Aufrufe
vor 2 Jahren

Netzwoche 17/2017

52 Focus IT-Management

52 Focus IT-Management Bei Inhouse-Apps Entwicklern auf die Finger schauen Apps werden oft von Fachabteilungen direkt bei externen Entwicklern bestellt. Dementsprechend fehlt es oft an strukturiertem Vorgehen über den gesamten Lebenszyklus einer App hinweg. Das kann Probleme in Bezug auf Datensicherheit und Datenschutz verursachen. DER AUTOR Philipp Klomp Gründer und CEO von Nomasis Firmeneigene (Inhouse-)Apps sind bei mittelständischen und grossen Unternehmen längst zu einem unverzichtbaren Weg für die Abbildung von Geschäftsprozessen geworden. Die Anwendungen reichen von Apps für Business- Software, Verkauf und Customer Relation Management über Marketing- oder Personalprozesse bis hin zu Mitarbeiterumfragen oder Management-Cockpits zur Bereitstellung von Kennzahlen. Anders als bei Apps aus einem öffentlichen App-Store werden Inhouse-Apps nicht durch Apples App-Controlling geprüft. Die Qualitätssicherung liegt einzig bei den Firmen. Dabei fehlt leider bei vielen Unternehmen eine strukturierte Vorgehensweise für das App-Management über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Der Grund dafür ist, dass die Fachabteilungen externe Entwickler direkt mit der Entwicklung der Apps beauftragen. Dies kann nach deren Einführung in Bezug auf Datensicherheit, Datenschutz und Benutzerfreundlichkeit zu gravierenden Problemen führen. Projekt mit App-Einführung nicht abgeschlossen Es empfiehlt sich deshalb, mittels eines systematischen Vorgehens das Management von Inhouse-Apps zu planen und zu steuern: Angefangen bei der Definition der Ziele, der Analyse des Ist-Zustands und der Anforderungen über die Konzeption und Realisierung bis hin zum Abschluss inklusive einer Erfolgskontrolle, Dokumentation und der Benennung des weiteren Vorgehens. Letzterem wird häufig zu wenig Beachtung geschenkt. Nach der Einführung einer App verlangen jedoch Aspekte wie die Entwicklung von zusätzlichen Features oder die Bereitstellung neuer Releases der Betriebssystemhersteller laufend eine eingehende Beachtung durch IT- und Sicherheitsverantwortliche. Die Entwicklung von Inhouse-Apps darf also nicht als Projekt betrachtet werden, das nach dem Rollout abgeschlossen ist. Nichtsdestotrotz ist in der Regel der Entwickler, häufig ein externer Lieferant, nicht mehr in den Prozess involviert. Der Impact von Upgrades auf die Sicherheit kann indes beträchtlich sein. Ein strukturiertes App-Management muss aber nicht nur weiterführende Massnahmen nach Abschluss eines Projekts beachten. Bereits bei der Konzeption gilt es, Architektur und Prozesse zu identifizieren und insbesondere Richtlinien festzulegen. Diese regeln, wie mit den Herausforderungen an die Security im Hinblick auf die Entwicklung von Apps umgegangen werden soll. Fachabteilungen und Lieferanten sensibilisieren Dabei gilt es, eine saubere Vorgehensweise für den App- Management-Prozess zu definieren. Überdies muss sichergestellt sein, dass sich auch der Lieferant Richtlinien zur Sicherstellung eines fehlerfreien Betriebs der Anwendung auferlegt. Denn die Verwendung von Code-Teilen aus Libraries im Internet, etwa für die Einbindung eines PDF-Generators oder ähnlichen Features, kann die Datensicherheit und die Anforderungen an den Datenschutz gefährden. Diese Code-Teile können etwa unbemerkt mit Gefährdern kommunizieren, Angriffe durch Malware auslösen oder Bewegungsprofile der Anwender an Unbekannte weiterleiten. Zudem gilt zu beachten, dass Inhouse- oder Enterprise-Apps uneingeschränkt Zugang zu Kamera, Mikrophon, Geo- und anderen sensiblen Daten haben. Audits der Lieferanten oder auf Produktebene helfen, dem Schutzbedarf besser gerecht zu werden. Hinzu kommen neue Tools für die automatisierte Sicherheitskontrolle oder für vereinfachten Datenaustausch mit externen Entwicklern, die neue App-Versionen automatisch signieren und mit digitalen Unternehmensschlüsseln versehen. Die Verantwortung für das App-Management obliegt dabei der Firmen-IT. Sie muss beratend auf Fachabteilungen einwirken und alle internen und externen Beteiligten für