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Netzwoche 18/2017

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10 Business Aktuell

10 Business Aktuell Machine WWW.NETZWOCHE.CH Versicherungen verbessern ihre Onlinekanäle cgr. Gemäss dem «Insurance Benchmark» von Unic haben Start-ups Bewegung in die Versicherungsbranche gebracht. Sie fordern vor allem die etablierten Versicherungen in Sachen Kundennähe heraus. Doch auch die etablierten Versicherungen hätten sich im Vergleich zum letzten Benchmark verbessert, heisst es in der Studie. ▸ Webcode DPF8_64064 UPC vermiest Suissedigital das TV-Geschäft sma. 11 800 Schweizer Haushalte haben im dritten Quartal 2017 ihr Fernseh-Abonnement bei Mitgliedern des Wirtschaftsverbands Suissedigital gekündigt. Das geht aus einem Bericht von Suissedigital hervor. Im Vergleich zum vorherigen Quartal sei dies ein Minus von 0,5 Prozent. Suissedigital wertet dies als Erfolg: Man habe den Rückgang im TV-Geschäft entschieden bremsen können. Im zweiten Quartal lag das Minus noch bei 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Verband im August mitteilte. Suissedigital hatte zwischen Juni 2016 und Juni 2017 rund 40 000 TV-Abonnenten verloren. Bild: Pixabay / Free-Photos Digitec und Galaxus werden ein bisschen Ricardo osc. Wer bei Digitec oder Galaxus gekaufte Produkte weiterverkaufen will, dem bieten die Onlineshops diese Möglichkeit nun direkt auf den Plattformen an. Wie die Betreiberfirma Digitec Galaxus in einer Mitteilung schreibt, können Kunden alle seit dem August 2014 gekauften Artikel nun innerhalb der Shops als Occasionen anbieten. Die angebotenen Occasionen sollen mit den bestehenden Artikelseiten in den Shops verknüpft werden. ▸ Webcode DPF8_65868 UPC verliert 10 000 TV-Abonnenten Eine Mitteilung von UPC gibt Aufschluss darüber, wo die Fernseh-Abonnemente hauptsächlich verloren gingen. Der Bericht zum dritten Quartal verzeichnet per 30. September 10 000 Kündigungen der TV-Abos. UPC ist das grösste Verbandsmitglied von Suissedigital. Dagegen meldete Swisscom im dritten Quartal 6000 Neuzugänge für Swisscom TV. In den Bereichen Internet und Telefonie verzeichnet UPC hingegen ein Wachstum. Der Telko schloss im dritten Quartal 22 000 Telefon-Abos ab – und 2000 neue Internet- Abos. Insgesamt habe UPC seinen Umsatz auf 340 Millionen Franken gesteigert. Dies sei gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,2 Prozent. Die Gesamtzahl der Abos sei um 14 000 auf 2,62 Millionen gewachsen. Kabelnetz wächst stetig Grundsätzlich zieht der Verband eine positive Bilanz. Im dritten Quartal hätten die Kabelnetze von Suissedigital 29 000 Telefon-Abos abgeschlossen (plus 3,3 Prozent), sowie 5500 Abos für das Breitbandinternet (plus 0,4 Prozent). Insgesamt hätten die Verbandsmitglieder 22 700 neue Abos gewonnen. Suissedigital verzeichnet ein Total von 4,5 Millionen Abos in den Bereichen Telefonie, Internet und Fernsehen. Liebling Mysports UPC und Suissedigital zeigen sich beide begeistert über den TV-Sender Mysports, der am 8. September live ging. Mysports habe zum Wachstum von UPC beigetragen, berichtet der Telko. Auch Suissedigital verzeichnet eine positive Entwicklung mit dem neuen Sportsenderangebot. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_66782 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Derzeit kommt man um das Thema künstliche Intelligenz kaum herum. Artificial Intelligence und Cognitive Computing bilden die Grundlage, Aufgaben aus unserem Arbeits- und Lebensbereich «intelligenter» abzuwickeln mit der vielversprechenden Aussicht, uns von lästigen Routinearbeiten zu entlasten. Nun sind wir bereits einen Schritt weiter: mit «Machine Learning» bringen wir den Maschinen nicht nur bei, vorhandenes Wissen zu verarbeiten, sondern auch selbstständig zu lernen. Man will menschliche Expertise und computergenerierte Erkenntnisse vereinen. Maschinen werden in die Lage versetzt, E-Mails zu lesen und zu beantworten, Empfehlungen aufzuarbeiten, Beschwerden abzuwickeln, immense Daten zu analysieren und Entscheidungen emotionslos vorzubereiten. Wir sind bereits so weit, dass für das HR die Lebensläufe der Kandidaten maschinell mit den Anforderungen abgeglichen werden, sodass ohne jegliche Voreingenommenheit der beste Kollege ausgewählt wird. Es wird wohl nicht lange dauern, bis die Maschine letztlich auch selbst entscheidet oder gar eine intelligente Maschine als neuen Arbeitskollegen vorschlägt. Besteht hier nicht eine gewisse Gefahr, dass sich Maschinen gänzlich selbstständig machen und gegen die Interessen von uns Menschen richten – angefangen mit uns in der IT-Organisation? Sogar Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk sagte während einer Sitzung der Nationalen Gouverneursversammlung im US-Bundesstaat Rhode Island: «Künstliche Intelligenz ist ein fundamentales Risiko für die Existenz der menschlichen Zivilisation, so wie es Autounfälle, Flugzeugabstürze, Drogen oder schlechtes Essen nie sein werden.» Auch der Physiker Stephen