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Netzwoche 18/2018

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Smartphone-Verkäufe schrumpfen eca. Der Marktforscher IDC hat bei Smartphone-Verkäufen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 6 Prozent verzeichnet. Samsung verkaufte letztes Quartal die meisten Geräte, gefolgt von Huawei und Apple. ▸ Webcode DPF8_114157 Swisscom verlängert Frist für Abo-Wechsel kfi. Swisscom hat Anfang November angekündigt, einige Angebote aus seinem Sortiment zu streichen. Nach heftiger Kritik an dieser Vorgehensweise verlängerte der Telko nun die Frist bis zum Upgrade auf 60 Tage. ▸ Webcode DPF8_110266 Swiss Blockchain Federation gegründet Heinz Tännler übernimmt das Präsidium der Swiss Blockchain Federation. (Bild: svp.ch) Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_113947 osc. In Zürich hat die Swiss Blockchain Federation das Licht der Welt erblickt. Als Public Private Partnership will sie Akteure aus der Blockchain-Branche, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringen, um den Standort Schweiz für die Kryptobranche attraktiv zu halten und Rechtssicherheit für auf Blockchain basierende Aktivitäten zu schaffen. In dieser Funktion löse der Verein die im Dezember 2017 geschaffene Blockchain Taskforce ab, heisst es in einer Mitteilung. Die Aktivitäten der Taskforce sollen so auf eine «langfristige, professionelle Basis» gestellt werden. Zum ersten Präsidenten der Organisation sei Heinz Tännler, Finanzdirektor des Kantons Zug, gewählt worden. «Um die Spitzenposition der Schweiz im internationalen Wettbewerb um die besten Unternehmen und Ideen weiter auszubauen, sind gemeinsame Anstrengungen von Blockchain-Branche, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft notwendig», kommentiert Tännler die Gründung. «Dies betrifft den rechtlichen Rahmen ebenso wie die Verankerung des Potenzials der technologischen Entwicklung in der Gesellschaft.» Im Zentrum der Swiss Blockchain Federation stehe ein Panel von Experten und Persönlichkeiten unterschiedlichster Herkunft, heisst es weiter. Dieses übernehme eine Dachfunktion für die bestehenden Akteure und Initiativen, die sich der Förderung der Blockchain-Technologie verschrieben haben. Anzeige Finance Technology Innovation Wir sind die innovative Kraft auf dem Finanzplatz Schweiz und machen uns stark für FinTech. www.six-group.com/fintech 18 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Aktuell 09 Apple macht Kasse und warnt osc. Apple hat Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 vorgelegt und meldet einen Jahresumsatz von 265,6 Milliarden US- Dollar. 2017 waren es noch 229,2 Milliarden Dollar, wie dem Bericht zu entnehmen ist. Der Gewinn lag 2018 bei 59,5 Milliarden Dollar, nach 48,3 Milliarden im Vorjahr. Im vierten Quartal 2018 konnte Apple im Vergleich zum Vorjahresquartal beim Umsatz 20 Prozent zulegen. Dieses Wachstum ging auf das Konto der neuen iPhones, «Other Products» wie der Apple Watch und den Dienstleistungen des Unternehmens. Letztere werden für das US-Unternehmen immer wichtiger. Apple weist denn auch darauf hin, dass es noch nie so viel mit Services verdient habe wie im vierten Quartal 2018. Ausserdem habe Apple nun 2 Milliarden iOS-Geräte ausgeliefert. iPhone-Verkäufe trugen 2018 den Löwenanteil zum Umsatz bei. Der Anteil an den Konzern-Einnahmen stieg im Vergleich zum viertel Quartal 2017 um 29 Prozent. Die Zahl von Apples ausgelieferten Geräten stieg nur leicht von 46,7 auf 46,9 Millionen. Trotzdem stiegen die Einnahmen – dank höherer Preise. Bei den iPads und Macs gingen die Zahlen sogar zurück. Stagnation und Rückgang bei den Verkaufszahlen bleiben nicht ohne Wirkung. Apple habe angekündigt, ab 2019 über die ausgelieferten Geräte keine Auskunft mehr zu geben, berichtet «Bloomberg». Laut Analysten zeigt die neue Informationspolitik, dass die Flaute im Mobile- Markt auch an Apple nicht spurlos vorbei gehe. «Grosse Unternehmen sagen oft kein Wort mehr, wenn die Zahlen nicht mehr stimmen», zitiert Bloomberg Neil Mawston von Strategy Analytics. Stattdessen wolle Apple die Aufmerksamkeit auf den Erfolg der Servicesparte lenken. Gewinnwarnung fürs Weihnachtsgeschäft Für das Weihnachtsgeschäft gab Apple laut «Reuters» eine Gewinnwarnung ab. Der Umsatz soll in den kommenden drei Monaten zwischen 89 und 93 Milliarden Dollar liegen. Die Verkäufe würden den Erwartungen der Wall Street wahrscheinlich nicht gerecht. Apple-CEO Tim Cook habe dies mit der Wirtschaftslage in Schwellenländern, dem Starttermin der neuen iPhones und ungünstigen Währungseffekten begründet. Die Frage sei nun, ob Apple den Verkaufsrückgang weiter mit höheren Preisen ausgleichen könne. