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Netzwoche 18/2018

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Schweizer Softwarefirmen

Schweizer Softwarefirmen macht die Marge zu schaffen ICT-Switzerland hat am CNO-Panel die Ergebnisse der Swiss Software Industry Survey 2018 vorgestellt. Die Schweizer Softwarebranche blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Obwohl die Umsatzerwartungen der Firmen für das kommende Jahr eher moderat sind, rechnen sie mit einem starken Anstieg der Mitarbeiterzahlen. Autorin: Barbara Camenzind Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_113595 10 Business Studie ICT-Switzerland, Dachverband der Schweizer ICT-Wirtschaft, hat im Rahmen des CNO Panels 2018 Ende Oktober die aktuelle Swiss Software Industry Survey (SSIS) vorgestellt. Die Studie wurde im Auftrag von ICT-Switzerland von der Universität Bern und Sieber & Partners durchgeführt. Der Fokus der diesjährigen Ausgabe lag auf der Rolle der Schweizer Softwarebranche in einer globalisierten Wirtschaft. Die Schweizer Softwarebranche blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Laut SSIS rechnen die Teilnehmer der Studie für 2018 mit einem Umsatzwachstum von 6 Prozent im Vergleich zu 2017. Ein geringeres Wachstum, und zwar von 5 Prozent, erwartet die Branche im nächsten Jahr. Das stärkste Wachstum erwarten Softwareintegratoren mit 10,5 Prozent. Der Consulting-Bereich rechnet 2019 mit einem Wachstum von 1,3 Prozent. Erfreulicherweise scheinen Schweizer Softwareunternehmen mit zunehmendem Erfolg auf internationalen Märkten zu agieren. So sei die Exportquote im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozentpunkte gestiegen, wie es in der Studie heisst. Im Folgenden werden die wichtigsten Ergebnisse der Swiss Software Industry Survey 2018 vorgestellt. Sinkende Profitabilität und langsameres Umsatzwachstum Die Profitabilität der Schweizer Softwarebranche ist gemäss SSIS von einem ohnehin niedrigen Vorjahresniveau von 9,1 Prozent weiter gefallen und beträgt nun 6,7 Prozent. Auch die Umsatzerwartungen haben sich eingetrübt: ERWARTETES UMSATZWACHSTUM GEGENÜBER DEM VORJAHR FÜR 2018 UND 2019 Werte in Prozent, n = 181 6,7 8,8 6,8 5,7 Standard- Software- Hersteller kundenspezifischer Software Hersteller (inkl. SaaS) 4,6 1,3 Beratung 10,5 Softwareintegratoren 9,7 9,5 8,2 Technologie und Dienstleister 6,0 2018 2019 5,0 Softwareindustrie Schweizer Softwareunternehmen erwarten für 2019 ein Umsatzwachstum von 5 Prozent, was einem um 9 Prozentpunkte langsameren Wachstum im Vergleich zur Vorjahresstudie entspricht. Schnelleres Mitarbeiterwachstum Trotz der eingetrübten Erwartungen im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung planen Schweizer Softwareunternehmen laut SSIS, ihre Belegschaft in der Schweiz massiv und mit zunehmendem Tempo auszubauen: 2018 soll die Belegschaft um 8,2 Prozent wachsen, 2019 gar um 13,6 Prozent. Dies entspreche rund 20 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen im Zeitraum von 2018 bis 2019. Zunehmende Exportorientierung 2017 erwirtschaftete die Schweizer Softwarebranche rund 25 Prozent ihrer Umsätze im Ausland, wie der Studie zu entnehmen ist. Dies ist ein deutlicher Anstieg der Exportquote um 10 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Rund 70 Prozent dieser Exporte gehen in die vier grossen Nachbarländer der Schweiz, wobei Deutschland mit einem Exportanteil von 35 Prozent der mit Abstand wichtigste Auslandsmarkt bleibt. Ausland wird als Produktionsstandort und Markt wichtiger Schweizer Softwareunternehmen verkaufen Software nicht nur in zunehmendem Masse ins Ausland. Laut SSIS produzieren sie auch immer öfter dort. Die Unternehmen planen, die Belegschaften ihrer Auslandniederlassungen um 19,3 Prozent auszuweiten. Auch arbeiten sie zunehmend mit externen Dienstleistern aus dem Ausland zusammen; besonders in den Bereichen Implementierung und Testing. Umsatzstarke Tätigkeiten Umsatzstärkster Zweig der Softwareunternehmen ist die Entwicklung von Kundensoftware (26,8 Prozent), gefolgt von kundenspezifischer Anpassung von Standard soft ware (18,3 Prozent) sowie Wartung und Support (12,5 Prozent). Auf der Website von ICT-Switzerland kann die komplette Swiss Software Industry Survey heruntergeladen werden: ictswitzerland.ch 18 / 2018 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

