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Netzwoche 19-20/2017

34 Web Best of Swiss

34 Web Best of Swiss Apps 2017 Die erfolgreichsten App-Dienstleister Der Best of Swiss Apps Award ist in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben worden. Aus den bisherigen Platzierungen erarbeiteten die Veranstalter ein Ranking der besten App-Dienstleister. Für dieses flossen alle Punkte ein, welche die App- Dienstleister zwischen 2013 und 2017 beim Wettbewerb Best of Swiss Apps gesammelt haben. An der Spitze des diesjährigen Rankings gab es keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Apps with Love baute seinen Vorsprung vor Ubique Innovations jedoch aus. Neu auf dem Podium ist Dreipol vertreten. Das Unternehmen kletterte von Rang sechs auf drei und verdrängte Bitforge auf den vierten Platz. Autor: Christoph Grau RANG: 1 – 20 ARTIKEL ONLINE: WWW.NETZWOCHE.CH/BOSA/BESTENLISTE-2017 Veränderung Rang 2017 Rang 2016 Dienstleister Punkte 2017 Punkte 2016 – 1 1 Apps with love 92 48 – 2 2 Ubique Innovation 72 43 ↗ 3 6 Dreipol 41 21 ↘ 4 3 Bitforge 34 34 – 4 4 Netcetera 34 20 ↘ 6 5 Gbanga. Millform 26.33 22.33 – 7 7 Notch Interactive 23.03 21.10 ↗ 8 11 Approppo 23 15 – 9 – Appculture 22 10 ↘ 10 9 Namics 20.85 15.92 ↘ 11 8 Liip 18.5 18.50 ↘ 12 10 Swisscom Schweiz + Mila 18 15.50 ↘ 13 11 Du Da Group 15 15 ↘ 13 11 Marco Krapf 15 5 ↗ 13 21 Iosphere 15 9 – 13 – Staay 15 – ↘ 17 14 Inside Solutions 14 14 ↗ 18 38 Sherpany 13 4 ↗ 18 26 Y&R Group Switzerland 13 7 ↘ 19 15 Jeff Zürich 12 12 ↘ 20 16 Lernetz 11 11 1920 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Technology Aktuell 35 Wie die Flüssigkeit Novec die IT-Kühlung revolutionieren könnte sma. Im Jahre 2007 hatte Deltalis die ehemalige Fliegerfestung in der Urner Gemeinde Attinghausen gekauft. Das IT-Unternehmen machte aus der Festung ein Rechenzentrum. Am 14. November lud Deltalis die Medien zur Eröffnung des sogenannten Innovation Labs ein. Durchsichtig und harmlos Das Lab befindet sich am Eingang des Rechenzentrums. Hier blubbert friedlich eine Flüssigkeit vor sich hin. «Sie heisst Novec, ist durchsichtig und völlig harmlos», versichert Manuel Senn vom Technologiekonzern 3M. Die Flüssigkeit sei weder giftig noch entflammbar. Ausserdem sei sie umweltfreundlich. Alle tauchen ihren Finger in ein Glas Novec. Die Flüssigkeit verdunstet sofort spurlos. Deltalis nutzt die Chemikalie, um Rechner zu kühlen. Ausgearbeitet hat das Kühlsystem der Datacenter-Spezialist Tobias Dehmel. «Wir hängen die Servermodule in das flüssige Novec», erklärt Dehmel. «Die Flüssigkeit verdampft, steigt auf und kondensiert am Wärmetauscher über dem Becken. Dann fliesst das technische Fluid in den Tank zurück.» So bilde sich ein geschlossener Kreislauf. Die Abwärme könne man dann etwa zum Heizen verwenden. Verglichen mit herkömmlichen Raumkühlungssystemen habe das neue Konzept erhebliche Vorteile. Dehmel rechnet vor: «Der Energieverbrauch lässt sich dadurch bis um 30 Prozent verringern.» Denn die kostspielige Luftkühlung entfalle komplett. Und das Novec-System laufe völlig geräuschlos. Ein Board von Dell badet in Novec. «Bis jetzt schwimmt leider noch nicht alles in Novec», räumt Manuel Senn von 3M ein. «Aber das wäre natürlich unser Traum.» Das Novec-System habe eine nahezu identische Leistung wie etwa die Wasserkühlung von IBM. Der Unterschied: Novec brauche keine Pumpe. Zudem funktioniere die Flüssigkeit auch mit herkömmlichen Servermodulen. Stolperstein für die Technologie sei die Hardware. «Hersteller bewegen sich noch zu zögerlich in Richtung Novec», sagt Dehmel. