Aufrufe
vor 3 Wochen

Netzwoche 18/2019

  • Text
  • Ausschreibung
  • Fournet
  • Digitalisierung
  • Zuschlag
  • Schweizer
  • Swiss
  • Apps
  • Schweiz
  • Netzmedien
  • Unternehmen

28 Web Aktuell

28 Web Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Selbstzensur im Web lha. Über die Hälfte der Schweizer schränkt sich online selbst ein, weil sie Angst vor Überwachung hat. Gemäss einer Studie der Uni Zürich verzichten sie auf das Recherchieren sensibler politischer Inhalte oder die Äusserung von Meinungen und Gefühlen. Zudem steigt die Skepsis gegenüber Onlineinhalten. 37 Prozent der Nutzer halten gemäss Studie etwa die Hälfte aller Inhalte für unglaubwürdig. Am meisten Vertrauen hätten die Befragten in Websites von Regierung und Behörden. Junge legen Wert auf Zugang, nicht auf Eigentum sma. Digital Natives sind der Meinung, dass Marken und Unternehmen ihnen helfen sollten, ihre persönlichen Ziele und Bestrebungen zu erreichen, schreibt App Annie in einer neuen Studie über die Smartphone-Nutzung. Digital Natives verbringen monatlich mit rund 150 Sitzungen pro App 55 Prozent mehr Zeit in den Top-Non-Gaming-Apps als die anderen Generationen. St. Gallen kämpft gegen das Lädelisterben osc. Ende Oktober haben die Fachhochschule St. Gallen, die Stadt St. Gallen, der Detailhandelsverband Pro City St. Gallen und der Softwareentwickler Renuo die App «City Messenger» vorgestellt. Die Messenger-Plattform soll städtische Geschäfte mit Kunden vernetzen und so dem Lädelisterben Einhalt gebieten. Wie schlägt sich die App für den Nutzer im Alltag? Durchwachsen, wie ein Test der Android-Version ergab. Nach der Registrierung wird der Nutzer von einem Interface begrüsst, das an Whatsapp und Konsorten erinnert. Auf dem Startbildschirm der App sieht er eine Liste von Botschaften der beteiligten Unternehmen aus St. Gallen. So wirbt ein Optiker für farbige Kontaktlinsen zu «Helloween» und ein Restaurant postet die «Empfehlug» des Tages in Form eines ziemlich kleinen, respektive gar nicht vorhandenen Bildes. Ärgerlicher ist das Bombardement von Push-Mitteilungen, das nach der Installation auf dem Smartphone landet. Diese Meldungen lassen sich zwar über die Einstellungen ausschalten, aber dann verschwindet die App auch schnell wieder aus dem Gedächtnis. Der Nutzer kann ein Unternehmen direkt anschreiben oder auf eine der erhaltenen Botschaften reagieren. Von sieben kontaktierten Firmen antworteten innerhalb einer Stunde immerhin vier auf eine Anfrage. Ein Netzwerk aufzubauen ist schwierig In Zeiten, in denen Apps auf dem Handy zahlreich, die Onlinekonkurrenz digital versiert und die Aufmerksamkeit der User knapp ist, hat der City Messenger einen schweren Stand. Beim Gebrauch erschliesst sich sein Mehrwert für den Nutzer nicht. Die App ist in erster Linie eine Werbeplattform für die beteiligten Firmen. Von der erhofften «Erhöhung der Identifikation und emotionalen Verbundenheit mit der Stadt» merkt man noch wenig. Die Initianten sprechen jedenfalls von einem Erfolg. Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Innerhalb von 24 Stunden haben laut Mitteilung bereits über 1000 Personen den Messenger installiert. DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Die Kolumne finden Sie auch online www.netzwoche.ch Der Veränderungsdruck ist derzeit enorm. Wie wirkt sich die digitale Disruption auf unser Geschäft aus, und wie können wir diesem Phänomen aktiv begegnen? Viele Unternehmen befürchten, den digitalen Wandel vollends zu verschlafen und müssen nun handeln. Die ungewisse Zukunft und der Umgang mit Unsicherheiten zwingen Organisationen nun gänzlich, ihre Vorgehensweise im Unternehmen zu hinterfragen. Innovation und Kreativität lassen sich nicht einfach planen, konzeptionieren und termingerecht umsetzen. Agilität ist das neue Schlagwort und verlangt von allen Mitarbeitern aktiv und selbstorganisiert die neue Welt zu gestalten. Zum Glück gibt es nun passende Methoden, wie die neue Arbeitsweise und Verhaltenskultur in Unternehmen gelebt werden können. Dabei gilt es Abschied zu nehmen von bewährten Prinzipien und eingeübten Verfahren. Agilität heisst vor allem, festgefahrene Strukturen und Hierarchien loszulassen und selbstständig zu arbeiten, und zwar daran, was man wirklich, wirklich will. Dies in eingeschworenen und überschaubaren Teams, wo jeder für jeden rennt. Damit sich diese Philosophie im ganzen Unternehmen ausbreiten kann, gibt es zudem Rahmenwerke wie SAFe, welche die agilen Methoden skalieren lässt. Im Rahmen von Tagestrainings lassen sich die Methoden den Mitarbeitern vermitteln und mit etwas Coaching in der Anfangsphase auch begleiten. So ein Programm lässt sich nach alter Manier gut kalkulieren und veranlasst viele Unternehmen, die so dringend benötigte Transformation in kurzer Zeit durchzuziehen. Teams, die bisher in Silos festgefahren waren, werden