11 Netzrace 2018: Tempo, Spass, Feinmotorik Schnittige Karts, viel Adrenalin und jede Menge Spass: Das war das Netzrace 2018. Im «Race Inn» haben 22 Teams um den Sieg gekämpft. Das Rennen gewann Also, der heimliche Sieger war Canon. Ein Rennbericht aus Roggwil. Autor: Marcel Urech 22 Teams haben im Kartpark Race Inn in Roggwil am «Netzrace Championship» um den Sieg gekämpft. Am meisten Punkte holte der Distributor Also. Das Team darf sich nun «Meister des Netzmedien Kart Cup» nennen. Auf dem zweiten Platz landete Abo Storage, auf dem dritten Comm-Tec. Aber darum ging es eigentlich gar nicht: Im Vordergrund stand nicht der Wettkampfgedanke, sondern der Spass. «Joker Laps» sorgen für Diskussionen Um 18.30 Uhr begann das Qualifying, rund eine Stunde später das Rennen. Das bestplatzierte Team setzte sich dafür in die Karts, mit denen das letztplatzierte Team im Qualifying fuhr. Das zweitplatzierte Team tauschte die Karts mit dem Team auf dem zweitletzten Platz, und so weiter. Für die Startaufstellung zählte die schnellste gefahrene Rundenzeit im Qualifying. Mit der «Joker Lap» gab es dieses Jahr eine Neuerung: Jedes Team musste in 90 Sekunden durch einen Hindernisparcours fahren, wobei am Kart eine Schale mit einem Tennisball befestigt war – und dieser durfte nicht herunterfallen. Die Teams bissen sich an dieser Challenge die Zähne aus. Einige schafften es nicht, den Parcours erfolgreich zu absolvieren und erhielten deswegen einen Abzug von 10 Runden. Das mischte die Rangliste kräftig durch. Da ist es nicht verwunderlich, dass die «Joker Lap» nicht bei allen Teams gut ankam. Sieger und heimliche Sieger Teamleader des Siegers war Antonio Manganelli. Er ist seit März Business Development Manager Gaming & Toys bei Also. Wie gewann das Team von Also das Rennen? «Wir hatten gute Fahrer, schlugen eine hohe Pace an und wählten die richtige Taktik», sagte Manganelli. Die «Joker Laps» absolvierte Also in der ersten Rennhälfte, danach konzentrierte sich das Team auf das eigentliche Rennen und bolzte Runde um Runde. «Eine Stunde vor Schluss lagen wir noch auf dem zweiten Platz und hatten acht Runden Rückstand», so Manganelli. Die heimlichen Sieger sind aber bekanntlich die Teams, die am meisten Spass haben. Etwa das von Canon. Die Firma schickte ihre Marketingabteilung ins Rennen und stellte das einzige Team zusammen, das nur aus Frauen bestand. In der Rennwertung landete Canon auf dem letzten Platz, im inoffiziellen Fun-Ranking hätte es aber wohl für Platz 1 gereicht. «Einige von uns sind gerade zum ersten Mal in ihrem Leben in einen Kart gestiegen», sagte Teamchefin Sheila Stein. «Wir wussten nicht, was uns erwartet – und jetzt haben wir jede Menge Spass!» Krawatten tragen verboten «Damit es spannend bleibt, haben wir die Regeln dieses Jahr leicht geändert», sagte Organisator Fredy Barth. Jedes Team sollte eine Chance haben – auch solche, die nicht rennsportbegeistert sind. Letztes Jahr gab es zum Beispiel Punkte für Fahrerwechsel, das fiel dieses Jahr weg. Neu gab es dafür die besagten «Joker Laps». Tempo bolzen war also nicht alles, gefragt war vor allem auch die richtige Strategie. Das Rennen sollte Emotionen wecken, den Zusammenhalt im Team stärken und vor allem eine grosse Gaudi sein, sagte Barth. Zusätzlich gab es folgende Regeln: ·· Die Fahrer mussten mindestens 18 Jahre alt und in «gesundheitlich fahrtüchtigem Zustand» sein. Alkohol war erst nach dem Ende des Rennens erlaubt. ·· Die Teams bestanden aus mindestens vier und maximal sechs Fahrern. Zusätzlich waren bis zu sechs Helfer erlaubt. Jedes Team musste einen Teamchef bestimmen. Maximal zwei Fahrer pro Team durften eine Rennlizenz (Kart oder Automobil) haben. ·· Schuhe mit Absätzen sowie Schals, Schmuck und Krawatten waren während des Rennens nicht erlaubt. ·· Jeder Fahrer musste mindestens zweimal fahren. Teams, die diese Regel ignorierten, bekamen einen Abzug von drei Rennrunden. Online finden sich eine Bildergalerie sowie ein Video zum Go-Kart-Rennen. « Wir hatten gute Fahrer, schlugen eine hohe Pace an und wählten die richtige T aktik. » Antonio Manganelli, Business Development Manager Gaming & Toys beim Sieger-Team von Also Artikel online auf www.netzwoche.ch Webcode DPF8_113632 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2018

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