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Netzwoche 17/2020

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12 Business Event « Nur

12 Business Event « Nur gemeinsam sind wir stark » Am 10. November geht der Event Six on Cyber Security über die Bühne – diesmal als Online-Veranstaltung. Was die Teilnehmenden erwartet und warum IT-Security-Experten aus allen Branchen darauf gespannt sein dürfen, erklärt Bernhard Distl, Cyber- Security-Experte bei Six. Interview: Joël Orizet Im Six Cyber Security Hub sollen Banken und Versicherer Informationen über Gefahren im Cyberspace miteinander teilen. Wie läuft die Zusammenarbeit? Bernhard Distl: Information Sharing ist das Kernelement unseres Cyber-Security-Hubs. Über 100 Institute aus der Schweizer Finanzbranche sind Mitglieder und beteiligen sich an den angebotenen Aktivitäten. Dazu zählen physische, virtuelle sowie auch digital/technische Treffen und Austauschplattformen und Kanäle. Die rege Teilnahme an den Aktivitäten ist ein Indiz dafür, dass wir als Finanzplatz zusammenhalten sollen und ein Bedürfnis besteht, in geschütztem Rahmen Informationen zu teilen. « Information Sharing ist das Kernelement unseres Cyber Security Hubs. » Bernhard Distl, Cyber Security Experte bei Six Das Interview finden Sie auch online www.netzwoche.ch Wo sehen Sie die aktuell grössten Cyberbedrohungen für den Schweizer Finanzplatz? Das ist eine grosse Frage. In der Tendenz sind die Angriffe immer professioneller und schwieriger zu erkennen. Die Zeit, bis ein Vorfall erkannt und bekämpft wird, wird noch zentraler – und gleichzeitig auch anspruchsvoller. Detailliert gehen wir dieser Frage im jährlichen Six Cyber Security Report nach. Aktuell sind wir in der Finalisierung des neusten Reports, welcher am 10. November am Event Six on Cyber Security publiziert wird. Die nächste Ausgabe des Events Six on Cyber Security findet online statt. Was erwartet die Besucher? Wie im vergangenen Jahr wird der aktuelle Six Cyber Security Report veröffentlicht und von Experten im Detail live interpretiert. Zudem beleuchtet die diesjährige Paneldiskussion das Thema Cyber Security aus einem nichttechnischen Blickwinkel: Reto Lipp moderiert die Diskussion «The future of cyber security is human» mit Thierry Carrel (Herzchirurg), Markus Gross (Disney Research Lab) und Ueli Maurer (Kryptologe, ETH). Worauf freuen Sie sich am meisten? Wir freuen uns, den Event zum ersten Mal live und online Bernhard Distl, Cyber Security Experte bei Six. durchzuführen. Dies bietet uns die Möglichkeit, ein breiteres Publikum anzusprechen und unsere Besucher können sich ihrerseits in jede Session «reinsetzen», indem sie sich frei in unserer virtuellen Lobby bewegen – bequem von zuhause oder ihrem Büro aus. Ausserdem freue ich mich auf die spannende Diskussion über den menschlichen Einfluss auf die Cybersicherheit. Warum sollten IT-Security-Experten den Anlass besuchen? Weil für den Schweizer Finanzplatz relevante Informationen präsentiert werden. Natürlich richtet sich der Event in erster Linie an IT-Security-Experten von Fintechs, Banken und Versicherungen in der Schweiz. Ich bin aber überzeugt, dass wir am Anlass wertvolle Erkenntnisse präsentieren können, die für alle Branchen relevant sind. Nur gemeinsam sind wir stark. Dies macht den Six on Cyber Security Event einzigartig. 