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Netzwoche 19-20/2016

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46 Management & Career

46 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Ostschweizer Verbände fusionieren gsa. Drei Verbände haben sich zum Verein ICT Berufsbildung Ostschweiz zusammengeschlossen. Dahinter stehen die Vereine ICT- Berufsbildung Thurgau, ICT-Berufsbildung Ostschweiz Mediamatik und der Lehrmeisterverband Informatiker St. Gallen Appenzell Liechtenstein (LMVI), wie es in einer Mitteilung heisst. ▸ Webcode DPF8_16390 ISSS kürt Masterarbeit msu. Jonas Wagner hat den diesjährigen ISSS Excellence Award gewonnen. Er ist Absolvent der Berner Fachhochschule. Wagner erhielt den Award für seine Masterarbeit «Deckard – Automated discovery and analysis of code similarities in malware». ▸ Webcode DPF8_15226 Latsis-Preis geht an Quantenforscher cgr. Die ETH Zürich hat in diesem Jahr Jonathan Home mit dem Latsis-Preis ausgezeichnet. Mit dem Preis würden herausragende Jungforscher geehrt, teilt die ETH mit. Die Grundlagenforschung von Home könnte Quantencomputer einst möglich machen. Die Auszeichnung ist mit 25 000 Franken dotiert. ▸ Webcode DPF8_14712 Firmen ohne Geschäftsleitung – funktioniert das? mur. «Seit der Industrialisierung organisieren wir unsere Unternehmen streng hierarchisch und zeichnen fleissig Organigramme», schreiben die Organisatoren der Focuson-Future-Eventreihe in einer Mitteilung. «Selbst in den Braucht wirklich jedes Unternehmen eine Geschäftsleitung? Antworten darauf gibt es am nächsten Event von Fokus on Future. Bild: Fotolia KMUs zelebrieren wir oftmals die damit verbundene ‹Positionitis› und glauben, ohne CEO, Chief Sales Officer, CFO, Head of XYZ nicht auskommen zu können.» Doch ist dieses Modell auch sinnvoll? Welche Alternativen gibt es? Und wer führt überhaupt die Firma und die Mitarbeiter, wenn es gar keine Geschäftsleitung mehr gibt? Fragen wie diese werden am 30. Januar 2017 in Baden behandelt. An der nächsten Focus-on-Future-Veranstaltung, ab 17 Uhr, in der Villa Boveri. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability der Hochschule Ludwigshafen wird ein Referat halten. Rump erklärt, wie sich das Unternehmen der Zukunft organisieren sollte. Wie Firmen das Thema Führung neu anpacken können. Und wie sie den Übergang gestalten sollten. Tonio Zemp wird ebenfalls anwesend sein. Er ist Partner und Ex-Geschäftsleitungsmitglied der Softwarefirma Liip. Er hat viel Erfahrung mit Selbstorganisation und Mitarbeiterautonomie. Seit Anfang 2016 wirtschaftet er ohne Geschäftsleitung und setzt stattdessen auf Holokratie. Die Organisatoren der Focus-on-Future-Reihe sind Urs Prantl, Geschäftsführer des IT-Beraters KMU Mentor, und Damian Suter, Inhaber der Agentur Captiva. Die Teilnehmerzahl für die Veranstaltung ist beschränkt. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_16411 St. Gallen beschliesst IT-Bildungsoffensive Anzeige IT Services und Managed Print Services – IT Services und Managed alles aus Print einer Services Hand! – alles IT Services aus einer Hand! und Managed Print Services – alles aus einer Hand! cgr. Die Regierung des Kantons St. Gallen hat eine sogenannte «IT-Bildungsoffensive» beschlossen. Der Entschluss geht auf eine Motion der SVP-, CVP-EVP- und FDP-Fraktion im Kantonsparlament zurück. Diese wurde vom Kantonsrat ohne Gegenstimme angenommen. «Ziel der IT-Bildungsoffensive ist es gemäss Motion, Wirtschaft und Gesellschaft im Hinblick auf die sich stellenden Herausforderungen bei der rasch fortschreitenden Digitalisierung zu unterstützen», heisst es in der Mitteilung. Dabei sollen alle Bildungsstufen angesprochen werden, von den Schulen, Hochschulen bis hin zu den Ausund Weiterbildungseinrichtungen. Die Kantonsregierung erarbeitet einen Projektauftrag, um die Finanzierung und Umsetzung in Angriff zu nehmen. Es gibt zwei Teilprojekte mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Das Teilprojekt «Kreditbeschaffung» untersteht dem Leiter Finanzen und Informatik im Bildungsdepartement, Bernhard Thöny. Die «Kreditverwendung» wurde vom Bildungsdepartement an Remo Daguati, LOC Consulting und vormaliger Leiter des Amts für Wirtschaft in St. Gallen, übertragen. Noch steht gemäss Mitteilung nicht fest, wie hoch der Finanzierungsbedarf für das Projekt sein wird. Es ist nur von einem «Kredit in Millionenhöhe» die Rede. Im März 2017 sollen in einem Zwischenbericht konkrete Massnahmen und Zahlen bekannt gegeben werden. Schliesslich wird noch das Volk des Kantons über den Kredit abstimmen. Es ist geplant, bis zum Schuljahr 2018/19 die Massnahmen der IT-Bildungsoffensive umzusetzen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_16964 www.graphax.ch 1920 / 2016 www.graphax.ch www.netzwoche.ch © netzmedien ag www.graphax.ch

