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Netzwoche 18/2019

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32 Technology Aktuell

32 Technology Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Neuer Wirtschaftsverband für intelligente Städte rja. Der neue Schweizer Wirtschaftsverband Smartcity Alliance will Technologie- und Lösungsanbieter mit Städten und Gemeinden vernetzen. Der Verband will einen neuen Marktplatz für Smartcity-Lösungen schaffen und Qualitätsstandards für die Investition von öffentlichen Geldern etablieren. Zudem will der Verband der Bevölkerung die Vorteile smarter Lösungen näherbringen und dadurch Ängste und Vorurteile abbauen. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Sunrise und die Hochschule Luzern. Google entwickelt Open- Source-Security-Chip kfi. Google, die ETH Zürich und weitere Partner haben ein Open-Source-Projekt angekündigt, in dem ein offen de signter Chip entworfen wird. «Open Titan» werde sich am Titan-Sicherheitschip für Googles Cloud-Server orientieren. Das Ziel sei, mit dem Chip einen sogenannten «Root-of-Trust» zu erschaffen. Dabei handle es sich um einen vertrauenswürdigen, sicheren Startpunkt, von dem aus verschiedene Sicherheitsmechanismen und Verifikationen aufgebaut werden können. Anzeige So viel Energie verbraucht das Internet sma. Klimakatastrophe und Artensterben sind zwei Begriffe, die man lieber nicht in die Google-Suche eingibt. Während politische Bewegungen wie Fridays for Future der Gesellschaft fast wöchentlich neue Denkanstösse geben, bleibt ein Thema weitestgehend unangetastet: der ökologische Fussabdruck der ICT-Branche. Bei den weltweiten Treibhausgasemissionen kommt diese nämlich auf 3,7 Prozent, berichtet die «NZZ» mit Bezug auf The Shift Project. Das ist deutlich mehr als die viel kritisierte zivile Luftfahrt (2 Prozent). Dabei trägt vom Videostreaming über Onlinepornografie und soziale Netzwerke bis zum E-Mail- Verkehr alles seinen Teil dazu bei. sma. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) der Bundesverwaltung hat ihren Bericht für die erste Jahreshälfte 2019 veröffentlicht. Das Schwerpunktthema im neuen Bericht ist Ransomware und die weltweiten Schäden, die durch die Schadsoftware angerichtet wurden. Als Ransomware wird eine erpresserische Schadsoftware oder ein Verschlüsselungstrojaner bezeichnet. Damit zielen Cyberkriminelle auf verfügbare Daten, um den Datenbesitzer zu erpressen. Mit zunehmender Grösse der Ziele steigen dabei auch die Lösegeldforderungen. Die nach dem Räuberhelden benannte Ransomware «Robbinhood» sorgte bei der US-amerikanischen Stadt Baltimore im Mai 2019 für einen massiven Serverausfall. Webinstallationen gegen den Klimawandel Die Aktionskünstlerin und Wissenschaftlerin Joana Moll zeigte bereits 2014 in einer Webinstallation «CO2GLE», wie viel CO2 eine Google-Suche verursacht. Nach ihrer Berechnung verursachen die Suchanfragen, die in einer Sekunde verarbeitet werden, etwa eine halben Tonne CO2. Auch wenn Google andere Zahlen ausgibt, summiert sich die Menge bei 3,5 Milliarden Suchanfragen täglich. Für jede Sekunde auf einer Suchmaschinenseite müsste man 23 Bäume pflanzen, behauptet Moll. In ihrer Webinstallation «DEFOREST» von 2016 visualisiert sie die benötigte Menge an Pflanzen. Wäre der gesamte IT-Sektor ein Land, er würde auf Platz 3 hinter den USA und China landen, schreibt «Der Standard». Die Hoffnungen liegen beim Thema künstliche Intelligenz. Vom Verbrauch von selbstfahrenden Autos bis zur Kühlung der Serverfarm soll sich damit in allen Lebenslagen Strom sparen lassen. Aber die Entwicklung der KIs hat wiederum einen sehr hohen Melani warnt vor Verschlüsselungstrojaner Bild: akindo / iStock.com Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch Energieverbrauch. KI bleibt also vorerst ein Versprechen auf eine klimafreundlichere ICT-Branche. Cybercrime-as-a-Service Der technische Fortschritt auf dem Gebiet der Trojaner spiegelt sich auch in einem neuen Angebot wider. Mit «Cybercrime-as-a-Service» können Personen im Darknet auch ohne Fachwissen das passende Equipment zum Erpressen erwerben. Die gestiegene Zahlungsbereitschaft der Unternehmen und Städteverwaltungen lockt zusätzlich Kriminelle an. Für die Zukunft Den vollständigen Artikel finden Sie online www.netzwoche.ch rechnet man bei der Bundesverwaltung mit noch gezielteren Angriffen und einer technischen Weiterentwicklung der Schadsoftware. Die exponentiell steigende Anzahl an mit dem Internet verbundenen Geräten werde Kriminellen eine grössere Angriffsfläche bieten. Studie zur Cyberkriminalität In einer Studie der Online Trust Alliance der Internet Society wird für 2018 mit einem weltweiten Schaden durch Ransomware-Angriffe von 8 Milliarden US-Dollar gerechnet. Die Gesamtkosten durch Cyberangriffe im vergangenen Jahr sollen 45 Milliarden Dollar betragen. 