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Netzwoche 18/2018

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36 Technology Aktuell

36 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Die HSG shoppt einen Supercomputer jor. Die Universität St. Gallen (HSG) will sich zu einem Hub für künstliche Intelligenz mausern. Zu diesem Zweck kaufte die Hochschule den Supercomputer Nvidia DGX-2. Die HSG sei die «erste Schweizer Universität», die sich solch einen Rechner geleistet habe, schreibt die «Unternehmerzeitung». Der Verkaufspreis der neuen Hardware beträgt rund 400 000 US-Dollar. ▸ Webcode DPF8_114381 Start-up lanciert System für Quantencomputer kfi. Das Schweizer Technologieunternehmen Zurich Instruments hat ein kommerzielles Kontrollsystem für Quantencomputer lanciert. Es besteht aus Instrumenten und Software, die dabei helfen sollen, das Set-up eines Quantencomputers zu managen, wie startupticker.ch schreibt. ▸ Webcode DPF8_114137 Nvidias High-End-Grafikkarte macht Probleme mer. Laut verschiedener Berichte soll es «schwerwiegende Probleme» mit der Grafikkarte Geforce RTX 2080 Ti von Nvidia geben. Wie Heise schreibt, häufen sich im offiziellen Geforce-Forum Threads, in denen die User auf Ausfälle, Darstellungsfehler und Instabilität hinweisen. Betroffene sollen sich bei Nvidia melden. ▸ Webcode DPF8_113648 T-Systems: Anbieter von Managed Services cka. T-Systems hat neue Dienstleistungen auf Basis der AWS-Cloud in sein Angebot aufgenommen, wie das Unternehmen mitteilt. Dazu zählen Consulting, Migration und Managed Services. Die Partnerschaft mit AWS soll helfen, die Bedürfnisse der Kunden nach Geschwindigkeit und Skalierbarkeit zu erfüllen. ▸ Webcode DPF8_114523 IBM forscht an der künstlichen Intelligenz IBM-Fellow A lessandro Curioni. jor. Forschung im Dienste des Business: Das ist der Zweck von IBMs zwölf weltweit verteilten Forschungslaboren, wie IBM-Fellow Alessandro Curioni am diesjährigen Press Day von IBM Research Zürich sagte. IBMs 1956 eröffneter Standort in Rüschlikon sei der erste ausserhalb der USA gewesen. Seither seien zwei Nobelpreisträger daraus hervorgegangen. Künstliche Intelligenz braucht Vertrauen Spezifische Aufgaben könnten KI-Modelle heute schon erledigen. «Doch es liegt noch viel Arbeit vor uns, wenn Neue ISO-Norm für das Internet der Dinge ych/osc. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) führt eine neue Norm ein, welche die Sicherheit von Systemen im Internet der Dinge (IoT) gewährleisten soll. Der kürzlich veröffentlichte Referenzrahmen ziele darauf ab, das reibungslose Funktionieren dieser Systeme zu gewährleisten, die «in allen Aspekten unseres Lebens, von der Elektrizität bis zur Landwirtschaft», autonomen Fahrzeugen, E-Health, Smart Citys und Industrie 4.0 vorhanden seien, schreibt die in Genf ansässige Organisation. Die Norm «ISO/IEC 30141» etabliere eine international standardisierte Referenzarchitektur für das IoT. Sie biete ein gemeinsames Vokabular, wiederverwendbare Concept Maps und Best Practices für die Branche. Designer und Anwendungsentwickler im IoT-Bereich seien eingeladen, diesen gemeinsamen Rahmen als Grundlage für die Entwicklung von vertrauenswürdigen Systemen zu nutzen, um so die Sicherheit ihrer Lösungen vor Cyberbedrohungen zu gewährleisten. Aber auch die Vertraulichkeit der wir KI für breitere Zwecke einsetzen wollen», sagte Curioni. IBMs Leiterin der KI-Ethik-Abteilung, Francesca Rossi, sagte: «Nutzer müssen künstlicher Intelligenz und vor allem den Herstellern solcher Technologien vertrauen können.» Deswegen publizierte IBM Research im August ein Factsheet für KI-Dienste. Ziel sei es, Transparenz herzustellen und Design-Entscheidungen offen zu dokumentieren. Ausserdem gelte es, für Probleme zu sensibilisieren. Auf die Frage, ob es derzeit eine ethisch korrekte KI gäbe, hatte Informatikprofessor Barry O'Sullivan eine klare Antwort: Nein. Denn ethische Prinzipien würden von gesellschaftlichen Normen und kulturellen Werten abhängen. Mit Blick auf sinnlose KI-Projekte sagte er zudem: «Nur weil wir etwas tun können, heisst das noch lange nicht, dass wir das tun sollten.» KI-Forscher Aya Soffer von IBM Research Haifa stellte ein neues Projekt vor. Sechs Jahre habe IBM in die Entwicklung der Maschine Project Debater gesteckt, die Menschen mit Argumenten schlagen soll. IBMs KI gewann den Debattierwettbewerb, indem sie die Argumente ihrer Kontrahenten auf eine spielerische Art und Weise widerlegen konnte. Für Soffer war dies der Beweis, dass IBMs KI einen weiteren Meilenstein erreicht habe. