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Netzwoche 18/2018

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50 Management & Career

50 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH IDC wirft Blick in die Zukunft der CIOs kfi. Das Marktforschungsunternehmen IDC hat Voraussagen zu den wichtigsten Änderungen gemacht, die IT-Organisationen in den nächsten fünf Jahren durchlaufen werden. CIOs müssen einen Vorteil aus der Digitalisierungswelle schlagen. Sie sollen lernen, mit den Risiken der KI umzugehen, indem sie die IT- Governance neu erfinden. Bots und automatisierte Prozesse sollen Führungskräfte in der IT ergänzen und unterstützen, wie IDC schreibt. ▸ Webcode DPF8_114051 Etwas mehr Lohn für IT- und Telko-Angestellte lha. Die IT- und Telekommunikationsbranche können 2018 als Einzige einen Reallohnanstieg verbuchen. Laut UBS- Lohnumfrage stiegen die Löhne bei Beschäftigten in ITund Telkofirmen um 1,3 Prozent, bei einer Teuerung von 1 Prozent. Für das Jahr 2019 erwarte die Branche eine Nullrunde mit einer erwarteten Teuerung von 1 Prozent und einer Lohnerhöhung von ebenfalls 1 Prozent. Am schlechtesten in der Lohnumfrage, an der sich 324 Unternehmen beteiligten, schnitt die Medienbranche ab. ▸ Webcode DPF8_114001 Ostwärts wirft das Lasso nach Fachkräften aus kfi. Der Verein Ostwärts ist gegründet worden, um dem Fachkräftemangel in der Ostschweiz entgegenzuwirken. Nun lancierte er gemeinsam mit der Agentur Farner Consulting die Website «Wilder Osten», die unter anderem als Vernetzungsplattform für Arbeitgeber und Arbeitsuchende dient, wie Farner in einer Mitteilung schreibt. Da Farner ein «Gesamtpaket» anbieten wolle, würden auf der Website ausser freien Arbeitsstellen auch Wohnorte in der Ostschweiz vermittelt, heisst es weiter. ▸ Webcode DPF8_114525 Microsoft und ETH machen Jagd auf Talente Bild: ETH Zürich/Andreas Eggenberger Lino Guzzella fühlte Satya Nadella (l.) auf den Zahn. Autorin: Astrid Tomczak, ETH Zürich; dieser Beitrag erschien zuerst auf ETH-News. Diese 4 Eigenschaften machen den modernen CIO aus Autor: Christian Reilly, Chief Technology Officer & Vice President bei Citrix Neue Geschäftsmodelle und Prozesse sind für Unternehmen heute überlebenswichtig. Als Chief Innovation Officer muss der CIO wieder das Ruder in die Hand nehmen. Diese vier Eigenschaften sollen als Orientierung helfen: (1) Im Unternehmensbewusstsein muss fest verankert sein, dass die IT-Abteilung Mehrwert schafft. Der CIO muss diese wichtige Rolle in Business-Sprache übersetzen. Seine Aufgabe ist es, die Innovation wieder in die IT zu bringen. (2) Innovation ist eine Welle aus einzelnen Projekten, die ihren Ursprung überall im Unternehmen haben. Der moderne CIO versteht das und denkt wie ein Mentor. Er nimmt Mitarbeiter an die Hand und stärkt sie fortlaufend. (3) Der CIO muss aber auch als bindende Kraft wirken. Er muss die Höflich hat Lino Guzzella das Gespräch mit seinem Gast, Microsoft-CEO Satya Nadella, eröffnet. Es sei ihm eine grosse Ehre, Microsoft sei für die ETH «sehr wichtig», und er hoffe, umgekehrt gelte das auch. Auf technologische Entwicklungen von Gegenwart und Zukunft angesprochen sagte Nadella: «Die Herausforderung besteht darin, den Menschen die Chancen, aufzuzeigen, die in der Technologie liegen.» Er betonte, dass KI Jobs schaffen könne, indem sie beispielsweise Menschen mit körperlichen Einschränkungen neue Arbeitsmöglichkeiten eröffne. Allerdings brauche es dazu Regulierung, so der Microsoft-CEO. «Microsoft ist für uns ein faszinierender Partner – aber auch ein etwas bedrohlicher. Wir schätzen die Forschungszusammenarbeit mit Ihnen, doch verlieren wir hin und wieder auch einige der brillantesten Köpfe an Sie. Ich befürchte, dass Sie damit unsere Nachwuchsförderung behindern und somit auch unsere Kapazitäten für wissenschaftliche Durchbrüche», sagte Guzzella. Nadella pflichtete ihm bei. «Langfristig liegt eine starke universitäre Forschung in unserem eigenen Interesse. Wir wollen deshalb ein Umfeld schaffen, in dem Menschen möglichst einfach zwischen der Industrie und den Ausbildungsstätten pendeln können.» Marc Pollefeys, Forschungsleiter bei Microsoft und Professor und Leiter des Instituts für «Visual Computing» an der ETH, glaubt auch, dass der Austausch zurzeit noch etwas einseitig Richtung Industrie laufe. «Ich habe auch schon einige Leute von Microsoft für mein Institut rekrutiert», sagte er. «Ich glaube, unter dem Strich ist es ein ziemlich produktiver Austausch». Auf den niedrigen Frauenanteil in der Informatik angesprochen sagte Nadella: «Wir müssen eine Unternehmenskultur schaffen, die darauf ausgerichtet ist, dass sich Frauen wohlfühlen. Sonst wird sich nichts ändern.» Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_114134 neuen Ideen in eine stringente Business-Strategie einbinden und mit passenden Technologien untermauern. (4) Zudem suchen Unternehmen vermehrt High Potentials. Der CIO muss diese Fachkräfte gewinnen und halten. Den Unterschied macht oft nicht mehr nur das Gehalt, sondern Arbeitskultur und Flexibilität. Der moderne CIO muss also Mentor und Spitzenmanager zugleich sein, Fachkräfte anwerben, Innovationen anfachen und am Ende all das der Geschäftsleitung verständlich machen. Eine Welt aus komplexen Aufgaben. Doch daran führt kein Weg vorbei: Wer an der Spitze einer erfolgreichen IT als Innovationsmotor stehen will, muss diesen auch verkörpern. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_114314 18 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Nachgefragt 51 « Weitere Akquisitionen sind nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich » Computacenter ist in der Schweiz noch immer ein gut gehütetes Geheimnis. Dabei wächst das Unternehmen stetig aus eigener Kraft, aber auch durch Zukäufe. Im Interview erklärt Computacenter-CEO Massimiliano D'Auria, was er mit dem Unternehmen vorhat und welche Rolle der gemanagte Arbeitsplatz in der Business-Strategie spielt. Interview: Marc Landis Computacenter wird öffentlich immer noch wenig wahrgenommen, dabei sind Sie doch auf Wachstumskurs. Wie erklären Sie das? Massimiliano D`Auria: Stimmt, Computacenter wächst in der Schweiz und macht hierzulande aktuell über 25 Millionen Umsatz. Wir konnten unsere Stellung durch die erfolgreiche Akquise anspruchsvoller IT-Projekte stärken, insbesondere bei Grosskunden und grossen mittelständischen Unternehmen – und zwar branchenübergreifend. Viele CEOs, CIOs beziehungsweise CTOs haben eine klare Vorstellung von unserem Leistungsprofil und sie schenken uns ihr Vertrauen. Das spiegelt sich auch in konkreten Fakten: Wir haben 2017 über 30 neue Stellen aufgebaut, insbesondere in den Bereichen Managed Services, Professional Services und Project Management. Unser Umsatz stieg trotz der Margenerosion im klassischen IT-Arbeitsplatz-Geschäft. Aber richtig, bezüglich der allgemeinen Markenbekanntheit haben wir tatsächlich noch Potenzial nach oben. Wir haben das erkannt und beispielsweise unsere Marketingkommunikation und die Interaktion mit unseren Kunden optimiert, technisch mit einem neuen CRM-System aufgerüstet und sind präsenter auf Kunden- und Branchenveranstaltungen. Wie wollen Sie weiter wachsen? Unser Kerngeschäft ist der elektronische Arbeitsplatz – da geht es um die Planung, die Funktionalität, den Betrieb. Das ist nicht nur ein System- beziehungsweise Produktgeschäft. Das ist gleichermassen IT-Management und -Organisation. Dazu gehört ausserdem die Entwicklung von IT-Strategien, Prozessgestaltung und natürlich auch die Beschaffung, Einrichtung sowie der Betrieb von IT-Infrastruktur. Hinzu kommen Themen wie IT-Security und IT-Governance. Was unser Wachstum treibt, ist das Gesamtpaket – also die Kombination aus aufeinander abgestimmten Professional und Managed Services sowie Beratung. 2017 hat Computacenter die Citius AG gekauft. Sind weitere Akquisitionen zu erwarten? Wir wollen uns einerseits vor allem organisch entwickeln, aus dem Kerngeschäft heraus. Gleichzeitig beobachten wir aufmerksam den Markt und prüfen genau, wie und wodurch wir anorganisch wachsen können. Also ja, weitere Akquisitionen sind nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich – vermutlich schon bald. Diversifikation bedeutet für uns, unser Portfolio an Technologien, Lösungen und Services stetig zu erweitern und den Markt möglichst auszureizen. Ihr Hauptgeschäft ist nach wie vor Hardware, mit damit verbundenen Dienstleistungen. Verschläft Computacenter die digitale Transformation? Im Gegenteil, in den strategischen Bereichen Cloud, Mobility und Security sind wir hervorragend aufgestellt. Wir gehören in der Schweiz beispielsweise zu den führenden Anbietern virtuell gemanagter IT-Arbeitsplätze aus der Cloud. Wie ich schon sagte, Hardware ist nur ein Teil unseres Geschäfts. Wir verstehen uns als Generalunternehmer für anspruchsvolle IT-Projekte, der seine Kunden von A bis Z in die digitale Zukunft begleitet. Was macht Computacenter anders oder besser als Mitbewerber? Wir vereinen die Vorteile einer übersichtlichen Firma mit schlanken Strukturen mit den Vorzügen, die ein Grosskonzern bietet. Uns sind nicht nur eine einwandfreie Vertragserfüllung und ein Top-Service wichtig, wir definieren das Verhältnis zu unseren Kunden darüber hinaus als echte Partnerschaft. Heute betreuen wir in der Schweiz 60 000 IT- Arbeitsplätze an mehr als 300 Standorten. Durch unsere Einbindung in einen internationalen Konzern, die Computacenter plc., sind wir ausserdem auch für all jene Kunden interessant, die geschäftlich global agieren und beispielsweise ihren Hauptsitz in der Schweiz haben. « Wir gehören zu den führenden Anbietern virtuell gemanagter IT-Arbeitsplätze aus der Cloud. » Massimiliano D`Auria, CEO Computacenter www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2018

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