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_69085 WWW.NETZWOCHE.CH Trojaner «Bankbot» attackiert die Raiffeisenbank sma. Ein Trojaner namens Bankbot bereitet den Banken im deutschsprachigen Raum Kopfschmerzen. Vor Kurzem habe sich die Schadsoftware über Google Play in den Apps diverser deutscher Banken eingenistet, berichtet das Sicherheitsunternehmen Avast. Auch die Schweizer Raiffeisenbank sei betroffen. Raiffeisen kenne Bankbot seit dessen frühesten Auftreten, heisst es vonseiten der Bank auf Anfrage. ▸ Webcode DPF8_70309 München beerdigt Limux-Projekt mur. Der Stadtrat von München hat das Limux-Projekt ab geschossen. Er nahm eine Beschlussvorlage an, die für die Stadt München eine Client-Architektur für rund 29 000 Rechner auf Basis von Microsoft Windows vorsieht. Die Kehrtwende sei Teil des Plans zur «Neuorganisation der städtischen Informationsund Telekommunikationstechnik», schreibt Heise. Auslöser für den Entscheid war ein Gutachten von Accenture. ▸ Webcode DPF8_70942 MÜLLERS KLEINES ABC C wie Content Christopher Müller Inhaber und CEO von Die Ergonomen Usability AG. Theorie: Content hiess früher mal Inhalt und meint eigentlich die Information in einem Medium, die sich direkt an den Nutzer richtet. Das ist natürlich furchtbar unscharf, gerade wenn es um elektronische Kanäle geht. Deshalb wird der Begriff oft auch mit Nutzinformation gleichgesetzt und so gegen die Werbeinformation abgegrenzt. Realität: Es hat sich unterdessen selbst in der Webbranche herumgesprochen: Content ist wichtig. Oder, wie ein gewisser Herr Gates schon gegen Ende des letzten Jahrtausends zu sagen pflegte: «Content is King». Entsprechend wäre zu erwarten, dass die Inhalte in Webprojekten gebührende Aufmerksamkeit und angemessene Budgets erhalten. Doch in vielen Projektteams sucht man Content-Fachleute vergebens. Die kommen dann vielleicht noch gegen Ende als Sub-Subunternehmer ins Spiel und dürfen – schlecht gebrieft und unterfinanziert – rasch noch starre Container mit Inhalt befüllen. Genauso sehen die Resultate dann auch aus: Zu oft wechseln sich Textwüsten ab mit Bild-Tsunamis. Teure Webtechnik und prächtiges Design kontrastieren mit schwammigen Texten und belanglosen Bildchen. Unpräzise gewählte Begriffe und unbedacht hingeworfene Synonyme nagen an der Verständlichkeit. Über allem hängen der Mief der Innensicht und der Fluch falsch verstandener SEO. Heraus kommen Texte, die sich lesen wie verunfallte Mantras über Produkte und Marken. Gerüchten zufolge sollen die bei empfindlichen Nutzern schon heftige Depressionen ausgelöst haben. Im Ernst: Wer rasch brauchbare Informationen bekommen will, fühlt sich hier bestimmt nicht abgeholt. Fazit: Guter Content soll Gehalt haben. Ihn zu erschaffen braucht Zeit und Geld und Schweiss. Es braucht ein grundlegendes Verständnis der Materie und ein Konzept dessen, was man sagen will. Und auch wenn dann ein Konzept steht und man Content produziert, braucht es den Willen, sich ständig zu fragen, ob hier auch wirklich steht, was gesagt werden soll. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_71127 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 1920 / 2017

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