nun durch einen Umschulungsprozess hindurchgeschleust, um – so die Hoffnung – im Anschluss geläutert und offen für die Zusammenarbeit ans Werk zu gehen. Wenn alle Mitarbeiter die Übung durchlaufen haben, ist das Programm abgeschlossen und man muss nur noch auf die guten Ergebnisse warten, die sich einstellen werden. Dass die Mitarbeiter dann aber ihre Ängste, Rivalitäten, den Neid und die Hoffnungen nicht so schnell abgelegt haben, will man in aller Regel nicht wahrhaben. Diese dann als Ewiggestrige abzutun, greift zudem zu kurz. Die Psyche der Menschen lässt sich nicht einfach verändern, wenn sich der Transformationsprozess nur an der Methode und neuen Verfahren orientiert. Ein agiles Mindset lässt sich zwar gut herbeireden, aber nicht zwingend im Verhalten der Menschen aufdrängen. Die Organisation muss mit ihnen weiterarbeiten können, weil nun mal keine anderen da sind. Engagement, Selbstverantwortung, Kritikfähigkeit und Reflexionsvermögen lässt sich nicht in einer Schnellbleiche erlernen. Damit sich Menschen und Organisationen verändern, braucht es Geduld und Fingerspitzengefühl. Wie sagt schon eine alte Bergführerregel: Wer schnell auf einen hohen Berg will, muss langsam gehen. Wer schnell auf den Berg will, muss langsam gehen! Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 18 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Web Projects 29 Ihr Webprojekt in der Netzwoche Haben Sie eine Website umgesetzt, ein Redesign vorgenommen oder neue Technologien implementiert? Informieren Sie die Redaktion per E-Mail an desk@netzmedien.ch – mit etwas Glück stellen wir Ihr Webprojekt vor. Wir benötigen folgende Angaben: URL, Datum der Aufschaltung, Kontaktperson, beteiligte Unternehmen (Auftraggeber, Auftragnehmer, Partner) und die genutzten Technologien. Wir freuen uns auf Ihre Eingaben! Autor: René Jaun NEUE WEBSITES www.myright.ch Die Plattform Myright bietet kostenlose Expertentipps und Auskünfte zu rechtlichen Fragen. Zusätzlich finden sich Checklisten und Vorlagen zu diversen Themen. So wird beispielsweise erklärt, welche Elemente in einen Lebenslauf gehören, was ein Gesellschafterdarlehen ist oder wie ein Sponsoringvertrag eines Vereins aussehen könnte. Die Beiträge sind nach Themen gegliedert wie Arbeit, Wohnen, Vermieten und Bauen, Steuern oder Reisen. Rechtsexperten beantworten häufige Fragen in einem Blog. 150 Artikel sind bereits online, und laut Betreiberin Axa wird das Angebot laufend ergänzt. Ein Vertragsgenerator sei in Planung. Wer ganz konkrete Hilfe benötigt, kann über die Plattform kostenpflichtig eine persönliche Beratung buchen oder eine Rechtsschutzversicherung abschliessen. Auftraggeber Axa-Arag Rechtsschutz Auftragnehmer und Partner Panter Zürich, Reverse Zürich Technologie Ruby on Rails Online seit Juli 2019 www.digital-ability.ch Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt, bringt neue Chancen und Risiken. Laut der Website digital-ability.ch sind Menschen mit Behinderung besonders von dieser Entwicklung betroffen. Anhand einer interaktiven Darstellung zeigt die Website auf, wie sich der digitale Wandel auf diese Menschen auswirkt. Dabei stützt sich die Visualisierung auf Forschungsarbeiten der Berner Fachhochschule. In Kapiteln wie «Digitalisierung der Arbeitswelt» oder «Innovationen im Bereich Assistive Technologien» gibt es etwa Texte über neuartige Prothesen und künstliche Intelligenz zu lesen. Jedes Unterkapitel enthält eine Beschreibung und Abschnitte zu Chancen und Risiken. Die Website ist barrierefrei umgesetzt, sodass auch Menschen mit Behinderungen die Inhalte ohne Einschränkungen erkunden können. Auftraggeber Berner Fachhochschule, Departement Soziale Arbeit Auftragnehmer und Partner Interactive Things, Eidgenössisches Büro für Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB Technologien React.js, Next.js, TypeScript, Framer Motion, Lingui.js, Emotion.js, Netlify.com Online seit September 2019 www.corsando.com Wer auf der Suche nach einem Freizeitkurs ist, könnte bei Corsando fündig werden. Die Website weist ein breites Angebot an Kursen auf. Zur Auswahl stehen etwa die Kategorien «Kreatives», «Bewegung», «Tiere», «Schönheit» oder «Technik». Die Kurse lassen sich aber auch nach eigenen Stichworten, Durchführungsort oder Preis filtern. Auch das Buchen und Bezahlen des Kurses wird über Corsando erledigt. Die Website will sich als Drehscheibe zwischen Konsumenten und Anbietern verstanden wissen. Laut den Websitebetreibern finden sich viele Kleinstbetriebe und Privatpersonen unter den Kursanbietern. Für diese stellt Corsando die Möglichkeit zur Verfügung, einen Kurs und die Anmeldungen zu verwalten und das Angebot zu bewerben. Auftraggeber Corsando Auftragnehmer Rey Automation Technologien Microsoft .NET, Vue.js, Microsoft Azure Online seit Juli 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2019

Archiv