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_115142 Daten werde dadurch auf eine bessere Basis gestellt, schreibt die ISO. «Zu den Themen Belastbarkeit, Sicherheit und Schutz wurden bereits zahlreiche Normen veröffentlicht», erklärt François Coallier, Vorsitzender des gemeinsamen technischen Ausschusses der ISO und der IEC (International Electrotechnical Commission). «Die neue Ergänzung wird die Referenzarchitektur für deren Anwendung auf IoT- Systeme schaffen.» In der Schweiz hat das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) kürzlich eine Norm definiert, die Unternehmen Hinweise gibt, wie sie sich vor Cyberrisiken schützen können. Diese für die Elektrizitätsbranche veröffentlichte Norm soll später an andere Sektoren mit kritischen Infrastrukturen (Gasversorgung, Logistik, Telekommunikation) angepasst werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_113543 18 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 37 Die Services sind der Taktgeber des ICT-Marktes Die Ausgaben für ICT-Services (B2B) im Schweizer Markt belaufen sich auf der Basis unseres Herbst-Updates im zu Ende gehenden Jahr auf 11,2 Milliarden Franken. Damit entfallen auf die Dienstleistungen 62 Prozent des gesamten ICT-Marktes. Die restlichen 38 Prozent verteilen sich auf Hardware, Software (On Premises) und Kommunikation. Die Struktur der ICT-Ausgaben hat sich in den letzten 30 Jahren markant verändert. Damals lag der Anteil an den Dienstleistungen noch bei 30 Prozent. Rund zwei Drittel der Projektausgaben und Investitionen der Schweizer Unternehmen entfielen zu dieser Zeit auf die Rechnerumgebungen, Infrastruktur und die dazugehörige Software. Hauptsegmente der Dienstleistungen waren die Integrationsservices, die Beratung und die Support- respektive Maintenance-Leistungen für die von Mainframes dominierte ICT-Landschaft. Schritt für Schritt hat sich der Markt weiterentwickelt und neue, starke Bereiche geschaffen. So bildete sich aus den eher bescheidenen Anfängen das Segment der Auslagerungsdienste mit in der Folge überdurchschnittlichen Zuwachsraten. Längere Zeit galten die sogenannten Full Scope Deals oder Komplett-Outsourcing-Verträge als Schwerpunkte des Auslagerungsgeschäfts und eigentlicher Wachstumsgenerator des Dienstleistungsmarktes. Heute haben die Cloud-Services die ehemals den Sourcing-Markt beherrschenden grossen traditionellen Deals Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_115424 als Treiber des Paradigmenwechsels abgelöst. Cloud-Services haben den Big Shift, das heisst die Verschiebung der in Eigenregie betriebenen ICT zu externen Providern in grossem Stil messbar vorangebracht. Mit Blick auf 2019 gehen wir davon aus, dass die Ausgaben für die ganze Palette an Dienstleistungen zusammengenommen einen weiteren markanten Sprung nach oben machen werden. Unsere aktuelle Prognose rechnet mit einem Wachstumsschub von 9,4 Prozent auf ein Volumen von insgesamt 12,3 Milliarden Franken. Die eigentlichen Keydriver sind dabei die Themen der Digitalisierung und Cloud-Services, die an die Tür bisheriger traditioneller Business- und ICT-Betriebsmodelle klopfen. Heute umfasst der Markt der ICT-Dienstleistungen im Vergleich zu den 80er-Jahren eine ganze Reihe mehr an Teilbereichen und schafft mit einer hohen Eigendynamik laufend weitere Facetten und Subsegmente. Und es warten neue Themen mit dem Potenzial für kommende Kerntechnologien. Blockchain, künstliche Intelligenz oder auch Robotics haben das Momentum, die Marktstrukturen im Bereich der Dienstleistungen erneut durcheinanderzuwirbeln. Die künftige Monetarisierung und Nutzbarmachung dieser neuen Technologien lassen sich nicht ausschliesslich mit entsprechenden Plattformen realisieren, sondern sind auf ein umfassendes Ökosystem angewiesen, das viel Potenzial für entsprechend aufgestellte Dienstleister bietet. DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG ICT-SERVICES-AUSGABEN IN DER SCHWEIZ 2019 – FORECAST HERBST-UPDATE Prognose der Services-Ausgaben 2019: 12,3 Mio. Fr. (B2B). Outsourcing & Cloud-Services Implementierung & Integration ICT-Consulting BPO Standard-Software-Maintenance Custom-Software ICT-Ausbildung Hardware Support & Maintenance Custom-Software-Maintenance Sonstige Services 993 742 621 611 340 279 108 176 1958 6441 Quelle: MSM Research AG www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2018

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