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_114124 WWW.NETZWOCHE.CH Zwei Softwarefirmen folgen Microsoft in den Circle kfi. Die beiden Schweizer Softwareentwickler Isolutions und Totemo wollen im «The Circle» beim Flughafen Zürich Büroflächen mieten. Totemo werde hier seinen neuen Hauptsitz haben, wie das Unternehmen schreibt. Isolutions gibt in einer Mitteilung an, dass die bessere Positionierung im Raum Zürich und die Nähe zum zukünftigen Hauptsitz von Microsoft Schweiz Gründe für die neuen Büros im «The Circle» seien. «The Circle» wird 2020 eröffnet. ▸ Webcode DPF8_113590 SCX verwahrt Kryptowährungen bei Metaco mur. Das Schweizer Blockchain-Start-up Metaco und Swiss Crypto Exchange (SCX) sind eine Partnerschaft eingegangen, wie es in einer Mitteilung heisst. Metaco bietet mit Silo eine Infrastruktur an, um Kryptowährungen aufzubewahren. SCX werde ein zen traler Marktplatz mit dezentralen Verwahrungsanbietern in einem regulierten Umfeld sein. ▸ Webcode DPF8_113474 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT «Die Veränderung ist die einzige Konstante» – man mag es schon gar nicht mehr hören. Alle, die wie ich schon ein paar Jahre in IT-Organisationen gearbeitet haben, können davon ein Lied singen. Gerade jetzt geht es wieder los und der Druck nimmt einmal mehr zu, denn es gilt, die digitale Transformation auf keinen Fall zu verpassen. Das Business fragt sich, warum wir nicht schon längst mit allen Systemen und Anwendungen in der Cloud sind. Die IT soll es richten und die sperrigen Legacy- Systeme endlich ablösen. Das könne doch wirklich nicht so schwer sein ... In den letzten Jahren mussten viele am eigenen Leib erfahren, wie die IT – und vor allem deren Mitarbeiter – von ihrem Management mehr als Last und weniger als hochgeschätzte Ressource empfunden wurde; als lästiger Aufwand, den man möglichst wegrationalisieren oder zumindest durch eine billige Kraft aus dem asiatischen Raum austauschen sollte. Die Mitarbeiter der IT standen unter dem Generalverdacht, sich und ihr Arbeitsumfeld vergolden zu wollen, so als stünden sie nicht auf der Seite des Unternehmens, als seien sie Unmündige, denen man immer genau sagen müsste, was zu tun und zu lassen sei. Bestehendes wurde laufend auf Effizienz getrimmt und Mitarbeiter bis zum Letzten ausgequetscht. Innovationen wurden bereits im Keim erstickt. Jetzt gilt es also, die Altlasten aufzuräumen und den Weg frei zu machen für die digitale Zukunft. Agilität wird als neue Kultur gepredigt und gefordert. Das Management meint dabei in aller Regel mehr Flexibilität und Genügsamkeit im schwierigen Umfeld. Doch die nun aufkommende Zukunft ist keine Verlängerung der aktuellen Gegenwart. Sie wird dramatisch anders sein und lässt sich nicht einfach aus dem Bestehenden optimieren und rausquetschen. Die Luft ist raus, die Flasche leer. Es braucht eine neue Art des Arbeitens – aber insbesondere eine neue Art des Managements. Eines, das den IT-Mitarbeitern wieder mehr Vertrauen schenkt und sie als Volljährige behandelt. Eines, das ein Umfeld schafft, das den Mitarbeitern ermöglicht, das starre Command- und Control-System anzupassen und die Arbeit selbst zu gestalten. Die Voraussetzung dazu ist, dass das Management endlich auch dazu bereit ist, die Art und Weise zu ändern, wie es heute die Arbeit der Mitarbeiter managt. Nur dadurch kann die eigentliche Arbeit geändert und agil für die neue Zukunft gestaltet werden. Wer dazu nicht bereit ist, hat die IT, die er verdient. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_114857 IT-Flasche leer … Was erlaube Management!? Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2018

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