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Netzwoche 17/2017

20 DOSSIER KOMPAKT

20 DOSSIER KOMPAKT VoIP-Umstellung In Kooperation mit UPC Das Internet im Telefon In der Schweiz wird der klassischen Festnetztelefonie Ende 2017 der Stecker gezogen; sprich alle analogen und ISDN-Telefonanschlüsse werden verschwinden. Künftig laufen die Festnetztelefonie sowie alle damit verbundenen Dienste über das Internetprotokoll (IP). Was bedeutet dieser Wechsel für Unternehmen, die weiterhin auf die Festnetztelefonie angewiesen sind? DER AUTOR Josef Furger Senior Product Manager B2B, UPC Business Schweiz Was im 19. Jahrhundert als bahnbrechende Erfindung galt, wird heute den steigenden Ansprüchen kaum noch gerecht: das analoge Telefon. Auch der ISDN-Anschluss gilt mittlerweile als zu unflexibel. Deshalb hat sich in den letzten Jahren eine neue Technologie durchgesetzt: Voice over Internet Protocol – kurz VoIP. Bilder: Alexas_Fotos / pixabay.com, Momentmal / pixabay.com Zuverlässig wie immer, aber mit neuen Vorteilen Im Unterschied zur klassischen Telefonie werden die Gespräche bei VoIP nicht über die Telefonleitung übermittelt, sondern über den Internetanschluss. Diese Technologie funktioniert zuverlässig und einfach. Auch die Sprachqualität nimmt nicht ab, denn mit modernen IP-Telefonen können Kunden in HD-Sprachqualität telefonieren. Die gesprochene Sprache ist zeitkritisch. Es ist eine kontinuierliche Kommunikation, die keine Verzögerungen erlaubt. Ob eine Website während des Ladens kurz unterbricht, das bemerkt man kaum. In einem Gespräch stört das aber ungemein. Bei VoIP gibt es deshalb eine Priorisierung der Telefonie im Netz, und auch dank der heutigen Bandbreiten wird die Telefonie nicht mehr beeinträchtigt. Für Firmen bietet VoIP noch weitere grosse Vorteile: So kann die Telefonanlage einfach und beliebig erweitert werden, um neue Standorte oder Mitarbeitende anzuschliessen. Zudem ist die VoIP- Technologie im Vergleich zu herkömmlichen Analog- und ISDN- Lösungen auch preiswerter, da der Unterhalt einer separaten Infrastruktur für die Sprachübertragung wegfällt. Aus Sicht des Betreibers stellt die Telefonie kaum mehr eine separate Dienstleistung dar, sondern eine natürliche Erweiterung des Internetzugangs. Dies erlaubt bei den Gesprächskosten beträchtliche Einsparungen. Mitarbeitende von Unternehmen schätzen zudem besonders die flexiblen Möglichkeiten, die VoIP mit sich bringt. Egal ob jemand von zuhause aus arbeitet oder geschäftlich unterwegs ist: Dank VoIP ist er stets unter derselben Nummer erreichbar – und dies ohne physische Infrastruktur. Des Weiteren kann mit einer Smartphone-App die Festnetznummer auch weltweit zu den gewohnten Gesprächstarifen genutzt werden. « Mittels VoIP-Gateaway kann die vorhandene ISDN-Telefonanlage weiterhin genutzt werden. » VoIP ist erst der Anfang Nicht nur die Telefonie, selbst Videogespräche in HD-Qualität sind heute aufgrund der höheren Internetbandbreiten zuverlässig möglich. Das eine oder andere Meeting kann dadurch problemlos in den virtuellen Raum verlagert werden. Und zwar ganz ohne zusätzliche Investitionen: Ein Laptop und eine schnelle Internetverbindung genügen. Investitionsschutz: Sprachdienste für alte Telefonanlagen Die Umstellung auf VoIP bringt viele Vorteile, doch traditionelle ISDN-Telefonanlagen und Alarm- respektive Haustechnikanlagen funktionieren nicht mehr. Für deren Umrüstung müssten Unternehmen teilweise tief in die Tasche greifen. Es gibt weiterhin Anschlüsse für ISDN-Telefonanlagen, nur die Übertragung