17 / 2020 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business 20 Jahre Netzwoche 13 2016 – «Antifragmentierungsverordnung» Es herrscht Aufbruchstimmung in Zug: Die Stadt mausert sich 2016 zum Bitcoin-Pionier und zur Brutstätte für Blockchain- Start-ups. In Brüssel legt sich indes ein bürokratisches Monster auf die Lauer. Google «macht» jetzt Smartphones und Apple übt sich im Verzicht. Autor: Joël Orizet «Wussten Sie, dass sich Zug als Krypto-Valley etablieren will?» Mit diesem Einstieg eröffnet ein Netzwoche-Redaktor im Dezember seinen Rückblick aufs IT-Jahr 2016. Tatsächlich verkündet die Stadt Zug bereits im Juli, dass sie Schaltergebühren bis 200 Franken fortan in Form von Bitcoins entgegennehme. Fintech-Freunde froh locken, die SVP bringt’s auf die Palme. In einer Interpellation stellt die SVP-Fraktion dem Zuger Stadtrat die Frage, was denn die gesetzliche Grundlage dafür sei, «sogenannte Bitcoins als Zahlungsmittel einzuführen». Und ob die Stadtverwaltung andere nichtstaatliche Währungen wie WIR ebenfalls okay findet. Eines vorweg, antwortet der Stadtrat: Man verstehe Bitcoins nicht als ordentliche Zahlungsmittel, sondern «lediglich – und dies in sehr beschränktem Rahmen» – als zusätzliche, virtuelle Zahlungsmöglichkeit. Im Klartext heisst das: Bitcoins sind als Fremdwährung zugelassen. Und Verluste sind kaum zu befürchten, denn das Währungsrisiko trägt der Bezahler. «Der Stadtrat beabsichtigt nicht, sich auf Spekulationen einzulassen. Dies, obwohl solche im derzeitigen Umfeld äusserst attraktiv wären.» Ach ja, und: «Nein, WIR werden von der Stadt Zug nicht akzeptiert.» Die Komplementärwährung, die während der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre von der gleichnamigen Basler Genossenschaftsbank ins Leben gerufen wurde, versprüht für die Zuger Behörden dann wohl doch zu stark den Stallgeruch vom «Büezer». Nicht so der Bitcoin. Er «riecht» nach Blockchain, zieht Fintech-Firmen an und sorgt dafür, dass sich Zug als Crypto Valley einen Namen macht – jenseits von Zuger Kirschtorte und Steuerparadies. ein ganzes Paket von elf Apps vorinstallieren – Löschen ist nicht möglich. Und wer Geräte mit Google-Diensten verkauft, darf nicht gleichzeitig auch Geräte mit abgewandelten Android-Versionen verkaufen. Das sei allerdings kein Verbot, kontert Google. Der Tech-Gigant nennt die Regelung eine «Antifragmentierungsvereinbarung», die notabene freiwillig sei. Erst wegnehmen, dann mitschicken Google kann übrigens auch Geräte, wie sich im Herbst 2016 zeigt. Die ersten Pixel-Smartphones erscheinen. Der Suchmaschinist bewirbt die Handys mit dem Claim «Made by Google» – obwohl es eigentlich der taiwanesische Hersteller HTC ist, der die Dinger produziert. Der Widerspruch scheint Google dann doch etwas unangenehm zu sein. Aber das Problem ist schnell vom Tisch: Kein Jahr später kauft Google die Smartphone-Sparte von HTC. Auch Apple zeigt im Herbst ein neues Handy: das iPhone 7, jetzt neu ohne Klinkenbuchse. Vorbei die Zeiten, in denen man ein aktuelles iPhone noch direkt mit einem Kopfhörer, mit einem Mischpult oder mit einer Stereoanlage verbinden konnte. Aber es gibt Trost. Zumindest für den Anfang liefert Apple seine neuen iPhones noch inklusive 3,5-Klinke-auf-Lightning-Adapter aus. Was für eine Zeit … i RÜCKBLICK An dieser Stelle blickt die Redaktion auf 20 Jahre Netzwoche zurück. In jeder Ausgabe des Jahres finden Sie die Highlights, Kuriositäten und führenden Köpfe aus zwei Jahrzehnten Schweizer IT- Geschichte. Das Jubiläumsdossier finden Sie online www.netzwoche.ch Netzwoche-Ausgaben aus dem Jahr 2016. In Brüssel braut sich etwas zusammen Ein Gespenst geht um in der Schweiz – das Gespenst der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Im September sorgt das bürokratische Ungetüm für Ungemach. An einer Veranstaltung von Veritas und Infoniqa in Zürich warnen Branchenexperten: Kaum ein Unternehmen werde in der Lage sein, nicht gegen die Verordnung zu verstossen. Derweil in Brüssel: Die EU-Kommission poltert. Sie wirft Google einmal mehr Marktmissbrauch vor. Google schränke Handyhersteller bei der Nutzung von Android ein, lautet der Vorwurf. Wer auf seinen Android-Smartphones oder -Tablets Google-Dienste einbinden will, muss www.netzwoche.ch © netzmedien ag 17 / 2020

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