Aufrufe
vor 2 Jahren

Netzwoche 19-20/2017

48 XXXXXXXXXXX

48 XXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXX Illustration: eatcute / iStock.com, Aquir / iStock.com FOCUS ALL-IP Goodbye ISDN! sma. All-IP ist im Anmarsch. Ab Anfang 2018 stellen erste Schweizer Gemeinden und Regionen gänzlich auf IP um. Künftig wird das «Voice over Internet Protocol» (VoIP) das klassische ISDN ablösen. Das bedeutet mehr Möglichkeiten für Unternehmen. Neue und flexible Kommunikationslösungen stehen bereit. Sie sollen den Kundenservice effizienter gestalten, die Zusammenarbeit erleichtern, Transparenz schaffen und letztlich Investitions- und Betriebskosten optimieren. Brunhilde Mauthe, Head of Communications All-IP Transformation bei Swisscom, erläutert, welche Fragen Unternehmen vor der Umstellung klären sollten. Josef Furger, Senior Product Manager B2B bei UPC Business Schweiz, zeigt die neuen Perspektiven, die sich durch VoIP auftun. Die Technologie ermögliche es, überall unter derselben Nummer erreichbar zu sein –ganz ohne physische Infrastruktur. Furger warnt allerdings auch davor, dass der Umstieg von ISDN zu VoIP zu Mehrkosten führen könnte, wenn Unternehmen keinen entsprechenden Plan hätten. Dabei sei VoIP erst der Anfang: Durch höhere Internetbandbreiten könne man Meetings ohne Kostenaufwand ins digitale Reich der HD-Videogespräche verlagern. Christophe Beaud, CEO von Peoplefone, gewährt einen Einblick in die Zukunft der Technologie. Er verrät, was Unternehmen brauchen, um eine nachhaltige VoIP-Lösung auf die Beine zu stellen. VoIP nehme das Telefon ins Internet der Dinge auf und ermögliche neue Schnittstellen, etwa mit Social Media. Der neue Übertragungsstandard 5G werde die Arbeit unterwegs in eine neue Dimension befördern. Dabei dürfe allerdings die Sicherheit nicht vergessen gehen. 1920 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Focus All-IP 49 Bessere Services und flexibleres Arbeiten dank All-IP All-IP bietet neue und flexible Kommunikationslösungen, adaptiert an die Bedürfnisse und Grösse des Unternehmens. Ab Anfang 2018 werden die ersten Gemeinden und Regionen in der Schweiz vollständig auf IP umgestellt. Höchste Zeit, falls noch nicht erfolgt, sich für die passende IP-basierte Kommunikations- und Netzwerklösung zu entscheiden. DIE AUTORIN Brunhilde Mauthe Head of Communications All- IP Transformation, Swisscom Wer Lifttelefone und Notrufanlagen hat, sollte deren IP-Fähigkeit prüfen. Mit der weltweiten Umstellung auf All-IP und der damit verbundenen Zusammenführung von Telefon, Internet und TV auf die IP-Technologie wird die Basis für die Digitalisierung unseres Wirtschaftsstandorts geschaffen. Heute nutzen bereits über 1,9 Millionen Swisscom-Kunden die Vorteile der IP-Produkte. Ab Anfang 2018 beginnt Swisscom mit der vollständigen Umstellung der Kundenanschlüsse auf IP in den ersten Gemeinden und grösseren Regionen in der ganzen Schweiz, sodass dort der Rückbau der alten Infrastruktur vorangetrieben werden kann. Für Unternehmen bietet IP flexible Kommunikationslösungen, adaptiert an die Bedürfnisse und Grösse des Betriebs. Unternehmen sind daher aufgefordert, rasch auf Swisscom und ihre Installationspartner zuzugehen und sich beraten zu lassen, um so rasch wie möglich auf die IP- Technologie umzustellen. Denn nicht nur die Telefonie wird auf IP umgestellt, sondern auch zahlreiche Sonderanwendungen, die über die herkömmliche Festnetztelefonie kommunizieren, wie Alarm- und Lifttelefone oder Haustechnikanlagen. Einfach, effizient und flexibel Die IP-Technologie bietet dem Unternehmen viele Vorteile. Mit All-IP kann immer und überall und mit jedem Gerät kommuniziert und gearbeitet werden. Mit der Business- Telefonie-App nehmen Sie die Festnetznummer auch ausserhalb des Büros mit. Das erlaubt besseren Kundenservice und erleichtert die Zusammenarbeit. Schliesslich ermöglicht All-IP ganz neue Servicemodelle, mit denen i VORGEHEN BEI DER UMSTELLUNG Modernste Regionen der Schweiz dank vollständiger Umstellung auf IP: Ab 2018 werden die Standorte Aarberg, Nyon, Uster und an sie angrenzende Gemeinden sowie Zürich Unter- und Oberstrass (total 20 Gemeinden) als erste Gebiete der Schweiz vollständig auf IP überführt sein, um dort den Rückbau der alten Infrastruktur voranzutreiben. Diesen Gebieten folgen die ersten vier Grossregionen Solothurn/ Biel/Jura, Schaffhausen/Winterthur/ Frauenfeld, Balsthal/ Olten/, Gebiete im Aargau/Oberaargau sowie dem Grossraum Rapperswil/Jona/Glarus. Die weiteren Regionen sind Gegenstand der aktuellen Planung und werden rechtzeitig bekannt gegeben. Diese Regionen werden zuerst auf All-IP umgestellt. sich Investitions- und Betriebskosten optimieren und planen sowie die Transparenz verbessern lassen. Einfachere Arbeitsabläufe, klare Strukturen und der mobile Zugang zu den Firmendaten unabhängig vom Standort sorgen für mehr Produktivität und Effizienz. Neue Option Ausfallsicherung für Notruftelefonie Wer Lifttelefone und Notrufanlagen hat, sollte deren IP- Fähigkeit prüfen. Swisscom empfiehlt, sich an den Wartungsvertragspartner oder an den Hersteller der Anlagen zu wenden. Meistens werden diese Anlagen auf eine mobilfunkbasierte Lösung umgestellt. Swisscom bietet ausserdem eine Festnetzlösung mit doppelter Ausfallsicherung; eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung in Form einer Batterie) sorgt bei einem Stromausfall und der USB-Stick bei einem Netzausfall für das Weiterfunktionieren der Notrufanlage. Zum Schluss noch eine Checkliste für die Evaluation der Kommunikationsbedürfnisse: ·· Wie viele Mitarbeitende benötigen eine Festnetznummer? ·· Habe ich eine Telefonanlage? ·· Habe ich mehrere Standorte, und will ich ein gemeinsames Firmennetzwerk nutzen? ·· Sind Sonderanwendungen vorhanden, die auf IP umgestellt werden müssen? (Lifttelefon, Alarmanlage, Haustechnikanlage etc.) ·· Wie wichtig ist Telefonie im In- und Ausland? www.netzwoche.ch © netzmedien ag 1920 / 2017

Archiv