Aufrufe
vor 3 Jahren

Netzwoche 17/2017

58 Management & Career

58 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Einen Tag in die ICT- Arbeitswelt eintauchen osc. Am 9. November findet der «Nationale Zukunftstag» statt. Er will den Schülern der 5. bis 7. Klassen in der ganzen Schweiz die Möglichkeit bieten, ihre Eltern zur Arbeit zu begleiten, wie die Veranstalter auf ihrer Website schreiben. Der ICT-Branche widmet sich das Projekt «Mädchen- Informatik-los!». Dabei öffnen verschiedene Betriebe ihre Informatikabteilungen den jungen Besucherinnen. Die Verbände ICT-Berufsbildung Schweiz und Swico unterstützen das Unterfangen. ▸ Webcode DPF8_64210 Der Bund zeichnet vier ICT-Start-ups aus sma. Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) des Bundes, künftig Innosuisse, hat das «CTI Startup Label» an vier Schweizer Jungunternehmen vergeben: Embotech, Nispera, Optimo Medical und Simplicitybio. Das Label zeichne die Firmen als marktreif aus, berichtet Startupticker.ch. Die vier Start-ups seien in unterschiedlichen Feldern tätig, konzentrierten sich aber allesamt auf die Digitalisierung. ▸ Webcode DPF8_64324 Luzern sucht nach Betrieben für MINT-Praktika sma. Seit Sommer dieses Jahres bietet der Kanton Luzern seinen Gymnasiasten MINT- Praktika an. Nun hat der Kanton erneut für das Projekt geworben – es fehlen noch Betriebe, in denen die Schüler MINT-Praktika leisten können. «Unser Ziel ist es, 60 Praktikumsstellen zu organisieren», sagt Aldo Magno, Leiter der Dienststelle Gymnasialbildung. Zurzeit beteiligen sich 7 Betriebe mit insgesamt 12 Praktikumsplätzen. Darunter befänden sich Firmen mit unterschiedlicher Ausrichtung, etwa IT, MEM, Biologie und Landwirtschaft. ▸ Webcode DPF8_64261 Das Schweizer Team freut sich über seinen beispiellosen Triumph. Schweizer sahnen an Berufsweltmeisterschaften ab sma. Schweizer Lehrabgänger können stolz auf sich sein. An der diesjährigen Berufsweltmeisterschaft in Abu Dhabi staubten sie Medaille um Medaille ab. Insgesamt waren es 20 – 11 davon in Gold. Damit sei die Schweiz europaweit deutlich die beste Nation, wie Swiss-skills.ch berichtet. Weltweit belege die Schweiz den zweiten Rang. Beat Schranz ist der Hauptgewinner. Der 21-jährige Stromer aus Adelboden setzte sich gegen 40 Konkurrenten durch und holte die Goldmedaille in «Electrical Installations». Gold gab es auch für Simon Furrer aus Gunzwil. Der 22-Jährige holte sich den Titel als weltbester Anlagenelektriker. Er arbeitet als Elektroinstallateur bei der CKW- Geschäftsstelle Beromünster. Auch die IT-Branche hat Grund zum Feiern, wie aus der Übersicht des Veranstalters hervorgeht. Denn zwei Informatiker landeten auf dem ersten Platz: Manuel Allenspach und Emil von Wattenwyl. Allenspach arbeitet beim Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen, von Wattenwyl ist beim Softwareentwickler Sytasys aus Langendorf beschäftigt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_64261 Neue ICT-Ausbildung kommt gut an osc. Ab Sommer 2018 können sich Lehrlinge in drei Jahren zur ICT-Fachperson mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis ausbilden lassen. Initiant der Ausbildung ist der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz. Der Verband teilte nun mit, dass die neue Lehrausbildung auf positive Resonanz gestossen sei. 25 Unternehmen und Institutionen böten zusammen 44 Lehrstellen an. Darunter etwa das Institut für geistiges Eigentum, das Luzerner Kantonsspital, die Post und Swisscom. Auf der Lehrstellenplattform «LENA» seien zudem 67 Lehrstellen für die Ausbildung ausgeschrieben. ICT-Berufsbildung Schweiz geht davon aus, dass 2018 über 100 Lehrstellen für ICT-Fachfrauen und -Fachmänner angeboten werden. «Der neue Beruf eignet sich für Unternehmen und Organisationen, die Informatikmittel einsetzen, und das sind heute einfach alle», bewirbt Jörg Aebischer, Geschäftsführer des Verbands, den Lehrgang. Dieser ersetzt die zweijährige Ausbildung zum Informatikpraktiker/-in (EBA), die 2017 zum letzten Mal angeboten wurde. ICT-Fachpersonen betreuten interne Kunden, installierten Hard- und Software, nähmen Gerätekonfigurationen vor, instruierten Anwender und leisteten ICT- Support, schreibt ICT-Berufsbildung Schweiz. Als Kenner der firmenspezifischen Hardware-Konfigurationen und der Betriebsapplikationen handeln sie bei Installationen und im Supportfall rasch, in hoher Qualität und kosteneffizient, wie es weiter heisst. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_63090 17 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Studie 59 IT-Fachleute sollen 2018 mehr Lohn erhalten Laut einer Studie von Robert Half können Beschäftigte in IT-Berufen im kommenden Jahr mit mehr Lohn rechnen. Die hohe Nachfrage nach IT-Projektmanagern und Datenspezialisten zwingt die Firmen zu Lohnerhöhungen. Geld ist bei den IT-Fachleuten allerdings nicht alles. Autor: Oliver Schneider « Auf einem Markt, der händeringend um IT-Fachkräfte buhlt, können sich Experten aus dem Tech-Bereich ihre Jobs aussuchen. » Personaldienstleister Robert Half Die meisten Schweizer Unternehmen wollen ihren Mitarbeitern im nächsten Jahr mehr Lohn zahlen. Das geht aus der Gehaltsübersicht 2018 des Personaldienstleisters Robert Half hervor. IT-Berufe sollen davon am meisten profitieren. Sie können mit einem Lohnzuwachs von bis zu 3,9 Prozent rechnen, wie Robert Half in einer Mitteilung schreibt. Laut Studie sollen die Löhne der IT-Projektmanager und Datenanalysten am stärksten steigen, nämlich je nach Dienstjahren um fast 4 Prozent. Mit etwas Abstand folgen Business-Intelligence-Analysten, Data-Warehouse- Manager und Businessanalysten. Die IT-Löhne steigen allerdings nicht überall. Die Studie sieht bei Führungskräften, Netzwerk-Fachleuten und beim Support Steigerungen unter 1 Prozent. Das durchschnittliche Wachstum sei bei IT-Berufen trotzdem höher als in anderen Sektoren, schreibt Robert Half. So betrage der Anstieg im Finanz- und Rechnungswesen sowie im Assistenz- und kaufmännischen Bereich maximal 0,3 Prozent. Bei einer voraussichtlichen Teuerung von 0,2 Prozent ein fast unmerklicher Anstieg. Yeng Chow, Senior Manager bei Robert Half in Zürich, sieht bei den Schweizer Löhnen denn auch einen «Seitwärtstrend». Grund sei der starke Franken. IT-Gehälter stiegen vor allem wegen der hohen Nachfrage nach Spezialisten, schreibt Chow in der Mitteilung. «Die Digitalisierung treibt den Bedarf an Fachkräften mit IT-Skills stark voran. Somit profitieren diese Experten jetzt schon von einer positiven Gehaltsentwicklung.» sei die Mitarbeiterfluktuation in den letzten Jahren gestiegen. Der Grund: «Auf einem Markt, der händeringend um IT-Fachkräfte buhlt, können sich Experten aus dem Tech- Bereich ihre Jobs aussuchen», schreiben die Autoren. Dabei seien hohe Löhne nicht mehr allein ausschlaggebend. IT-Fachleute suchten ebenso nach beruflichen Erfahrungen und Herausforderungen, Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Robert Half warf auch einen Blick auf die Gründe, weshalb Informatiker ihre Stelle kündigen. 41 Prozent suchen demnach vielfältigere berufliche Erfahrungen. 34 Prozent kündigen, weil sie sich auf dem aktuellen Arbeitsmarkt eine bessere Stelle erhoffen. 31 Prozent geben ihre Stelle wegen einer schlechten Work-Life-Balance auf. 30 Prozent fehlt es an Lohn und Anerkennung. 29 Prozent geben als Grund für die Kündigung an, keine Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens zu haben. GRÜNDE, WARUM IT-MITARBEITER KÜNDIGEN Fachkäfte suchen vielfältigere berufliche Erfahrungen Bessere Chancen für IT-Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt Schlechte Work-Life-Balance Zu niedrige Gehälter oder mangelnde Anerkennung Stagnierende Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens 41 % Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_63071 Schwieriges Recruiting Entsprechend schwer falle es vielen Unternehmen, geeignete Fachleute zu finden. 67 Prozent der Schweizer Firmen finden es laut Studie «heute deutlich schwieriger, als noch vor fünf Jahren, qualifizierte Mitarbeiter zu finden». Besonders gesucht seien IT-Spezialisten im Finanz- und Rechnungswesen, wo sie die Automatisierung vorantreiben sollen, schreibt Robert Half. Auch Cybersecurity bleibt ein Thema. 44 Prozent der CIOs fänden es «besonders schwierig», Mitarbeiter in diesem Bereich zu finden. Die Nachfrage nach Informatikern hat auch andere Effekte. Laut Studie arbeiten IT-Fachleute heute in 34 Prozent der Unternehmen mehr als zehn Jahre dort. Trotzdem 34 % 31 % 30 % Quelle: Arbeitsmarktstudie 2017 von Robert Half, Befragte: 702 CIOs 29 % www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2017

Archiv