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Netzwoche 19-20/2016

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08 Business Aktuell

08 Business Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Ali-Cloud kommt nach Europa cgr. Nach der Eröffnung erster Rechenzentren in den USA hat Ali-Cloud, eine Tochter des chinesischen E-Commerce-Giganten Alibaba, in vier weitere Weltregionen expandiert. Unter den neuen Rechenzentren ist auch eine Anlage in Frankfurt. Diese betreibt Alibaba zunächst als Colocation- Center im Rechenzentrum von Vodafone, wie das chinesische Wirtschaftsblatt «Caixin» berichtet. Ali-Cloud betreibt weltweit über 14 Rechenzentren. ▸ Webcode DPF8_15731 Nationalrat kürzt IT- Budget asc. Der Nationalrat hat über das Budget abgestimmt. Die rechtsbürgerliche Mehrheit, bestehend aus FDP, BDP und SVP, dominierte die Debatte, wie auf der Website des Parlaments zu lesen ist. Sie setzten 127 Millionen Franken Kürzungen durch. Das übersteigt die Vorschläge des Bundesrats deutlich. Der Nationalrat kürzte auch das Budget für externe Berater. ▸ Webcode DPF8_17514 Autonomes Postauto an der Cebit im Einsatz V. l.: Oliver Frese, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, Andreas Kaelin, Geschäftsführer ICT-Switzerland, und Ralph Mogicato, Swiss ICT Investor Clubs. cgr. Was erwartet die Besucher an der Cebit 2017? Welche Schwerpunkte wird es geben? Wie wird sich die Schweiz präsentieren? Über diese Fragen informierten ICT-Switzerland und die Cebit-Veranstalter an einer Medienkonferenz in Zürich. Kurz zusammengefasst: Die Schweiz will an der nächsten Cebit Gas geben und die Messe als eine zentrale Plattform nutzen, wie Oliver Frese, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, und ICT-Switzerland-Geschäftsführer Andreas Kaelin an der Veranstaltung erklärten. «D!conomy» die dritte Wie schon in den beiden Vorjahren steht die Cebit wieder unter dem Motto «D!conomy», was für digitale Ökonomie steht. Diesmal mit dem Zusatz «no limits», womit die Cebit laut Frese die Potenziale wie auch Herausforderungen der Digitalisierung ansprechen will. Die Schwerpunkte der Cebit 2017 sind künstliche Intelligenz, Virtual und Augmented Reality, Sicherheit und Cloud. Besonders hob Frese den neuen Schwerpunkt Drohnen hervor. «Die Cebit wird die grösste Drohnenveranstaltung der Welt sein», kündigte er an. Grosse Schweizer Beteiligung erwartet Kaelin betonte in seiner Präsentation, wie wichtig die Cebit für die Schweizer ICT-Landschaft sei. Diese grosse Messe sozusagen vor der Haustür der Schweiz, nur eine Flugstunde entfernt, sei eine grosse Chance. Die Schweiz müsse sich stärker als Innovations- und ICT-Nation präsentieren, wofür die Cebit die ideale Plattform sei. ICT-Switzerland habe sich daher zum Ziel gesetzt, doppelt so viele Schweizer Aussteller an die Cebit 2017 zu bringen wie im Jahr 2015. Hierfür stehe der «Swiss Pavilion» mit 600 Quadratmetern Ausstellerfläche bereit. Wichtig für die Schweiz sei es, die Leuchttürme der Innovation stärker hervorzuheben. Daher werde das in Sion eingesetzte autonome Postauto mit zur Cebit reisen. In der Halle 13 wird der «Smart Shuttle» Gäste transportieren. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_16470 DIGITALE TRANSFORMATION DER IT Es ist paradox mit uns Informatikern. Einerseits sagen seriöse Studien einen enormen Fachkräftemangel für die nächsten 4 bis 5 Jahre voraus. Andererseits wandern viele IT-Jobs in ferne Billiglohnländer ab, und die Konzerne stellen hierzulande tausende altgediente IT-Spezialisten einfach so auf die Strasse. IT ist halt nicht gleich IT. Und wenn jemand schon mehr als 45 Lenze auf dem Buckel hat, dann wird ihm das Arbeiten mit Jenkins und das Programmieren in Python in Containern aus der Cloud nicht mehr zugetraut: Es dauert einfach zu lang, Opa … Der IT-Beruf hat sich jedoch gewandelt. Es werden zwar in Zukunft weiterhin talentierte IT-Nerds handverlesen eingestellt. Es entstehen aber auch neue IT-Profile, von denen die besagten Studien noch gar nicht berichten, die jedoch heute bereits völlig untervertreten sind: die IT- Service-Experten. Diese Spezies ist das völlige Gegenstück zum introvertierten Techie. Sie ist kommunikativ und führungsstark und kann die Bedürfnisse des Business nach vermehrter Digitalisierung genau verstehen. Gleichzeitig kann sie als Service-Integrator die notwendigen Leistungen über die verschiedenen involvierten, multiplen Serviceprovider durchsetzen, zu einem ganzheitlichen Dienst orchestrieren und die geforderte Qualität End-to-End sicherstellen. Sie denkt nicht in Bits und Bytes, dafür mehr in Outcome und Business Value. Dazu ist nun Seniorität und Erfahrung gefordert. Ideal für alle Ü45, die genug haben vom Programmieren oder zu müde sind, um im Doppelboden einem verdrillten Kabel nachzuspüren. Und es ist Zeit für die Unternehmen und IT-Organisationen zu erkennen, dass sie dringend solche IT-Service-Experten brauchen. Wer koordiniert denn sonst die dynamischen Bedürfnisse der Kunden und stellt diese bei den unterschiedlichen Lieferanten sicher? Wer bringt die Supplier an einen Tisch, wenn sich ein Major Incident partout nicht einfach zuordnen lässt? Compliance und Sicherheitsauflagen lassen sich zwar in Verträge giessen, aber im dynamischen Tagesgeschäft braucht es den IT-Service-Experten, der den Überblick behält und weiss, was zu tun ist. Die Zeiten stehen gut für altgediente IT-Fachspezialisten. Man muss sie nur zu nutzen wissen. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_16944 Mit der Zeit gehen ... Martin Andenmatten Gründer und Geschäftsführer, Glenfis 1920 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Business Nachgefragt 09 Die Folgen der Hirt-Übernahme Infoniqa hat im November mit der Übernahme von Hirt überrascht. Urs Tschudin, Verwaltungsratspräsident von Infoniqa, erklärt, was die Fusion für die Kunden bedeutet. Interview: Joël Orizet Warum hat Infoniqa Hirt gekauft? Urs Tschudin: Der Einstieg ins Cloud-Geschäft ist aufwendig und verlangt nach Kompetenzen, die nicht jedes Unternehmen gerade so zur Verfügung hat. Wir haben uns in den letzten Jahren auf andere Themen fokussiert, wie etwa auf die Verstärkung unseres bereits schon grossen Engagements mit Veritas bezüglich Appliances sowie den Aufbau unserer Marktpräsenz mit Huawei Enterprise. Wie verhindern Sie, dass die Mitarbeiter mit dem wichtigen Cloud-Know-how das Unternehmen verlassen? Der Zusammenschluss von Infoniqa und Hirt wurde von den Mitarbeitern sehr positiv aufgenommen. Auch sie erkennen die Synergien und Opportunitäten. Infoniqa hat mit seiner Kundenbasis von zirka 350 Enterprise-Kunden ein realistisch ansprechbares Potenzial von über 100 Unternehmen, die das Angebot von Hirt nutzen könnten. Was sind jetzt die wichtigsten Aufgaben im Zuge der Integration? Wir müssen sofort das Cloud-Angebot von Hirt den Kunden von Infoniqa präsentieren und allenfalls an deren Bedürfnisse anpassen sowie ausbauen. Das heisst, die verantwortlichen «Treiber» dieser Initiative benennen, die Infoniqa- Mitarbeiter ausbilden, die Kompetenzen von Hirt bei Infoniqa einbringen. Das begann schon einen Tag nach der Bekanntgabe. Was bedeutet die Übernahme für die Kunden? Kunden wollen im Rahmen der Lieferanten-Konsolidierung vermehrt mit grösseren Unternehmen mit einem breiteren Angebot zusammenarbeiten. Mit uns arbeiten Urs Tschudin, Verwaltungsratspräsident von Infoniqa die Kunden mit einem gestärkten Unternehmen zusammen, das ihnen ausser den bisherigen projektorientierten Lösungen auch etablierte Managed Services und Cloud- Lösungen anbieten kann. Wie sieht Ihre weitere Marktstrategie aus? Wir wollen unsere Präsenz im Schweizer Markt deutlich stärken. Für unser strategisch wichtiges Standbein Veritas wollen wir unsere Marktposition ausbauen. Dabei wollen wir die Herausforderungen der neuen Datenschutzgrundverordnung GDPR adressieren. Unser zweites Standbein, die Zusammenarbeit mit EMC Dell, wollen wir vertiefen und Huawei Enterprise im Bereich Datacenter als feste Grösse am Schweizer Markt etablieren. Zudem wollen wir unser Cloud-Angebot ausbauen, damit wir eine erheblich grössere Anzahl Kunden bedienen können. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_17436 WWW.NETZWOCHE.CH Allocare kauft sich frei gsa. 2011 hat das Investment- Unternehmen State Street das Softwareunternehmen Allocare gekauft. Nun entschied sich State Street, die Softwarefirma mit rund 40 Mitarbeitern wieder zu veräussern. Käufer sind die Manager von Allocare selbst. Der Management-Buy-out soll Anfang Januar 2017 erfolgen. ▸ Webcode DPF8_16373 Schweiz bekommt «Digitales Manifest» cgr. Ende November sind in Bern 50 «Digital Shapers» zusammengekommen, um über die Digitalisierung in der Schweiz zu diskutieren. Gemeinsam erarbeiteten sie den Entwurf für ein «Digitales Manifest». Die Schweiz soll bei der digitalen Transformation weltweit eine führende Rolle spielen, lautet das im Strategiepapier formulierte Ziel. ▸ Webcode DPF8_16235 Microsoft schliesst sich Linux Foundation an cgr. Die Linux Foundation hat einen neuen, gewichtigen Partner bekommen. Wie Techcrunch berichtet, trat Microsoft der Stiftung bei. Der US-Softwareriese hält mit dem Platin-Status den höchsten Partner-Level. Mit dem Schritt geht Microsoft weiter in Richtung Open Source. ▸ Webcode DPF8_15363 Anzeige G DATA Managed Endpoint Security powered by Microsoft Azure: Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Demo-Termin: E-Mail: cornelia.lehle@gdata.ch Tel: 044 580 32 54 Schützen Sie Ihre IT vor Cyber-Angriffen. Jetzt flexibel aus der Cloud. www.netzwoche.ch © netzmedien ag Microsoft Azure Certified 1920 / 2016

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