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Netzwoche 18/2018

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18 Digital Economy Award 2018 Die Finalisten Unternehmen: Save the Children KATEGORIE: DIGITAL TRANSFORMATION Unternehmen: Amnesty International Schweiz Urteil der Jury: Mit einer umfassenden Transformation ihrer Fundraising-Organisation schafft die Schweizer Niederlassung eine sehr gute Grundlage, um den Dialog mit ihren Spenderinnen und Spendern stärker auf das veränderte Mediennutzungsverhalten auszurichten, neue Personengruppen anzusprechen und so zusätzliche Erlösquellen zu erschliessen. Urteil der Jury: Save the Children ist die grösste unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt. Eine zen trale Funktion der Schweizer Organisation ist der Dialog mit Spendern. Im Rahmen einer strategischen Initiative wurden in den vergangenen Monaten die entsprechenden Marketingprozesse inklusive Infrastruktur neu gestaltet. Unternehmen: Interdiscount Urteil der Jury: Als Teil einer kontinuierlichen, langfristig angelegten Entwicklung hat Interdiscount in den vergangenen 18 Monaten enorme Fortschritte erzielt: von der Erneuerung der Logistikinfrastruktur und zugehörigen Omni-Channel-Prozessen über die Ausweitung des Geschäftsmodells mit Technologie-Fokus bis zur Transformation der Unternehmenskultur. Unternehmen: Sonova Urteil der Jury: Im Rahmen einer strategisch gesteuerten Initiative ist es Sonova gelungen, mit einem konsequent kundenzentrierten Vorgehen ein neues Geschäftsmodell zu etablieren. Und dabei durchgängig digitalisierte End-to-End-Prozesse in einem konservativen Markt mit indirektem Vertrieb einzuführen. Unternehmen: Credit Suisse mit Dienstleister Cognizant Urteil der Jury: Die Grossbank Credit Suisse hat den Onboarding-Prozess neuer Geschäftskunden in einer End-to-End-Lösung weitestgehend automatisiert – die Durchlaufzeit konnte damit drastisch reduziert werden. Unternehmen: Ex Libris Urteil der Jury: In einem sehr fundamentalen Transforma tionsprozess ist es Ex Libris gelungen, sich vom Filialisten mit Onlineshop zu einem Onlinehändler mit einigen stationären Touchpoints (Filialen und Pick-up-Stellen) zu wandeln. Digitale Innovation und eine ansprechende Customer Experience spielten hierbei eine zentrale Rolle. 18 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Digital Economy Award 2018 Die Finalisten 19 Grafik: champc / iStock.com KATEGORIE: DIGITAL INNOVATION OF THE YEAR Unternehmen: Modum.io Projekt: MODsense Urteil der Jury: Die Blockchain-Lösung Modum.io vereint Innovation in einer Hard- und Softwarelösung und bringt Informations- und Wertefluss im Transport kritischer Güter zusammen. Im Vordergrund steht heute der Transport von Medizinalprodukten auf der letzten Meile, etwa zu Apotheken, Spitälern oder Ärzten. Beim Ausliefern erfolgt mit der Quittierung der Zustellung durch den Pöstler automatisch eine Informationsübertragung zu definierten Empfängern entlang der Transportkette. Getrackt wird über die ganze Supply Chain hinweg, Temperaturschwankungen und Erschütterungen werden aufgezeichnet. Mithilfe von Meteodaten sollen in Zukunft sogar Transporte etwa von verderblichen Gütern so geplant werden, dass diese bei optimalen Wetterbedingungen stattfinden können. Es sind solche Beispiele, die das Entwicklungspotenzial dieser integrierten Lösung illustrieren und die Jury beeindruckten. Unternehmen: SBB Projekt: Nova-Plattform Urteil der Jury: Die SBB schaffen mit der Nova-Plattform ein System für Betreiber und Anbieter des öffentlichen, aber auch des privaten Verkehrs. Der Endkunde löst ein Ticket und erlebt Reisen – abgesehen vom Wechsel des Transportmittels – nahtlos und auch administrativ unkompliziert. Heute sind über 240 Carrier angeschlossen und 24 Tarifsysteme sind in die Plattform integriert. Dank des offenen Ansatzes ist die Hürde für das Anschliessen neuer Partner und Systeme niedrig. Im europäischen Vergleich belegt die Lösung einen Spitzenplatz und ist womöglich führend. Die Jury sieht denn auch viel Potenzial für die Lösung und ist insbesondere von der Verknüpfung von öffentlichem Verkehr und beispielsweise Mietwagenangeboten beeindruckt. Damit hat sich die SBB den Platz als