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Netzwoche 17/2019

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10 Business Event Das

10 Business Event Das Service Management Forum würdigt Innovationen und Projekte Innovationen und Projekte sind im IT-Service-Management gefragt. Am Service Management Forum 2019 kürten die Veranstalter die wichtigsten Entwicklungen in ihrer Branche. So wollen sie Bestrebungen und Leistungen würdigen. Autor: Michael Lanz « Wir haben die Möglichkeit, in verschiedene Organisationen reinzuschauen und es wird wirklich Grossartiges geleistet. » Martin Andenmatten, Präsident des SMFS Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Am Service Management Forum Schweiz (SMFS) 2019 haben die Veranstalter Innovationen und Projekte im Service- Management gewürdigt. Die Community-Plattform zur Förderung und Vernetzung der Branche fand am 24. Oktober im World Trade Center in Zürich zum zweiten Mal statt. Die Veranstalter rund um Martin Andenmatten, Präsident des SMFS, rollten mit Fachvorträgen, Impulsreferaten und Diskussionsforen sowie mit einer Produkt-Fachausstellung eine Managed-Service-Landschaft aus, die dem vorherrschenden Image des stiefmütterlich behandelten Service- Managements entgegentreten soll. Dabei eröffneten sie auch die Möglichkeit für Kritik aus den eigenen Reihen. «Wir haben die Möglichkeit, in verschiedene Organisationen reinzuschauen und es wird wirklich Grossartiges geleistet», betonte Andenmatten. Mit Awards könnten solche Leistungen entsprechend gewürdigt werden. «Das Service- Management ist aus unserer Sicht sehr wichtig und wir wollen dieses Thema unbedingt mehr fördern.» Ausser dem Jury-Preis wurde dieses Jahr auch ein Publikumspreis verliehen. Die Besucher wählten während der Präsentation mithilfe der Forum-App ihren Favoriten. Überraschung beim Publikums-Award Preise gab es in zwei Kategorien: «IT-Service-Management-Projekt» und «IT-Service-Management-Innovation». Drei Firmen standen im Finale in der Kategorie «Projekt»: Hirslanden präsentierte die Einführung eines internationalen IT-Service-Managements. Die Schweizerische Post brachte die Weiterentwicklung ihrer ICT ins Rennen und Prozessfux ihr Vorhaben, mit Transparenz, Erreichbarkeit und Kommunikation der exzellente Serviceprovider zu werden. Die Jury zeichnete das Service-Management- Projekt der Post mit dem ersten Preis aus. Die konsequente Umsetzung, die serviceorientierten Strukturen und das Change-Management des Post-Projekts haben überzeugt, wie es in der Begründung heisst. Hirslanden konnte den zweiten und Prozessfux den dritten Platz für sich beanspruchen. In der Kategorie «Innovation» traten ebenfalls drei Firmen an: Erneut Prozessfux mit mehr Übersicht, Koordination und Effizienz im Kundenservice, Swisscom mit dem Customer Dashboard und UPC mit «MadaM», einem Master-Data-Management-System. Die Jury ernannte Swisscom zum Sieger. Der Kundenfokus des Projekts sei dabei der ausschlaggebende Faktor gewesen. UPC kam auf den zweiten und Prozessfux auf den dritten Platz. Für den Publikums-Award wählten die anwesenden Besucher mit einer identischen Anzahl Stimmen die Post und Swisscom auf den ersten Platz. 1. Platz: Post 1. Platz: Swisscom 2. Hirslanden 3. UPC 4. Prozessfux (Innovation) 5. Prozessfux (Projekt) Hannes Lubich, Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz, vertrat in seinem Referat ausführlich und ungeschönt seine Haltung gegenüber der Richtung, welche die IT eingeschlagen hat. Er zeigte sich kritisch über die Auswirkungen von zu viel Agilität in der IT, der Service-Flut, Prozessreiterei und fehlender Governance- Strukturen auf den Stellenwert der ganzen IT-Branche. Dass es der IT dennoch nicht schlecht gehe, sei einem bestimmten Umstand geschuldet. «Wir sind die letzte legale Industrie ohne Produkthaftung», sagte Lubich. 