18 / 2019 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Research 33 Data Driven Business beginnt im Kopf Ein neues Schlagwort taucht am Horizont der IT-Begrifflichkeiten auf: das Data Driven Business oder das datengetriebene Unternehmen. Worum geht es? Nun, es ist kein neues Produkt, keine neue Lösung oder irgendein cloudbasierter Service. Nein, es dreht sich hier um eine Neuausrichtung des Businessmodells. Und um eine eigentlich neue Form der Entscheidungsfindung. DIE TOP DREI KERNASPEKTE BEI BUSINESSANALYSEN UND DATA DRIVEN BUSINESS Welche Kernaspekte verfolgen Sie heute primär mit Businessanalysen und dem Data Driven Business? Mehrfachantworten möglich Quelle: MSM Research AG / Bild: jannoon028 / Freepik.com 78 % 52 % 48 % Mehr Transparenz (Maximierung der Wertschöpfungkette) Verstärkter Kundenfokus (Massgeschneiderte Produkte und Dienstleistungen) Kostenreduktion (z. B. durch optimierte Logistik) DER AUTOR Philipp A. Ziegler Geschäftsführer, MSM Research AG Den Artikel finden Sie auch online www.netzwoche.ch Es geht um den Weg, aus Datenbergen und Datenseen wertschöpfungssteigernde Informationen zu gewinnen. Daraus entstehen Erkenntnisse für die Optimierung der Prozesse, des Portfolios und der gesamten Unternehmensstrategie, die dann in konkrete Entscheidungen, Aktionen und Massnahmen umgesetzt werden können. Und warum? Weil die wachsenden Datenmengen ohne echten Informationswert die Unternehmen zum Umdenken zwingen müssen. In einer zusehends digitalisierten Welt dreht sich alles um Reaktionszeiten und das Erkennen und Erfüllen von individuellen Kundenbedürfnissen. So sollen die anfallenden Daten nicht mehr nur zu Controllingzwecken verwendet werden. Die Transformation von Daten zu smarten Daten kann zum Beispiel die Customer Journey von der Anfrage bis zur Nachbearbeitung optimieren und individualisieren, Prognosen und Simulationen von Marktveränderungen und des Kundenverhaltens ermöglichen oder auch Lagerbestände und die Lieferkette optimieren. Der Begriff des Data Driven Business gehört für viele Schweizer Unternehmen derzeit noch in das Feld der Hype themen. Dies zumindest für die Mehrzahl der Befragten unserer neuen Studie. Über alle Branchen und Grössenklassen hinweg betrachtet sind es erst knapp 10 Prozent der Schweizer Unternehmen, die sich konkret mit den Data-Driven-Business-Kerntechnologien wie künstliche Intelligenz, Analytics oder Internet der Dinge beschäftigen. Allerdings werden diese Themen in den kommenden drei Jahren zu Topthemen avancieren und die Grundlage des Data Driven Business weiter festigen. Tempo, Innovation und Reaktionszeiten Der Wandel zum datengetriebenen Unternehmen gleicht einem neuen Spiel, es geht um Tempo, Innovation und Reaktionszeiten. Dies alles hat auch einen grossen Einfluss auf die Organisation und die Kultur eines Unternehmens. Ohne den entsprechenden Technologieeinsatz wird aus Daten kein Mehrwert geschaffen. Es braucht die notwendigen Systeme, Anwendungen und Prozesse zur Analyse und Transformation der Daten in Informationen. Es setzt aber ebenso eine Organisation und Mitarbeiter voraus, die über die Kompetenzen und Expertise verfügen, das neue Spiel zu beherrschen. Es setzt auch voraus, dass die Fachbereiche und die Mitarbeiter das Potenzial der Daten erkennen und die Bereitschaft zu neuem Denken und Handeln mittragen und den entsprechenden Kulturwandel unterstützen. Und ohne neue Fachkräfte, vorab in den Bereichen der Datenanalyse, wird es nicht gehen, der «Data Scientist» wird dabei eine Schlüsselrolle spielen. Letztlich wird sich der Erfolg eines datengetriebenen Unternehmens an dessen Reifegrad und der Bereitschaft zum Wandel ablesen lassen. Mehr zum Thema vermittelt das Whitepaper von Swisscom www.netzwoche.ch © netzmedien ag 18 / 2019

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