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Netzwoche 19-20/2016

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10 Business Nachgefragt

10 Business Nachgefragt «Unsere Kernkompetenz ist ganz klar das Boxmoving» Microspot.ch drängt seit Mitte Oktober ins B2B-Geschäft. Das Heimelektronik-Unternehmen will damit Reseller bedienen und Grossaufträge an Land ziehen. Markus Kwincz, Leiter B2B bei Microspot.ch und Interdiscount, spricht über seine Vorstellung des E-Business zwischen Unternehmen Interview: Joël Orizet Welche Vorteile bietet das B2B-Geschäft den Kunden von Microspot.ch? Markus Kwincz: Wir sind mit Microspot.ch seit ungefähr drei Jahren verstärkt an der Bearbeitung des B2B-Geschäfts. Wir haben zwischenzeitlich unsere Kundenbasis deutlich ausbauen können, und das B2B-Geschäft hat sich zu einem wichtigen Bestandteil entwickelt. Mit unserem neu lancierten B2B-Shop – b2b.microspot.ch – bieten wir unseren Kunden nun weitere Annehmlichkeiten, wie die Möglichkeit, von individuellen Konditionen und neutralen Lieferscheinen profitieren zu können. « Es entsteht zunehmend ein ‹Prosumer-Geschäft›. » Markus Kwincz, Leiter, B2B Microspot.ch Microspot.ch ist in diesem Bereich ein Nachzügler. Wie wollen Sie sich gegenüber der Konkurrenz durchsetzen? Unsere Kernkompetenz ist ganz klar das Boxmoving. Wir betreiben eine kosteneffiziente Logistik und bieten sehr attraktive Konditionen. Durch unsere eigene Logistik können wir sehr flexibel agieren und somit die Bedürfnisse unserer Kunden befriedigen. Wir können hiermit sowohl kleinere KMUs als auch grosse Unternehmen bedienen. Micropsot.ch kommt im B2B-Bereich immer dann ins Spiel, wenn kosteneffiziente Logistik gefragt ist. In welchen Branchen sehen Sie das meiste Potenzial für Ihr B2B-Geschäft? Die Struktur unserer Zielgruppe ist sehr heterogen: Vom KMU über das Grossunternehmen bis hin zum Reseller werden unsere Leistungen von einer breiten Kundengruppe in Anspruch genommen. Welche Kundengrösse sehen Sie als Sweet-Spot für das B2B- Geschäft? Die Grösse ist für uns keine entscheidende Komponente. Vielmehr kommt es auf den Fokus an, den unsere Kunden mit uns zusammen abdecken wollen. Ihre Schwester Interdiscount ist ebenfalls ins B2B-Geschäft eingestiegen. Wie arbeiten Sie zusammen und wo grenzen Sie sich voneinander ab? Mit Interdiscount bedienen wir zum einen intensiv das lokale Gewerbe, das sowohl unsere Filialen in unmittelbarer Nähe wie auch den Onlineshop nutzen kann. Auf der anderen Seite kommt Interdiscount dann zum Zug, wenn ein Kunde Leistungen wünscht, die übers Filialnetz abgewickelt werden können. Wie entwickelt sich das B2B-Geschäft von Microspot.ch? Welche Trends sehen Sie? Wir sehen, dass die Grenzen zwischen dem Geschäft mit Endkunden und jenem mit Unternehmenskunden immer mehr verschwimmen. Es entsteht zunehmend ein «Prosumer-Geschäft». Dies wird verstärkt durch aktuelle Entwicklungen wie etwa die Verbreitung von Bring your own Device. Von daher ist es für uns die logische Konsequenz, diesen Wandel aktiv mitzugestalten. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_17492 1920 / 2016 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

