Aufrufe
vor 2 Jahren

Netzwoche 17/2017

30 People Live zu

30 People Live zu erreichen, arbeiten wir sehr eng mit den Kunden zusammen und entwickeln massgeschneiderte Lösungen. Grundlage dafür ist unsere «From Insights to Action»- Methode. Sie leitet mithilfe einer quantitativen Customer- Journey-Analyse alle Implikationen ab – in der Kreation, in Prozessen, in Komponenten und in technischen Architekturen. Die Ergebnisse fliessen dann in die Umsetzung ein. Ein Beispiel dafür ist Pathé. Hier ergab die Analyse, dass Kino ein soziales Erlebnis ist. Daher haben wir Tools wie Doodle und Whatsapp in den Verkaufsprozess integriert, die schon vor Filmbeginn den Kinobesuch zum gemeinsamen Erlebnis machen. Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Wie können Unternehmen bei der Digitalisierung scheitern? Das ist wiederum sehr einfach. Wenn sie beispielsweise nicht verstehen, dass es durch die Digitalisierung den eigenen Wertschöpfungsschritt gar nicht mehr gibt. Elektromobilität etwa verändert Wertschöpfung, weil es andere Dinge braucht. Aber noch viel mehr verändert sich, wenn ich gar keinen Fahrer mehr benötige oder kein eigenes Auto mehr besitzen will. Wenn ich dann etwas anbiete, was nicht mehr gefragt ist, habe ich ein Problem. Wir wollen Kunden klarmachen, dass sich die Customer Journey so stark verändern wird, dass sie ihre Produkte, Prozesse oder Architekturen ändern müssen. Firmen sollten sich daher fragen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Wertschöpfung und das Geschäftsmodell hat. Welchen Herausforderungen stellt sich Namics in Zukunft? Unsere grösste Herausforderung besteht darin, in Deutschland die gleiche dominante Marktposition wie in der Schweiz zu erreichen. Eine weitere zeigt sich in der Mitarbeiterakquise, aber auch im Zusammenspiel mit dem Kunden: Durch die Digitalisierung kann es eine Form der Spezialistenvermittlung geben, die anders funktioniert als noch vor fünf oder zehn Jahren. Wenn Unternehmen in Zukunft Teams aus unabhängigen Experten flexibler und schneller über Plattformen zusammenstellen können, muss man einen Mehrwert als Dienstleister bieten. Der liegt bei uns im methodischen Zusammenspiel der Experten. Unsere Kunden können sich so schneller transformieren, müssen weniger Schnittstellen managen und haben skalierbare Lösungen. Das macht den Unterschied und schafft Gewinner im digitalen Wandel. Ist die Konkurrenz in Deutschland härter? Nein, wir haben eine annähernd gleiche Hit-Rate wie in der Schweiz. Wenn wir also an einem Pitch teilnehmen, gewinnen wir im gleichen Verhältnis. In der Schweiz haben wir langjährige und strategische Kundenbeziehungen. Akquirieren wir Neukunden, haben wir meist schon für sie gearbeitet. Das ist in Deutschland nicht so, weil die Anzahl relevanter Unternehmen höher ist und der Markt in sich wächst. Zudem ist die Konkurrenz-Landschaft nicht so etabliert. Weshalb ist der deutsche Markt noch nicht so abgegrast? Der ganze Mittelstand hat in Deutschland etwas länger gebraucht, um die Chancen der digitalen Transformation zu begreifen. Und damit meine ich grosse Firmen. Hidden Champions, die mehrere Milliarden Euro an Umsatz machen. Dementsprechend ist da auch viel mehr Potenzial. Die Schweiz hat in Teilen viel früher und strategischer solche Initiativen gestartet. Dieser Schub setzt in Deutschland jetzt gerade ein. Die deutsche Volkswirtschaft ist sehr stark und im Vergleich zu anderen wettbewerbsfähig. Sie hat nur in der Vergangenheit weniger auf die Digitalisierung gesetzt. Für uns ist das ein Vorteil. Welche Ziele will Namics in den nächsten Jahren erreichen? An erster Stelle steht die tägliche Umsetzung unseres Leitbildes – und hier vor allem die Freude unserer Mitarbeiter. In unserem dynamischen Umfeld ist das entscheidend. Denn nur mit den besten Leuten, der besten Kultur und den besten Teams können wir etwas erreichen. Das ist die Basis, die flexibel auf unser sich stets veränderndes Umfeld reagieren muss. Zudem streben wir an, noch viel mehr in der Transformation von Geschäftsmodellen zu agieren. Denn das ist notwendig in der Digitalisierung. Da geht es nicht um ein Produkt, sondern wie man in dieser neuen Wertschöpfung echte Werte schafft. « Unsere grösste Herausforderung besteht darin, in Deutschland die gleiche dominante Markt position wie in der Schweiz zu erreichen. » Bernd Schopp, CEO, Namics 17 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Bild: filadendron / iStock.com Best of Swiss Apps Text 31 BEST OF SWISS APPS 2017 Die heisse Phase von Best of Swiss Apps beginnt cgr. Am 15. November ist es wieder so weit. Dann werden die Best of Swiss Apps Awards verliehen. In diesem Jahr zählten die Veranstalter 138 Einreichungen. Davon schafften es 32 auf die Shortlist (ab Seite 34). Daneben nominierte die Jury sieben Apps für die Wahl zum Master of Swiss Apps (ab Seite 36). In einem dreistufigen Verfahren wählen die Jury, die Leser des Netzt ickers und die Gäste an der Award Night schliesslich die beste Schweizer App des Jahres. Im Rennen sind dieses Jahr sehr unterschiedliche Kandidaten. Das Spektrum reicht von der Tourismusbranche über Wetter-Apps, die Taxi-Vermittlung bis hin zur App für die Arztkonsultation. Es fällt auf, dass diesmal kein Schweizer Grossunternehmen unter den Master-Kandidaten ist. In den Vorjahren gewannen die UBS mit Paymit und die SBB mit ihrer neuen Fahrplan-App den Titel. Es bleibt spannend, wer in diesem Jahr das Rennen machen wird. An der Award Night werden auch die Sieger in den acht Wettbewerbskategorien Innovation, Design, User Experience, Functionality, Business, Campaigns, Enterprise, Games ausgezeichnet. Hinzu kommt dieses Jahr die Spezialkategorie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR). www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2017

Archiv