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Netzwoche 16/2020

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Technology Aktuell 45 Die Pandemie beflügelt die digitale Transformation der Gesundheitsbranche rja. Die Coronapandemie sorgt für eine Beschleunigung der digitalen Transformation in der Schweizer Gesundheitsbranche. Zu diesem Schluss kommt eine zweiteilige Umfrage des Wirtschaftsprüfers KPMG. Das Unternehmen befragte bereits im vergangenen Dezember 38 Leistungserbringer der Schweizer Gesundheitsbranche zu Chancen und Problemen in der digitalen Transformation. Im Juni 2020 befragte es erneut 10 CEOs dieser Firmen zu den Auswirkungen der Coronakrise. Digitalisierung ist top – theoretisch Deutlich zeigte sich bereits im Dezember, dass Gesundheitsdienstleister die Digitalisierung für wichtig halten. Mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen zählten laut KPMG die digitale Transformation zu einem der drei wichtigsten Themen. Die Patientensicherheit sowie die Verbesserung der Kommunikation mit vor- und nachgelagerten Leistungserbringern seien demnach die wichtigsten Treiber der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Als Gründe für ihre eigenen Digitalisierungsinitiativen nannten die Unternehmen die Verbesserung der Patientenerfahrung und -sicherheit (97 Prozent), Kostenreduktion (94 Prozent), Reduktion des Fachkräftemangels (90 Prozent) und Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit (90 Prozent). Demgegenüber gaben lediglich 13 Prozent der befragten Unternehmen an, sehr gut auf die digitale Transformation vorbereitet zu sein. Mehr als die Hälfte der befragten Leistungserbringer war den Ergebnissen zufolge nur «befriedigend» oder «mangelhaft» auf die Digitalisierung vorbereitet. Die befragten Unternehmen nannten zahlreiche Hürden auf dem Weg der digitalen Transformation. Alle Teilnehmenden verwiesen auf die Komplexität der IT-Landschaft. Auch der Mangel an Ressourcen (94 Prozent) und die Verfügbarkeit von IT-Spezialisten (87 Prozent) wurden oft genannt, gefolgt von der Scheu vor radikalen Entscheidungen (81 Prozent) und der Verteidigung bestehender Strukturen und Prozesse (77 Prozent). Corona kam, und Dinge wurden möglich Doch seit Corona hat sich dieses Bild laut KPMG etwas gewandelt. Insbesondere die beiden letztgenannten Hürden seien durch die Coronakrise kleiner geworden. Sieben der zehn im Juni befragten CEOs gaben an, die extern getriebenen Veränderungen hätten einen Kulturwandel bei den Mitarbeitenden bewirkt und Entwicklungen ermöglicht, die vorher undenkbar gewesen seien. «Dazu gehören virtuelle Interaktionsformen innerhalb der Organisation, aber auch mit den Patienten.» Acht von zehn CEOs erklärten, dass Entscheide rasch und unkompliziert getroffen worden seien, um die Digitalisierung zu beschleunigen. Und gar neun von zehn sagten aus, «dass sie dank des externen Drucks infolge der Coronakrise Hindernisse im Behandlungsprozess überwinden konnten.» Dies habe beispielsweise den Einsatz von Mobile- und Digital-Health-Lösungen beschleunigt. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch WWW.NETZWOCHE.CH Microsoft zeigt Neues für Azure und Dynamics 365 jor. Microsoft hat Neuerungen für Azure und Dynamics 365 vorgestellt. Mit den Azure-Updates verspricht Microsoft neue Funktionen für Process Mining und mehr Optionen für die Multi-Cloud- Management-Lösung Azure Arc. Dynamics bekommt einen neuen Sprachdienst und zwei Add-ins für Supply Chain Management. Das bietet Blue mla. Swisscom hat sämtlichen Content der Tochterfirmen auf einer Streaming- Plattform unter der Marke Swisscom Blue gebündelt. Seit dem 23. September sind die TV-Angebote Blue TV und Blue+ verfügbar. Auf dem ehemaligen Bluewin.ch biete Blue.ch eine Übersicht über alle Kanäle und ermögliche auch einen direkten Zugang zu Blue TV inklusive On-Demand, Blue+ und zum Ticketing der Blue Cinemas. Die Aktualität rund um die Erlebniswelt ergänze Bluenews.ch: mit Übersichten, Kritiken und News, vor allem aus der Welt des Entertainments und des Sports. Anfang 2021 soll dazu Blue Gaming starten. MÜLLERS KLEINES ABC L wie laut denken Christopher Müller Inhaber und VRP von Die Ergonomen Usability AG Theorie: Wer im Alltag laut denkt, kommt nicht überall gut an. Im Usability-Labor hingegen ist das zuweilen sehr gefragt. Dort hat sich die Methode des lauten Denkens (englisch: Thinking Aloud Test) als eines der wichtigsten Instrumente für das praxisnahe Beurteilen von Nutzeroberflächen etabliert. Realität: In der Praxis läuft das etwa so ab: Eine Testperson wird unter Laborbedingungen damit betraut, eine bestimmte Aufgabe auf einer Website oder mit einer Applikation zu lösen. Dabei soll sie vernehmlich vor sich hin brabbeln, was ihr währenddessen in den Sinn kommt. So erfährt man, was sie denkt, glaubt und erlebt, während sie die Bedienoberfläche nutzt. Das eigentliche Ziel der Übung ist natürlich, ein Bild von den kognitiven Prozessen zu gewinnen, die während der Bearbeitung der Aufgabe ablaufen. Zudem lässt sich damit ein Blick auf die mentalen Modelle der Testperson erhaschen. Wertvoll ist die Methode auch, weil sie vergleichsweise schnell unverzerrte Informationen zu den Problemzonen einer Nutzeroberfläche liefert. Damit das gelingt, muss die Testperson aber wirklich alles sagen, was ihr durch den Kopf geht – egal, wie unwichtig, unpassend oder peinlich es ihr erscheinen mag. Das ist nicht immer leicht, weil sich ja viele Menschen in Testsituationen automatisch unter Druck gesetzt fühlen, die gestellte Aufgabe möglichst rasch und fehlerfrei zu lösen. Gelingt dies nicht, können sie ziemlich sonderbar reagieren. Oft versuchen sie dann etwa, ihr Gesicht zu wahren, indem sie möglichst nichts von sich geben, was sie als unbeholfen oder begriffsstutzig erscheinen lassen könnte. Das hilft natürlich nicht. Fazit: Wichtig beim Testen mittels lauten Denkens ist also, eine Vertrauenssituation zu schaffen, in der sich die Testperson niemals scheut, ihre Gefühle, Gedanken, Absichten oder Erwartungen auszusprechen. Gelingt uns dies, erfahren wir rasch und ungefiltert, wo es mit der Maschine harzt. Das freut den Tester, hilft der Kundin und dient bestimmt irgendwie auch dem Weltfrieden. Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag 16 / 2020

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