In Kooperation mit Digicomp Cloud Day 2017 DOSSIER11 DevOps ist die Zukunft DevOps, die Verbindung von Development mit den Operators, also den Administratoren, ist das Rezept, um den hohen Automatisierungsgrad in den Clouds zu etablieren und zu halten. Alle grossen Anbieter stellen dafür Werkzeuge bereit. DIE AUTOREN ·· Wissen: Viele Mitarbeiter müssen ihre aktuellen Kenntnisse erweitern oder sich total umstellen in der Art, wie sie ihre Arbeit durchführen. ·· Prozesse: Hier werden iterative Ansätze wie Scrum oder Agile aktuelle Prozessdefinitionen ersetzen. ·· Kulturell: Systemverwalter und Entwickler sind nun in ihren Tätigkeiten sehr nah beieinander, alte Gräben müssen überwunden werden. « Das Erstellen eines Hadoop-Big-Data-Clusters dauert in Microsoft Azure etwa 45 Minuten, in einem normalen Datacenter mehrere Wochen. » Matthias Gessenay, Digicomp-Trainer und Fachbereichsleiter Rinon Belegu Senior System Engineer von UMB, Digicomp-Trainer und Fachbereichsleiter Matthias Gessenay Mitinhaber von Corporate Software, Digicomp-Trainer und Fachbereichsleiter DevOps rückt die Entwicklung und den Betrieb näher zusammen. IT-Administratoren, die Systeme installieren, konfigurieren und verwalten, werden zukünftig arbeiten wie Entwickler, die mit Programmiersprachen Applikationen erstellen und verteilen. Das bedeutet etwa: ·· Statt sich durch grafische Oberflächen zu klicken, um Programme zu installieren, werden die nötigen Anweisungen geschrieben, um sie dann automatisiert ablaufen zu lassen. ·· Statt Systemparameter wie eine Firewall oder Festplatten manuell zu konfigurieren, wird eine Datei erstellt mit allen Anweisungen, die dann auf alle Server desselben Typs angewendet wird. Warum DevOps? Die Realität ist, dass in modernen Rechenzentren alles virtualisiert eingerichtet werden kann. Also unabhängig von den physischen Gegebenheiten: vom Netzwerk über den Speicher bis hin zu Computern. Um diese Techniken möglichst effizient nutzen zu können, ist sehr viel Agilität in der Installation, in der Konfiguration und im Betrieb nötig. Zudem bringen kleine Fehler, wie sie oft bei manuellen Arbeiten passieren, die komplexe Struktur zu Fall. Das DevOps-Konzept hat Auswirkungen auf ganz verschiedenen Ebenen: ·· Technik: Hier werden flexible, teamfähige und breite Ansätze gebraucht, um übergreifende Workflows zu ermöglichen. Ausserdem muss eine gute Integration mit der bestehenden Systemlandschaft gegeben sein. DevOps als Konzept ist zunächst unabhängig von der Cloud-Thematik zu sehen (die Verlagerung von Rechendienstleistungen in grosse, zentralisierte Datacenter) – beide profitieren aber stark voneinander. Da in der Cloud überwiegend vorkonfigurierte Dienstleistungen wie Platform-as-a-Service und Infrastructure-as-a-Service bezogen werden, können mit wenigen verbindenden Programmcode-Zeilen enorm komplexe Dienstleistungsangebote erstellt werden. Ein Beispiel: Das Erstellen eines Hadoop-Big-Data-Clusters dauert in Microsoft Azure etwa 45 Minuten, in einem normalen Datacenter mehrere Wochen. Microsoft empfiehlt sogar, sich nur dann «mal schnell» einen Cluster zu bauen, wenn man gerade etwas zu berechnen hat – denn nur dann zahlt man für die Leistung. Das Bindeglied Das Bindeglied, das alle diese Punkte – die Ebenen, die Cloud und die bestehende Umgebung – vereint, ist eine übergreifende Skriptund Kommandozeilensprache. Microsofts Linux-ähnliche Verwaltungssprache Powershell kann dies leisten, aber auch Open-Source- Sprachen wie Python haben sich von Spezial- zu Universalsprachen entwickelt. So können mit Python ausser systemnahen Aufgaben auch Cloud-Automatisierung erreicht und sogar Big-Data-Analysen erstellt werden. Aber Microsoft hat hier – historisch seltsam – die homogenere Plattform: Vor mehr als zehn Jahren in der ersten Version veröffentlicht und seither kontinuierlich weiterentwickelt, ist Powershell inzwischen für Mac und Linux verfügbar und kann das komplette Cloud-Angebot (Azure, Office 365 etc.) wie auch die bestehende Serverinfrastruktur verwalten. Auch andere Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS) lassen sich problemlos mit Powershell administrieren. In den verschiedenen Ebenen heisst das für Scriptsprachen wie Powershell: ·· Technik: Sie können inzwischen jedes Microsoft-Produkt und sehr viele andere Umgebungen (VMware, Citrix, Amazon Cloud etc.) verwalten, und zwar innerhalb desselben Skripts. Azure und andere Cloud-Anbieter stellen von Automatisierungsser- www.netzwoche.ch © netzmedien ag 1920 / 2016

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