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Netzwoche 18/2018

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42 XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX Bild: smartboy10 / iStock.com FOCUS WEARABLES Vernetzte Geräte, vertrackte Geschäfte jor. Aktivitätstracker, datensammelnde Apps, die Uhr als digitaler Assistent: Wearables haben die Arbeitswelt erobert. In der Logistik zählt «Track & Trace» schon längst zum Standardrepertoire der grossen Anbieter. Auch im Baugeschäft ist es mittlerweile üblich, Menschen und Maschinen zu verfolgen. Doch GPS-Tracker dienen auch dazu, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen, wie Séverine Gremper, Online- Marketing-Leiterin bei Sorba, auf Seite 45 erklärt. Aus Sicht eines Applikationsentwicklers tat sich im Markt für Wearable- Apps kürzlich etwas Neues auf: Sprachassistenten wie Siri liessen sich nun stärker an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen. Christian Stocker, Mitgründer der Webagentur Liip, zeigt in seinem Focus-Beitrag auf Seite 43, welche Möglichkeiten sich für Entwickler bieten. Das Geschäft mit Wearables hat auch seine Schattenseiten. Datenschützer gehen mit einzelnen Herstellern hart ins Gericht. Dies, weil manche Anbieter unter Verschluss hielten, welche Daten sie wie bearbeiten. Aber auch die Nutzer stünden in der Pflicht, die Datenschutzerklärungen der Hersteller genau zu lesen, schreibt Rechtsanwältin Claudia Keller auf Seite 44. Wie sich Wearables auf das Zusammenleben der Menschen auswirken, erklärt die Soziologin und ZHAW-Dozentin Ursula Meidert im Interview ab Seite 46. Sie ist Projekt-Co-Leiterin einer Studie zu Quantified Self, welche die Chancen und Risiken der digitalen Selbstvermessung für die Schweizer Bevölkerung beleuchtete. «Was bestimmte Krankenkassen derzeit tun, ist problematisch», hält Meidert kritisch fest. 18 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Focus 43 GPS-Tracking ist heute auf der Baustelle nicht mehr wegzudenken Smarte Fitnessuhren, vernetzte Haushaltsgeräte oder selbstregulierende Heizungen: Das Internet der Dinge ist heute in der Gesellschaft weit verbreitet. Auch in der Bauwirtschaft, die eine relativ traditionelle Branche ist, tut sich im Bereich Digitalisierung einiges. In Zukunft werden immer mehr Geräte, Sensoren und Objekte miteinander verbunden sein. Dadurch entstehen neue Potenziale für Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung in diversen Geschäftsfeldern der Unternehmen – sei es in der Bauwirtschaft, Transportbranche oder im Vermietungsgeschäft. Die Möglichkeiten sind vielfältig: GPS-Tracking durch Bluetooth-, GPS- oder Lora-Technologien kann beispielsweise für Fahrzeuge, Maschinen, Kleingeräte, Objekte oder Personen eingesetzt werden. In der Baubranche wird GPS meist für die Ortung von Fahrzeugen und Maschinen verwendet. Tracker werden angeschlossen und übermitteln Daten wie Position, Geschwindigkeit, Betriebszeiten oder Route. GPS-Tracker können mehr als nur orten Mit den GPS-Daten kann mehr als nur der aktuelle Standort einer Maschine oder eines Fahrzeuges verfolgt werden. Die Integration dieser Daten in die Geschäftsprozesse erhöht auch die Kostentransparenz, steigert die Effizienz der administrativen Arbeiten und bietet zeitgleich die Basis für weitere wichtige Entscheidungsgrundlagen. Die GPS-Tracker werden mit einer Software-Gesamtlösung verbunden, die alle Abteilungen miteinander verknüpft. Daten, die aus den Trackern gewonnen werden, können somit in das ganze Unternehmen einfliessen und den Gesamtprozess optimieren. benutzt werden. So werden Maschinen und Fahrzeuge automatisch den entsprechenden Baustellen verrechnet, immer wenn eine Maschine oder ein Fahrzeug innerhalb des eingezeichneten Gebiets eingesetzt wird. Mehr Transparenz, Mobilität und Effizienz Weitere Vorteile mit einem solchen System ist die Diebstahlsicherung. Dank einer Kartenansicht in einer Business-Software kann die Position der Ressourcen jederzeit nachvollzogen werden – auch mobil auf dem Tablet oder Smartphone. Des Weiteren erhöht sich die Transparenz über den Einsatz und die Auslastung der Fahrzeuge und Maschinen. Dies wiederum führt zu Zeiteinsparungen durch Routenoptimierungen. Auch die historische Kontrolle ist nicht zu unterschätzen. Die GPS-Tracker verfügen über eine «Zeitmaschinen-Funktion», um die genaue Situation zu einem beliebig vergangenen Zeitpunkt rekonstruieren zu können. Kleiner, genauer, schneller, mit längeren Batterielaufzeiten, günstiger – die GPS-Tracker werden laufend verbessert. Nun hängt es vom jeweiligen Unternehmen ab, diese Technologie effizient für sich zu nutzen. DIE AUTORIN Séverine Gremper Online-Marketing-Verantwortliche, Sorba EDV GPS-Daten für fundierte Entscheidungen Ein Unternehmen kann in Echtzeit nachvollziehen, an welchem Standort sich seine Maschinen und Fahrzeuge befinden und wie deren Auslastung ist. Auf Basis dieser Informationen kann einfach und transparent entschieden werden, ob das richtige Gerät auf der richtigen Baustelle eingesetzt wird und ob eine Neuanschaffung Sinn ergibt. Von der GPS-Datenverarbeitung profitiert auch die Werkstatt eines Bauunternehmens. Die Betriebsstunden der einzelnen Maschinen werden automatisch in die Werkstatt übermittelt. Mit diesen Informationen können Wartungs- und Servicearbeiten frühzeitig geplant werden, sodass möglichst geringe «Stillstandszeiten» resultieren. Zudem können GPS-Daten sofort für die Rapportierung www.netzwoche.ch © netzmedien ag

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