Hawking findet klare Worte, wenn er über künstliche Intelligenz spricht. «Die Entwicklung vollständiger künstlicher Intelligenz könnte das Ende der Menschheit bedeuten», sagte er bereits Ende 2014 in einem Interview mit der BBC. Wollen wir jetzt aber nicht allzu pessimistisch sein. Vielleicht sollten wir anfangen, zu lernen, den Spiess umzudrehen: Was können wir von den Maschinen lernen? Denn erst Training macht Maschinen schlau. Sie brechen das alte Silodenken auf und machen ihr Wissen jederzeit und überall verfügbar. Wie die Maus im Hamsterrad muss man lernen, dass es neben dem zur Neige gehenden Käse auch vieles andere gibt, das schmeckt. Mit Weiterbildung lernt man, über den Tellerrand zu schauen. Wenn man sich diesen Herausforderungen nicht stellt, dann bleibt man auf der Strecke. Nutzen wir unsere natürliche Intelligenz dazu, solange wir sie noch haben. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_67371 Learning Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 18 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Forum 11 Mobiles Bezahlen und offene APIs beschäftigen die Payment-Branche Das Swiss Payment Forum hat sich dieses Jahr auf das Thema mobiles Bezahlen fokussiert. Die Branche befindet sich im Umbruch und dies nicht nur hinsichtlich der technischen Veränderungen. Auch die PSD2 der EU wurde heiss diskutiert. Autor: Christoph Grau « Auch Banken in der Schweiz werden sich nicht gegen Open APIs sperren können. » Am 6. November ist das Swiss Payment Forum über die Bühne gegangen. Das alle zwei Jahre stattfindende Branchentreffen der Schweizer Payment-Szene fand dieses Mal im Hotel Marriott in Zürich statt. Carsten Miehling, CEO, PPI Schweiz Die PSD2 bewegt die Branche Am ersten Tag thematisierten gleich zwei Vorträge die neue Payment Services Directive (PSD2). Am zweiten Tag der Veranstaltung stand ein weiterer zum Thema auf der Agenda. Dies zeigt, wie stark die Branche durch die Direktive in Bewegung ist. Vor allem die Tatsache, dass die Banken in der EU bald offene Schnittstellen für Drittanbieter bereitstellen müssen, beschäftigte die Referenten. Zwar sind Schweizer Banken nicht direkt davon betroffen, das Thema bewegt hierzulande dennoch die Gemüter, wie der Vortrag von Carsten Miehling, CEO von PPI Schweiz, zeigte. Die EU-Banken müssen bis zum Beginn des nächsten Jahres, oder in einigen Fällen bis April 2019, die Direktive umgesetzt haben. Die Schweizer Bankenvereinigung sprach sich gegen eine Übernahme dieses Konzepts aus. Sie sei sogar gefährlich, zitierte Miehling Branchenvertreter. Für ihn werden diese Ansätze für ein Open Banking in der Schweiz einen schweren Stand haben, obwohl sie auch Chancen böten, sagte Miehling. Diese veranschaulichte Miehling anhand der neuen Initiative «EU SEPA Instant». Diese soll Transaktionen innerhalb von Europa binnen 10 Sekunden ermöglichen. Und zwar 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr. Möglich sei dies nur durch offene Schnittstellen. Die Initiative sei sozusagen die «Antwort der alten Banken auf die Fintechs und Blockchains», sagte Miehling. Mit bestehenden Netzwerken werde ein Dienst angeboten, den es bisher nicht gab. Solch ein Angebot könne auch mit einem Aufpreis versehen werden, sodass sich die Margen auf Überweisungen für die Banken wieder mehr lohnen könnten. Miehling sieht durch die PSD2 sehr viel Bewegung im Markt. Vor allem die Drittanbieter würden die Entwicklung in den nächsten Jahren voranbringen. «Auch Banken in der Schweiz werden sich nicht gegen Open APIs sperren können», zeigte sich Miehling überzeugt. Er forderte die Branche daher dazu auf, jetzt aktiv zu werden, um auf die Veränderungen reagieren zu können. Thierry Kneissler, CEO, Twint. Twint sieht seinen Start geglückt Gegen Ende des ersten Konferenztages sprach Twint-CEO Thierry Kneissler über die Entwicklung seiner Firma und die weiteren Pläne. 2017 war für Kneissler ein «bewegtes Jahr», das auch viele Erfolge aufzuweisen hatte. Anfang des Jahres wurden die Systeme von Twint und Paymit zusammengeschlossen. Die grösste Herausforderung war dabei die Direktanbindung der App an die Konten der Banken, wie Kneissler sagte. Inzwischen hätten 10 Banken eine solche Schnittstelle. 30 weitere Institute würden mit der Prepaid-Version der App arbeiten. «Wir sind der Überzeugung, dass wir erfolgreich sind», schätzte Kneissler die Lage ein. Dies zeige sich an mehreren Kennzahlen. Inzwischen zähle die App eine halbe Million registrierte Nutzer, über 1000 kommen laut Kneissler täglich hinzu. Des Weiteren wurden in diesem Jahr über 400 000 Transaktionen mit der App ausgeführt. An rund 50 000 Akzeptanzstellen, von schätzungsweise 200 000 in der Schweiz, könne Twint genutzt werden. In der kurzen Zeit habe Twint viel erreicht. Für die Zukunft gebe es aber noch viel zu tun, sagte Kneissler. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_67447 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2017

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