Management & Career Nachgefragt 47 «IT-Profis müssen nicht auf Jobsuche gehen» Schweizer Arbeitnehmer wechseln immer häufiger die Stelle. Zu diesem Befund kam eine Arbeitsmarktstudie des Personalvermittlungsunternehmens Robert Half. Yeng Chow gibt einen Einblick in die ICT-Branche und erklärt, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter bei der Stange halten können. Interview: Joël Orizet Wie hoch ist die freiwillige Mitarbeiterfluktuation in der Schweizer ICT-Branche? Robert Half: In der Schweiz stellen 60 Prozent der Befragten in unserer Arbeitsmarktstudie fest, dass die freiwillige Mitarbeiterfluktuation in ihren Unternehmen in den letzten Jahren gestiegen sei. Im IT-Bereich ist die Situation sogar noch etwas verschärft, da aktuell eine besonders hohe Nachfrage nach entsprechenden Spezialisten herrscht. IT-Profis müssen nicht auf Jobsuche gehen. Sie werden direkt angesprochen und sind, wenn das Angebot die richtigen Anreize enthält, schnell zum Wechsel bereit. Was sind die häufigsten Kündigungsgründe für Arbeitnehmer aus der ICT-Branche? IT-Profis wechseln am ehesten den Arbeitgeber, wenn sie die Möglichkeit bekommen, mit neuen Technologien zu arbeiten. Besonders beliebt sind internetbasierte Technologien, also der Bereich Web Development und Web Applications. Generell besteht heutzutage auch der grosse Wunsch bei Arbeitnehmern, Erfahrungen in anderen Unternehmen und Branchen zu sammeln. Das ist gemäss unserer Arbeitsmarktstudie für fast jeden zweiten Arbeitnehmer der Fall. Ein höheres Gehalt ist zwar nicht ausschlaggebend, aber laut 40 Prozent der befragten HR- Manager ein entscheidendes Wechselmotiv. Wie kann ein Chef einer hohen Personalfluktuation vorbeugen? Vorgesetzte können vor allem durch einen intensiven Austausch mit ihren Mitarbeitern vorbeugen. Regelmässige Feedbackgespräche, in denen beide Seiten offen ihre Erwartungen darlegen, sind unentbehrlich. Darüber hinaus müssen Yeng Chow , Senior Manager bei Robert Half in Zürich natürlich auch die Unternehmens- und Führungskultur im gesamten Unternehmen stimmen und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter angeboten werden. Welchen Stellenwert haben dabei Exit-Gespräche? Exit-Gespräche sind für die gesamte Personalarbeit – vom Recruiting über die Mitarbeiterbindung bis zum Employer Branding – ein wertvolles Instrument. Denn Veränderungen lassen sich erst dann ableiten, wenn die Wechselgründe bekannt sind. Das setzt voraus, dass diese systematisch erfasst und analysiert werden. Insofern sollten Exit-Gespräche einen deutlich höheren Stellenwert bei Arbeitgebern mit steigenden Fluktuationsraten bekommen, als es womöglich aktuell der Fall ist. Können Sie den idealen Ablauf eines Exit-Gesprächs schildern? Für den idealen Ablauf eines Austrittsgesprächs müssen auf jeden Fall drei Faktoren berücksichtigt werden: Der Termin, der Gesprächspartner sowie der vertrauliche und individuelle Rahmen. Der beste Zeitpunkt für das Gespräch ist kurz vor dem Abschied und nachdem das Arbeitszeugnis ausgestellt wurde. Dann sind ehrliche Antworten zu erwarten. Das Gespräch sollte nicht vom direkten Vorgesetzten, sondern einer neutralen Person, etwa aus der Personalabteilung, geführt werden. So kommen auch mögliche Differenzen mit dem Vorgesetzten zur Sprache. Drittens sollten Arbeitgeber im Exit-Gespräch unbedingt individuell auf den Mitarbeiter eingehen. Selbstverständlich muss das Gespräch vertraulich behandelt und dem Mitarbeiter zugestanden werden, einzelne Fragen nicht zu beantworten. Kurz gesagt geht es darum, in einem Gespräch Informationen zu erhalten, die für Verbesserungen im Unternehmen genutzt werden können. «Regelmässige Feedbackgespräche, in denen beide Seiten offen ihre Erwartungen darlegen, sind unentbehrlich.» Yeng Chow , Senior Manager bei Robert Half in Zürich 1920 / 2016

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