erfolgt über IP. Die Telefonanlage wird dabei an einen VoIP-Gateaway angeschlossen. Damit kann die vorhandene ISDN-Telefonanlage weiterhin genutzt werden. Mit dieser Lösung können wir Unternehmen einen Investitionsschutz bieten. Denn ein Unternehmen, das noch an einen laufenden Vertrag inklusive Finanzierung seiner Telefonanlage gebunden ist, muss seine Anlage nicht wechseln. Unternehmen haben also die Wahl. 17 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit UPC VoIP-Umstellung DOSSIER KOMPAKT21 « Für uns war es elementar, jederzeit erreichbar zu sein » 2018 endet die Ära der analogen Telefonie. Entsprechend müssen Firmen momentan auf VoIP umstellen. Im Interview erklärt Stephan Schönbach, Regional IT Manager Switzerland bei Radisson Blu, wie das Hotel dabei die bestehende Infrastruktur weiternutzen konnte. Interview: Christoph Grau uns neu – und sehr interessant, denn die Investitionen in die bestehenden Telefonanlagen waren substanziell. Für welche Lösung haben Sie sich entschieden? Da wir über eine moderne, praktische Telefonielösung verfügten, war es in unserem Interesse, die entsprechenden Investitionen so gut wie möglich zu schützen. Nach einigen Recherchen sind wir mit UPC in Kontakt getreten, um zu erfahren, wie sie uns bei der Lösungsfindung und -umsetzung unterstützen können, zumal sie auf der Website aufführen, dass sie über grosse Erfahrung im Bereich VoIP verfügen. UPC hat uns eine Lösung aufgezeigt, die es uns erlaubt, mit der bestehenden Telefonielösung zu arbeiten, ohne auf Funktionalitäten verzichten zu müssen. Das hat uns überzeugt. Wie gross war das Projekt, und wie lange haben Sie daran gearbeitet? Das gesamte Projekt inklusive Vorabklärungen dauerte nur rund zwei Monate. Dabei waren wir mangels Expertise auf diesem Gebiet auch auf das Know-how unseres neuen Partners angewiesen, was uns letztlich Zeit erspart hat. « Wir mussten nicht zwingend auf unsere aktuellen und modernen Telefonanlagen verzichten. » Stephan Schönbach, diplomierter Wirtschaftsinformatiker HF, Regional IT Manager Switzerland, Radisson Blu Auch Sie mussten sich mit der Abschaltung der analogen Telefonie auseinandersetzen. Wie sind Sie vorgegangen? Stephan Schönbach: Gemäss den uns vorliegenden Informationen war klar, dass wir uns nach einer VoIP-Lösung umschauen müssen, da die analoge Telefonie abgeschaltet wird. Erst nach der Prüfung von verschiedenen Möglichkeiten in diese Richtung wurde uns bewusst, dass wir nicht zwingend auf unsere aktuellen und modernen Telefonanlagen verzichten müssen. Das war für Was waren die grössten Herausforderungen, und wie haben Sie diese überwunden? Als weltweit tätige Hotelmarke und eines der meistfrequentierten Businesshotels war es für uns elementar, jederzeit erreichbar zu sein – Umstellung hin oder her. Entscheidend war hier das Commitment des damaligen Providers und die Unterstützung von UPC, damit bei Unterbrechungen oder Problemen sofort hätte reagiert werden können. Wie hat Sie Ihr Provider bei der Umstellung unterstützt? Das UPC-Team begleitete uns bereits bei der Planung der Umstellung und war während des gesamten Projekts mit seiner Expertise unterstützend an unserer Seite. Wir konnten uns auf UPC verlassen, was uns die Umstellung sehr erleichterte. Haben Sie den Anbieter gewechselt, oder sind Sie bei Ihrem Anbieter geblieben? Wir nutzen heute die Telefonie- und Internetlösungen von UPC und sind sehr zufrieden damit. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2017

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