17 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Event 11 Sprechende Hände, beklemmende Bilder und Rhythmen mit Augenzwinkern Zum siebten Mal hat die Smart Energy Party rund 1000 Exponenten der Schweizer Energie-, Gebäudetechnik- und ICT-Branche zusammengebracht. Der Event in der Umwelt Arena in Spreitenbach brachte die Besucher zum Lachen, Nachdenken und Mitsummen. Autor: Oliver Schneider Die Umwelt Arena Schweiz ist am 24. Oktober Schauplatz der Smart Energy Party gewesen. Rund 1000 Politiker, Verbandsmitglieder und Unternehmensvertreter aus ICT, Energie- und Gebäudetechnik versammelten sich zum siebten Mal, um zu networken und den Vorträgen auf der Bühne zu lauschen. 2019 stand die Smart Energy Party unter besonderen Vorzeichen, wie Gastgeber Kurt Lüscher zur Begrüssung sagte. Die Wahlen am Wochenende zuvor hätten Gewichte verschoben; neue Formen von Energieproduktion und Mobilität forderten die Branche heraus, und die Digitalisierung stelle Energie- und Gebäudetechnik auf den Kopf. Die Smart Energy Party biete die besten Voraussetzungen, um diese Herausforderungen anzugehen, sagte Lüscher. Was ein Händedruck verrät Ums Erlebnis ging es auch im ersten Vortrag des Abends. Die Psychologin Monika Matschnig klärte das Publikum über die Geheimnisse der Körpersprache auf. Wie wir uns nach aussen hin geben, was wir während eines Gesprächs oder einer Präsentation mit Händen, Gesicht und Haltung machen, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg, wie Matschnig sagte. In Alltag und Beruf. Die wichtigsten Erkenntnisse: Das «Wie» ist heute viel relevanter als das Das Trio Blues Max heizte dem Publikum mit Witz und Gesang ein. « Be a fake version of yourself, if possible the best one. » Monika Matschnig, Psychologin Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch «Was». Die Wirkung hat den Inhalt eines Referats überholt. Des Weiteren ist das Streben nach Authentizität ein Holzweg. Ehrlichkeit kann in gewissen Situationen sogar mehr Probleme schaffen, als sie löst. Wichtiger ist es, authentisch zu wirken. Eine Führungskraft muss eine Performance vollziehen. Sie muss je nach Situation in die richtige Rolle schlüpfen und diese überzeugend spielen. «Be a fake version of yourself, if possible the best one», fasste Matschnig zusammen. Auch soll man Menschen nicht so behandeln, wie sie sind, sondern wie sie sein könnten. So hole man mehr aus ihnen heraus. Und: Wer lügt, verrät dies meist durch seine Handbewegungen. In entscheidenden Situationen heisst es also: Hände weg vom Gesicht. Risiko und Rhythmus In die Kriegs- und Krisengebiete der Welt ging es im Vortrag von Kurt Pelda. Der Journalist berichtete in Wort und Bild von seinen Erlebnissen als Kriegsreporter. Seine Reise begann Mitte der 80er-Jahre in Afghanistan. Nach der Matura habe er dort aufseiten der Mudschahedin gegen die sowjetischen Besatzungstruppen kämpfen wollen. Er habe aber realisiert, dass ihm Journalismus mehr liege als Blut an den Händen. Pelda war überzeugt, dass ein Reporter etwas bewegen könne. Indem er deutlich mache, was in Kriegsgebieten passiere und was das für Konsequenzen für uns habe. Er zeigte Videos aus Syrien, in denen Bomben von russischen Jets wenige Meter entfernt einschlagen und Steinchen durchs Bild prasseln. «Im Krieg lacht man, wenn man mit dem Leben davongekommen ist», sagte Pelda. Scharfschützen in Aleppo, Wüstenrallys mit griffbereiter Kalaschnikow und Touren mit Tuareg-Rebellen durch die Sahara – Peldas Bilder und Geschichten blieben beim Publikum nicht ohne Wirkung. All das finde wenige Flugstunden von der Schweiz entfernt statt. «Wir sollten nicht den Kopf in den Sand stecken und glauben, das betreffe uns nicht», sagte er. Was bleibe, sei die Hoffnung, dass die Politik manchmal die richtigen Entscheidungen treffe. Bevor es schliesslich in den gemütlichen Teil überging, trat das Trio Blues Max auf die Bühne. Frontmann Werner Widmer unterzog das Publikum einer «Kundenevaluation». Mit Schlagwerk und Gitarren gab das Trio anschliessend eine Kostprobe seines musikalischen Könnens. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2019

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