Verhalten im Cyberspace fördern. Politiker pfeifen auf Smartvote-Umfrage rja. «Riskiert die Schweiz einen digitalen Blindflug?», fragt der Wirtschaftsverband Swico im Titel zur Studie «Digitalisierungsmonitor 2019». Nur 18 Prozent der diesjährigen Nationalratskandidaten hätten die Umfrage überhaupt ausgefüllt. Laut Swico erstellten von 4596 Nationalratskandidaten 3571 ein grundsätzliches Profil auf der Politplattform «Smartvote». Die Fragen zu Digitalisierungsthemen beantworteten nur 828 von ihnen – 21 Prozent der männlichen und 13 Prozent der weiblichen Kandidaten. Viele von ihnen kandidieren zum ersten Mal. Die Neuen setzen sich stärker mit digitalen Themen auseinander als die erneut Kandidierenden, schliesst Swico daraus. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2019

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