Finalist mehr als verdient. Unternehmen: Coop Rechtsschutz Projekt: AI Arbeitszeugnis Check Urteil der Jury: Die Coop Rechtsschutz AG ist mit arbeitszeugnis.check die Frage angegangen, wie IT bei der Interpretation von Sprache helfen kann. Sprache und Texte sind extrem vielfältig und deren objektive Analyse erfordert neue Denkansätze aus dem Bereich künstliche Intelligenz (KI). Coop Rechtsschutz legt denn auch eine vielversprechende Antwort vor. Der Arbeitszeugnis-Check gibt dem Nutzer eine Beurteilung des vorhandenen Textes anhand positiver, kritischer und negativer Textstellen. Aber nicht nur das – es macht auch auf fehlende Textstellen und Aussagen aufmerksam und erteilt einen Gesamtscore für das Zeugnis. Die Integration von IBM Watson in diese juristische Fragestellung erachtet die Jury als technisch innovativ und vielversprechend. KATEGORIE: THE NEXT GLOBAL HOT THING Unternehmen: Deepcode Urteil der Jury: Deepcode hat Algorithmen entwickelt, die es erlauben, von Millionen von Softwareprogrammen zu lernen und daraus automatisiert Verbesserungsvorschläge für Programmiercode zu erstellen. Deepcode nutzt dabei das kollektive Know-how einer global verteilten Community von Programmierern, wobei insbesondere aus Open-Source-Ressourcen gelernt wird. Das Geschäftsmodell setzt auf Skalierbarkeit und hohe Viralität. Unternehmen: Yova Urteil der Jury: Die Jury beeindruckte die Einfachheit, die Benutzerfreundlichkeit und die Positionierung einer neu artigen Investment Platform für «everyday people». Mit Fokus auf das sogenannte Impact Investing werden nach haltige Anlagestrategien automatisiert erstellt. Durch neu artige Technologie kann das Segment der Kleinanleger auf effiziente und transparente Art und Weise erschlossen werden. Unternehmen: Auterion Urteil der Jury: Auterion baut komplette Operating Systems und arbeitet sehr erfolgreich daran, diese als den globalen Standard für Enterprise-Drohnen zu etablieren. Bereits über 1 Million Drohnen werden durch die Technologie von Aute rion betrieben, wobei ein radikaler Open-Source- und Community-Ansatz verfolgt wird. Das Geschäftsmodell basiert auf einem innovativen Service-Modell-Ansatz; der Standort Schweiz ist zudem ideal im Bereich Drone-Tech positioniert. Unternehmen: Dreipol Projekt: Onlinedoctor Urteil der Jury: Bei Onlinedoctor.ch wird der Fokus klar gesetzt: Patienten mit dermatologischen Problemen wählen ihren Facharzt und stellen diesem Bilder und weitere Informationen direkt zu. So kommen sie schnell und nutzerfreundlich zu einer zuverlässigen Diagnose. Die App ist technisch innovativ und setzt am gesamten Behandlungspfad des Patienten an. Mit der digitalen Plattform betreut ein Dermatologe heute 30 000 Patienten, was einem Vielfachen des heutigen Durchschnitts entspricht. Das kostenpflichtige Angebot nutzen bereits über 2000 Patienten. Als nächster Schritt im Sinne der Marktausdehnung werden jetzt Rahmenverträge mit Spitälern abgeschlossen. Das Modell Onlinedoctor.ch weckt internationales Interesse und hat das Potenzial, auch auf andere medizinische Bereiche ausgeweitet zu werden. Unternehmen: Ticketfrog Projekt: Eventfrog Urteil der Jury: Eventfrog hat ein neues Geschäftsmodell für das Ticketing auf den Weg gebracht und legt beeindruckende Zahlen vor. Weil sich Eventfrog vollständig durch Werbung finanziert, geht der Ticketpreis eins zu eins vom Besucher zum Veranstalter. Keine Drittpartei erhebt Abzüge oder Zuschläge und verfolgt so eigene kommerzielle Interessen bei der Preisfestlegung für einen Event. Dies macht die Lösung insbesondere für die Veranstalter kleinerer Anlässe interessant. All dies ist nur möglich durch hohe Automatisierung (do it yourself), tiefe Kosten und eine einfache Bedienbarkeit. So hält Eventfrog die Hürden für die Erschliessung neuer Märkte tief. Gegenwärtig läuft der internationale Markteintritt und die Jury sieht viel Potenzial für dieses neue Geschäftsmodell. Besonderes Augenmerk liegt dabei mit Sicherheit in der Nutzung und Kombination der mannigfaltigen Daten, die Eventfrog von Eventbesuchern, Eventveranstaltern und Werbekunden generiert. www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2018

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