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Netzwoche 19-20/2017

54 Management & Career

54 Management & Career Aktuell WWW.NETZWOCHE.CH Bildungssystem soll auf Digitalisierung reagieren cgr. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Wirtschaft der Schweiz unter die Lupe genommen. In einem Bericht zog die Organisation ein positives Fazit. Die OECD lobte das überdurchschnittlich gute Bildungssystem der Schweiz. Dennoch dürfe sich die Schweiz nicht ausruhen. Auf die Herausforderungen durch die Digitalisierung müsse das Bildungssystem flexibel und proaktiv reagieren können. ▸ Webcode DPF8_69144 Edtech-Start-ups erhalten Fördergelder cgr. Der in Lausanne beheimatete Edtech-Inkubator «Edtech Collider» hat sieben von zehn Start-ups in einem Pitching-Finale ausgezeichnet. Zwei Jungfirmen erhielten ein elfwöchiges Förderprogramm, das von Venturelab und der EPFL im Namen des Kickstart-Accelerators organisiert wird. Die Siegerfirmen sind laut Mitteilung die Unternehmen Mathrix aus Frankreich und das chinesischschweizerische Start-up Ubi- Sim. Beide wurden von EPFL- Absolventen gegründet. ▸ Webcode DPF8_70926 FHNW und Swiss-ICT laden zur Reise in die Cloud sma. Am 14. März 2018 laden die Hochschule für Wirtschaft FHNW und der Verband Swiss- ICT zum «Cloud Use Cases Day». Dieses Mal begeben sich die Organisatoren ins «Spannungsfeld zwischen Business und IT», wie es in einer Mitteilung heisst. Cloud Computing führe dazu, dass Unternehmen die Rollenverteilung zwischen Business und IT neu ausloten müssten. Was die Reise in die Cloud für Unternehmen und CIOs bedeuten kann, soll der «Cloud Use Cases Day» 2018 beleuchten. ▸ Webcode DPF8_69816 Syndicom will Arbeitnehmer vor Auswirkungen der Digitalisierung schützen osc. Die Gewerkschaft Syndicom fordert, dass bei der Digitalisierung der Schweiz mehr auf die Interessen der Arbeitnehmer geachtet wird. Mit der technologischen Entwicklung kämen umfassende Umwälzungen der Arbeitswelt und des Arbeitsmarktes auf die Gesellschaft zu, schreibt Syndicom in einer Mitteilung. Umso wichtiger sei es, eine Diskussion über die Auswirkungen der Digitalisierung zu führen und sie mitzugestalten. Drei Forderungen für die Zähmung der Digitalisierung Konkret fordert Syndicom drei Massnahmenpakete, um die Chancen des digitalen Wandels «für die Wirtschaft und die Arbeitnehmenden zu nutzen.» Erstens soll ein Recht auf Weiterbildung die Beteiligung der Arbeitgeber an den Kosten für Kurse und Ausbildungen ihrer Mitarbeiter garantieren. Wo eine Sozialpartnerschaft existiere, könne dieses Recht in die Gesamtarbeitsverträge geschrieben werden, Digitalswitzerland zeichnet Schülervideos aus Screenshot aus dem Siegervideo der 4. Klasse des Schulhauses Kastels in Sargans. schreibt Syndicom. Wo es keine Sozialpartnerschaft gebe, müsste es auf der gesetzlichen Ebene geregelt werden. Zweitens soll der räumlichen und zeitlichen Entgrenzung der Arbeit durch die Digitalisierung ein Recht auf Abschalten entgegenwirken. Es braucht nach Ansicht der Gewerkschaft klare Regeln, «damit das Wollen nicht zum Müssen wird». Dies sei auch im Sinne der Arbeitgeber, denn der Stress durch die ständige Verfügbarkeit greife die Gesundheit der Mitarbeiter an. Drittens fordert Syndicom eine Zertifizierung von Plattformen wie Uber oder Airbnb. Diese soll sicherstellen, dass die Betreiber und Auftraggeber solcher Plattformen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und sich an die Sozialversicherungspflicht halten. Artikel online: www.netzwoche.ch Webcode DPF8_70106 cgr. Der Verband Digitalswitzerland hat einen Videowettbewerb für Schüler veranstaltet. Unter dem Thema «Smartphones, Apps, Roboter & Co. – wie beeinflussen sie meinen Schulalltag, mein Leben, meine Zukunft?» konnten Schüler und ganze Klassen ihre Videos einreichen. Laut einer Mitteilung gingen mehr als 100 Beiträge ein. Prominent besetzte Jury Die Jury war prominent besetzt. Fabian Cancellara, Dodo, Lo & Leduc, Pegasus, Bastian Baker, Nickless wie auch die Politiker Fathi Derder, Ruedi Noser sowie die CEOs von Google Schweiz, Ringier und den SBB gehörten der Jury an. In der Kategorie Primarschule gewann die 4. Klasse des Schulhauses Kastels in Sargans von Ursula Heini. In der Kategorie Sekundarschule 1 setzte sich die Sek 3d von Klemens Vogel aus der Schule Erlen durch. Der Beitrag von Yannick Burkard, Leander Aerni und Sergio Beer von der Kantonsschule Zürich Stadelhofen gewann die Kategorie Sekundarschule 2. Als Prämie bekamen die Sieger ein Preisgeld von 2000 Franken. Zusätzlich gewannen die Sieger und deren ganze Klasse einen Besuch an der ETH und an einem Konzert. Die Preise wurden am 21. November im Rahmen des Digitaltags verliehen. Alle Beiträge können auf der Seite des Wettbewerbs eingesehen werden. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_69525 1920 / 2017 www.netzwoche.ch © netzmedien ag