die weitreichenden Sicherheitsaspekte sensibilisieren. Illustration: 31moonlight31 / shutterstock.com 17 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Products Neuheiten 53 Cleveres KI-Smartphone von Huawei Richard Yu, CEO von Huawei präsentiert das neue Mate 10 und Mate 10 Pro. cmu. Huawei hat in München seine neuen Smartphone- Modelle Mate 10 und Mate 10 Pro vorgestellt. Vollmundig präsentiert unter dem Titel: «This is not a smartphone, this is an intelligent machine» (das ist kein Smartphone, das ist eine intelligente Maschine). An Bord ist der Kirin 970-SoC (System-on-a-Chip), Huaweis erste mobile Computing-Plattform für künstliche Intelligenz. Das Huawei Mate 10 verfüge damit über KI-basierte Anwendungen wie Machine Learning oder Landschafts- und Objekterkennung bei Kameraaufnahmen. Huawei verspricht Nutzern ein intelligentes Mobile-Erlebnis. «Das Smartphone ist wichtig, wir verbringen immer weniger Zeit vor dem Fernseher und mehr Zeit am Smartphone», sagte Huaweis CEO Richard Yu, der das Mate 10 und Mate 10 Pro auf der Bühne präsentierte. Das Mate 10 hat eine Grösse von 5,9 Zoll und bietet 64 GB Speicherplatz. Es ist in Mokkabraun, Schwarz, Champagne-Gold und Pink-Gold erhältlich. Das Mate 10 Pro bietet 128 GB Speicherplatz und eine Bild schirmgrös se von 6 Zoll. Das Mate 10 Pro gibt es in Mitternachtsblau, Titanium-Grau, Mokkabraun und Pink- Gold. Sonderedition im Porsche-Design Danach betrat Jan Becker, CEO von Porsche Design, die Bühne und präsentierte eine Sonderedition des Handys. Huawei und Porsche Design hätten eng für das Huawei Mate 10 Porsche Design zusammengearbeitet. Die Partnerschaft soll auch in Zukunft weitergeführt werden, sagte Becker. Das Mate 10 Porsche Design soll wie ein Gehirn lernen und Daten verarbeiten können. Gemäss Hersteller kann das Smartphone in nur 30 Minuten bis zu 58 Prozent des Akkus laden. Zu den 6 GB Arbeitsspeicher bietet das Smartphone 256 GB Speicherplatz. Privat- und Arbeitsleben auf einem Gerät Huawei ist stolz auf das neue Business-Feature auf dem Mate 10. Das Smartphone verfüge über Dual-Sim. Damit sei es nicht nur für das Privat leben, sondern gleichzeitig auch für die Arbeit geeignet, sagte Yu. Auch verbinde sich das soziale Netzwerk Linkedin mit den Kontakten. Im PC-Modus lasse sich der Smartphone-Inhalt am Computer-Bildschirm spiegeln. Somit könnten Präsentationen am PC abgespielt und das Smartphone als Maus genutzt werden. Während dieser Modus aktiv sei, könnten beide Bildschirme unabhängig voneinander genutzt werden. So blieben SMS-Nachrichten und Anrufe auf dem Handy isoliert und würden nicht stören, während eine Präsentation am Computer laufe. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_63181 WWW.NETZWOCHE.CH R&M lanciert Glasfaserlösung für Switches jsc. Reichle und De-Massari (R&M) hat den Netscale Blade Cabling Manager eingeführt. Die Glasfaserlösung könne modulare Switches für Cloud- Netzwerke adressieren, teilt der Schweizer Hersteller von Kabellösungen mit. Das Gerät soll für eine strukturierte und dichte Verkabelung sorgen. Mit dem Produkt liesse sich die Netzwerkinfrastruktur von Rechenzentren einfacher und flexibler verwalten, verspricht der Hersteller. Das Gerät diene als Gesamtlösung für das Kabelmanagement, schreibe R&M. ▸ Webcode DPF8_62187 Swisscom packt UCC-Funktionen in seine IP-Telefonie cka. Swisscom hat sein IP- Telefonie-Angebot Smart Business Connect ausgebaut. Neu bietet der Telko in dessen Rahmen auch ein «Unified Communications & Collaboration»-Angebot an, kurz UCC. Hierfür arbeitet Swisscom mit dem US-amerikanischen UCC-Anbieter Broadsoft zusammen, wie dieser mitteilt. Ausser den Kommunikationskanälen Telefon und E-Mail werde das Angebot nun noch mit Instant Messaging, Screen Sharing und Videokonferenz- und Präsenzfunktionen erweitert. ▸ Webcode DPF8_63875 Anzeige Mobile Payment Mobile Commerce Mobile Banking Innovative Payment Modelle 6. und 7. November 2017 in Zürich Anmeldung unter www.swisspaymentforum.ch SPF_2017_Inserat_Netzwoche.indd 1 23.10.2017 08:32:14 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2017

Archiv