Management & Career Studie 55 Top-Gehälter für IT-Führungskräfte und -Spezialisten Laut der neuesten IT-Gehaltsstudie von Michael Page ist die Nachfrage nach IT-Spezialisten im Jahr 2017 so stark gestiegen wie in keiner anderen Branche, mit Spitzengehältern für IT-Führungskräfte, Projektmanager und Sicherheitsspezialisten. DER AUTOR Charles Franier Executive Director, Michael Page Die letzten zwölf Monate waren für die IT-Branche ein Stellenmarkt-Rekordjahr. Von November 2016 bis November 2017 wuchs die Zahl der ausgeschriebenen Stellen in diesem Sektor um 32,3 Prozent. Heute machen IT-Positionen 38,4 Prozent aller in der Schweiz ausgeschriebenen Stellen aus (Quelle: Michael Page Swiss Job Index November 2017). Das Lohnniveau spiegelt die starke Nachfrage wider. IT-Führungskräfte mit mehr als zehn Jahren Erfahrung können mit einem Jahresgehalt von 200 000 Franken oder mehr rechnen. Die begehrten Spezialisten für Programm- Management und Cybersicherheit dürfen nach einem Jahrzehnt Berufserfahrung mindestens 160 000 Franken pro Jahr erwarten. Die Nachfrage wurde hauptsächlich vom Finanzdienstleistungssektor sowie von drei Schlüsselfaktoren angekurbelt: ·· Kostensenkungsprogramme in Kombination mit Rationalisierungs- und Digitalisierungsmassnahmen. Unternehmen verfügen über Budgets, die investiert werden können. Trotz der Auslagerung vieler Arbeitsstellen an Partnerfirmen, die sich auf die Optimierung von Geschäftsprozessen spezialisiert haben, existiert eine starke Nachfrage nach Fachkräften für interne Positionen, welche die Verbindung zwischen dem externen Partner und dem Finanzinstitut sicherstellen können. ·· Regulatorische Änderungen wie FACTCA und MiFID II. Personal im regulatorischen Bereich ist entscheidend für die Umsetzung dieser Richtlinien – für die Finanzinstitute stehen hier letztlich Lizenzen und die Reputation auf dem Spiel. ·· Kundenerwartungen. Sei es in der Vermögensverwaltung oder im Privatkundengeschäft: Bankkunden erwarten, dass sie auf einem mobilen Endgerät jederzeit auf ihr Konto zugreifen und den Stand ihrer Finanzen überblicken können. i Position TOP-GEHÄLTER IN DER IT-BRANCHE* Durchschn. jährliches Grundgehalt (CHF) 1. CIO 260 000 2. Bereichsleiter IT / IT-Direktor 220 000 3. CISO / Programmdirektor 200 000 4. IT-Manager 180 000 5. Projektmanager / Sicherheitsingenieur 160 000 *Mindestens 10 Jahre Berufserfahrung. (Vollständige Gehaltstabelle in der Onlineausgabe der Netzwoche auf www.netzwoche.ch unter dem Webcode DPF8_70508) Im Laufe des Jahres 2017 liess sich zudem eine steigende Nachfrage nach IT-Spezialisten aus anderen Branchen beobachten, insbesondere aus den Bereichen Konsumgüter-Einzelhandel, Rohstoffe, Industrie, Pharmazie und Medizinaltechnik. Konsumgüterproduzenten und -einzelhändler müssen weiterhin den gestiegenen Erwartungen der Konsumenten gerecht werden, überall und jederzeit online einkaufen zu können. Rohstoff- und Industrieunternehmen sind dabei, ihre Beschaffungs- und Supply- Chain-Funktionen vollständig umzugestalten, um die Erwartungen an den Kundenservice besser zu erfüllen, Kosten zu senken und die Effizienz zu steigern. Die Pharma- und Medizinaltechnik-Branche hat die Digitalisierung schrittweise vorangetrieben, um sowohl für Konsumenten als auch für Gesundheitsfachkräfte bessere Dienstleistungen zu erbringen und durch Fortschritte bei Diagnostik und Compliance die Qualität der Gesundheitsversorgung zu steigern. Am begehrtesten sind Fachleute, die sowohl über Branchenkenntnisse als auch über Erfahrung im IT-Bereich verfügen. Im Finanzdienstleistungssektor beispielsweise gilt dies für Menschen, die wissen, wie sich Finanzprodukte zusammensetzen – von der Leistungsbeschreibung über die Entwicklung bis hin zur Markteinführung. Sie stellen das Bindeglied zwischen den Entwicklern und dem Unternehmen dar und werden typischerweise intern eingesetzt. Besonders gefragt sind Projektmanager und Businessanalysten. Aufgrund der starken Nachfrage erhalten Bewerber mit solchen Profilen eine Vielzahl von Angeboten, und die IT-Branche zieht viele Bewerber aus dem Ausland an. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch im nächsten Jahr fortsetzen wird. Artikel online: www.netzwoche.ch ▸ Webcode DPF8_70508 www.netzwoche.ch © netzmedien ag 1920 / 2017

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